Eine kleine Buchhandlung im Londoner Stadtteil Mayfair. Mrs. Annetta Robington hat sich in einem faszinierenden Buch über Pinguine festgelesen und darüber die Zeit vergessen. Beim Verlassen des Ladens macht sie plötzlich eine unglaubliche Entdeckung: Der Buchhändler ist ein Pinguin! Der alte Herr dementiert, gibt dann aber doch zu: Ja, er ist ein Pinguin – einer von vielen, die meist unerkannt unter den Menschen leben.
Ein Cellist mit buschigen Augenbrauen, ein Portier in vollendeter Haltung, ein Opernbesucher im Frack … Nun sieht Mrs. Robington allerorten Pinguine.
Als das Geheimnis der liebenswerten Species aufzufliegen droht, ist Mrs. Robingtons große Stunde gekommen. Mit einem raffinierten Plan setzt sie alles daran, die Vögel zu retten …
Eine herzerwärmende Geschichte mit zauberhaften Illustrationen von Isabel Pin in Geschenkbuchausstattung.
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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Dieses Buch ist nostalgisch und ein wenig wie ein Märchen. Schön für ein paar Sommernachmittage . Zauberhaft.
Besonders für London bzw. Englandliebhaber.
Sagota
aus Saarbrücken
5/5
23.07.2018
Buch (Gebundene Ausgabe)
Fantasie und Sprachwitz in vollendeter Form - mit gehörigem Tiefgang!
Dieser kleine Sommerroman, der mit einem fabelhaften Cover in der Insel-Bücherei (2018, gebunden) erschienen ist, dürfte so manches Literaturherz erfreuen. Meines war jedenfalls sehr erfreut und der Autor gehört für mich fortan zu meinen Lieblingsautoren, da mir bereits vorangegangene Werke sehr gefallen haben, besonders in sprachlicher Hinsicht, der Schreibstil von Thomas Montasser ist einerseits "federleicht", andererseits versteht er es, "eine zweite Geschichte hinter der Geschichte" sehr brillant dem Leser vor Augen zu führen... Lesegenuss ist garantiert!
Mrs. Robington, ihres Zeichens pensionierte Lehrerin aus dem (eigentlich kleinen) Great Missenden, verbringt einen beschaulichen Tag in einer Buchhandlung in London und da sie Bücher über alles liebt, vergisst sie die Zeit... Ihre Aufmerksamkeit erregt der ältere Buchhändler, der ihr beim zweiten Hinsehen wie ein Exemplar der Spezie Pinguin erscheint (eine großartige Illustration von Isabel Pin, die auch an anderen Buchstellen eingeflochten sind, erhöht hier noch das Lesevergnügen). Mrs. Robington geht nicht fehl in dieser Annahme - und erfährt von dem sympathischen Mr. Basil Snow, dass es durchaus weitere Pinguine verschiedenster Couleur gibt, die friedlich unter den Menschen leben. Doch nicht nur das: Er leiht ihr ein Buch aus, das ihre Sicht auf die Welt nachhaltig verändern soll...
So lernt sie - die Kernthematik des Buches treffend - der man nur zustimmen kann und die lautet:
"Der Mensch sieht nur, was er erwartet" (Zitat)
demzufolge weitere Spezies der Gattung Pinguine kennen, die sich gerne als Pastoren (Eselspinguine, denen eine große Empathiefähigkeit anhaftet), Orchestermusiker (Haubenpinguine) und als Mitarbeiter in der gehobenen Gastronomie (unerkannt) betätigen. Bedenkt man obiges Zitat, so ist auch klar, dass dieses ebenfalls eine wichtige Rolle im Roman spielt:
"Wer ist schon der, als der er scheint" (Zitat S. 78)
Da Mrs. Robington eine der sehr wenigen Menschen ist, die demzufolge "genauer hinschauen", öffnet sie uns nach und nach die Augen für - ja, wofür? Ich würde sagen, "für die kleinen Wunder dieser Welt". Der Neugierde stets Raum gebend, will sie den Pinguinen helfen, die jüngst aufgetauchten Briefe von Sir Anthony Arlington, einem berühmten Polarforscher, der als einziger Mensch die Sprache der Pinguine verstand, in den Besitz des Buchhändlers zu verbringen - um die weitere Existenz der gefiederten Mitmenschen nicht zu gefährden... Hierbei hilft ihr ein excellenter Plan, der am Ende mehr als aufgeht und durch den eine alte Liebe - wer weiß? - vielleicht wieder "aufflammt" ;)
Besonders gefallen haben mir der Sprachwitz und die literarische Virtuosität von Thomas Montasser: Die grandiosen Wortschöpfungen wie "Ehrpusseligkeit" und "Nebelkerzenwerferei" bzw. Wörter, die vom Aussterben bedroht sind (was sie wiederum mit so mancher Tierart gemein haben), erneut aus der Tiefe hervorzuholen. Die "Royal Penguin Society", die bedeutenden Werke der Pinguine wie das Lexikon Penguini und die "Encyclodedia Penguinica, die der Vermenschlichung der Literatur entgegensteht, fand ich auch mehr als köstlich. Den Werken entnehmen kann man durchaus wenig heldenhafte Taten des homo sapiens, die sich auf unserem Planeten abspielen (Vermüllung der Meere, Verklappung von Öl, Überfischung etc.), die so manchen Schmunzler auch dazu bringen, erstmal schlucken zu müssen... Man könnte in den niedergeschriebenen Worten von Iceberger, um dessen Werke (pinguinischer Art) es hier zuweilen geht, auch einen Aufruf sehen, seinen "ökologischen Fußabdruck", den jeder Mensch auf der Erde hinterlässt, wohl zu bemessen, sorgsam mit der Umwelt und den Mitgeschöpfen umzugehen. Mir war Mrs. Robington von Beginn an sehr sympathisch, auch ein Bewohner in Great Missenden, den man am Ende etwas näher kennenlernt, gibt der Geschichte, die zuweilen etwas parabelhaftes hat, einen weiteren Spannungsbogen.... Die Pinguine selbst, Mr. Basil Snow, Pastor Williams und der 2. Geiger in der "Royal Albert Hall" sorgen hier für literarischen Tiefgang, Humor und interessante Wendungen.
Fazit:
Ein großes Lesevergnügen, das jedoch etwas Fantasie - und einen tieferen Blick in das Gelesene voraussetzt. Eine etwas märchenhafte, sehr unterhaltsame, skurrile, witzige Geschichte, die dennoch viele Bezüge zur "rauen Wirklichkeit" schafft und zum Nachdenken anregt. Mir hat sie überaus gefallen und ich freue mich schon auf weitere Romane von Thomas Montasser: Von mir eine absolute Leseempfehlung, die volle Punktezahl und 5* am Literaturfirmament, ganz besonders für die brillante und wundervolle Sprache, in der der Roman geschrieben ist!
leserattebremen
aus Berlin
5/5
19.07.2018
Buch (Gebundene Ausgabe)
Annetta Robington fährt nicht…
Annetta Robington fährt nicht oft von Great Missenden nach London, doch dieser Besuch wird ihr Leben verändern. Aufmerksamer als sonst bummelt sie durch die Stadt und plötzlich stellt sie seltsames fest: Der nette Buchhandler hat doch Flügel statt Armen und die Nase sieht mehr aus wie ein Schnabel. Und auch der Concierge in dem Hotel, in dem sie Zuflucht sucht, scheint kein Mensch zu sein, sondern ein Pinguin. Sie erfährt, dass Pinguine schon lange versteckt unter uns Menschen leben und sich gut eingerichtet haben. Doch als ihr verborgenes Leben droht öffentlich zu werden, tut Annetta Robington alles, um das Geheimnis zu schützen. Kann sie dafür sorgen, dass die Pinguine weiter unerkannt Leben können? „Der Sommer der Pinguine“ ist ein zauberhaftes kleines Buch, geschrieben von Thomas Montasser und illustriert von Isabel Pin. Die Geschichte, die zunächst abwegig klingt, ist so liebevoll geschrieben und führt einen in eine wunderbare Welt der Fantasie. Zwischen die Erlebnisse von Annetta werden immer wieder Passagen von wissenschaftlichen Büchern eingefügt, die die Weltsicht der Pinguine erklären, um dem Menschen die Deutungshoheit wieder zu entreißen. Denn wer könnte ernsthaft glauben, dass Amerika erst vor einigen hundert Jahren von Menschen „entdeckt“ wurde? Hier wurde vom Menschen die gesamte Geschichte umgeschrieben. Diese kleinen liebevollen Details machen die Geschichte von Thomas Montasser so lesens- und liebenswert, dass man das Buch gar nicht mehr aus Hand legen mag. Der Autor Thomas Montasser hat es geschafft, eine Geschichte zu schreiben, die zwar völlig unrealistisch wirkt, aber einen ganz eigenen Zauber hat. Ich würde gerne in der Welt von Annetta Robington leben, einmal durch die Encyclopädia Penguinica blättern und eine neue und kritische Sicht auf die Menschen gewinnen. Doch auch die Kritik bringt der Autor mit einem Augenzwinkern an den Leser, so dass dieses Buch ernst und humorvoll zu gleich ist, eine große Lesefreude mit viel Tiefe. Ein wunderbares Buch, nicht nur für den Sommer.
Miro
aus Wels
5/5
03.07.2018
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine zauberhafte Geschichte
Mrs Anetta Robington macht eine Entdeckung, die ihr Leben verändern sollte. Der Buchhändler in dem sympathischen Geschäft ist ein Pinguin. Sie ist sich nicht ganz sicher, ob ihr nicht ihre Augen einen Streich spielen und er versucht es ihr auch auszureden, aber es lässt sich nicht leugnen - er ist ein Pinguin.
Und so nimmt die Geschichte ihren Lauf. Ein Zufall ergibt den nächsten und die unscheinbare Geographielehrerin und Samstagsbibliothekarin wird zur Retterin der Pinguine, die unerkannt unter den Menschen leben.
Thomas Montasser hat eine zauberhafte Geschichte geschrieben, über Menschen, die immer nur sehen, was sie sehen wollen. Das Menschsein wird gnadenlos unter die Lupe genommen - natürlich von den Pinguinen und diese Sicht der Dinge spricht uns direkt an. Wir, die "Krone der Schöpfung" werden mit unseren schlimmsten Fehlern konfrontiert. Aber diese Dinge kommen nicht vorwurfsvoll daher. Das Buch will nicht moralisieren. Es nennt die Dinge halt beim Namen. Diese Abschnitte kann man immer mit einem schmunzeln im Gesicht lesen und ich denke, sie wurden mit einem Augenzwinkern geschrieben. So fühlt es sich zumindest für mich an.
Der Stil dieser Geschichte wirkt leicht antiquiert. Die Sprache ist ruhig, dezent vornehm und passt dadurch perfekt zu den eleganten Tieren. Die Figuren sind besonnen und unaufgeregt und unendlich liebenswürdig. Das macht den Zauber, den diese Geschichte verströmt aus. Ich bin restlos begeistert und empfehle dieses Kleinod allen, die noch an Märchen glauben!
Bewertung
aus Neu Wulmstorf
5/5
02.07.2018
Buch (Gebundene Ausgabe)
Außergewöhnliche Geschichte
Inhalt: Mrs. Annetta Robington, eine Dame mittleren Alters aus Great Missenden, verschlägt es eines schönen Tages nach London. Sie besucht eine kleine Buchhandlung und staunt nicht schlecht, denn der Buchhändler ist doch tatsächlich ein Pinguin. Und diese Begegnung bleibt kein Einzelfall, denn die Pinguine leben und arbeiten mitten unter der menschlichen Bevölkerung. In einem geheimnisvollen Buch über Pinguine erfährt Mrs. Robington eine ganze Menge über diese außergewöhnlichen Geschöpfe. Als plötzlich auch noch Briefe des berühmten Polarforschers Sir Anthony Arlington auftauchen, die das Geheimnis der Pinguine zu lüften drohen, setzt Mrs. Robington alles daran, um die freundlichen Vögel zu retten.
Meine Meinung: Wirklich eine außergewöhnliche Idee, Pinguine in die menschliche Gesellschaft einzureihen und nicht jeder Mensch bemerkt sie, weil wir eben nur das sehen wollen was wir erwarten. Thomas Montasser hat mir sehr viele Denkanstöße zum Thema „Oberflächliches Verhalten gegenüber anderen“ gegeben, denn oftmals überschätzen wir uns und machen andere klein. Vor allem in Bezug auf die Tierwelt, konnte ich hier sehr viel mitnehmen, denn Tiere haben so gut wie gar kein Ansehen, werden ausgebeutet und gequält, obwohl man sie ja eigentlich niedlich findet. Die Geschichte enthält aber noch eine Menge mehr Wahrheiten und viele Zitate die zum Nachdenken anregen. Der Schreibstil ist stimmungsvoll und vermittelt den Lesern anschaulich den englischen Lebensstil. Die Beschreibung auf dem Buchrücken kann ich nur bestätigen: „Ein wunderbares Lesevergnügen, eine charmante Geschichte mit viel Witz.“
Außerdem enthält das Buch zauberhafte Illustrationen von Isabel Pin.
Fazit: Unterhaltsames Lesevergnügen mit vielen Weisheiten und tollen Charakteren
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5/5
03.01.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
"Die meisten Menschen sehen nur,...
"Die meisten Menschen sehen nur, was sie erwarten. Aber die Welt ist doch viel mehr als nur das Erwartbare."
Pinguine???
Überall Pinguine!!!
Märchenhaft-beglückend! Mit wunderbar nostalgischen Zeichnungen!
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