Produktbild: Niemand ist bei den Kälbern

Niemand ist bei den Kälbern

9

13,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

09.03.2018

Verlag

Arche Verlag

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

18,6/12,3/2,3 cm

Gewicht

258 g

Farbe

Moosgrün / Lichtgrau

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7160-4008-9

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

09.03.2018

Verlag

Arche Verlag

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

18,6/12,3/2,3 cm

Gewicht

258 g

Farbe

Moosgrün / Lichtgrau

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7160-4008-9

Herstelleradresse

Zeitfracht GmbH
Ferdinand-Jühlke-Str. 7
99095 Erfurt
DE

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  • Bewertung

    4/5

    31.05.2017

    Buch (Taschenbuch)

    Ein aufwühlendes und zugleich...

    Ein aufwühlendes und zugleich poetisches Buch über ein, nicht ganz, idyllisches Landleben. Das Buch hat mit sehr bewegt und ist ein grandioses Debüt von Alina Herbing!

  • gaby2707

    aus München

    5/5

    12.01.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das reale Leben

    Als ich die grünen Gummistiefel auf einem Leserundenbuch gesehen habe, war klar, dass ich dieses Buch unbedingt lesen wollte. Und ich habe es, obwohl es mich stark aufgewühlt und berührt hat, sehr gerne gelesen. Die Hauptperson in Alina Herbigs Debütroman heißt Christin, ist Mitte Zwanzig, und lebt bei ihrem Freund Jan und dessen Vater mit seiner neuen Lebensgefährtin im kleinen Ort Schattin auf einem Bauernhof für Vieh- und Milchwirtschaft im Norden von Mecklenburg-Vorpommern. Ihre Mutter hat sich, als Christin noch sehr jung war, für ein Leben ohne den alkoholkranken Mann und Vater entschieden und die beiden allein gelassen. Christin blieb bei ihm bis auch sie nicht mehr konnte. Mit Zeitschriften wie Landlust, LandIdee, mein schönes Land oder Landgenuss, die mir mit ihren tollen Fotos und Berichten ein idyllisches Landleben vorgaukeln – das es bestimmt genau so geben wird – hat die Geschichte, die mir Christin erzählt absolut nichts zutun. Ihre Welt besteht aus Frust, vielzuviel Alkohol, Schlägen, Erniedrigungen und Lügen. Sie lässt sich kontrollieren und erniedrigen. Aber sie hat ja auch nichts anderes gelernt. Sie hat so überhaupt kein Händchen für die Landwirtschaft – weder für die Tiere noch für die Arbeit im Haus; wird von Jan´s Vater, der mit der Wahl seines Sohnes überhaupt nicht einverstanden ist, immer nur zu den Depperldiensten eingeteilt und will eigentlich nur weg aus diesem Kaff. Sie träumt von einem Bürojob in der Stadt, von schicken Kleidern, Longdrinks. Aber ohne Ausbildung, ohne Geld, ohne Anlaufstelle in der Stadt, wo sie gerne hin möchte, nur mit einem Koffer und ihrem Auto – sie weiß selbst, dass das schwer werden wird. Anfangs war mir Christin mit ihrer faulen, nur auf sich gerichteten Art nicht sonderlich sympathisch – eher im Gegenteil. Aber nach und nach, als ich mehr über ihre Kindheit und Jugend erfahren habe, hat sich das Bild etwas gewandelt. Ich bekam Mitleid mit der jungen Frau, die für sich so gar keine Perspektive sieht und daher manchmal sehr impulsiv und brutal reagiert. Niemand ist bei den Kälbern ist eine Geschichte, wie sie in bestimmt manchem ländlichen, nur von Landwirrtschaft geprägtem Gebiet vorkommen kann. Und Christins gibt es bestimmt auch mehr als eine. Mit hat aber auch der sprachliche Ausdruck hier sehr gut gefallen. Ich bin sofort mittendrin und kann die glühende Sommerhitze spüren, die Mücken surren hören und den Gestank im Stall bei der Hitze riechen. Auch die Hoffnungslosigkeit und im letzten Satz die Hoffnung, die zwar nicht direkt angesprochen werden, spüre ich beim Lesen sehr gut. Es gibt aber nicht nur Arbeit, Dreck und Perspektivlosigkeit. Immer wieder mal kommt ein kleiner humoristischer Einschlag, wo sich meine Mundwinkel nach oben ziehen. Vor allem aber hat mich dieses Buch gut unterhalten und wird noch lange nachwirken.

  • Forti

    5/5

    12.01.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Landleben ohne Idylle

    Alina Herbing nimmt den Leser in ihrem Debut "Niemand ist bei den Kälbern" mit in die mecklenburgische Provinz, genauer gesagt in das Dorf Schattin in Nordwestmecklenburg. Hamburg ist in Reichweite, Lübeck sogar in Sichtweite, dennoch ist das Dorf ganz weit weg vom Stadtleben und der weiten Welt. Alina Herbing beschreibt ein düsteres Landleben. Das hochsommerliche Wetter und die landschaftliche Idylle stehen im Kontrast zum Alltag und Lebensgefühl der Ich-Erzählerin Christin, die in einer nicht gerade glücklichen Beziehung und ohne Perspektive auf einem Milchhof lebt und arbeitet. Die Autorin wartet alles auf, das man in einem ostdeutschen Dorf erwarten kann: Milchbauern am Ende der Existenz, Tristesse, ein Dorffest, Nazis, Alkohol und noch einiges mehr. Mit der ländlichen Idylle aus Heimatfilmen (früher) und Hochglanzzeitschriften (heute) hat das nichts gemein. Es mag sich um literarische Verdichtung handeln, dennoch wirkt das Szenario auf mich zwar fern ab meiner eigenen Realität, aber dennoch nicht komplett unrealistisch. Sprachlich setzt Alina Herbing das sehr präzise um. Oft an der Grenze zu Andeutung beschreibt sie ohne viele Umschweife Christins Leben, ihre Vergangenheit, ihre Träume. Dabei hat Christin ihre eigene, authentische Sprache, die die Grenze zum Klischee nie überschreitet. Ein ungewöhnliches Buch, das das Leben in der ostdeutschen Provinz beschreibt, wie man es noch nie gelesen hat.

  • Edith Berger

    aus Graz

    5/5

    17.02.2017

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    fesselndes Leseerlebnis

    "Ein Heimatroman aus einem unbekannten Deutschland. Dort leben? Nein danke. Darüber lesen? Ja bitte. UNBEDINGT! ( David Wagner) Christin ist Mitte 20 und lebt seit einigen Wochen bei Jan auf dem Hof. Jan kennt sie seit Jugendtagen. Für Jans Vater ist Christin als Freundin seines Sohnes eine Fehlbesetzung. Manchmal denkt Christin das auch. Sie träumt davon, die dreckverschmierten Gummistiefel und Arbeitskittel einzutauschen. Gegen Kleidung wie man sie in der Stadt trägt.. Träumt von Haaren die nach Pfirsich riechen. Träumt von einem Job in der Stadt. Mit ihrer Freundin Caro fantasiert sie sich weg aus der Enge des Dorfes, den immer gleichen Dorffesten, ihrem schwer alkoholabhängigen Vater. "Niemand ist bei den Kälbern" von Alina Herbing ist fesselndes Leseerlebnis

  • Bewertung

    aus München

    5/5

    29.01.2017

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Als ich die grünen Gummistiefe…

    Als ich die grünen Gummistiefel auf einem Leserundenbuch gesehen habe, war klar, dass ich dieses Buch unbedingt lesen wollte. Und ich habe es, obwohl es mich stark aufgewühlt und berührt hat, sehr gerne gelesen. Die Hauptperson in Alina Herbigs Debütroman heißt Christin, ist Mitte Zwanzig, und lebt bei ihrem Freund Jan und dessen Vater mit seiner neuen Lebensgefährtin im kleinen Ort Schattin auf einem Bauernhof für Vieh- und Milchwirtschaft im Norden von Mecklenburg-Vorpommern. Ihre Mutter hat sich, als Christin noch sehr jung war, für ein Leben ohne den alkoholkranken Mann und Vater entschieden und die beiden allein gelassen. Christin blieb bei ihm bis auch sie nicht mehr konnte. Mit Zeitschriften wie Landlust, LandIdee, mein schönes Land oder Landgenuss, die mir mit ihren tollen Fotos und Berichten ein idyllisches Landleben vorgaukeln – das es bestimmt genau so geben wird – hat die Geschichte, die mir Christin erzählt absolut nichts zutun. Ihre Welt besteht aus Frust, vielzuviel Alkohol, Schlägen, Erniedrigungen und Lügen. Sie lässt sich kontrollieren und erniedrigen. Aber sie hat ja auch nichts anderes gelernt. Sie hat so überhaupt kein Händchen für die Landwirtschaft – weder für die Tiere noch für die Arbeit im Haus; wird von Jan´s Vater, der mit der Wahl seines Sohnes überhaupt nicht einverstanden ist, immer nur zu den Depperldiensten eingeteilt und will eigentlich nur weg aus diesem Kaff. Sie träumt von einem Bürojob in der Stadt, von schicken Kleidern, Longdrinks. Aber ohne Ausbildung, ohne Geld, ohne Anlaufstelle in der Stadt, wo sie gerne hin möchte, nur mit einem Koffer und ihrem Auto – sie weiß selbst, dass das schwer werden wird. Anfangs war mir Christin mit ihrer faulen, nur auf sich gerichteten Art nicht sonderlich sympathisch – eher im Gegenteil. Aber nach und nach, als ich mehr über ihre Kindheit und Jugend erfahren habe, hat sich das Bild etwas gewandelt. Ich bekam Mitleid mit der jungen Frau, die für sich so gar keine Perspektive sieht und daher manchmal sehr impulsiv und brutal reagiert. Niemand ist bei den Kälbern ist eine Geschichte, wie sie in bestimmt manchem ländlichen, nur von Landwirrtschaft geprägtem Gebiet vorkommen kann. Und Christins gibt es bestimmt auch mehr als eine. Mit hat aber auch der sprachliche Ausdruck hier sehr gut gefallen. Ich bin sofort mittendrin und kann die glühende Sommerhitze spüren, die Mücken surren hören und den Gestank im Stall bei der Hitze riechen. Auch die Hoffnungslosigkeit und im letzten Satz die Hoffnung, die zwar nicht direkt angesprochen werden, spüre ich beim Lesen sehr gut. Es gibt aber nicht nur Arbeit, Dreck und Perspektivlosigkeit. Immer wieder mal kommt ein kleiner humoristischer Einschlag, wo sich meine Mundwinkel nach oben ziehen. Vor allem aber hat mich dieses Buch gut unterhalten und wird noch lange nachwirken.

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    H. Steinert

    Thalia Radebeul

    Buchhändler*in

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    4/5

    21.04.2018

    eBook (ePUB)

    Keine Landidylle!

    Nordwestmecklenburg außer Feldern und Windrädern nichts rein gar nichts ein Nest im Nirgendwo. Keine Landidylle mit Kälbchen streicheln, sondern die harte Realität mit niedrigen Milchpreisen, Langeweile und Perspektivlosigkeit.
  • Zum Bewerterprofil von Stephanie Hepp

    Stephanie Hepp

    Thalia Saarbrücken

    Buchhändler*in

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    4/5

    17.04.2018

    Buch (Taschenbuch)

    Das Landleben wird hier alles...

    Das Landleben wird hier alles andere als idyllisch geschildert, nichts wird romantisiert, verkitscht oder geschönt. Ein teilweise brutales Buch das mich dennoch fasziniert hat.
  • Zum Bewerterprofil von Buchhändler*in

    Buchhändler*in

    Thalia Zentrale

    Buchhändler*in

    4/5

    17.03.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wir verfolgen Christins Leben...

    Wir verfolgen Christins Leben auf dem Bauernhof ihres Freundes. Ein Leben, in dem sie nicht glücklich ist, und wir sind Teil auf der Suche nach einem Ausweg.

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