Der mondäne Badeort Binz auf der Insel Rügen ist berühmt. Und eine eindrückliche Bühne für unerwartete Begegnungen und Lebenskrisen. Schauplatz Rom, eine weitere Kulisse für große Lebensfragen. Wie gefeit ist die »Ewige Stadt« wirklich gegen die Vergänglichkeit? Zehn abgründige, melancholisch schöne Novellen über das, was einmal war und noch immer lebendig ist, über ein berühmtes Bild aus der Alten Nationalgalerie, über philosophischen Trost. Und vor allem darüber: Was hat Bestand?
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Athanasius Pernath
5/5
20.04.2018
Buch (Gebundene Ausgabe)
Feinsinnig! Seltsam! Großartig!
Wer eine wunderbare Sprache lesen will, wer Geschichten vom Leben und aus dem (normalen) Leben herausfallen geschenkt bekommen möchte, wer feinste Nuancen ausgelotet sehen mag, dem seien diese brillanten, schönen und auch verstörenden, immer aber im Gedächtnis bleibenden Novellen dringend empfohlen.
Hartmut Lange, der schon immer ein Meister seines Fachs war, schenkt uns wieder einmal große Kunst.
MaWiOr
aus Halle
5/5
01.03.2018
Buch (Gebundene Ausgabe)
Hartmut Lange entführt den…
Hartmut Lange entführt den Leser in den vorliegenden zehn Novellen an Orte, an denen andere für gewöhnlich Ferien machen. Hier geht es aber nicht um Urlaubserinnerungen sondern meist um geheimnisvolle Geschehnisse. In der Titelgeschichte „An der Prorer Wiek“ erlebt der bekannte und erfolgreiche Maler Henning Biesterfeld im mondänen Badeort Binz auf der Insel Rügen eine Schaffenskrise. In einer baufälligen Villa mit ihren kahlen Wänden versucht er einen Neuanfang. Auch die zweite Geschichte „Der Mönch am Meer“ ist an der Ostsee angesiedelt - eine Hommage an das berühmte Gemälde von Caspar David Friedrich. „An der Spanischen Treppe“, wo sonst die Touristen dicht gedrängt sitzen, taucht ein jun-ger Mann auf und schleudert faustgroße Steine gegen das Fenster eines Nachbargebäudes. Lange erinnert damit an den britischen Dichter John Keats, der 1821 mit 25 Jahren in Rom verstarb. Auch die nachfolgenden Novellen „Auf dem Gelände“, „In der Ewigen Stadt“, „In der Villa Albani“ und „Drei Reiter“ haben als Handlungsort die Stadt am Tiber. Es sind leise Geschichten, die mit ihren allegorischen Bildern nachdenklich machen. Sie werfen Fragen der menschlichen Existenz auf und berühren den Leser auch mit ihrer sprachlichen Erzählqualität.
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