Wiederbewaffnung wider Willen Die Geschichte der Wiederbewaffnungsdiskussion in der Bundesrepublik 1949 bis 1955: Argumente, Alternativen, öffentliche Meinung.
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
17.12.2010
Verlag
GRINSeitenzahl
19 (Printausgabe)
Dateigröße
180 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640780372
Die Durchsetzung der Wiederbewaffnung der Bundesrepublik und der damit verbundenen und endgültig verankerten Westintegration war ein, vielleicht das gelungenste Kabinettstückchen Adenauers, setzte er sie doch gegen den erkennbaren Willen der westdeutschen Gesellschaft durch. Nachdem die ursprüngliche Planung einer Europäischen Verteidigungsgemeinschaft (EVG), in der deutsche Kontingente in einer europäischen Armee aufgegangen wäre, 1954 an der Französischen Nationalversammlung gescheitert war, wurde die Bundesrepublik ab 1955 im Rahmen der NATO aufgerüstet; es kam nun - zwar unter internationaler Steuerung - zu einer nationalen Armee. Parallel mit dem EVG- Vertrag und später dem Beitritt der BRD zur NATO wurde der Deutschlandvertrag verhandelt, welcher der BRD weitgehende Souveränität verleihen sollte.
Diese Arbeit beleuchtet die Geschichte der Wiederbewaffnungsdiskussion und geht dabei vor allem der Frage nach, auf welche Weise es Adenauer gelang, seine Politik durchzusetzen und welche Ereignisse ihm dabei zu Hilfe kamen. Gab es für die Wiederbewaffnung im Rahmen der Westintegration die überzeugenderen Argumente als gegen sie? Fehlten realisierbaren Alternativen? Aus welchen Beweggründen und sozialen Gruppen entwickelte sich die Ablehnung der Aufrüstung in der Bevölkerung? Welche Rolle spielten verschiedene Ängste der Bevölkerung - vor der endgültigen Teilung Deutsch- lands, vor einem sowjetischen Angriff, vor ewiger Abhängigkeit von den Westmächten - in der Diskussion, welchen Realitätsgehalt hatten sie und wie wurden sie argumentativ ausgenutzt? Nicht seriös untersucht werden kann der Einfluss antikommunistischer Pro- paganda. Ihren Einfluss zu quantifizieren und empirisch nachzuweisen ist bei derzeitigem Kenntnis- und Methodenstand nicht möglich.
Während sich die Argumentation und das Lager der Bewaffnungsbefürworter, das in der parlamentarischen Arena weitgehend aus den Regierungsfraktionen CDU, CSU, FDP und DP bestand, relativ homogen ausnahmen, gab es auf der Seite der Wiederbewaffnungsgegner ein sehr heterogenes Lager, dessen einzige Gemeinsamkeit die Ablehnung der Wiederbewaffnungspolitik der Regierung war. Ebenso heterogen waren die Argumente.
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