Schweigen oder Aufklärung? Tabus und Tabubrüche in den neuen Medien im Deutschunterricht Ein Beitrag zu den Themen Mediendidaktik und Medienkompetenz
-
- Einzelkauf Download ausgewählt
-
Sprache:Deutsch
13,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
06.11.2009
Verlag
GRINSeitenzahl
14 (Printausgabe)
Dateigröße
254 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640465828
Es steht fest, dass manifestierte Tabus traditionell von Generation zu Generation weitergetragen werden, interessanterweise auch dann, wenn gar das Sprechen über das jeweilige Tabu selbst ein Tabu ist, wobei unter dem Stichwort "Grenzen setzen" Tabus in weitesten Sinn Themen in der Sozialpädagogik, wie in der Erziehungswissenschaft sind. Fraglich bleibt in den jeweiligen pädagogischen Tabudiskursen, ob man mit Kindern und Jugendlichen über Tabus, z.B. über Inzest, Sex mit Tieren oder über brutale, blutige Gewalt reden sollte, sie über Tabus und über die Gefahren von Tabulosigkeiten aufzuklären hat? Insofern man das tut, steht die Frage im Raum, ob die jeweilige Aufklärung nicht schon ein Tabubruch ist, inwiefern man durch jene Aufklärung, die ggf. gar zu einer "Belehrung" von "oben herab" verkommen kann, Kinder und Jugendliche dazu bewegt, Erfahrungen mit Tabus machen zu wollen, was im Endeffekt kontraproduktiv wäre. So ist es z.B. häufig zu beobachten, dass, insofern man Kinder und Jugendliche vor Horrorvideos warnt, diese dann gezielt zu diesen greifen, weil sie den Horror und damit die Tabus selbst erfahren wollen.
Von Soziologen, wie z.B. Niklas Luhmann, wird behauptet, Erziehung sei sinnlos, da Kinder sich selbst aufgrund von Erfahrungen in sozialen Systemen lernen:
"Elementares Lernen vollzieht sich unabsichtlich-beiläufig aufgrund von Erfahrungen (...)"
Welche Erfahrungen machen Kinder und Jugendliche im 21. Jhd.? Fakt ist, dass wir in einer "Mediengesellschaft" leben, d.h. alte und neue Medien beeinflussen das Leben von Kindern und Jugendlichen. War es für das Kind und für den Jugendlichen früher schwierig, an Horror- oder Sexvideos heranzukommen, da Videotheken Bereiche für Kinder und Jugendliche verschlossen hielten, ist es heute eine Leichtigkeit für Kinder und Jugendliche auf Internetportalen tabulose Inhalte herunterzuladen oder direkt anzusehen.
Noch keine Bewertungen vorhanden
Verfassen Sie die erste Bewertung zu diesem Artikel
Helfen Sie anderen Kundinnen und Kunden durch Ihre Meinung.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.
zum Kundenservice