Die Familienkonstellation in Schillers 'Die Braut von Messina'. Fragmentierung und Untergang einer Herrschergenealogie
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
13.03.2018
Verlag
GRINSeitenzahl
19 (Printausgabe)
Dateigröße
558 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783668660182
Schiller, der keine Nachahmung vorliegender antiker Tragödienstoffe initiieren wollte, sondern den Versuch - und dabei kommt seine Gesinnung als Denker der Weimarer Klassik zum Vorschein - einer Verbindung antiker und moderner Elemente zu unternehmen suchte, agierte entgegen des zeitgenössischen Theatergeschmacks.
Sein Publikum interessierte sich lediglich für das "Vergnügen des Zuschauers" und verstand die Kunst nicht, wie es in der Antike der Fall war, als zentrales, politisches, soziales und individuelles Selbstverständigungsmedium. Es erscheint daher nicht verwunderlich, dass die Wirkung der Uraufführung Der Braut von Messina, die am zweiten April 1803 abgehalten wurde, zwiegespalten war. Ein mäßiger Erfolg ließ sich vor allem bei der Hofgesellschaft verzeichnen, die pikiert bezüglich des prekären Inhalts des Dramas reagierte.
Ins Zentrum der tragischen Handlung setzt Schiller die Herrscherfamilie Messinas, die im Dramenverlauf durch Verfluchung, Inzest und Mord bis zum Zerfall des eigenen Geschlechts fragmentiert wird. Wie äußert sich die Fragmentierung innerhalb des Dramas und welche Figur oder Instanz des trägt die Schuld für das Auseinanderfallen der Familie?
Diese Seminararbeit leistet einen Beitrag zur Beantwortung dieser Fragen und legt den Fokus innerhalb des Schiller'schen Dramas auf die Fragmentierung des Herrschergeschlechts in Messina. Ihr liegt die Annahme zu Grunde, dass die Herrscherfamilie durch ihr eigenes Verschulden Stück für Stück auseinanderbricht, somit der völligen Auslöschung näherkommt und letztendlich sich selbst vernichtet. Jedes Familienmitglied leistet dabei seinen Beitrag und fragmentiert jeweils einen Teil der eignen Familie.
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