Augen(un)ruhe - Augenmotivik als Verdrängungsmechanismus Versuch eines weiteren Gedankenlabyrinthes zu Ingeborg Bachmanns: "Ihr glücklichen Augen."
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Form:Einzelkauf Download
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Sprache:Deutsch
13,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
01.02.2010
Verlag
GRINSeitenzahl
12 (Printausgabe)
Dateigröße
238 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640523641
In meinen nun folgenden Ausführungen will ich mich gemeinsam mit dem Rezipienten zunächst in die Augenmotivik einfühlen. Da das Motiv des nach innen und nach außen gerichteten Auges für die Erzählung von prioritärem Stellenwert sein wird. Ingeborg Bachmann lässt das traumatische Bild eines lauernden Fremden ständig über ihren Protagonistinnen schweben, dieses Fremde wird selten greif- oder - auch nur fassbar. Bei Miranda wird es nicht nur zum Orientierungs- und Identitätsverlust führen, Miranda wird ihre Seele gegen eine schön gemalte Welt tauschen, wie ich in den folgenden Kapiteln aufzeigen werde.
Wie alle Texte von Ingeborg Bachmann überlagern sich auch in "Ihr glücklichen Augen" Zeit-und Wirklichkeitsebenen, es wird immer schwieriger bis zu unmöglich für den Rezipienten Bezüge herzustellen und doch scheint allein die Augensymbolik unendlich viele Türen zu öffnen. Ingeborg Bachmann ver- und entführt in ein Text-Labyrinth, welches bereits im Buchstaben beginnt und dennoch ist sie sich der Hilflosigkeit der Sprache sehr bewusst und führt diese ironisch ad absurdum. Wie die Protagonistin schon bemerkte: "Zerrsichtigkeit [...], das ist ärger als Blindsein."
Miranda bewegt sich durch ein Wirklichkeits-schluckendes Spiegelkabinett, welches außerhalb des sprachlichen Labyrinthes unzählig viele weitere Labyrinthe erschafft und einen imaginierten Metasinn vervielfältigt, verzerrt und entstellt. Angesichts einer solchen Maschinerie musste sich meine Arbeit auf einige wenige Kernpunkte reduzieren, mit denen sie innerhalb dieses Pensums nicht mehr sein kann als ein Wegweiser zu "glücklichen Augen" in einer labyrinthisch verspiegelten Scherbenwelt Ingeborg Bachmanns.
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