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Band 11

Der Winter unseres Missvergnügens Roman. Übersetzt von Bernhard Robben, mit einem Nachwort von Ingo Schulze

Aus der Reihe Manesse Bibliothek

25,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.10.2018

Verlag

Manesse

Seitenzahl

608

Maße (L/B/H)

15,5/9,5/3 cm

Gewicht

293 g

Farbe

Grau / Weiß

Originaltitel

The Winter of our Discontent

Übersetzt von

Bernhard Robben

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7175-2432-8

Beschreibung

Rezension

»Selten konnte man einen solch detailreichen und analytischen und zugleich aberwitzig komischen und unterhaltsamen Roman über die menschlichen Abgründe des Kapitalismus lesen. ... Die Neuübersetzung von Bernhard Robben: ist mehr als gelungen! Sie ist großartig, modern ohne modernistisch zu sein, gegenwärtig ohne auf Aktualität zu schielen, sprachlich brillant und vor allem: wahnsinnig witzig. ... Unbedingt lesenswert.« ("rbb kulturradio, Frank Dietschreit")
»Steinbecks Roman ist ein großartiges Spiel mit Hoffnungen und Wünschen.« ("Mannheimer Morgen, Ulrich Rüdenauer")
»Wunderbare Sprache, ... großartige Dialoge.
»John Steinbecks letzter Roman aus dem Jahre 1961 ist ein Lehrstück über den rücksichtslosen Kapitalismus jener Zeit in den USA.« ("Hellweger Anzeiger, Ulrich Rubens-Laarmann")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.10.2018

Verlag

Manesse

Seitenzahl

608

Maße (L/B/H)

15,5/9,5/3 cm

Gewicht

293 g

Farbe

Grau / Weiß

Originaltitel

The Winter of our Discontent

Übersetzt von

Bernhard Robben

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7175-2432-8

Herstelleradresse

Manesse Verlag
Neumarkter Str. 28
81673 München
DE

Email: GPSR Kontakt

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    H. Jürgens

    Thalia Düsseldorf – Königsallee

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    3/5

    05.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Kapitalismuskritik oder Nischenwerk?

    Skrupellos und kaltschnäuzig räumt Ethan seine Widersacher aus dem Weg. Dabei scheint seine Philosophie "Gier ist gut" zu sein. Im Kern ist die Frage grundsätzlich interessant – fast schon philosophisch: Darf ein Mensch unmoralisch handeln, um sich einen materiellen Vorteil zu verschaffen? Ethan Hawke besitzt eine bemerkenswerte Raubritter-Mentalität, handelt aber dennoch eher zögerlich und vorsichtig. Als Hawke sich am Ziel wähnt und seinen beruflichen Höhepunkt erreicht, geht es jedoch rapide bergab. Insbesondere zu Zeiten des "Gilded Age" haben eine Handvoll kapitalistischer Räuberbarone obszöne Reichtümer zusammengerafft. Das Buch wäre wirkungsvoller gewesen, wenn Steinbeck es in diese Zeit verlegt hätte. "Der Winter unseres Missvergnügens" nimmt in Steinbecks reichhaltigen Werke keine zentrale Position ein. Von der Forschung & dem Publikum wird es eher stiefmütterlich behandelt. Dabei bietet der Roman alle Grundzutaten für eine packende, komplexe Geschichte mit Tiefgang. Der Roman hätte ein zeitloses Lehrstück über den rücksichtlosen US-Kapitalismus werden können. Dabei kommt die Geschichte nur schwer in Gang, stellenweise wirkt sie dabei hastig und holprig runter geschrieben. Der handlungsarme Plot, nimmt dann ab der Hälfte überhastet und übereilt Fahrt auf. Dadurch wirkt der Roman unausgeglichen und langatmig. Steinbeck baut Querverweise und Referenzen auf "Moby Dick", Shakespeare, die Artus-Sage und die Bibel ein. Ohne die Anmerkungen des Übersetzers wären diese allerdings nicht zur Kenntnis gelangt. Für sich genommen wirken sie verspielt und redundant. Steinbecks literarische Könnerschaft, sein Witz & Klugheit bereichern das Buch. Auch merkt man dem Autor seine Beherrschung des Handwerks an, dennoch macht er aus den Zutaten Geld, Moral und Profitgier ein mittelmäßiges Buch. So wundert es auch nicht, dass es hinter den wirklich großartigen Meisterwerken ein Schattendasein fristet.

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