Produktbild: Ein Winter in Paris

Ein Winter in Paris Roman

79

14,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

24.09.2018

Verlag

Paul Zsolnay Verlag

Seitenzahl

192 (Printausgabe)

Dateigröße

2011 KB

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Un hiver à Paris

Übersetzt von

Anne Braun

Sprache

Deutsch

EAN

9783552063877

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Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

24.09.2018

Verlag

Paul Zsolnay Verlag

Seitenzahl

192 (Printausgabe)

Dateigröße

2011 KB

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1. Auflage

Originaltitel

Un hiver à Paris

Übersetzt von

Anne Braun

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Deutsch

EAN

9783552063877

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  • https://lieslos.blog/

    5/5

    20.08.2020

    eBook (ePUB)

    Unterhaltsam und mit Tiefgang.

    Gleich vorweg: ich bin begeistert von diesem recht schmalen Bändchen. Ein Schwergewicht das leichtfüßig daherkommt. Wer Lust hat auf einen sehr unterhaltsamen und leicht zu lesenden Entwicklungsroman mit Tiefgang, sollte zugreifen. Ich hatte das Gefühl, gleich mitten im Geschehen zu sein. Jean-Philippe Blondel erzählt von dem 19 jährigen Außenseiter Victor, der aus einfachen Verhältnissen stammt und sich nach dem Abitur in seiner Heimatstadt in der Provinz in einer Pariser Vorbereitungsklasse eines elitären Élysées mit gnadenlosem Konkurrenzdruck und z. T. sadistischen, selbstverliebten Lehrern befindet. Erst nach über einem Jahr bahnt sich zaghaft eine Beziehung zu dem Kommilitonen Mathieu an. Doch noch bevor diese Freundschaft richtig beginnen kann, stürzt sich Mathieu in den Tod - ein Wendepunkt im Leben Victors. Tiefgreifende Veränderungen und weitreichende Entwicklungen folgen diesem einschneidenden Ereignis. Es werden sehr viele bedeutsame Themen aufgegriffen ohne dass der Roman überladen wirkt. Das ist bei der Kürze der Geschichte eine Kunst. Es geht um sozialen Aufstieg und die damit verbundenen Mühen und Schwierigkeiten. Es geht um die Einsamkeit, die sich oft einstellt, wenn man noch mit einem Bein in der „alten“, vertrauten Welt steht, während man sich mit dem anderen schon in der „neuen“ befindet. Entfremdung, Zugehörigkeit, Zwischenwelt, Niemandsland. Es geht um Ehrgeiz, Leistungs- und Erwartungsdruck und es geht um Authentizität, mangelnden emotionalen Austausch, fehlende Empathie und kaum vorhandenes wirkliches Interesse am Anderen. Es geht aber auch um Freundschaft, um Verlust und Trauer, Tabus und Geheimnisse. Es geht darum, seinen Weg zu finden. Hinter all dem verbirgt sich eine Kritik am gnadenlosen elitären (Pariser) Bildungssystem mit seiner „Entmenschlichung“. Trotz all dieser ernsten Themen erzählt der Autor mit großer Leichtigkeit und das Schöne: eine Art Happy End: “Das würde ab jetzt mein Ziel sein“. Die Sprache ist schlicht und gleichzeitig schön, eindringlich und intensiv. Eine berührende Geschichte, eine Welt voller Emotionen wird mit knappen aber treffenden Worten zum Leben erweckt und vor dem geistigen Auge entstehen Bilder und Filme. Blondel erzählt lebendig und feinfühlig, aber nie gefühlsduselig. Im Verlauf wird es immer tiefgründiger und bewegender. Manchmal, v. a. anfangs, wurde ich regelrecht kurzatmig oder flog atemlos durch den Text - zu hastig, so dass ich zu einer früheren Stelle zurückkehren musste bzw. wollte, damit mir auch ja nichts entging. Der Leser wird mit einigen Wirklich schönen Metaphern verwöhnt, z. B. - über einen treffenden, erschütternden, einen aus der Fassung bringenden Satz - „...ein tiefer Ast, der einen mitten im Galopp aus dem Sattel wirft. Ein eisiger Windhauch im Winter, am frühen Morgen, der einem ins Gesicht peitscht.“ Fazit: sehr lesenswert!

  • mrs rabes bookaccount

    5/5

    03.11.2018

    eBook (ePUB)

    Der Tod und das Leben

    Paris 1984, Victor ist Außenseiter am schwierigen und elitären Lycee D. Er stammt nicht aus Paris, nicht aus einer bildungsaffinen gutbürgerlichen Familie, trägt die falschen Kleider, hat noch keinen Zugang zu Theater und Film, hat keine Freunde. Kurz vor seinem 19. Geburtstag versucht Victor sich mit Mathieu, gleichermaßen Einzelgänger, anzufreunden. Doch Mathieu begeht eines Morgens Selbstmord, vor den Augen seiner Mitstudenten. Plötzlich wird Victor wahrgenommen, als vermeintlicher Freund des Opfers rückt er in die Aufmerksamkeit der schönen und reichen Kommilitonen, aber auch in die des trauernden Vaters von Mathieu. Es ist von nun an ein schrecklicher Zwiespalt, der Victor quält. Einerseits ist es Trauer und Entsetzen, Bilder, die er nicht mehr loswerden kann. Andererseits beginnt er die Wendung in seinem Leben zu genießen, obwohl er genau weiß, dass sein neues Ansehen auf tönernen Füßen steht. Jean Philippe Blondel stellt uns hier vor die Frage, was der Tod mit den Hinterbliebenen, den Angehörigen und Freunden macht. Wieviel Raum bekommt die Trauer, der Tote in den Leben, die weitergehen. Wie geht das Leben weiter, welchen Platz muss sich Vater, Mutter, Freund im eigenen Dasein neu schaffen. Es ist sehr zart, fast poetisch, wie der Autor uns all diese Fragen vor Augen führt. Es ist ein Buch, das einen angreift und mitnimmt.

  • yellowdog

    5/5

    12.09.2018

    eBook (ePUB)

    konzentriert und dicht geschrieben

    Jean-Philippe Blondel und seine Romane gehören für mich zu den Highlights der aktuellen, zeitgenössischen französischen Literatur, die ich sehr schätze. Einige Romane von dem Autor habe ich bereits gelesen und auch dieses neue Buch sagt mir zu. Das diesmal gewählte Milieu ist ein College in Paris. Blondel kennt sich in diesem Sujet aus, denn er ist auch Lehrer. Wie am Anfang die zurückblickende Erzählperspektive aufgebaut wird, ist recht kompliziert und wirkt etwas altmodisch. Man denkt an Franz Werfel oder Robert Musil. Ist man dann erst einmal in der Handlung drin, dominiert der Gemütszustand des Protagonisten und Icherzählers Viktor, der sich als Student aus einer sozial niedrigen Schicht am Elitecollege wie ein Außenseiter vorkommt. Dieses Gefühl macht ihn aber auch unangreifbar, jedoch bleibt er isoliert. Mit einem Freund raucht er regelmäßig mal eine. Und als dieser Freund Suizid begeht, bringt das Viktor aus der Spur. Blondels Stärke ist es, tief in die Psyche seiner Figur einzutauchen und dem Leser wirklich auf realistische Art die Emotionen zu verdeutlichen. Dabei geht er sensibel vor. Als Leser beginnt man die Figur und ihre Handlungsweise zu verstehen. Der Roman ist nicht umfangreich, aber durch Blondels konzentrierte Art zu schreiben wird auch nicht mehr Raum benötigt.

  • Bewertung

    aus Witten

    5/5

    15.01.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Außenseiterschicksale

    Der 19jährige Victor stammt aus der Provinz und besucht im zweiten Jahr eine Vorbereitungsklasse an einem Lycée in Paris. Wenn er den Concours, die Auswahlprüfung, besteht, bekommt er einen Studienplatz an einer der renommierten Grandes Ecoles, der Ecole Normale Superieur. Diese Schulen absolviert die französische Elite. Victor stammt aus einfachen Verhältnissen und verfügt nicht über die Codes in Bezug auf Herkunft, Bildung, Sprache und Kleidung, die ihm Zugang zu den betuchteren bürgerlichen Kreisen ermöglichen würden. Er ist völlig isoliert und widmet sich einzig und allein seinen Studien. Wider Erwarten sind seine Leistungen gut genug für das zweite Vorbereitungsjahr. Irgendwann lernt er den jungen Mathieu im Jahrgang unter ihm kennen, der offensichtlich das Gleiche erlebt wie er selbst. Sie rauchen zusammen und wechseln ein paar Worte. Victor kann sich eine Freundschaft mit ihm vorstellen und will ihn zu seinem Geburtstag einladen. Doch ehe es dazu kommt, begeht Mathieu Selbstmord, indem er in der Schule über ein Geländer in die Tiefe springt. Der berüchtigte Französischlehrer Clauzet hat ihn einmal zu oft gedemütigt. Dieses Ereignis verändert Victors Leben vollkommen. Auf einmal gilt er als der Freund des Opfers und wird sichtbar und beliebt. Die anderen suchen den Kontakt zu ihm, Mädchen interessieren sich für ihn, und der Star des Jahrgangs, der homosexuelle Paul, freundet sich mit ihm an, lädt ihn sogar zu sich nach Hause in die riesige Wohnung mit Blick auf den Jardin du Luxembourg ein. Victor, der außerhalb in einer Unterkunft für Studenten in Nanterre wohnt, lernt eine neue Welt kennen, hat plötzlich ein soziales Leben. Er ist sich sehr wohl der Tatsache bewusst, dass er von Mathieus Tod profitiert. Durch die vielen Ablenkungen werden seine Leistungen schlechter, so dass er keine Aussichten auf Bestehen des Concours hat. In dieser Zeit lernt er Patrick Lestaing, Mathieus Vater kennen. Victor und Patrick Lestaing kommen sich immer näher und werden zu einem Ersatzvater und Ersatzsohn, was ihnen hilft, mit dem Verlust fertig zu werden. Victor hat inzwischen beschlossen, einen anderen Weg einzuschlagen, sich zu entziehen, weil er empört ist über den Umgang der Schule mit dem Selbstmord: Nichts hat sich geändert, nicht am gnadenlosen Wettbewerb und auch nicht im Umgang der Lehrer mit ihren Schülern. Am Beispiel von Victor und Mathieu zeigt Blondel exemplarisch, was es für junge Menschen bedeutet, ihr Milieu zu verlassen und mit Entwurzelung und Ausgrenzung zurecht zu kommen. Er behandelt dabei Themen wie Freundschaft, familiäre Beziehungen und den Konkurrenzkampf unter den Schülern. Der Autor hat diesen Roman im Alter von 50 Jahren veröffentlicht. Bei einer Präsentation seines Buches ließ er durchblicken, dass diese Geschichte autobiografische Züge hat, dass er sie sein ganzes Leben hat aufschreiben wollen. Nach eigener Aussage weckt ihn der bewusste Schrei, der im Roman mehrfach erwähnt wird, noch immer regelmäßig. Mir hat “Ein Winter in Paris“ sehr gut gefallen – genauso gut wie “Et rester vivant“ und “06h41“.

  • Bewertung

    5/5

    15.01.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Junge wird sichtbar

    An einem Pariser Lycee begeht ein Junge Selbstmord - warum weiß niemand so richtig. Aber plötzlich steht sein bisher unscheinbarer Freund Victor im Fokus der Aufmerksamkeit und während ein Junge für immer verschwindet, taucht Victor auf. Nicht nur seine Kommilitonen nehmen ihn plötzlich wahr, sondern auch der Vater seines toten Freundes. Zwischen den beiden entsteht eine Verbindung, die nicht jeder gutheißt. "Ein Winter in Paris" ist ein kurzes und melancholisches Buch, das ich sehr gerne gelesen habe. Ein Großteil handelt von Victors Leben und Leiden als Student in den Vorbereitungskursen, von den Schwierigkeiten mit den Lehrern, Studenten und dem Leistungsdruck. Die kalte, elitäre Stimmung in der alle gleichzeitig miteinander konkurieren ist einfach wahnsinnig gut beschrieben. Nach dem Selbstmord verändert sich in Victors Leben einiges. Das besagte Verhältnis zu dem Vater des Verstorbenen spielt dabei eine nicht unerhebliche Rolle, nimmt aber nichtsdestotrotz nicht so viel Raum ein, wie ich anfangs befürchtet hatte. Die Beziehungen zu seinen Kommilitonen sind fast genauso wichtig. Dadurch gab es viele Spannungen und Handlungspunkte, deren Entwicklung man verfolgen konnte. Das Buch hat mich auf jeden Fall zum Nachdenken angeregt. Gerade weil der Selbstmord hier ein Auslöser ist, aber gleichzeitig auch keine überdimensionierte Rolle spielt. Der Umgang mit dem Warum und dem Danach hat mir sehr gut gefallen. Er ist unaufdringlich und bietet genug Spielraum für eigene Interpretationen. Eine Lösung gibt es nicht, aber das wäre ja auch zu einfach. Trotzdem - oder gerade deswegen - habe ich das Buch zufrieden beiseite gelegt. Insgesamt habe ich "Ein Winter in Paris" wirklich gerne gelesen. Die Melancholie und Trostlosigkeit, obwohl es kein trostloses Buch ist, haben mir sehr gut gefallen.

Kundinnen und Kunden meinen

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Bewertungen (79)

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  • Zum Bewerterprofil von P. Kurbach

    P. Kurbach

    Thalia Osnabrück

    Buchhändler*in

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    5/5

    10.12.2018

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Winter in Paris.

    Berührender Coming of Age Roman. Victor, der in der neuen Umgebung nur schwer Anschluß findet, wird durch ein Ereignis kurz in ein neues mögliches Leben hineingezogen. Aber hält es, was es verspricht, oder muss er doch seinen eigenen Weg finden. der Autor findet eine bewegende Atwort.
  • Zum Bewerterprofil von Barbara Scheplitz

    Barbara Scheplitz

    Thalia Solingen – EKZ Hofgarten

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    5/5

    15.10.2018

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Großartig!

    Victor zieht aus der Provinz nach Paris und besucht dort eine Vorbereitungsklasse für ein Hochschulstudium. Der Stoff ist schwer, Victors Einsamkeit groß, denn unter den begüterten, gut gekleideten und scheinbar selbstbewussten Kommilitonen ist er ein Niemand. Als er im zweiten Jahr endlich eine zaghafte Freundschaft beginnt, geschieht ein tragischer Zwischenfall, der auch Victors Leben schlagartig verändert. In wunderbar schörkelloser, aber eindringlicher Sprache beschreibt Blondel das Erwachsenwerden mit all seinen Nöten und Freuden. Ein Buch, das mich sehr berührt hat.
  • Zum Bewerterprofil von Erika Föst

    Erika Föst

    Thalia Pforzheim

    Buchhändler*in

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    5/5

    23.09.2018

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Verwirrung

    Ein Buch, das stark berührt. Nach dem Selbstmord eines Freundes ist nichts mehr wie es war. Das Leben von Victor gerät aus den Fugen. Ein Buch über die Verwirrung der Gefühle in einem noch jungen Leben und die Frage, welcher Weg im Leben der richtige ist.
  • Zum Bewerterprofil von Carola Ludger

    Carola Ludger

    Thalia Lippstadt

    Buchhändler*in

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    4/5

    14.01.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Bittersüße Literatur

    Ein etwas anderer, eher schwermütiger Blondel. Im Vergleich zu seinen heiter-romantischen Hochzeitsromanen sind es in ‚Winter in Paris‘ eher melancholische und nachdenkliche Töne, die den Autor zurück in seine eigene, nicht einfache Jugend führen. Das Leiden der beiden Außenseiter wird eindringlich und sensibel erzählt. Ein Roman, der nicht von Beginn an packt und den man sich erarbeiten muss. Dann wird man ihn am Ende nicht vergessen.
  • Zum Bewerterprofil von S. H.

    S. H.

    Thalia Zentrale

    Buchhändler*in

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    4/5

    07.12.2018

    eBook (ePUB)

    Ein Ereignis und alles steht Kopf

    Victor, ein junge aus der Provinz, studiert an einer Eliteschule in Paris und fühlt sich als Außenseiter. Allein mit Matthieu, ein Leidensgenosse aus dem Jahrgang unter ihm pflegt er einen gewissen Kontakt. Als Matthieu in den Tod springt ändert sich Victors Leben schlagartig, aber nicht nur seins. Feine Charaktere in einer berührenden Geschichte die vielen fragen aufwirft. Wie immer trifft Blondel hier den richtigen ton. Großartig.

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