"Lange habe ich es regelrecht geheim gehalten (...). Ich hatte Angst. Angst vor Ablehnung, vor dem großen Stempel. Angst "Schwäche" zu zeigen. Inzwischen weiß ich, dass ich stark bin."
Mit diesen Worten hat sich die beliebte Bloggerin Victoria Müller nicht nur ihren Fans, sondern unzähligen anderen Betroffenen als depressiv offenbart und damit ein Tabu gebrochen: Auch als erfolgreiche, schöne und bewunderte junge Frau kann man knallhart von einer Depression getroffen werden. Authentisch und bewegend erzählt Victoria von den ersten Anzeichen bis zu ihrer Selbsteinweisung und zeigt, dass eine Depression trotz aller dunklen Seiten auch dazu führen kann, sich mit dem eigenen Leben auseinanderzusetzen und sich Problemen zu stellen.
Kundinnen und Kunden meinen
4.9/5.0
Bewertung
aus Plauen
5/5
10.02.2021
Buch (Taschenbuch)
Schön zu lesen!
Durch den Schreibstil lässt sich das Buch sehr schön lesen. Da ich selbst schon an einer Depression litt fand ich es spannend zu sehen wie andere damit klar kommen und die Autorin bringt auch viel Humor mit ein was dieses „Tabuthema“ (was es für viele ja noch ist) lockerer machen.
Isabella
aus Konradsreuth
5/5
14.09.2019
Buch (Taschenbuch)
Definitiv eine Empfehlung + toller Schreibstil
Würde es ganz klar weiterempfehlen. Wenn man selbst mit Depressionen zu tun hat, hilft es einem, das Gefühl zu haben, das man eben nicht alleine ist. Noch dazu finde ich den Schreibstil richtig gut! Einfach gerade heraus und nicht hochgestichen.
books and phobia
aus Halle
5/5
09.02.2019
Buch (Taschenbuch)
Wenn dein Feind zur Freundin wird
Mein erster Gedanke, als ich das Buch sah war „Bei ihr hätte ich das nie gedacht!“ Aber warum? Weil ich sie als Moderatorin erleben durfte? Weil sie eine Person des öffentlichen Lebens ist? Nein, es war ihre Stärke und ihre locker, freche Art, die mir zeigte, das diese Frau mit beiden Beinen fest im Leben steht. Dass sie ihr Leben allerdings mit jemanden teilt, denn ich selbst sehr gut kenne, überraschte mich und veranlasste mich dazu ihr Buch in die Hand zu nehmen.
Ich muss gleich vorweg sagen, das ich selten Biografien lese, da mich das Leben anderer Personen meistens sehr wenig interessiert. Warum ich dieses Buch trotzdem las? Weil ich wissen wollte, wie diese Frau es schaffte, sich mit ihrer Depression zu versöhnen. Ich spreche hier natürlich nicht von Heilung, aber von einem Weg sich selbst wieder ein wenig mehr im Griff zu haben. Dabei ersetzt dieses Buch natürlich keine Therapie, denn auch die Autorin schaffte es nicht ohne sie.
Was dieses Buch ganz klar vermitteln möchte, ist das anders sein, nicht unbedingt etwas Schlechtes ist. Doch schon in der Jugend stellt sich uns die Frage: Machen wir das, was alle coolen Kids machen, auch wenn es uns nicht gefällt oder sind wir uns treu und nehmen dafür in kauf vielleicht ausgestoßen zu werden? Auch Victoria van Violence spielte das Spiel des Lebens und entschied sich anfangs dafür lieber mit der Masse mitzugehen, nur um zu merken, dass sie das bereits als Schulkind an ihre Grenzen brachte. Als ich Geschichte zu ihrer Kindheit las, kamen mir die Tränen, doch nicht vor Trauer, sondern vor Erleichterung. Ich sah mich, wie ich stets versuchte, in einem Umfeld klarzukommen, das überhaupt nicht zu meinem Charakter passte. Hier zeigte sich bereits die Stärke ihrer Persönlichkeit, welche ich leider nie aufbringen konnte, mir aber Mut gab, sie noch zu finden.
Ja, man erlebt viele Stationen in Victorias Leben, die aber leider etwas zu sehr im Buch vermischt wurden. Ich hüpfte von stets von der Gegenwart in eine ferne Vergangenheit, welche aber zum vorherigen Sprung keinen Sinn ergab. Ich hätte lieber Station für Station befahren, um den Verlauf der Krankheit und ihrer Persönlichkeit besser unter einen Hut zu bringen. War das Buch deswegen schlecht? Nicht im geringsten. Auch wenn ich etwas orientierungslos durch das Leben der Autorin steuerte, war es ihre Erzählweise, die mich ans Buch fesselte.
Es müssen nicht immer Details über Details sein, um eine Geschichte lebendig wirken zu lassen. Dies zeigte auch Victoria und ließ mich nur über die Geschehnisse hinweg fliegen und das war auch gut. Der Aufenthalt in der Klinik, zeigte genug wichtige Punkte um das Gefühl zu geben, das eine Einweisung nicht das Schlechteste ist, auf Gespräche mit der Therapeutin wurde nicht näher eingegangen, da nicht jeder die Therapie braucht, die sie hatte und ihr Umfeld, welches zwar nur mit schattenhaften Personen beschrieben wurde, aber ganz klar zeigte, wie unterschiedlich Charaktere mit dieser Thematik umgehen. Am meisten aber begeisterte mich ihr Mut. Sich selbst einzugestehen, das man einen schwierigen Charakter hat, ist nicht leicht, dann auch noch dazuzustehen nochmal etwas anderes.
Einer der wichtigsten Punkte, die ich aus dem Buch mitnahm, war die Verbindung vom world wide web zur Depression. Egal ob am Handy oder am PC, das Internet steckt voller Versuchungen, die uns zeigen, wie mies wir sind und was wir vielleicht nie erreichen können. Deswegen einfach mal öfter Internet aus und sich einen Tag komplett Handy-frei bewegen. Ich habe mittlerweile einen Tag, wo das Handy nicht benutzt wird und mag ihn sehr.
Wie schon erwähnt ist das Buch kein Ratgeber, aber tolle Literatur für alle, die ihre Depression gerne an ihrer Seite wüssten, anstatt einen Kampf gegen sie zu führen.
Mein Fazit
Der Kampf gegen die Depression ist ein harter Weg. Um so schöner ist es zu sehen, das es Personen gibt, die sich diesem Kampf gestellt haben und mit einer Freundin wieder herauskamen. Victoria van Violence ist eine dieser Personen und spricht offen darüber wie ihr Leben, die Gesellschaft und die Neuerungen des 21. Jahrhunderts ihre Krankheit veränderten.
Bewertung
aus Gablingen
5/5
29.09.2018
Buch (Taschenbuch)
Depression mal anders
Dieses Buch gibt einen großartigen Einblick darin, was es heißt an Depressionen erkrankt zu sein und ist dabei humorvoll und durch und durch lebensbejahend die. Dabei wird die Krankheit auf keinen Fall verharmlost oder beschönigt: Depression kann jeden treffen, kommt plötzlich und stört sich gar nicht daran, ein ungeladener Gast im eigenen Leben zu sein.
Toller Schreibstil, tolles Buch und ein absolutes Muss für jeden!
Benjamin Wagener
5/5
21.09.2018
Buch (Taschenbuch)
Ein mitreißendes Plädoyer für ein Leben in Frieden mit sich selbst
Victorias Buch ist ein sehr ehrlicher und persönlicher Einblick in das Leben eines jungen, kreativen Menschen mit Depressionen. Dieser ist aber lange nicht so finster, wie es der Titel eventuell zumindest teilweise vermuten lässt. Ganz im Gegenteil, auch wenn das Thema alles andere als leicht ist, genauso wenig wie etliche der geschilderten Ereignisse, so strotzen die Kapitel doch vor Lebendigkeit und reißen einen mit. Ich musste mich wirklich zwingen sie nicht komplett an einem Tag wegzulesen, sondern sie mir einzuteilen und so noch besser verinnerlichen zu können.
Das Buch zieht einen also nicht runter, sondern motiviert einen sich konstruktiv mit der psychischen Gesundheit auseinander zu setzen. Als jemand, der etliche der Erlebnisse sehr ähnlich durchmachen durfte, empfand ich das Buch als sehr wohltuend, weil es mein Gefühl, dass ich mit meinen Schwierigkeiten im Leben absolut nicht allein bin, sehr bestärkt hat. Depressive Nerds, Grübler und Zweifler gibt es in allen Formen und Farben, sei es der Klischee-Hacker im Keller vor dem Rechner, ein Schauspieler Robin Williams oder eben ein Tattoo Modell Victoria van Violence. Ich bin also vielleicht ziemlich durchgeknallt, aber doch wesentlich normaler, als ich es immer wieder im Kontrast zum öffentlich vorgegebenen Standard erlebe. Sehr wohltuend war auch diese kämpferische, aber nicht verbissene Auseinandersetzung mit den Widrigkeiten des Lebens. In unserer Leistungsgesellschaft tendiert man ja leider nur all zu gern sehr krampfhaft alle störenden Elemente zu verdrängen. Man erreicht aber halt nichts außer Schmerzen, wenn man immer wieder mit dem Kopf voran gegen die Wand läuft. Daher ist es toll wie Victoria einen Weg zum Umgang mit der Depression aufzeigt, bei dem es darum geht mit ihr zu leben und nicht gegen sie. Denn bei letzterem kann man langfristig nur verlieren.
Das Buch ist aber nicht nur etwas für durch die Depression betroffene Menschen, sondern auch für alle anderen. Denn zum Einen unterliegt potentiell jeder dem Risiko sie selber erleben zu müssen und vorbereitet sein ist fast immer besser, wobei es auch ansonsten niemandem schadet eine gesunde Achtsamkeit bezüglich des eigenen Empfinden zu pflegen. Zum Anderen aber kann Mensch so auch eventuell mehr Verständnis für die Handlungen anderer erreichen, was wiederum zu einem besseren Miteinander führen könnte. Last, but not least, ist es aber auch nicht ganz uninteressant ein wenig darüber zu erfahren, wie das Leben von Victoria van Violence abseits der Kamera ausschaut. Manch Anekdote ist dabei sogar auch durchaus unterhaltsam.
Ich für mich kann daher nur schließen, dass sich der Kauf des Buchs absolut gelohnt hat und ich es allen nur wärmstens weiter empfehlen kann. Ich werde mich bemühen auch ein achtsamer Member des Self Care Club zu sein.
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5/5
20.01.2021
Buch (Taschenbuch)
Depression sieht man dir nicht...
Depression sieht man dir nicht an. Das beweist Victoria Müller hier auch, die man als lebensfrohe Moderatorin/Social Media Aktivistin kennt, in ihrem persönlichen und authentischen Buch. Es ist nach wie vor wichtig über das Thema zu sprechen und das macht sie einfach sehr gut!
Ein sehr belastende Geschichte, die einen tief berührt. Und ein so wichtiges Thema, das unbedingt in das Bewusstsein einer Gesellschaft gehört. Denn eine Depression darf kein Tabuthema sein! Es kann uns alle betreffen.
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