Produktbild: Tschernobyl

Tschernobyl Eine Chronik der Zukunft

5

22,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

31703

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

10.04.2019

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

372

Maße (L/B/H)

12,6/20,7/3,3 cm

Gewicht

449 g

Farbe

Kaffee / Seidengrau

Auflage

6. Auflage

Originaltitel

Tschernobylskaja molitwa

Übersetzt von

Ingeborg Kolinko + weitere

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-46956-9

Beschreibung

Rezension

»Die Tiefe der Emotionen und die existenzielle Betroffenheit der Opfer wird zu einem literarischen Werk, dessen Tragik sich kein Leser entziehen kann.« ("DIE WELT")
»Ein ungeheuerliches Requiem der Klage und der Anklage, mit dem sich die Autorin ohne Zweifel neben Dostojewskis Aus einem Totenhaus, Tschechows Die Insel Sachalin und Solschenizyns Der Archipel Gulag gestellt hat.« ("Frankfurter Rundschau")

Produktdetails

Verkaufsrang

31703

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

10.04.2019

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

372

Maße (L/B/H)

12,6/20,7/3,3 cm

Gewicht

449 g

Farbe

Kaffee / Seidengrau

Auflage

6. Auflage

Originaltitel

Tschernobylskaja molitwa

Übersetzt von

  • Ingeborg Kolinko
  • Ganna-Maria Braungardt

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-46956-9

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de

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  • Bewertung

    5/5

    03.11.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Die Realität ist sehr schmerzhaft

    Sehr Emotional und bewegend geschrieben aus der Sicht der Betroffenen, die endlich dadurch Gehör finden und eine Plattform haben Ihre Geschichten zu erzählen. Unglaublich berührend, jedes einzelne Schicksal

  • Bewertung

    5/5

    16.04.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Die belarussische Nobelpreisträgerin...

    Die belarussische Nobelpreisträgerin verbindet höchst virtuos unzählige Augenzeugenberichte zu einer "Sinfonie des Schreckens" über die Unmenschlichkeit angesichts der nuklearen Katastrophe. Durch den Ukrainekrieg hat dieses wichtige Buch leider wieder neue Aktualität gewonnen.

  • Bewertung

    5/5

    11.11.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Tschernobyl: Eine Chronik der Zukunft

    Tschernobyl: Allein das Wort weckt extrem unheilvolle Assoziationen. Tod, Verseuchung und das ultimative Versagen des Menschen beim Versuch, das atomare Feuer zu zähmen. Die Bilder des stillen Riesenrades und der Ruinen von Pripyat sind heute weltberühmt und geradezu Ikonen eines toten Zeitalters. Der Stoff um die Katastrophe wurde seitdem unzählige Male in allen nur denkbaren Kunstformen verarbeitet, sei es in der Literatur, im Film oder sogar in Videospielen.Ich selbst bin nur wenige Monate nach der Katastrophe geboren. Vielleicht erklärt sich daraus mein schon seit Jahren ungebrochenes Interesse an dem Vorfall. Im Laufe der Jahre habe ich so ziemlich alles gelesen, angeschaut oder gespielt, was zu dem Thema zu haben ist. Aber das Buch von Swetlana Alexijewitsch ist dennoch etwas ganz Besonderes.Konzentrieren sich die meisten Darstellungen des Unglücks darauf, den technischen Aspekt minutiös nachzuzeichnen, so kommen in „Tschernobyl: Eine Chronik der Zukunft“ die Zeitzeugen direkt im (literarisch nachbearbeiteten) Monolog zu Wort. Was sind schon abstrakte Zahlen von Opfern verglichen mit der Beschreibung einer damals jungen, schwangeren Frau, deren Ehemann vor ihren Augen unter Plastikplanen über Wochen hin langsam lebendig verfault, und die allein durch die Strahlenbelastung, der sie dadurch ausgesetzt war, ihr ungeborenes Kind verliert?Bisweilen musste ich das Buch beiseitelegen, weil es einfach nicht auszuhalten war. Dabei sind zwar weder Naturkatastrophen noch menschengemachtes Leid etwas Neues, im Gegenteil. Aber Tschernobyl bleibt dennoch etwas Außergewöhnliches: Das Land um den Reaktor wird für den Menschen auf ewig unbewohnbar bleiben, perfide und unsichtbar sitzt das Gift im Boden, in der Luft, in den Lebewesen. Tschernobyl war mehr als eine Katastrophe, Tschernobyl war das Ende einer Zukunft und der Tod des Traumes vom friedlichen, beherrschbaren Atom. 

  • Sikal

    5/5

    11.05.2019

    Buch (Taschenbuch)

    Berührende Anklage an das Leben

    Es gibt wohl niemanden, dem die Katastrophe von Tschernobyl am 26. April 1986 kein Begriff ist. Vieles wurde darüber geschrieben, Filme wurden gedreht, mittlerweile gibt es den Katastrophen-Tourismus – unglaublich, aber die Region rund um den Atomreaktor gilt als Ausflugsziel … Die Literaturnobelpreisträgerin Swetlana Alexijewitsch kennt die Region sehr gut und gibt mit diesen zusammengefassten Monologen, die sie über 20 Jahre gesammelt hat, den Betroffenen eine Stimme. Zum Teil nichts für Zartbesaitete, sondern wirklich hart an der Schmerzgrenze. Die Überlebenden erzählen ihre Sicht der Dinge, stellen ihr Erleben dieser Katastrophe in den Fokus, was nicht verstanden wurde, wie Informationen verheimlicht oder manipuliert wurden. Befragt wurden beispielsweise Evakuierte, Liquidatoren, Feuerwehrmänner, Dorfbewohner und einige andere. Alle erzählen von einem normalen Alltag bis zum Tag X, ab dem plötzlich kein Leben mehr so war wie bisher. Und doch mussten die Überlebenden einen Weg finden, um mit dem Tod an ihrer Seite umzugehen und eine Möglichkeit für ein Weiterleben zu suchen. Die Autorin schafft es, sehr eindringliche Porträts darzustellen. Ich habe zwar schon einiges über Tschernobyl oder auch andere Atomunfälle gelesen, doch diese Geschichten vermitteln die persönlichen Katastrophen und das damalige Erleben jedes Einzelnen eindrucksvoll. Ein wichtiges Buch, das zur Pflichtlektüre an Schulen werden sollte. So schnell geraten solche Unglücke (für nicht Betroffene) wieder ins Hintertreffen, doch Tschernobyl muss ein Mahnmal bleiben und darf nicht vergessen werden. 5 Sterne sind hier selbstverständlich.

  • J

    4/5

    11.06.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Interviews mit Betroffenen der...

    Interviews mit Betroffenen der Katastrophe in Tschernobyl - Flüchtlingen aus Prypjat, Luiqidatoren, die ihr Land gerettet haben, noch immer unter der Strahlung leiden, aber keine medizinische Versorgung kriegen, und mit Menschen, die trotz der Strahlung geblieben sind. Gänsehaut.

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    P. Päßler

    Thalia Dresden – Haus des Buches

    Buchhändler*in

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    5/5

    07.09.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Erschütterndes Zeitzeugnis

    Swetlana Alexjewitsch versammelt in diesem Buch eine Vielzahl unterschiedlicher Stimmen von Betroffenen. Die geschilderten Eindrücke sind deswegen sehr subjektiv geprägt, weswegen manchmal der Eindruck von Widerspruch entsteht - für den einen Menschen wirkte die Farbe eher bläulich, für den nächsten pink ... jemand meinte die Radioaktivität zu riechen, der nächste roch gerade deswegen gar nichts usw. Nichtsdestotrotz wirken die Erfahrungen sehr nahe am Geschehen und wirken entsprechend erschütternd auf den Leser. Hier geht es weniger um knallharte Fakten, wieso es zu dem Unglück kam, als vielmehr um Eindrücke über die Folgen bei den Betroffenen. Das macht das Buch für schwache Nerven weniger geeignet, aber wer mit Elend umgehen kann, bekommt ein großartiges Zeitzeugnis in die Hand. Tipp: Wer die Serie Chernobyl gesehen hat, wird in den Stimmen der Betroffenen einige der gezeigten Schicksale wiedererkennen!

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Bewertungen (1)

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  • Produktbild: Tschernobyl
  • Historische Auskünfte

    Interview der Autorin mit sich selbst über weggelassene Geschichte und darüber, warum Tschernobyl unser Weltbild in Frage stellt

    Monolog darüber, warum sich Menschen erinnern

    Monolog darüber, daß man mit Lebenden und mit Toten sprechen kann

    Monolog über ein ganzes Leben, das auf einer Tür festgehalten ist

    Monolog eines Dorfes darüber, wie Seelen vom Himmel gerufen werden, um mit ihnen zu wehklagen und zu essen

    Monolog darüber, daß du einen Regenwurm findest und das Huhn sich freut

    Monolog über ein Lied ohne Worte

    Drei Monologe über die uralte Angst und darüber, warum ein Mann schwieg, als die Frauen redeten

    Monolog darüber, daß der Mensch nur im Bösen so raffiniert ist und wie einfach und verständlich er in den schlichten Worten der Liebe ist

    Soldatenchor

    Monolog über alte Prophezeiungen

    Monolog über eine Mondlandschaft

    Monolog eines Zeugen, der gerade Zahnschmerzen hatte

    Monolog darüber, daß der Russe immer an etwas glauben möchte

    Monolog darüber, wie schutzlos das kleine Leben in großer Zeit ist

    Monolog über die Physik, in die wir alle verliebt waren

    Monolog über etwas, das über Kolyma, Auschwitz und den Holocaust hinausgeht

    Monolog über die Freiheit und den Traum von einem normalen Tod

    Monolog über eine Mißgeburt, die trotzdem geliebt werden wird

    Monolog darüber, daß man dem alltäglichen Leben etwas beifügen muß, um es zu verstehen

    Monolog über einen stummen Soldaten

    Monolog über das Ewige und Verdammte: Was tun, und wer ist schuld?

    Monolog eines Verteidigers der Sowjetmacht

    Monolog darüber, wie zwei Engel die kleine Olenka mitnahmen

    Monolog über die grenzenlose Macht eines Menschen über einen anderen

    Monolog über Opfer und Opferpriester

    Kinderchor

    Eine einsame menschliche Stimme

    Statt eines Epilogs