Mein Leben als Sonntagskind

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Beschreibung

»Eine ganz besonders mitreißende Geschichte. Judith Visser weiß genau, wie man den Leser verlockt und seine Neugier entfacht.« Hebban

Jasmijn ist ein ganz normales junges Mädchen. Kontaktfreudig und bei allen Mitschülern beliebt. Ein Sonntagskind, dem die Welt offensteht. Doch es gibt einen Haken: So ist sie nur in ihrem Tagebuch. Denn die wahre Jasmijn ist anders. Sie redet nicht. Nur mit ihrer Hündin Senta. Und mit Elvis Presley, mit dessen Postern sie ihr Zimmer tapeziert hat. Denn beide antworten nicht, und das ist gut. Dann muss Jasmijn sich nicht fragen, was gemeint ist. Oder überlegen, was sie antworten soll. Wie schaffen es andere Menschen bloß, dass sie immer wissen, wie sie sich verhalten sollen? Mit Senta und Elvis an ihrer Seite macht sich Jasmijn auf, dieses Geheimnis zu ergründen und ihr Glück zu finden.

Der Bestseller aus den Niederlanden: ein berührender Roman über das Erwachsenwerden mit Autismus

»Judith Visser trifft den Leser direkt ins Herz.« Noordhollands Dagblad
»In klarer, schnörkelloser Sprache gibt Visser Einblicke in eine autistische Welt, die so anders ist und verwirrend parallel existiert.« Neue Presse
»Auf einfühlsame Weise gelingt es Judith Visser, die selbst am Asperger-Syndrom leidet, die Gefühlswelt eines jungen autistischen Mädchens einzufangen.« Lübecker Nachrichten

Details

  • Verkaufsrang

    42164

  • Format

    ePUB

  • Kopierschutz

    Nein

  • Family Sharing

    Nein

  • Text-to-Speech

    Nein

  • Erscheinungsdatum

    02.05.2019

  • Verlag HarperCollins

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ePUB

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  • Verkaufsrang

    42164

  • Erscheinungsdatum

    02.05.2019

  • Verlag HarperCollins
  • Seitenzahl

    608 (Printausgabe)

  • Dateigröße

    1791 KB

  • Auflage

    1. Auflage

  • Originaltitel Zondagskind
  • Sprache

    Deutsch

  • EAN

    9783959678698

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Ein Mädchen, einfach nur ein bisschen anders als der große Rest

LaberLili am 02.02.2021

Bewertet: eBook (ePUB)

Darstellungen von autistischen Menschen in den (fiktionalen) Medien hatten in den letzten Jahren oftmals eine Tendenz zum Komischen: Dr. Sheldon Cooper (wobei dessen vermuteter Autismus niemals von den Serienmachern konkret bestätigt wurde) wirkt nahezu immer unfreiwillig komisch; der Anwalt Jerry Epsenson aus „Boston Legal“, der recht offen mit seinem Asperger-Syndrom umgeht, kommt stets wie ein ziemlich schräger Vogel herüber oder auch Dr. Don Tillmann, ebenfalls Asperger-Autist aus Simsions „Rosie“-Dilogie… All diese Figuren wirken gemeinhin wie komische Käuze, eher dysfunktional, wenn es um soziale, „menschelnde“ Belange geht, abseits davon jedoch hochfunktional und vor Allem hochintelligent. Es bleibt zwar unklar, inwiefern bzw. wie sehr „Mein Leben als Sonntagskind“ autobiografisch geprägt ist; jedoch macht die Autorin keinen Hehl daraus, selbst Autistin zu sein – was dem Roman schon von vornherein eine größere Authentizität anheim kommen lässt. In einer Gegenwart, die real von einer Autistin, in Form von Greta Thunberg, stark mitgeprägt ist, weist „Mein Leben als Sonntagskind“ eher in diese Richtung: Die ich-erzählende Hauptfigur Jasmijn erzählt von den Schwierigkeiten, die sie von klein auf – bis hin zum Erwachsenwerden - im „ganz normalen Durchschnittsalltag“ zu bewältigen hatte, die auch für ihr Umfeld nicht als „echte“ Schwierigkeiten zu erkennen waren, welches in Jasmijn allenfalls einen eigenbrötlerischen Sonderling, mit ein paar nervigen Marotten, sah. Dabei bleibt in diesem Werk die krasse Überzeichnung wie bei den eingangs erwähnten fiktiven Figuren aber völlig aus und stünde es nicht im Klappentext, wäre das Thema „Autismus“ gar nicht so offensichtlich, denn niemand scheint hier einen solchen Verdachtsmoment auch nur vage auszusprechen und so könnte der Lesende Jasmijn im Grunde genommen auch nur als ein zwar verschüchtertes, unsicheres Mädchen wahrnehmen, das zwar ein paar Spleens hat, aber im Grunde genommen auch bloß ein völlig durchschnittliches Kind ist. Ich fand es sehr wohltuend, dass „Mein Leben als Sonntagskind“ da prinzipiell auf diesen „Das Kind ist krank“-Anstrich verzichtete und die Protagonistin einfach von ihrem Aufwachsen berichtete und wie ihr welche Unterschiede zwischen ihrem Verhalten und dem Auftreten Gleichaltriger auffielen, wie sie sich als kleines Kind auf ihre Hündin stützte und ohne auch ohne dass der Begriff „Emotional Support Animal“ spezifisch fällt, ist sehr schnell klar, dass das Tier exakt dies für Jasmijn bedeutet. Generell ist Jasmijn auch eine sehr beobachtende Figur, die sich immer wieder wundert, dass scheinbar alle bis auf sie bestimmte Dinge (und wenn es auch nur rhetorische Fragen sind) direkt nachvollziehen und verstehen können – da ist sie durchaus sehr reflektierend und für mich hat das mitunter auch den größten Reiz dieses Romans ausgemacht: Ohne dass es je belehrend wirkte, bekam man sehr plastisch auseinandergesetzt, was im Kopf der autistischen Hauptfigur vor sich ging, so dass da ein deutliches Verständnis für sie entwickelt werden konnte. Der Autismus wurde/blieb letztlich eine Selbstverständlichkeit und ich sehe „Mein Leben als Sonntagskind“ da als ein hervorragendes Buch an, um der Thematik Fernstehenden Autismus näherzubringen, ohne jenen mit dem Label „Behinderung“ zu verschleiern. Ich habe den Roman da als sehr inklusiv empfunden. Ich habe „Mein Leben als Sonntagskind“ innert eines Tages gelesen, weil ich es a) vor Allem so interessant fand, so einen direkten Einblick in einen „echten“ Autismusalltag zu erhalten und b) ja, weil ich außerdem gespannt war, ob in diesem Buch letztlich das Thema „Autismus“ überhaupt auch noch ganz konkret angesprochen werden würde, ob Jasmijn (und wenn ja, wann) noch eine offizielle Diagnose erhalten würde. Dieser Roman ist mir eine echte Lese-Empfehlung wert; neben „Ein Tropfen von Glück“ von Antoine Laurain ist dies das beste Buch, das ich 2019 bislang auf Deutsch gelesen habe (und da habe ich schon so Einiges mehr als nur diese zwei Titel gelesen).

5/5

Ein Mädchen, einfach nur ein bisschen anders als der große Rest

LaberLili am 02.02.2021
Bewertet: eBook (ePUB)

Darstellungen von autistischen Menschen in den (fiktionalen) Medien hatten in den letzten Jahren oftmals eine Tendenz zum Komischen: Dr. Sheldon Cooper (wobei dessen vermuteter Autismus niemals von den Serienmachern konkret bestätigt wurde) wirkt nahezu immer unfreiwillig komisch; der Anwalt Jerry Epsenson aus „Boston Legal“, der recht offen mit seinem Asperger-Syndrom umgeht, kommt stets wie ein ziemlich schräger Vogel herüber oder auch Dr. Don Tillmann, ebenfalls Asperger-Autist aus Simsions „Rosie“-Dilogie… All diese Figuren wirken gemeinhin wie komische Käuze, eher dysfunktional, wenn es um soziale, „menschelnde“ Belange geht, abseits davon jedoch hochfunktional und vor Allem hochintelligent. Es bleibt zwar unklar, inwiefern bzw. wie sehr „Mein Leben als Sonntagskind“ autobiografisch geprägt ist; jedoch macht die Autorin keinen Hehl daraus, selbst Autistin zu sein – was dem Roman schon von vornherein eine größere Authentizität anheim kommen lässt. In einer Gegenwart, die real von einer Autistin, in Form von Greta Thunberg, stark mitgeprägt ist, weist „Mein Leben als Sonntagskind“ eher in diese Richtung: Die ich-erzählende Hauptfigur Jasmijn erzählt von den Schwierigkeiten, die sie von klein auf – bis hin zum Erwachsenwerden - im „ganz normalen Durchschnittsalltag“ zu bewältigen hatte, die auch für ihr Umfeld nicht als „echte“ Schwierigkeiten zu erkennen waren, welches in Jasmijn allenfalls einen eigenbrötlerischen Sonderling, mit ein paar nervigen Marotten, sah. Dabei bleibt in diesem Werk die krasse Überzeichnung wie bei den eingangs erwähnten fiktiven Figuren aber völlig aus und stünde es nicht im Klappentext, wäre das Thema „Autismus“ gar nicht so offensichtlich, denn niemand scheint hier einen solchen Verdachtsmoment auch nur vage auszusprechen und so könnte der Lesende Jasmijn im Grunde genommen auch nur als ein zwar verschüchtertes, unsicheres Mädchen wahrnehmen, das zwar ein paar Spleens hat, aber im Grunde genommen auch bloß ein völlig durchschnittliches Kind ist. Ich fand es sehr wohltuend, dass „Mein Leben als Sonntagskind“ da prinzipiell auf diesen „Das Kind ist krank“-Anstrich verzichtete und die Protagonistin einfach von ihrem Aufwachsen berichtete und wie ihr welche Unterschiede zwischen ihrem Verhalten und dem Auftreten Gleichaltriger auffielen, wie sie sich als kleines Kind auf ihre Hündin stützte und ohne auch ohne dass der Begriff „Emotional Support Animal“ spezifisch fällt, ist sehr schnell klar, dass das Tier exakt dies für Jasmijn bedeutet. Generell ist Jasmijn auch eine sehr beobachtende Figur, die sich immer wieder wundert, dass scheinbar alle bis auf sie bestimmte Dinge (und wenn es auch nur rhetorische Fragen sind) direkt nachvollziehen und verstehen können – da ist sie durchaus sehr reflektierend und für mich hat das mitunter auch den größten Reiz dieses Romans ausgemacht: Ohne dass es je belehrend wirkte, bekam man sehr plastisch auseinandergesetzt, was im Kopf der autistischen Hauptfigur vor sich ging, so dass da ein deutliches Verständnis für sie entwickelt werden konnte. Der Autismus wurde/blieb letztlich eine Selbstverständlichkeit und ich sehe „Mein Leben als Sonntagskind“ da als ein hervorragendes Buch an, um der Thematik Fernstehenden Autismus näherzubringen, ohne jenen mit dem Label „Behinderung“ zu verschleiern. Ich habe den Roman da als sehr inklusiv empfunden. Ich habe „Mein Leben als Sonntagskind“ innert eines Tages gelesen, weil ich es a) vor Allem so interessant fand, so einen direkten Einblick in einen „echten“ Autismusalltag zu erhalten und b) ja, weil ich außerdem gespannt war, ob in diesem Buch letztlich das Thema „Autismus“ überhaupt auch noch ganz konkret angesprochen werden würde, ob Jasmijn (und wenn ja, wann) noch eine offizielle Diagnose erhalten würde. Dieser Roman ist mir eine echte Lese-Empfehlung wert; neben „Ein Tropfen von Glück“ von Antoine Laurain ist dies das beste Buch, das ich 2019 bislang auf Deutsch gelesen habe (und da habe ich schon so Einiges mehr als nur diese zwei Titel gelesen).

4/5

Berührende und besondere Geschichte

Eine Kundin/ein Kunde am 31.05.2019

Bewertet: eBook (ePUB)

Da auch Judith Visser erst im Erwachsenenalter erfahren hat, dass sie das Asperger-Syndrom hat, merkt man dem Buch deutlich an, wie authentisch es ist und man fragt sich oft, was eigene Erfahrungen sind und was Fiktion. In dieser Geschichte begleiten wir die 4jährige Jasmijn ab ihrem ersten Besuch in der Vorschule und weiter bis sie eine junge Erwachsene ist und endlich erfährt, warum sie so anders ist, als ihre Mitmenschen. Da man als Leser von Anfang an weiß, dass Jasmijn das Asperger-Syndrom hat, kann man ihr Verhalten natürlich verstehen. Anders als ihre Familie, die zwar schon immer spürt, dass Jasmijn besonders ist, aber die nie auf die Idee kommt, dass man dies untersuchen müsste. Auf der einen Seite macht das ihre Eltern sehr liebenswert, denn sie lieben ihre Tochter so wie sie ist. Auf der anderen Seite habe ich als Leserin mit Jasmijn mitgelitten, denn ihr hätte es sicher sehr geholfen, wenn sie gewusst hätte, dass sie sich noch so sehr anstrengen kann, aber dass sie nie so sein wird wie alle anderen. Und das wäre sie doch so gerne. Wenn sie z.B. ihren Bruder Emiel sieht, der sich die Schuhe zubinden kann, einen Ball fangen, aus einem Glas trinken ohne zu kleckern und mit Erwachsenen reden, was ihr besonders schwer fällt. Dafür kann Jasmijn andere Dinge besonders gut. Wenn sie etwas interessiert, kann sie sich dieses Wissen schnell aneignen und merken. Deshalb liest sie auch schon früh sehr gerne und viel, denn in Büchern ist ein wahrer Schatz an Wissen verborgen. Mit viel Einfühlungsvermögen, beschreibt die Autorin Jasmijns Geschichte, was sicher auch ihren eigenen Erfahrungen zu verdanken ist. So sind z.B. laute und viele Geräusche für sie kaum zu ertragen. Sie kann dann Gespräche, Musik und andere Hintergrundgeräusche nur schwer filtern, denn alles klumpt sich zu einem Geräuschknäuel zusammen, das gegen ihre Ohren donnert. Und wenn sie derart überfordert wird, kommt es nicht selten zu einem totalen Zusammenbruch. In solchen Momenten fragt sie sich oft, warum sie nicht wie alle anderen sein kann und sie wird regelrecht ärgerlich auf sich selbst, weil sie sich einfach nicht normal benehmen kann. Es ist berührend zu lesen, wenn sie sich dann eine zweite „normale“ Jasmijn vorstellt, die solche Situationen mühelos meistern kann – eine Fantasie, die für sie unerreichbar bleiben wird. Es gibt noch vieles mehr, was für Jasmijn eine enorme Herausforderung darstellt, oder sogar unmöglich für sie ist. Doch an der Seite ihrer Hündin Senta findet sie Halt. Senta ist ihre beste Freundin. Bei ihr kommt sie zur Ruhe und es fällt ihr körperliche Nähe nicht schwer, die sie ansonsten kaum erträgt. Stellenweise ist das Buch fast wie ein Erlebnisbericht geschrieben. Die fast schon sachlichen Schilderungen passen jedoch perfekt zu Jasmijns Denkweise. Und so reihen sich viele einzelne Episoden in kurzen Kapiteln aneinander, während Jasmijn vom Kleinkind zur jungen Frau heranwächst. Viele dieser Episoden haben mich sehr berührt, aber da sich manches wiederholt, gab es auch die ein oder andere Länge. Ich hatte aber das Gefühl, dass das genau so passt, denn gerade Jasmijn hätte es in ihrem Perfektionismus sehr widerstrebt auch nur eine dieser Geschichten wegzulassen. Durch diese Lektüre habe ich das Gefühl Menschen mit dem Asperger-Syndrom besser zu verstehen. Da es viele unterschiedliche Ausprägungen gibt, ist mir durchaus bewusst, dass ich nur einen ungefähren Einblick in ihre Gedanken- und Gefühlswelt erhalten habe. Eine berührende und interessante Geschichte, die mich sicher noch einige Zeit beschäftigen wird.

4/5

Berührende und besondere Geschichte

Eine Kundin/ein Kunde am 31.05.2019
Bewertet: eBook (ePUB)

Da auch Judith Visser erst im Erwachsenenalter erfahren hat, dass sie das Asperger-Syndrom hat, merkt man dem Buch deutlich an, wie authentisch es ist und man fragt sich oft, was eigene Erfahrungen sind und was Fiktion. In dieser Geschichte begleiten wir die 4jährige Jasmijn ab ihrem ersten Besuch in der Vorschule und weiter bis sie eine junge Erwachsene ist und endlich erfährt, warum sie so anders ist, als ihre Mitmenschen. Da man als Leser von Anfang an weiß, dass Jasmijn das Asperger-Syndrom hat, kann man ihr Verhalten natürlich verstehen. Anders als ihre Familie, die zwar schon immer spürt, dass Jasmijn besonders ist, aber die nie auf die Idee kommt, dass man dies untersuchen müsste. Auf der einen Seite macht das ihre Eltern sehr liebenswert, denn sie lieben ihre Tochter so wie sie ist. Auf der anderen Seite habe ich als Leserin mit Jasmijn mitgelitten, denn ihr hätte es sicher sehr geholfen, wenn sie gewusst hätte, dass sie sich noch so sehr anstrengen kann, aber dass sie nie so sein wird wie alle anderen. Und das wäre sie doch so gerne. Wenn sie z.B. ihren Bruder Emiel sieht, der sich die Schuhe zubinden kann, einen Ball fangen, aus einem Glas trinken ohne zu kleckern und mit Erwachsenen reden, was ihr besonders schwer fällt. Dafür kann Jasmijn andere Dinge besonders gut. Wenn sie etwas interessiert, kann sie sich dieses Wissen schnell aneignen und merken. Deshalb liest sie auch schon früh sehr gerne und viel, denn in Büchern ist ein wahrer Schatz an Wissen verborgen. Mit viel Einfühlungsvermögen, beschreibt die Autorin Jasmijns Geschichte, was sicher auch ihren eigenen Erfahrungen zu verdanken ist. So sind z.B. laute und viele Geräusche für sie kaum zu ertragen. Sie kann dann Gespräche, Musik und andere Hintergrundgeräusche nur schwer filtern, denn alles klumpt sich zu einem Geräuschknäuel zusammen, das gegen ihre Ohren donnert. Und wenn sie derart überfordert wird, kommt es nicht selten zu einem totalen Zusammenbruch. In solchen Momenten fragt sie sich oft, warum sie nicht wie alle anderen sein kann und sie wird regelrecht ärgerlich auf sich selbst, weil sie sich einfach nicht normal benehmen kann. Es ist berührend zu lesen, wenn sie sich dann eine zweite „normale“ Jasmijn vorstellt, die solche Situationen mühelos meistern kann – eine Fantasie, die für sie unerreichbar bleiben wird. Es gibt noch vieles mehr, was für Jasmijn eine enorme Herausforderung darstellt, oder sogar unmöglich für sie ist. Doch an der Seite ihrer Hündin Senta findet sie Halt. Senta ist ihre beste Freundin. Bei ihr kommt sie zur Ruhe und es fällt ihr körperliche Nähe nicht schwer, die sie ansonsten kaum erträgt. Stellenweise ist das Buch fast wie ein Erlebnisbericht geschrieben. Die fast schon sachlichen Schilderungen passen jedoch perfekt zu Jasmijns Denkweise. Und so reihen sich viele einzelne Episoden in kurzen Kapiteln aneinander, während Jasmijn vom Kleinkind zur jungen Frau heranwächst. Viele dieser Episoden haben mich sehr berührt, aber da sich manches wiederholt, gab es auch die ein oder andere Länge. Ich hatte aber das Gefühl, dass das genau so passt, denn gerade Jasmijn hätte es in ihrem Perfektionismus sehr widerstrebt auch nur eine dieser Geschichten wegzulassen. Durch diese Lektüre habe ich das Gefühl Menschen mit dem Asperger-Syndrom besser zu verstehen. Da es viele unterschiedliche Ausprägungen gibt, ist mir durchaus bewusst, dass ich nur einen ungefähren Einblick in ihre Gedanken- und Gefühlswelt erhalten habe. Eine berührende und interessante Geschichte, die mich sicher noch einige Zeit beschäftigen wird.

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Verena Flor

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Eine andere Perspektive

Bewertet: eBook (ePUB)

Eine amüsante Geschichte vom Leben mit Asperger. Man lacht, man erfährt Unerwartetes und lässt sich einfach von der Story treiben. Trotz der Länge war ich durchweg gebannt. Für alle, die mal etwas Unkonventionelles lesen wollen!
5/5

Eine andere Perspektive

Bewertet: eBook (ePUB)

Eine amüsante Geschichte vom Leben mit Asperger. Man lacht, man erfährt Unerwartetes und lässt sich einfach von der Story treiben. Trotz der Länge war ich durchweg gebannt. Für alle, die mal etwas Unkonventionelles lesen wollen!

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Ein neuer Roman für meine private literarische Buchapotheke

Bewertet: eBook (ePUB)

Ich liebe es, Bücher einmal auf ganz andere Weise zu entdecken. Den Roman von der Niederländerin Judith Visser habe ich z.B. per Zufall bei der Lektüre der Zeitschrift „Psychologie bringt dich weiter“ Ausgabe Mai/Juni 2019 entdeckt. Da ging es in dem Artikel „Jemanden grüßen, das konnte ich nicht“ um eine junge Frau, die von ihrem Leben als Asperger-Autistin erzählt. Die Diagnose bekam sie allerdings erst, als sie Mitte 30 war. Bis dahin galt sie einfach als seltsam. Zu ihrem eigenen Glück haben ihre Eltern sie so akzeptiert, wie sie ist. Nachdem sie ihre Diagnose bekommen hatte, wurde ihr vieles klarer. Und irgendwann hat sie angefangen, ihre Geschichte zu erzählen. Ihr Roman „Mein Leben als Sonntagskind“ ist stark autobiografisch, allerdings hat sie die Geschichte etwas verkürzt. So bekommt ihre Hauptperson Jasmijn ihr Diagnose bereits mit 21 Jahren. Judith Visser beginnt ihren Roman mit einem Prolog, der im Jahr 1997 spielt. Da ist ihre Protagonistin Jasmijn 19 Jahre alt und versucht ihren Führerschein zu machen. Sie scheitert kläglich, da sie tatsächlich während ihrer Fahrstunden eingeschlafen ist. Ihr Fahrlehrer ist derjenige, der endgültig den Anstoß gibt, dass Jasmijn zum Arzt geht und sich untersuchen lässt. Bis dahin war sie einfach nur irgendwie anders. Die Diagnose, die letztendlich gestellt wurde, lautete, dass sie an dem Asperger-Syndrom leidet. Das Asperger-Syndrom ist eine Form von Autismus. Und Jasmijn hatte nach vielen irritierenden Jahren für sich selbst und ihre Umgebung endlich eine Erklärung: „Nicht ich war anders, mein Gehirn war anders.“ (Seite 8 e-book). Dann springt sie zurück und beginnt mit ihrer Erzählung, die den Zeitraum von 1982 bis 1999 umfasst. 1982 kommt sie in Rotterdam in die Vorschule. Eine sehr schwierige Situation für das Mädchen, das bisher mit ihren Eltern, dem geliebten Hund Senta und ihrem vier Jahre älteren Bruder einfach Zuhause gelebt hat. Ein einziges Mädchen kennt sie bisher. Und das ist Colette. Aber auch das hilft ihr nicht weiter. Der Lärm um sie herum. Das Gewirr aus vielen verschiedenen Kindern, die ganz unterschiedlich spielen und die Lichtreflexe verunsichern sie. Sie sucht das Heil in der Flucht. Und so geht es eigentlich ihr ganzes Leben weiter. Jasmijn kann nicht mit Lärm und Unruhe umgehen. Sie kommt mit der Schule nicht wirklich zurecht. Menschen machen ihr Angst. Und sie versteht sie oftmals nicht. Wirklich glücklich ist sie nur allein mit ihrem Hund. Ganz wenige Menschen schaffen es in ihrer Kindheit und Jugend zu ihr durchzudringen. So schließt sie mit zwei Mädchen Freundschaft, die einfach akzeptieren, dass sie anders ist. Und dies akzeptieren auch ihre Eltern. Wobei ihre Eltern nicht genau wissen, was ihre Tochter während der Pubertät so alles treibt. Mich hat dieses Buch sehr berührt. Es ist die Geschichte einer Frau, die ihre eigene Geschichte erzählt. Sie öffnet einem die Augen, wie es Menschen geht, die einfach anders sind. Und dabei ist es eigentlich egal, ob es sich um das Asperger-Syndrom wie bei ihr, Autismus oder Hochsensibilität handelt. Ihr Buch hilft, Menschen, die anders sind, besser zu verstehen und zu akzeptieren. Nicht alles lässt sich einfach ändern, wenn man es möchte. Es gibt Grenzen, was das menschliche Gehirn zulässt. Und trotzdem sind diese Menschen genau wie alle anderen lebens- und liebenswert, Und wenn man sie erst einmal versteht, erkennt man auch, was sie den anderen alles zu geben haben. Auch wenn ich selbst nicht das Asperger-Syndrom habe, hat mir dieses Buch für viele meiner „Macken“ die Augen geöffnet. Es hat mir geholfen, einen klareren Blick für mich zu bekommen und mich so zu akzeptieren, wie ich bin. Vieles, was Jasmijn Angst macht, kann ich gut nachvollziehen. Und ich habe deutlich länger als die Autorin gebraucht, um es für mich anzunehmen und damit zu leben. Ich kann dieses Buch jedem Menschen empfehlen, der entweder Mitmenschen kennt, die ihm merkwürdig vorkommen, oder Menschen, die sich selbst merkwürdig fühlen. Dieses Buch liest sich ausgesprochen unterhaltsam. Manches Mal musste ich lachen, weil die Situationen einfach grotesk waren, oder die Protagonistin wirklich auf sehr komische Ideen zur Lösung des Problems kam. Das Buch hat der Autorin sicherlich geholfen, mit sich selbst ins Reine zu kommen. Es ist aber auch gleichzeitig ein Plädoyer für ein offenes und menschliches Miteinander. Das Buch läuft als Roman für Erwachsene. Aber ich denke, dass es bereits ab 14 Jahren gut verstanden werden kann. Ein einfach wundervolles Buch über eine tolle Frau, der ich viel Glück in ihrem weiteren Leben wünsche. Vielleicht lässt sie uns ja weiterhin daran teilhaben. Ich würde mich darüber freuen!
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Ein neuer Roman für meine private literarische Buchapotheke

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Ich liebe es, Bücher einmal auf ganz andere Weise zu entdecken. Den Roman von der Niederländerin Judith Visser habe ich z.B. per Zufall bei der Lektüre der Zeitschrift „Psychologie bringt dich weiter“ Ausgabe Mai/Juni 2019 entdeckt. Da ging es in dem Artikel „Jemanden grüßen, das konnte ich nicht“ um eine junge Frau, die von ihrem Leben als Asperger-Autistin erzählt. Die Diagnose bekam sie allerdings erst, als sie Mitte 30 war. Bis dahin galt sie einfach als seltsam. Zu ihrem eigenen Glück haben ihre Eltern sie so akzeptiert, wie sie ist. Nachdem sie ihre Diagnose bekommen hatte, wurde ihr vieles klarer. Und irgendwann hat sie angefangen, ihre Geschichte zu erzählen. Ihr Roman „Mein Leben als Sonntagskind“ ist stark autobiografisch, allerdings hat sie die Geschichte etwas verkürzt. So bekommt ihre Hauptperson Jasmijn ihr Diagnose bereits mit 21 Jahren. Judith Visser beginnt ihren Roman mit einem Prolog, der im Jahr 1997 spielt. Da ist ihre Protagonistin Jasmijn 19 Jahre alt und versucht ihren Führerschein zu machen. Sie scheitert kläglich, da sie tatsächlich während ihrer Fahrstunden eingeschlafen ist. Ihr Fahrlehrer ist derjenige, der endgültig den Anstoß gibt, dass Jasmijn zum Arzt geht und sich untersuchen lässt. Bis dahin war sie einfach nur irgendwie anders. Die Diagnose, die letztendlich gestellt wurde, lautete, dass sie an dem Asperger-Syndrom leidet. Das Asperger-Syndrom ist eine Form von Autismus. Und Jasmijn hatte nach vielen irritierenden Jahren für sich selbst und ihre Umgebung endlich eine Erklärung: „Nicht ich war anders, mein Gehirn war anders.“ (Seite 8 e-book). Dann springt sie zurück und beginnt mit ihrer Erzählung, die den Zeitraum von 1982 bis 1999 umfasst. 1982 kommt sie in Rotterdam in die Vorschule. Eine sehr schwierige Situation für das Mädchen, das bisher mit ihren Eltern, dem geliebten Hund Senta und ihrem vier Jahre älteren Bruder einfach Zuhause gelebt hat. Ein einziges Mädchen kennt sie bisher. Und das ist Colette. Aber auch das hilft ihr nicht weiter. Der Lärm um sie herum. Das Gewirr aus vielen verschiedenen Kindern, die ganz unterschiedlich spielen und die Lichtreflexe verunsichern sie. Sie sucht das Heil in der Flucht. Und so geht es eigentlich ihr ganzes Leben weiter. Jasmijn kann nicht mit Lärm und Unruhe umgehen. Sie kommt mit der Schule nicht wirklich zurecht. Menschen machen ihr Angst. Und sie versteht sie oftmals nicht. Wirklich glücklich ist sie nur allein mit ihrem Hund. Ganz wenige Menschen schaffen es in ihrer Kindheit und Jugend zu ihr durchzudringen. So schließt sie mit zwei Mädchen Freundschaft, die einfach akzeptieren, dass sie anders ist. Und dies akzeptieren auch ihre Eltern. Wobei ihre Eltern nicht genau wissen, was ihre Tochter während der Pubertät so alles treibt. Mich hat dieses Buch sehr berührt. Es ist die Geschichte einer Frau, die ihre eigene Geschichte erzählt. Sie öffnet einem die Augen, wie es Menschen geht, die einfach anders sind. Und dabei ist es eigentlich egal, ob es sich um das Asperger-Syndrom wie bei ihr, Autismus oder Hochsensibilität handelt. Ihr Buch hilft, Menschen, die anders sind, besser zu verstehen und zu akzeptieren. Nicht alles lässt sich einfach ändern, wenn man es möchte. Es gibt Grenzen, was das menschliche Gehirn zulässt. Und trotzdem sind diese Menschen genau wie alle anderen lebens- und liebenswert, Und wenn man sie erst einmal versteht, erkennt man auch, was sie den anderen alles zu geben haben. Auch wenn ich selbst nicht das Asperger-Syndrom habe, hat mir dieses Buch für viele meiner „Macken“ die Augen geöffnet. Es hat mir geholfen, einen klareren Blick für mich zu bekommen und mich so zu akzeptieren, wie ich bin. Vieles, was Jasmijn Angst macht, kann ich gut nachvollziehen. Und ich habe deutlich länger als die Autorin gebraucht, um es für mich anzunehmen und damit zu leben. Ich kann dieses Buch jedem Menschen empfehlen, der entweder Mitmenschen kennt, die ihm merkwürdig vorkommen, oder Menschen, die sich selbst merkwürdig fühlen. Dieses Buch liest sich ausgesprochen unterhaltsam. Manches Mal musste ich lachen, weil die Situationen einfach grotesk waren, oder die Protagonistin wirklich auf sehr komische Ideen zur Lösung des Problems kam. Das Buch hat der Autorin sicherlich geholfen, mit sich selbst ins Reine zu kommen. Es ist aber auch gleichzeitig ein Plädoyer für ein offenes und menschliches Miteinander. Das Buch läuft als Roman für Erwachsene. Aber ich denke, dass es bereits ab 14 Jahren gut verstanden werden kann. Ein einfach wundervolles Buch über eine tolle Frau, der ich viel Glück in ihrem weiteren Leben wünsche. Vielleicht lässt sie uns ja weiterhin daran teilhaben. Ich würde mich darüber freuen!

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