Die Welthandelsorganisation als Form demokratischen Regierens jenseits des Nationalstaats? Eine Bewertung anhand der Lektüre von Michael Zürns "Democratic Governance Beyond the Nation-State"
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- Taschenbuch ausgewählt
- eBook
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Sprache:Deutsch
17,95 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
29.10.2018
Verlag
GRINSeitenzahl
24
Maße (L/B/H)
21/14,8/0,3 cm
Gewicht
51 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-668-81323-6
Seit diesem Zeitpunkt und mit der Gründung der Welthandelsorganisation (WTO) durch die GATT-Mitglieder im Jahr 1995 werden etwa 95% der weltweiten Warenex- und importe unter dessen Dach gehandelt. Auch die wachsende Mitgliederzahl, die inzwischen bei 161 Mitgliedsstaaten liegt, zeigt den starken Bedeutungszuwachs der Handelsinstitution.
Demnach ist die Auseinandersetzung mit der demokratischen Legitimität der Organisation eine ganz Entscheidende. Michael Zürn, deutscher Politikwissenschaftler im Bereich Global Governance, fragt in seinem Aufsatz "Democratic Governance Beyond the Nation-State: The EU and Other International Insitutions" nach dem Einfluss, den einzelne Bürger der Mitgliedsstaaten bei der Entstehung des fast 10.000 Seiten umfassenden Regelwerks der Institution haben konnten. Er möchte so in seiner Einleitung auf die Problematik postnationaler Demokratie Aufmerksam zu machen.
Ob, und in welchem Maße internationale Institutionen als demokratisch legitimierbar erachtet werden, ist in der Forschung viel umstritten und auch Zürn befasst sich mit dieser Problematik. Aus seiner Definition von Demokratie heraus erklärt er die gesellschaftliche Denationalisierung, nicht etwa die Institutionen selbst als Ursache für postnationale Demokratiedefizite. Nach Zürn ist Demokratie ganz allgemein ein Prozess öffentlicher Willensbildung und Entscheidungsfindung, bei der jeder, der von den Entscheidungen betroffen ist, dieselben Möglichkeiten hat daran aktiv teilzunehmen und Einfluss auszuüben.
Auch wenn Internationale Institutionen laut Zürn eine Möglichkeit bieten, den zunehmenden Legitimationsproblemen von Nationalstaaten entgegenzuwirken, sind diese Institutionen nicht zwingend, und heutzutage noch lange nicht vollends demokratisiert. In seinem Aufsatz untersucht Zürn deshalb entscheidende Elemente demokratischer Strukturen, und ob diese im transnationalen Raum überhaupt bestand haben können.
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