Mein Leben mit Martha

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Ein literarischer Bericht über Demenz und eine ungewöhnliche Lebensgemeinschaft

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Beschreibung

"Dieses Buch ist von einer unglaublichen Feinheit, es hat ganz viel Humor und einen stillen Witz ... Es hat mich unglaublich beeindruckt." Christine Westermann
Der literarische Bericht einer ungewöhnlichen Lebensgemeinschaft
Ein glänzend geschriebenes Plädoyer für ein Altern in Würde
Das Leben ist schön!
Martina kümmert sich um Martha. Martha ist Mitte achtzig und in einer »poetischen Verfassung«. So nannte das Heinrich, der Mann, mit dem Martha fast vierzig Jahre lang zusammenlebte. Aber jetzt ist Heinrich tot, und Martina beschließt, sich der alten Dame anzunehmen, ohne mit ihr verwandt zu sein oder sie auch nur gut zu kennen. Oder ist es vielmehr Martha, die sich Martina ausgesucht hat? So genau ist das nicht mehr auszumachen, aber es ist auch nicht wichtig, weil sie nämlich beide glücklich sind, so wie es ist. Martina Bergmann tritt in ihrem ebenso klaren wie empathischen Bericht den Gegenbeweis dafür an, dass die Betreuung eines dementen Menschen eine Bürde sein muss. Sie schildert, wie es sich anfühlt, mit jemandem zusammenzuleben, der trotz seiner Einschränkungen klug und humorvoll, ja geradezu hellsichtig ist. Ein glänzend geschriebenes Plädoyer für das würdevolle Zusammenleben der Generationen. Und ein bewegendes Portrait zweier unkonventioneller Frauen.
»Berührend ohne je sentimental zu sein, spannend, mit überraschenden Wendungen in der Geschichte. Das Beste: stets mit Witz und Humor, nie krakelig, sondern fein dosiert. Und immer spürt man die Nähe und Zuneigung, die diese so unterschiedlichen Frauen verbindet. Martha über achtzig, Martina noch keine vierzig. Ich habe dieses Buch fasziniert gelesen. Vielleicht, weil so nah an der Wirklichkeit entlang erzählt wird. Vielleicht auch, weil sich darin soviel Lebensmut und Lebensfreude wiederfinden.« Christine Westermann
»Ein Trost- und Mutmachbuch.« Deutschlandfunk Kultur
»Ein bewegendes, autobiografisches Buch, das zeigt, wie würdevolles Zusammenleben der Generationen gelingt.« Feel Good
»Die Autorin gewinnt dem Albtraum Alzheimer in klarer Sprache poetische, lebenskluge Seiten ab. Tief berührend.« HÖRZU
»Ein wunderbares Buch über das Altwerden.«SWR2
»Mein Leben mit Martha ist etwas fürs Herz. Selten strahlt so viel selbstlose Liebe aus den Zeilen eines Buches. Martina Bergmann ist eine durch und durch ungewöhnliche junge Frau. Zurück bleibt das Gefühl, zwei Menschen zugeschaut zu haben, die ein reiches Leben führen.« Heilbronner Stimme

»Ein Buch, das die Poesie in der Demenz erkennt.« Bayern 2

»Ein humorvoller Bericht aus einer ungewöhnlichen Wohngemeinschaft.« Zeit für mich

Details

Verkaufsrang

57939

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Nein

Erscheinungsdatum

22.02.2019

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Verkaufsrang

57939

Erscheinungsdatum

22.02.2019

Verlag

Eisele eBooks

Seitenzahl

224 (Printausgabe)

Dateigröße

1697 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783961610600

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Martina und Martha - ein tolles Team

Zessi79 am 19.01.2021

Bewertet: eBook (ePUB)

Inhaltsangabe: Der literarische Bericht einer ungewöhnlichen Lebensgemeinschaft. Ein glänzend geschriebenes Plädoyer für ein Altern in Würde. Das Leben ist schön! Martina kümmert sich um Martha. Martha ist Mitte achtzig und in einer 'poetischen Verfassung'. So nannte das Heinrich, der Mann, mit dem Martha fast vierzig Jahre lang zusammenlebte. Aber jetzt ist Heinrich tot, und Martina beschließt, sich der alten Dame anzunehmen, ohne mit ihr verwandt zu sein oder sie auch nur gut zu kennen. Oder ist es vielmehr Martha, die sich Martina ausgesucht hat? So genau ist das nicht mehr auszumachen, aber es ist auch nicht wichtig, weil sie nämlich beide glücklich sind, so wie es ist. Martina Bergmann tritt in ihrem ebenso klaren wie empathischen Bericht den Gegenbeweis dafür an, dass die Betreuung eines dementen Menschen eine Bürde sein muss. Sie schildert, wie es sich anfühlt, mit jemandem zusammenzuleben, der trotz seiner Einschränkungen klug und humorvoll, ja geradezu hellsichtig ist. Ein glänzend geschriebenes Plädoyer für das würdevolle Zusammenleben der Generationen. Und ein bewegendes Portrait zweier unkonventioneller Frauen. Meinung: Als ich das erste mal die Inhaltsangabe dieses Buches gelesen habe, war mir klar, dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss. Und das Buch hat mich nicht enttäuscht. Meine Oma, die bei uns im Haus gewohnt hat, war dement bevor sie gestorben ist. Daher weiss ich, dass das Zusammenleben in dieser Situation nicht immer einfach ist. Mein Interesse war daher umso größer, warum man, krass gesagt, mit jemandem "Fremden" zusammen leben möchte, der dement ist. Nach dem Lesen des Buches kann ich verstehen, warum Martina mit Martha zusammen lebt. Der Schreibstil des Buches ist okay, es ist ja auch kein Roman an sich, sondern das reale Leben. Das Buch liest sich flüssig und war an keiner Stelle langweilig. Die Hindernisse, die Martina und Martha in den Weg gelegt bekommen, sei es nun bürokratisch oder menschlich sind schon unglaublich. Teilweise kann man echt nur den Kopf schütteln. Andersrum fand ich es toll zu Lesen, wieviel Spaß die beiden miteinander haben und was sie alles zusammen unternehmen. Ich habe großen Respekt vor Martina, dass sie sich trotzdem um Martha kümmert und ich wünsche beiden, dass sie noch viel Zeit miteinander haben. Ich fand das Buch wirklich interessant und es hat mich auch zum Nachdenken angeregt. Ich kann das Buch wirklich weiterempfehlen. Fazit: Interessantes Buch, über zwei tolle Frauen, die es nicht immer leicht im Leben haben, aber trotzdem Spaß haben.

Martina und Martha - ein tolles Team

Zessi79 am 19.01.2021
Bewertet: eBook (ePUB)

Inhaltsangabe: Der literarische Bericht einer ungewöhnlichen Lebensgemeinschaft. Ein glänzend geschriebenes Plädoyer für ein Altern in Würde. Das Leben ist schön! Martina kümmert sich um Martha. Martha ist Mitte achtzig und in einer 'poetischen Verfassung'. So nannte das Heinrich, der Mann, mit dem Martha fast vierzig Jahre lang zusammenlebte. Aber jetzt ist Heinrich tot, und Martina beschließt, sich der alten Dame anzunehmen, ohne mit ihr verwandt zu sein oder sie auch nur gut zu kennen. Oder ist es vielmehr Martha, die sich Martina ausgesucht hat? So genau ist das nicht mehr auszumachen, aber es ist auch nicht wichtig, weil sie nämlich beide glücklich sind, so wie es ist. Martina Bergmann tritt in ihrem ebenso klaren wie empathischen Bericht den Gegenbeweis dafür an, dass die Betreuung eines dementen Menschen eine Bürde sein muss. Sie schildert, wie es sich anfühlt, mit jemandem zusammenzuleben, der trotz seiner Einschränkungen klug und humorvoll, ja geradezu hellsichtig ist. Ein glänzend geschriebenes Plädoyer für das würdevolle Zusammenleben der Generationen. Und ein bewegendes Portrait zweier unkonventioneller Frauen. Meinung: Als ich das erste mal die Inhaltsangabe dieses Buches gelesen habe, war mir klar, dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss. Und das Buch hat mich nicht enttäuscht. Meine Oma, die bei uns im Haus gewohnt hat, war dement bevor sie gestorben ist. Daher weiss ich, dass das Zusammenleben in dieser Situation nicht immer einfach ist. Mein Interesse war daher umso größer, warum man, krass gesagt, mit jemandem "Fremden" zusammen leben möchte, der dement ist. Nach dem Lesen des Buches kann ich verstehen, warum Martina mit Martha zusammen lebt. Der Schreibstil des Buches ist okay, es ist ja auch kein Roman an sich, sondern das reale Leben. Das Buch liest sich flüssig und war an keiner Stelle langweilig. Die Hindernisse, die Martina und Martha in den Weg gelegt bekommen, sei es nun bürokratisch oder menschlich sind schon unglaublich. Teilweise kann man echt nur den Kopf schütteln. Andersrum fand ich es toll zu Lesen, wieviel Spaß die beiden miteinander haben und was sie alles zusammen unternehmen. Ich habe großen Respekt vor Martina, dass sie sich trotzdem um Martha kümmert und ich wünsche beiden, dass sie noch viel Zeit miteinander haben. Ich fand das Buch wirklich interessant und es hat mich auch zum Nachdenken angeregt. Ich kann das Buch wirklich weiterempfehlen. Fazit: Interessantes Buch, über zwei tolle Frauen, die es nicht immer leicht im Leben haben, aber trotzdem Spaß haben.

Ganz toll

Bewertung aus Verl am 08.04.2022

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

toll das Buch habe ich von meiner lieben Kollegin ausgeliehen bekommen und innerhalb einer Woche gelesen.So toll fand ich es. Es ist ja eine wahre Geschichte. Ich kenne auch die Gegend wo die Autorin wohnt. Also ich kann es wärmstens empfehlen zu lesen.Gerade wenn du selber mit älteren Menschen zu tun hast. Es ist einfach herrlich zu lesen was sie so alles erlebt mit Martha und auch Heinrich.

Ganz toll

Bewertung aus Verl am 08.04.2022
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

toll das Buch habe ich von meiner lieben Kollegin ausgeliehen bekommen und innerhalb einer Woche gelesen.So toll fand ich es. Es ist ja eine wahre Geschichte. Ich kenne auch die Gegend wo die Autorin wohnt. Also ich kann es wärmstens empfehlen zu lesen.Gerade wenn du selber mit älteren Menschen zu tun hast. Es ist einfach herrlich zu lesen was sie so alles erlebt mit Martha und auch Heinrich.

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Martha in "poetischer Verfassung" - unkonventionell betreut von Martina, der liebevollen Buchhändlerin

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Zwei starke Frauen, die das Leben auf ihre ganz individuelle Art und Weise leben. Martha und Martina - alt und jung - eine an Demenz erkrankte Dame und die mitten im Leben stehende Buchhändlerin - leben in einer WG zusammen. Sie sind nicht verwandt, haben sich über Heinrich kennengelernt, den Lebenspartner Marthas, der dann leider stirbt. Er wächst den Leser:Innen zu Beginn des Buches sehr ans Herz und sein Tod ist dann schon bedrückend. Das ist aber auch das einzig Traurige an dieser Geschichte - denn das Buch ist mit so einer humorvollen Selbstverständlichkeit und Leichtigkeit geschrieben, dass man der Story gern Seite um Seite folgt. Die beiden Damen müssen sich gegen Gerede und Angriffe der Nachbarn auf dem Land, aber auch gegen sehr viel Bürokratie wehren und meistern diese Hürden beeindruckend gelassen. Ein herrlich zu lesendes Buch über das würdevolle Altwerden und Altsein, aber vor allem über eine tolle Möglichkeit des Miteinanders und der Nächstenliebe. Mit viel Mut, Wärme, Empathie, Humor und Selbstlosigkeit schaffte es Martina Bergmann für Martha und sich selbst ein überaus zufriedenes Leben zu gestalten.
5/5

Martha in "poetischer Verfassung" - unkonventionell betreut von Martina, der liebevollen Buchhändlerin

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Zwei starke Frauen, die das Leben auf ihre ganz individuelle Art und Weise leben. Martha und Martina - alt und jung - eine an Demenz erkrankte Dame und die mitten im Leben stehende Buchhändlerin - leben in einer WG zusammen. Sie sind nicht verwandt, haben sich über Heinrich kennengelernt, den Lebenspartner Marthas, der dann leider stirbt. Er wächst den Leser:Innen zu Beginn des Buches sehr ans Herz und sein Tod ist dann schon bedrückend. Das ist aber auch das einzig Traurige an dieser Geschichte - denn das Buch ist mit so einer humorvollen Selbstverständlichkeit und Leichtigkeit geschrieben, dass man der Story gern Seite um Seite folgt. Die beiden Damen müssen sich gegen Gerede und Angriffe der Nachbarn auf dem Land, aber auch gegen sehr viel Bürokratie wehren und meistern diese Hürden beeindruckend gelassen. Ein herrlich zu lesendes Buch über das würdevolle Altwerden und Altsein, aber vor allem über eine tolle Möglichkeit des Miteinanders und der Nächstenliebe. Mit viel Mut, Wärme, Empathie, Humor und Selbstlosigkeit schaffte es Martina Bergmann für Martha und sich selbst ein überaus zufriedenes Leben zu gestalten.

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Bewundernswert!

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Leben mit Menschen mit Demenz – ein sehr schwieriges Thema, was heutzutage leider immer wichtiger wird! Und genau um dieses Thema geht es in diesem Buch. „Mein Leben mit Martha“ ist kein Roman, sondern ein Bericht über die Situation, die Martina Bergmann selbst erlebt. Martina Bergmann, die übrigens selbst auf dem Cover abgebildet ist, ist eine Buchhändlerin und Verlegerin, die nach einiger Zeit fern von Zuhause zurück nach Ostwestfalen gekehrt ist, wo sie ihre Buchhandlung in Borgholzhausen hat. Über ihre Buchhandlung hat sie erst Heinrich und über Heinrich dann auch später Martha kennengelernt -zwei alte Herrschaften, die zusammen in einem sogenannten Kotten (Kate, kleine Wohnhaus) wohnen. Beide haben ehemals an Universitäten gearbeitet, sind studierte Leute mit Doktortitel und stehen politisch sicherlich den Alt-68ern nahe. Sie sind kein Paar, obwohl sie sicherlich einmal etwas miteinander hatten. Jetzt ist es eine Wohngemeinschaft, die gerne die Hilfe von Martina annimmt, wobei diese Hilfe zumeist darin besteht, dass Martina dafür sorgt, dass es auch Essen im Kühlschrank gibt. Die drei unterhalten sich sehr gerne miteinander und es entsteht eine sehr einzigartige Verbindung zwischen den dreien. Das Buch beginnt 2014. Heinrich hatte einen Fahrradunfall und gibt im Krankenhaus Martina als seine nächste Angehörige aus. Und das Buch endet 2018. Heinrich ist inzwischen gestorben und Martina ist die offizielle Betreuerin für die demenzkranke Martha. Das Buch umfasst nur 200 Seiten. Aber diese 200 Seiten sind ausgesprochen lesenswert, denn ich finde es absolut großartig, was Martina Bergmann macht! Ich habe am Anfang etwas gebraucht, bis ich in das Buch hineingekommen bin. Die Autorin springt am Anfang etwas hin und her, so dass ich die Zusammenhänge erst nicht ganz richtig verstanden habe. Und mir ist auch bis zum Ende nicht ganz klar geworden, was Heinrich und Martina wirklich füreinander waren. Waren sie Freunde? Waren sie tatsächlich in allen Belangen ein Paar? Kann man sich auch als ein Paar sehen, wenn bestimmt Aspekte fehlen? Aber im Prinzip ist es auch total egal, was sie waren. Trotz der 48 Jahre Altersunterschied haben sie sich geliebt und waren füreinander da. Heinrich setzt sie als seine Erbin ein. Und mit dem Erbe hat Martina im gewissen Sinn auch Martha geerbt. Die Frau, die laut Heinrich in einer poetischen Verfassung ist – eine schöne Beschreibung für ihre Demenz. Martina zieht in den Kotten und lebt mit Martha zusammen. Doch es ist nicht immer einfach. Die Leute reden. Sie halten Martina für eine Erbschleicherin und hetzen ihr immer wieder die Behörden auf den Hals. Doch zum Glück gibt es auch dort Menschen mit Herz und einem sehr gesunden Empfinden von Recht und Gerechtigkeit. Und diese Menschen helfen Martina und Martha weiter. Martha hat doppeltes Glück! Zum einen ist ihre Demenz so, dass sie immer noch tagsüber für längere Zeit allein zuhause bleiben kann, ohne dass sie eine Gefahr für sich selbst oder ihre Umgebung ist. Und zum anderen hat sie Martina, die sich hingebungsvoll um sie kümmert und sie auch so annimmt, wie sie ist. Ein berührendes Porträt über zwei ungewöhnliche und ungewöhnlich starke Frauen, die uns Mut machen können, wie es auch gehen kann. Ich wünsche mir, dass wir alle die Kraft und den Mut finden, einfach einmal so etwas auszuprobieren. Und dann ist das Buch auch noch voll von leisem Humor. Man muss immer wieder über Martha schmunzeln, aber man macht sich nicht über sie lustig! Chapeau!
5/5

Bewundernswert!

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Leben mit Menschen mit Demenz – ein sehr schwieriges Thema, was heutzutage leider immer wichtiger wird! Und genau um dieses Thema geht es in diesem Buch. „Mein Leben mit Martha“ ist kein Roman, sondern ein Bericht über die Situation, die Martina Bergmann selbst erlebt. Martina Bergmann, die übrigens selbst auf dem Cover abgebildet ist, ist eine Buchhändlerin und Verlegerin, die nach einiger Zeit fern von Zuhause zurück nach Ostwestfalen gekehrt ist, wo sie ihre Buchhandlung in Borgholzhausen hat. Über ihre Buchhandlung hat sie erst Heinrich und über Heinrich dann auch später Martha kennengelernt -zwei alte Herrschaften, die zusammen in einem sogenannten Kotten (Kate, kleine Wohnhaus) wohnen. Beide haben ehemals an Universitäten gearbeitet, sind studierte Leute mit Doktortitel und stehen politisch sicherlich den Alt-68ern nahe. Sie sind kein Paar, obwohl sie sicherlich einmal etwas miteinander hatten. Jetzt ist es eine Wohngemeinschaft, die gerne die Hilfe von Martina annimmt, wobei diese Hilfe zumeist darin besteht, dass Martina dafür sorgt, dass es auch Essen im Kühlschrank gibt. Die drei unterhalten sich sehr gerne miteinander und es entsteht eine sehr einzigartige Verbindung zwischen den dreien. Das Buch beginnt 2014. Heinrich hatte einen Fahrradunfall und gibt im Krankenhaus Martina als seine nächste Angehörige aus. Und das Buch endet 2018. Heinrich ist inzwischen gestorben und Martina ist die offizielle Betreuerin für die demenzkranke Martha. Das Buch umfasst nur 200 Seiten. Aber diese 200 Seiten sind ausgesprochen lesenswert, denn ich finde es absolut großartig, was Martina Bergmann macht! Ich habe am Anfang etwas gebraucht, bis ich in das Buch hineingekommen bin. Die Autorin springt am Anfang etwas hin und her, so dass ich die Zusammenhänge erst nicht ganz richtig verstanden habe. Und mir ist auch bis zum Ende nicht ganz klar geworden, was Heinrich und Martina wirklich füreinander waren. Waren sie Freunde? Waren sie tatsächlich in allen Belangen ein Paar? Kann man sich auch als ein Paar sehen, wenn bestimmt Aspekte fehlen? Aber im Prinzip ist es auch total egal, was sie waren. Trotz der 48 Jahre Altersunterschied haben sie sich geliebt und waren füreinander da. Heinrich setzt sie als seine Erbin ein. Und mit dem Erbe hat Martina im gewissen Sinn auch Martha geerbt. Die Frau, die laut Heinrich in einer poetischen Verfassung ist – eine schöne Beschreibung für ihre Demenz. Martina zieht in den Kotten und lebt mit Martha zusammen. Doch es ist nicht immer einfach. Die Leute reden. Sie halten Martina für eine Erbschleicherin und hetzen ihr immer wieder die Behörden auf den Hals. Doch zum Glück gibt es auch dort Menschen mit Herz und einem sehr gesunden Empfinden von Recht und Gerechtigkeit. Und diese Menschen helfen Martina und Martha weiter. Martha hat doppeltes Glück! Zum einen ist ihre Demenz so, dass sie immer noch tagsüber für längere Zeit allein zuhause bleiben kann, ohne dass sie eine Gefahr für sich selbst oder ihre Umgebung ist. Und zum anderen hat sie Martina, die sich hingebungsvoll um sie kümmert und sie auch so annimmt, wie sie ist. Ein berührendes Porträt über zwei ungewöhnliche und ungewöhnlich starke Frauen, die uns Mut machen können, wie es auch gehen kann. Ich wünsche mir, dass wir alle die Kraft und den Mut finden, einfach einmal so etwas auszuprobieren. Und dann ist das Buch auch noch voll von leisem Humor. Man muss immer wieder über Martha schmunzeln, aber man macht sich nicht über sie lustig! Chapeau!

Monika Fuchs
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