Der blutige Krieg im Jemen hat die größte humanitäre Katastrophe der Gegenwart ausgelöst. In der Weltöffentlichkeit spielt er hingegen nur eine untergeordnete Rolle. Der gebürtige Jemenit und ehemalige Bundeswehroffizier Said AlDailami erklärt die Hintergründe und zeigt, wie der Jemen ins Fadenkreuz regionaler und internationaler Interessen geraten konnte.
Der Krieg im Jemen ist kein gewöhnlicher Krieg. Weil er von ungleichen Brüdern geführt wird, ist er umso grausamer und intensiver. Seine Opfer interpretieren die Intervention der saudischen Militärallianz als Kampfansage gegen den Jemen, der sich selbst als Wiege der arabischen Kultur sieht. Dieses Selbstverständnis derJemeniten nimmt AlDailami zum Ausgangspunkt für seine schonungslose Analyse der Konfliktlinien entlang von wirtschaftlichen Interessen sowie konfessionellen, regionalen, tribalen und klassengesellschaftlichen Differenzen. Und er zeigt, wie die geostrategisch und wirtschaftlich bedeutsame Lage des Jemen am Eingang zum Roten Meer Begehrlichkeiten in der Region weckte und welche Rolle Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, der Iran und der Westen bei der Entstehung, Entwicklung und medialen Verdunklung des Konflikts spielen. Ein authentischer, mit persönlichen Erfahrungen und Eindrücken angereicherter Insiderblick auf die Geschehnisse im Jemen.
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
Schenken Sie Ihren alten Schätzen ein zweites Leben: Einfach Barcode scannen, Versandetikett ausdrucken, Bücher verschicken und Thalia Geschenkkarte erhalten.
Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.
5/5
28.09.2020
Buch (Taschenbuch)
Der Krieg im Jemen - Wider alle Menschlichkeit!
Seit März 2015 führt eine von Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) angeführte Militärallianz einen brutalen, blutigen und völkerrechtswidrigen Krieg im Jemen. Dieser Krieg hat die größte humanitäre Katastrophe der Gegenwart ausgelöst und ist in unseren Medien nie wirklich präsent gewesen. Ist es noch immer nicht.
Der Krieg im Jemen wird oft als Stellvertreterkrieg zwischen den iranfreundlichen Huthis und Saudi-Arabien dargestellt, doch das ist er bei Weitem nicht und war es auch nie. Die Nähe der Huthis zum Iran ist längst nicht so offensichtlich, wie oft angenommen wird und Saudi-Arabien verfolgt ganz andere Ziele, als den "Kampf gegen den Terror".
Worum geht es dann im Jemen? Nun, es geht um Geld. Es geht um geopolitische Interessen. Um Öl. Und um noch mehr Geld. Die Golfstaaten wollen ihren Einfluss ausbauen und bessere Zugänge zum Meer, um sicherer ihr Öl verschiffen zu können. Um dies zu erreichen wird inzwischen ein brutaler Krieg gegen die Zivilbevölkerung geführt, da die Huthis militärisch offenbar nicht zu besiegen sind. Häfen werden abgeriegelt, humanitäre Hilfe verhindert, Kranken- und Waisenhäuser bombardiert.
Ist eine solche Kriegsführung nicht international geächtet, verboten und völkerrechtswidrig? Ja, das ist sie. Aber warum tut dann niemand was?! Nun, weil man mit Menschlichkeit kein Geld verdienen kann... (dieser Satz ist ekelhaft, aber genau das ist es, was im Jemen passiert!)
Waffen im Wert von Milliarden werden an die Golfstaaten verkauft. Waffen "made in USA" oder "made in UK" oder "made in EU". Solche Waffendeals sind (zumindest in Deutschland) per Gesetz verboten, da keine deutschen Waffen in Kriegsgebiete gelangen dürfen. Doch auch das interessiert schon lange Niemanden mehr...
Was im Jemen passiert ist entsetzlich, unbegreiflich und einfach nur abartig. Es ist ein Krieg gegen die Menschlichkeit, an dem auch Deutschland verdient. Während wir Russland und Assad für ihr Vorgehen in Syrien verurteilen, schauen wir kommentarlos dabei zu, wie Saudi-Arabien im Jemen noch schlimmer wütet. Diese Heuchelei muss aufhören! Menschlichkeit darf niemals unwichtiger sein als wirtschaftliche Interessen!
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.