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Band 1

Wie Gräser im Wind

Aus der Reihe Tage des Sturms
11

11,99 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

26.03.2019

Verlag

Tinte & Feder

Seitenzahl

383

Maße (L/B/H)

18,6/12,6/2,7 cm

Gewicht

280 g

Farbe

Cool Grey / Anthrazit

Sprache

Deutsch

ISBN

978-2-919808-67-0

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

26.03.2019

Verlag

Tinte & Feder

Seitenzahl

383

Maße (L/B/H)

18,6/12,6/2,7 cm

Gewicht

280 g

Farbe

Cool Grey / Anthrazit

Sprache

Deutsch

ISBN

978-2-919808-67-0

Herstelleradresse


Email: info@bod.de

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  • Bewertung

    aus Bamberg

    5/5

    16.12.2021

    Buch (Taschenbuch)

    interessant

    Interessante Geschichte, die mich trotz der realistischen Nähe sehr schnell gefesselt hat. Mir war oft kalt beim Lesen. Die Kälte war sehr spürbar, nicht nur durch das Wetter im Buch. Die Gefühle der Charaktere waren sehr stark und man hat mit ihnen gefühlt. Gefühle sind grandios beschrieben, sodass ich es spüren konnte. Die Hilflosigkeit, das Grauen und die Angst. Obwohl ich manchmal ein paar Wörter nachschlagen musste, um sie besser zu verstehen. Besser gesagt, weil ich mehr darüber wissen wollte. Dadurch war ich noch mehr geschockt, was eigentlich damals alles passiert ist.

  • Bewertung

    aus Küstriner Vorland

    5/5

    17.05.2019

    Buch (Taschenbuch)

    Unfassbares Schicksal und so interessant

    INHALT: 1930 herrscht das Sowjetregime mit harter Hand. Völlig unbegründet wüten sie in der Bevölkerung, es gibt Verhaftungen und Hinrichtungen. Der Landwirt Wilhelm Scholz weigert sich, sein Land dem Staat zu überschreiben. Für diese Weigerung wird er und seine Familie hart bestraft. Wilhelm, seine Frau Anna und die beiden Kinder werden einfach so in die Wildnis im Norden des Landes gebracht. Dort herrschen klirrende Kälte, Hunger und Krankheiten. Wilhelm muss dort als Baumfäller arbeiten und beide kämpfen von nun an um das Überleben ihrer Familie und versuchen, sich ein neues Leben aufzubauen. Eine andere Familie entgeht diesem Schicksal. Der Lehrer Samuel wird rechtzeitig gewarnt und kann fliehen. Allerdings muss er alles, auch seine Familie, zurücklassen. Doch auch er wird weiter verfolgt, denn als deutscher Lehrer hat er keine Chance. MEINE MEINUNG: Was für eine Geschichte, was für ein Buch. Die ersten Sätze waren gelesen und ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Welch harte, unmenschliche und ungerechte Schicksale es gibt. Das Buch hat so viele Emotionen in mir ausgelöst. Ich war teilweise so wütend, so traurig und es gab fast keine Seite, wo mir nicht die Tränen in den Augen gestanden haben. Die Charaktere sind mir sofort ans Herz gewachsen. Sie waren sehr stark, mutig und haben immer wieder neue Hoffnung geschöpft. Ich habe das sehr bewundert. Aus Kleinigkeiten wurde etwas großes gemacht und man merkte in jedem Satz die Liebe untereinander, ohne die sie es sicher nicht geschafft hätten. Das Buch erzählt von viel Leid und Kummer, aber man merkt trotz dieser Not immer noch die Hoffnung, die tief in den Menschen verankert ist. Das finde ich, hat die Autorin wunderbar zum Ausdruck gebracht. Die Stärke dieser Menschen, die alles verloren haben und doch immer wieder aufstehen. Ich finde, es ist eine ganz grosse Geschichte über ein wichtiges Thema, von dem ich noch nicht viel gehört habe und das doch so dramatisch ist. Die Autorin hat hier auf eine ganz besondere Weise erzählt und mir die Geschichte so nah gebracht. Es ist ihr wunderbar gelungen soviel Leid und auch soviel Hoffnung miteinander zu vereinen. Ich bin bin meinen Gefünlen immer noch überwältigt. FAZIT: Dieses Buch ist so viel. Man muss es einfach gelesen haben. Viel Leid, aber auch viel Stärke, Mut und Hoffnung. Lest es, es ist großartig.

  • Julia Matos

    5/5

    27.03.2019

    Buch (Taschenbuch)

    Kämpferische Familien in den 1930ern - erschütternd, emotional, spannend, informativ

    Der erste von zwei historischen Romanen der Reihe „Tages des Sturms“ um Russlanddeutsche, autobiografisch inspiriert, verortet in den Jahren 1930 bis 1941. Die erste Hälfte wird chronologisch wiedergegeben aus der Perspektive von Anna Scholz. Zusammen mit ihrem Ehemann Wilhelm und den Kindern Erich, Rita und Yvo wird sie vom sowjetischen Regime ungerechtfertigt um ihren guten Stand als mit Grundbesitz ausgestattete Bäuerin gebracht und in eine Welt der Ängste, Sorgen und Entbehrungen gestoßen. In der zweiten Hälfte ab dem Jahr 1937 wechselt sich diese Erzählperspektive ab mit der des Jugendlichen Harri Pfeiffer, der zusammen mit Mutter Hilde, Vater Samuel und Schwester Emma ebenfalls gezwungen wird, sich ein neues Leben unter schlechteren Bedingungen aufzubauen. Achtung, es handelt sich nicht um einen seichten Gute-Laune-Roman. Einerseits gibt es aufbauende Momente rund um Hoffnung, Mut, Liebe, Freundschaft, Zusammenhalt. Andererseits sind Tod, Kälte, Hunger, Krankheit, Erschöpfung, Ungerechtigkeit, Ausgrenzung, Intrigen, Zukunftsangst ständig präsent. Insbesondere für die erste Hälfte gilt: Eine erschütternde und berührende Erzählung. Hunger, Kälte, Bangen um Leben und Tod – ein „Wow“ für diese zum Mitleiden und Mithoffen einladende Darstellung. Man spürt, dass die Autorin Ella Zeiss (im Fantasy-Genre bekannt als Elvira Zeißler) viel Herzblut hineingesteckt hat. Es kommt dann zu einem Zeitsprung. In der zweiten Hälfte wird zwischen zwei Perspektiven gewechselt und sich auf die Wiedergabe prägender Episoden im Leben der Familien verlagert. Super unter informativen Gesichtspunkten. Es wirkt gut recherchiert und ich bleibe dankbar zurück für den gewonnenen Kenntniszuwachs zu Politik, Lebensstil und Gesellschaft in diesen mir bis dato wenig bekannten Regionen und dieser Epoche, z. B. zu den Auswirkungen des 2. Weltkrieges. Die Abschnittswechsel waren streckenweise für meinen Geschmack zu zahlreich. Und unnötig, da die Erzählebenen erst im zweiten Band der Dilogie zusammenmünden. Es gilt, den letzten Anknüpfungspunkt zu identifizieren und sich örtlich und situativ neu zu orientieren, zumal es inhaltliche Parallelen gibt. Wohlgemerkt ist dies Jammern auf hohem Niveau. Beide Familienschicksale sind enorm packend. Dass ich es hinderlich finde, in meinem Lesefluss, inmitten sowohl interessanter Schilderungen als auch toller Spannungsmomente aus einer wilden Gefühlsachterbahn ausgebremst zu werden, spricht absolut für die hohe Güte dieses Romans. Die Umgebungsbeschreibungen verleihen Atmosphäre und ich konnte mir alles bildhaft vorstellen. Die Protagonisten sind sehr sympathisch, könnten „weniger perfekt“ gestaltet sein. So gebaren sie sich vernünftig und gute Entwicklungen gehen auffallend oft auf ihre Initiative zurück. Durch fehlerbehaftetes Verhalten oder unterdrückte negative Gedanken (Zorn, Neid, …) würden sie eventuell noch echter wirken. Mir gefällt, dass verdeutlicht wird, dass viele Widersacher keine Unmenschen, sondern Individuen mit Motiven sind. Bloß die übergeordneten Direktiven, das herrschende Sowjetregime bleibt schemenhaft. Toll wären weiterführende Hintergrundinformationen, gern auch als Nachwort, im Folgeband. Ausdrückliches Lob für die Landkarte mit Wegeroute und das Glossar. Das Cover ist wunderschön, auffällig und weckt – wie auch der Klappentext – die richtigen Erwartungen zum Inhalt. Den Prolog hätte ich im Nachhinein lieber nicht gelesen, da kleine Spoiler beinhaltet sind. Das Werk endet unabgeschlossen, fairerweise ohne ultimativ fiesen Cliffhanger. Dieser Roman berührt, wühlt auf, klärt auf und macht ein kleines bisschen dankbarer. Klar, dass ich trotz geringer subjektiver stilistischer Kritik volle 5 Sterne vergebe und mich auf den Abschlussband freue.

  • Sabrina Schneider

    4/5

    30.08.2019

    Buch (Taschenbuch)

    Leseempfehlung! berührender Auftakt einer Familiensaga deutschstämmiger Bürger in Russland 1930

    Das Cover und der etwas andere Klappentext haben mich auf diese Saga aufmerksam gemacht. Von dieser Autorin habe ich bisher noch nichts gelesen und wollte das hiermit ändern. Es handelt von einem Thema das ich noch nicht kannte und das feinfühlig mitreißend erzählt wurde. Was das Ganze für mich so spannend machte das die Autorin von ihrer Vergangenheit inspiriert wurde wie man im Nachwort erfahren konnte. Das wirft ein komplett anderes Licht auf die erzählte Geschichte. Es ist in einem angenehm, verständlichen, nachvollziehbaren Schreibstil gehalten. Es war berührend die Geschichte um die resolute und mutige Anna und ihre Familie zu erleben. Dann gibt es auf der anderen Seite noch Harri und seine Familie. Das sind 2 komplett verschiedene Stränge mit 2 verschiedenen Familienschicksalen an 2 verschiedenen Standorten in Rußland zu Zeiten des 2. Weltkriegs. Es geht 1930 um erzwungende Umsiedlungen ein neues Leben das unter widrigen Umständen zu führen ist. Es wirft eine erschütternde andere Ansicht auf die deutschstämmigen Bürger auf der Krim die im Krieg auf der russischen Seite Repressalien zu erleiden hatten. Die Neuanfänge, damit einhergehenden Strapazen und Schicksalsschläge werden nachvollziehbar dargestellt. Es ließ mich mitfiebern und leiden. Das Buch endete abrupt und läßt neugierig auf den nächsten Teil zurück. Zum Glück hatte ich den 2. Teil zur Hand und konnte nahtlos weiterlesen. Ich vergebe für Wie Gräser im Wind 4 starke Sterne und freue mich auf Von Hoffnung getragen.

  • Bewertung

    aus Oranienburg

    5/5

    04.04.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Schicksal von Russlanddeutschen – unter die Haut gehend

    Die 30er Jahre in der Sowjetunion: auf der Halbinsel Krim leben viele Deutsche. Sie sind der Regierung ein Dorn im Auge und Stück für Stück werden die Repressalien, die sie erleiden müssen immer schlimmer… Mit diesem Buch ist Ellen Zeiss ein wunderbarer Roman über das Schicksal zweier deutscher Familien (Familie Scholz und Familie Pfeiffer), die eigentlich in Russland ihre Heimat gefunden hatten, gelungen. Sie zeigt auf, wie schlecht diese Menschen von der Regierung und deren Behörden behandelt wurden. Daher finde ich den Titel des Buchs äußerst passend. Keinem kann man trauen, jedes Wort muss wohl überlegt sein. Demütigungen sind an der Tagesordnung. Selbst Traditionen, wie z.B. das Weihnachtsfest, sind verboten. Dabei habe ich insbesondere Anna Scholz immer wieder bewundert. Nie hat sie den Mut verloren, wenn es wieder einmal hieß: ihr müsst euer Heim verlassen, werdet deportiert oder müsst fliehen – mit nur zwei Koffern. Auch als ihr Mann abgeholt wird, gibt sie sich nicht der Verzweiflung hin, sondern stellt sich ihren neuen Aufgaben. In meinen Augen ist sie eine sehr starke Frau, die auch wenn es für sie selbst Einschränkung bedeutet, dass tut, was getan werden muss. Wie hier in der Geschichte, als sie trotz eigener 2 Kinder auch noch die verwaiste Rita bei sich aufnimmt. Dabei steht für Anna immer das Wohl der anderen an erster Stelle. Es hat mich stark bewegt, wie dankbar die Familie für Kleinigkeiten war. Aber auch wie Anna trotz eigener Not immer noch versucht hat ihren Leidensgenossen uneigennützig zu helfen. Auch für kleine Verbesserungen ihrer eigenen Situation waren die Scholzes dankbar. Der Erzählstil der Autorin ist mir unter die Haut gegangen. Jetzt fiebere ich der Fortsetzung entgegen. Ich muss unbedingt wissen wie und wo begegnen sich die beiden Familien, denn sonst gäbe es ja diesen wunderbaren Roman nicht, da hier ja die Geschichte von Ellen Zeiss ihrer Familie erzählt wird. Von mir erhält dieser Roman 5 wohlverdiente Lese-Sterne und eine uneingeschränkte Leseempfehlung.

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