Ich hatte nie die Absicht, meinen Vater zu hassen. Ich hätte mir nie träumen lassen, dass ich meinen eigenen Sohn beerdigen würde. Und ich hätte mir auch nicht vorstellen können, dass ich den Kindheitsfreund betrügen würde, der mir das Leben rettete, oder dass ich für eine Lüge den Pulitzerpreis bekommen würde.
All diese Dinge habe ich getan, und doch würden mich die meisten Leute, die mich kennen, als ehrenwerten Mann bezeichnen. So weit würde ich nicht gehen. Aber ich versuche, ein guter Mensch zu sein, und ich glaube, dass es mir meistens gelingt. Wie ist das nur möglich? Wir leben in komplizierten Zeiten.
Und es ist nicht einfach, ein guter Mensch zu sein.
»Ein großartiges Werk von herausragender Bedeutung, voller Kraft und von großer Ernsthaftigkeit.«
Washington Post über die Natchez-Trilogie
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Bewertung
5/5
02.01.2021
Modernes Antiquariat (Gebundene Ausgabe)
Ein Thriller der Extraklasse!
Verpackt in einen spannenden Thriller nimmt der Autor den Zeitgeist des heutigen Amerika aufs Korn. Geldgier, Skrupellosigkeit und Korruption bestimmen den Alltag in Bienville, einer Kleinstadt im Süden der Staaten. Als ein Mord geschieht, wittert der nach 30 Jahren zurückgekehrte Journalist Marshall McEwan die Story seines Lebens...
Greg Iles gelingt es wieder meisterhaft den Leser von der ersten Seite an, in seinen Bann zu ziehen. Spannend, brachial und zeitweise verstörend, legt er den Finger in die Wunde und zeigt, wo Ursachen und Gründe für die heutige "Schieflage" der Nation zu suchen sind.
Bewertung
aus Maulburg
5/5
31.10.2019
Modernes Antiquariat (Gebundene Ausgabe)
Wie immer gut
Das Cover ähnelt irgendwie sehr seinem anderen Werken , daher war ich anfangs sehr skeptisch. Doch auch in diesem Buch schafft es der Auto mit nur wenigen Worten hervorragende Kulissen auszubauen. Ich mag den Autor ich das Gefühl habe an seinen Büchern länger meine Freude zu haben. Es liest sich gut aber halt nicht schnell. Wieder schafft er es mit verstrickten Geschäften und konkurrierenden Gruppen einen Spannungsgeladenen Roman zu schreiben. Vor allem das Milieu der Pokerspieler gab mir Anreiz immer weiter zu lesen. Alles im allem möchte ich Garnicht zu viel verraten, wer seine anderen Werke für gut befindet wird auch dieses mögen. Ich bin zumindest abgesehen vom Cover voll und ganz zufrieden.
claudi-1963
aus Schwaben
5/5
22.10.2019
Modernes Antiquariat (Gebundene Ausgabe)
Wen Mächtige nicht vor Mord zurückschrecken
"Verrätereien begeht man öfter aus Schwäche als in der ausgesprochenen Absicht, zu verraten." (François de La Rochefoucauld)
Nach fast 30 Jahren kehrt Marshall McEwan wegen der Erkrankung seines Vaters, wieder in die Heimatstadt Bienvielle zurück. Da wird der Archäologe Buck Ferris unter mysteriösen Umständen tot im Mississippi gefunden. Journalist Marshall McEwan für den Buck wie ein Ziehvater war, ist sich sicher, dass man ihn getötet hat. Nachdem er Bucks eingeschlagenen Kopf gesehen hat, weiß er das dieser sicher nicht einfach ertrunken ist. Er ist sich fast sicher, dass dieser Ausgrabungen auf dem Gelände, bei dem demnächst die Chinesen eine Papierfabrik errichten wollen, getätigt hat. Sicher wollte er dort Hinweise auf eine ehemalige indianische Kultur feststellen, um den Bau der Fabrik abzuwenden. Wer könnte das wohl verhindern wollen außer der Pokerclub der das größte Interesse an einem Deal mit den Chinesen hat? Das zudem Max Mathesen der Schwiegervater von Marshalls Jugendliebe Jet und Mitglied beim Pokerclub ist, macht das ganze noch gefährlicher. ---
Meine Meinung:
Das düstere, geheimnisvolle Cover lässt einen sofort in die Region am Mississippi eintauchen. Bisher kannte ich den Autor noch nicht, doch seine guten Rezensionen haben mich neugierig auf ihn gemacht. Das fast 900 Seiten lange Buch ist wahrlich eine Herausforderung für jeden Leser. Jedoch der detaillierte, bildhafte, spannende und unterhaltsame Schreibstil hat es mit leicht gemacht am Buch dranzubleiben. Wahrlich ist dies nicht unbedingt ein Thriller, wie man ihn sonst kennt, den dazu geht Greg Iles zu sehr ins Detail. Jedoch gerade, weil der Autor immer wieder in die Vergangenheit der Protagonisten eintaucht, besonders bei Marshall und Jet, kommt man diesen Figuren sehr nahe und fühlt viel mehr mit ihnen mit. Gerade der Tod von Marshalls Bruder und seinem Sohn hat mich doch sehr bewegt. Der Pokerclub von Bienville hat nichts mit Karten zu tun, so wie man sich das vorstellen könnte. Nein viel mehr regieren diese 12 Männer, die dem Club zugehören die Stadt Bienville. Durch Geld, Macht, Intrigen und Einflüsse haben sie so die Bank, Justiz und sogar den Senat unter ihrer Kontrolle. Diese Einflüsse machen es auch fast unmöglich bei Buck einen Mord nachzuweisen. Doch Marshall setzt alles daran um für seinen ehemaligen Pfadfinderführer und dessen Witwe Gerechtigkeit das Beste herauszuholen. Leider hat Marshall nicht mit der großen Macht des Pokerclubs gerechnet und besonders nicht mit Max Matheson, seinem ehemaligen Baseballtrainer und Vater seines Freunds Paul. Dass Marshall seitdem er wieder in Bienville ist, eine Affäre mit Jet seiner Jugendfreundin und Pauls Ehefrau hat, macht das Ganze noch gefährlicher. Dieser außergewöhnliche Thriller bei dem es um Macht, Einfluss, Verrat und viele Geheimnisse geht, hat mich innerhalb kurzer Zeit regelrecht in den Bann gezogen. Man hat das Gefühl nach jedem Kapitel ein weiteres lesen zu wollen, weil man wissen möchte, wie es weitergeht. Mein Kopfkino war bei diesem Buch ständig am Arbeiten. Das Lokalkolorit mit der Nähe zum Mississippi, in dem der Autor heute selbst lebt, wird hier sehr gut beschrieben, so das ich mir sofort alles gut vorstellen konnte. Die Protagonisten waren sehr gut durchdacht, besonders Marshall hat es mir angetan. Seine sympathische, natürliche, motivierte Art hat mich sofort begeistert und so habe ich regelrecht mitgefiebert, dass ihm nicht ebenfalls etwas zustößt. Bei Jet war ich mir nie ganz sicher, ob ich ihr trauen kann, selbst wenn sie mir schnell sympathisch war. Nadine dagegen wirkte auf mich von Anfang an ehrlich, zuverlässig und vertrauenswürdig. Beim aggressive Paul und Max dagegen hatte ich immer kein gutes Gefühl. Alles in allem war dies ein Thriller, mit sehr viel literarischem Inhalt, dessen Länge man aushalten sollte, weil man am Ende mit viel Spannung belohnt wird. Ich jedenfalls werde mir diesen Autor sehr gut merken, den ich kann, dieses Buch nur empfehlen und gebe 5 von 5 Sterne. Chapeau dieser Autor ist wahrlich ein literarisches Genie.
Bewertung
aus Rösrath
5/5
18.10.2019
Modernes Antiquariat (Gebundene Ausgabe)
Anspruchsvolle Spannung
Am Ende des über 800 Seiten langen und an keiner Stelle langweiligen Romans wird es dann wohl doch die Buchhändlerin... Der letzte Satz: "Jetzt wartet das wirkliche Leben." Und all die vielen Seiten vorher? Spannung und Dramatik auf hohem literarischen Niveau. Der Autor Greg Iles kann erzählen - er erweckt seine Figuren zum Leben und spinnt fatale Beziehungsmuster, welche die Protagonisten ständig aufs Neue fordern. Mit keiner der handelnden Personen meint es das Leben wirklich gut; es ereignen sich wahre Dramen und moralische Zwickmühlen; ein Thriller mit Anspruch, dessen Handlung sich bis zur letzten Seite zuspitzt. Kleine, gut in die Handlung eingebundene Exkurse über das Leben und die Liebe bereichern das Buch zusätzlich: "Der älteste menschliche Fehler ist, anzunehmen, dass wir über die Menschen, die wir lieben, alles wissen." Es ist auch ein Buch über Schuld und Verzeihen, über Entzweiung und Wiederannäherung. Es ist vor allem ein Buch über ein postmodernes Heldentum; es geht nicht mehr um den klaren Sieg des Guten über das Böse, welches beim Leser stets das wohlige Gefühl hinterlässt, dass es mit der Welt schon in Ordnung kommen wird. Dem postmodernen Helden begegnen moralische Zwickmühlen und zwingen ihn zu einem Mitspielen in einer korrupten Welt; es geht um ein Abwägen, welches sich nicht an 'entweder-oder-Kategorien' orientieren kann, sondern oft genug nur das kleinere Übel wählen muss. Den Erfolg des Helden auf ganzer Linie gibt es nicht mehr, es gibt Folgekosten und Nebenwirkungen. Postmodernes Heldentum bedeutet genau diese Ambivalenzen auszuhalten, zu handeln trotz moralischer Bedenken. Vielleicht braucht es ja eine Art 'Meta-Moral', eine Moral der Moral... weil es wohl doch nichts Richtiges im Falschen gibt!
Wer als Leser diese moralischen Konflikte der Protagonisten miterleben kann, wird am Ende reich beschenkt! UNBEDINGTE LESEEMPFEHLUNG!!!
Heidrun
aus Klingenberg
5/5
17.10.2019
Modernes Antiquariat (Gebundene Ausgabe)
Südstaatenepos
Nach 30 Jahren kehrt der Journalist Marshall McEwan aus New York in seine Heimatstadt Bienville zurück. Er will seine Mutter bei der Pflege seines kranken Vaters unterstützen und die vor dem Ruin stehende Zeitung seines Vaters retten. Dann wird die Leiche von Buck, sein Ziehvater aus dem Fluss gezogen. Hier ist etwas faul, denn soll ein Mord vertuscht werden. Buck war den Machenschaften es Pokerclub zu nahe gekommen. Nun fängt Marshall hinter den Kulissen nach der Wahrheit zu suchen.
Der Autor lässt das Südstaatenflair aufleben. Weite Landschaften, Orte die abgehängt sind. Der Pokerclub versucht nicht ganz uneigennützig die Entwicklung aufzuhalten und hat einen Deal mit einer chinesischen Papierfabrik geschlossen.
Anfangs verliert sich Marshall in seinen Erinnerungen. Das hat zwar erstmal nichts mit dem Fall zu tun, ist aber notwendig um seine Beweggründe zu verstehen. Es ist spannend mitzuerleben, wie es Marshall immer mehr gelingt hinter die Geheimnisse der Stadt zu kommen und auch seine privaten Probleme zu lösen versucht.
Das Buch ist kein reiner Krimi, ich würde ihn eher als Gesellschaftsroman bezeichnen.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, deshalb 5 Sterne und eine Leseempfehlung.
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5/5
11.10.2019
Modernes Antiquariat (Gebundene Ausgabe)
Ein Wahnsinns-Thriller, der mich...
Ein Wahnsinns-Thriller, der mich nicht mehr losgelassen hat. Brutal und schnell erzählt Greg Iles von Intrigen, kleinen und großen Schiebereien, Sünden in der Vergangenheit und natürlich Mord. Alles vor der Kulisse des großen Mississippi. Ein wahrhaft großartiges Lesevergnügen!
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5/5
01.10.2019
Modernes Antiquariat (Gebundene Ausgabe)
"Diese Typen, die Männer mit Geld, haben vor allem den Status quo aufrechterhalten..."
"Diese Typen", das sind ein Dutzend schwerreicher weißer Männer, die das Städtchen Bienville, irgendwo am Mississippi gelegen, beherrschen. Bienville ging es in den letzten Jahren wirtschaftlich nicht gut. Jetzt gibt es allerdings Hoffnung: Ein chinesischer Investor will eine neue große Fabrik bauen, der Staat revanchiert sich mit einem Autobahnanschluss, jede Menge Arbeitsplätze werden entstehen.
Just zu diesem Zeitpunkt kehrt der mehrfach preisgekrönte Journalist Marshall McEwan in seine Geburtsstadt zurück, um sich um seinen todkranken Vater zu kümmern. Unbeabsichtigt "stolpert" er über Hinweise, die darauf hindeuten, dass der "Poker-Club", die o.g. Männer, tief in diverse Korruptionsfälle verwickelt sind. McEwan wittert eine Riesenstory. Als ein Archäologe, der vehement dafür gekämpft hat, die Fabrik nicht ausgerechnet auf einer indianischen uralten Kultstätte zu bauen, erschlagen wird, beschließt McEwan, gegen die Interessen der meisten Anwohner, journalistisch gegen den Poker-Club vorzugehen. Gleichzeitig hat er eine heftige Affäre mit seiner Jugendliebe, deren Mann McEwans bester Freund aus Kinder- und Jugendtagen ist. Und der eng mit dem Club verhandelt ist....
Greg Iles neuer Thriller ist eines seiner besten Bücher bis dato überhaupt: Extrem spannend von der ersten Seite an, man ist sofort "vor Ort", die Story geht wirklich ganz tief in das heutige Amerika! Und er zeigt, dass nicht nur ein Donald Trump zur Verrohung der Sitten beigetragen hat, sondern die ganze unsägliche Geschichte der sog. Deals...
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