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Im Zeichen der Mohnblume-Reihe Band 1

Im Zeichen der Mohnblume - Die Schamanin

Roman

Buch (Taschenbuch)

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Im Zeichen der Mohnblume - Die Schamanin

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Beschreibung


Rebecca F. Kuang interpretiert in ihrem Debüt die asiatische Geschichte neu und erschafft eine Welt voller Kampfkunst, Götter und uralter Magie.

Rin ist ein einfaches Waisenmädchen, das im Süden des Kaiserreichs Nikan lebt. Ihre Adoptiveltern benutzen sie als billige Arbeitskraft, und um sie herum gibt es nur Armut, Drogensucht und Ödnis. Um diesem Leben zu entfliehen, setzt sie alles daran, um an der Eliteakademie von Sinegard aufgenommen zu werden. Doch auch dort wird Rin wegen ihrer Herkunft verspottet und ausgegrenzt. Da bricht ein Krieg gegen das Nachbarreich aus. Rin muss nun kämpfen und entdeckt dabei, dass ihre Welt nie so einfach war, wie sie geglaubt hatte – und dass sie zu viel mehr in der Lage ist, als sie selbst je für möglich gehalten hätte.

RF Kuang wurde 2020 der Astounding Award for Best New Writer verliehen, der renommiertesten Auszeichnung, die ein Fantasy-Debütautor erlangen kann. Sie wird auf dem WorldCon als Teil der Hugo-Awards-Zeremonie verliehen.


Im Zeichen der Mohnblume

bei Blanvalet:

1. Die Schamanin

2. Die Kaiserin

3. Die Erlöserin

Details

Verkaufsrang

14094

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

20.01.2020

Verlag

Blanvalet

Seitenzahl

672

Maße (L/B/H)

20,5/13,5/5 cm

Beschreibung

Details

Verkaufsrang

14094

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

20.01.2020

Verlag

Blanvalet

Seitenzahl

672

Maße (L/B/H)

20,5/13,5/5 cm

Gewicht

670 g

Originaltitel

The Poppy War (1)

Übersetzer

Michaela Link

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7341-6222-0

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Düster und Spannend

Bewertung aus Hamburg am 24.03.2021

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Zum Anfang gleich einmal eine Spoiler Warnung! Das Buch handelt von Düsternis, Krieg und Vergangenheit. Nach langer Zeit des hinausschieben habe ich mich nun an das Buch gewagt. Mehrmals habe ich den Anfang gelesen und es dann wieder weg gelegt. Warum, weiß ich nicht. Dennoch fand ich den Anfang des Buches so toll und spannend. Man ist in eine neue unentdeckte Welt eingetaucht. Nun, nach beenden des Buches weiß ich, dass die anfängliche Unschuld des Buches, in Form der jungen Rin, den Leser blendet und man immer mehr in die Finsternis hineingezogen wird. Das Buch handelt von Themen wie die Kaufst zwischen Arm und Reich, von Drogensucht und von Akzeptanz. Die Gefühle die mich beim lesen begleitet haben waren geprägt von Dunkelheit, Emotionslosigkeit, Angst, Schrecken und Einsamkeit. Die unschuldigkeit, die durch das Cover am Anfang ausgestrahlt wird, trügt einen und man kann nicht einschätzen in was für eine Welt man sich begibt. Die Charaktere sind sehr durchdacht und spielen wichtige Rollen in dem Szenario. Rin, die Protagonistin des Buches, durchlebt eine unglaubliche Entwicklung und ist am ende kaum wieder zu erkennen. Jedoch war das Buch kompliziert zu lesen. Denn es spielen viele Figuren, große Rollen und auch die Länder in denen es spielt sind unglaublich komplex. Außerdem war ich manchmal verwirrt was Begriffe an ging, die am ende im Kontext Sinn ergaben. Kommen wir zu meinem Fazit. Das Buch ist unglaublich komplex, aber auch unglaublich spannend. Ich habe seit langem nicht mehr ein so durchdachtes Buch gelesen, welchen einen in eine neue Welt katapultiert, in der alles anders ist, als bei uns. Ich denke das Fantasy eher eine Nebenrolle spiel und es eher um Rache und Macht geht. Dennoch ist es ein toller Fantasy Roman. Die Handlung ist manchmal sehr komplex und nicht gerade umfangreich, was den Leser Verwirren kann. Insgesamt kann man sagen das dies ein gelungener Fantasy Roman ist, der sich lohnt und man unbedingt den Zweiten teil lesen muss. Allerdings muss man hier aufjedenfall sagen, dass der Roman etwas für Fantasy Leser und am 14 Jahren ist und man ihn nicht jedem empfehlen kann. Dies ist eindeutig eine Frage des Geschmacks.

Düster und Spannend

Bewertung aus Hamburg am 24.03.2021
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Zum Anfang gleich einmal eine Spoiler Warnung! Das Buch handelt von Düsternis, Krieg und Vergangenheit. Nach langer Zeit des hinausschieben habe ich mich nun an das Buch gewagt. Mehrmals habe ich den Anfang gelesen und es dann wieder weg gelegt. Warum, weiß ich nicht. Dennoch fand ich den Anfang des Buches so toll und spannend. Man ist in eine neue unentdeckte Welt eingetaucht. Nun, nach beenden des Buches weiß ich, dass die anfängliche Unschuld des Buches, in Form der jungen Rin, den Leser blendet und man immer mehr in die Finsternis hineingezogen wird. Das Buch handelt von Themen wie die Kaufst zwischen Arm und Reich, von Drogensucht und von Akzeptanz. Die Gefühle die mich beim lesen begleitet haben waren geprägt von Dunkelheit, Emotionslosigkeit, Angst, Schrecken und Einsamkeit. Die unschuldigkeit, die durch das Cover am Anfang ausgestrahlt wird, trügt einen und man kann nicht einschätzen in was für eine Welt man sich begibt. Die Charaktere sind sehr durchdacht und spielen wichtige Rollen in dem Szenario. Rin, die Protagonistin des Buches, durchlebt eine unglaubliche Entwicklung und ist am ende kaum wieder zu erkennen. Jedoch war das Buch kompliziert zu lesen. Denn es spielen viele Figuren, große Rollen und auch die Länder in denen es spielt sind unglaublich komplex. Außerdem war ich manchmal verwirrt was Begriffe an ging, die am ende im Kontext Sinn ergaben. Kommen wir zu meinem Fazit. Das Buch ist unglaublich komplex, aber auch unglaublich spannend. Ich habe seit langem nicht mehr ein so durchdachtes Buch gelesen, welchen einen in eine neue Welt katapultiert, in der alles anders ist, als bei uns. Ich denke das Fantasy eher eine Nebenrolle spiel und es eher um Rache und Macht geht. Dennoch ist es ein toller Fantasy Roman. Die Handlung ist manchmal sehr komplex und nicht gerade umfangreich, was den Leser Verwirren kann. Insgesamt kann man sagen das dies ein gelungener Fantasy Roman ist, der sich lohnt und man unbedingt den Zweiten teil lesen muss. Allerdings muss man hier aufjedenfall sagen, dass der Roman etwas für Fantasy Leser und am 14 Jahren ist und man ihn nicht jedem empfehlen kann. Dies ist eindeutig eine Frage des Geschmacks.

Brutal, militärisch, politisch - aber superspannend. Eine gelungene Neuinterpretation der asiatischen Geschichte und ihrer Schrecken

Sani Hachidori am 27.02.2021

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

INHALT: Rin wohnt bei ihrer Tante und ihrem Onkel und muss sich als Drogenkurier für Opium verdingen. Die Familie lebt in Armut und ist Rin gegenüber nicht gerade gnädig. Die einzige Vertrauensperson ist Lehrer Feyrik im Dorf. Von ihm hat sie viel gelernt und zu ihm geht sie auch, als sie ihr Herz ausschütten muss. Ihre Tante möchte sie verheiraten. Ihre einzige Chance, dem zu entgehen, besteht darin, an einer Akademie des Landes aufgenommen zu werden. Doch die Aufnahmeprüfungen sind hart und Rin möchte unbedingt in Sinegard an der Militärakademie angenommen werden. Das Buch unterteilt sich in drei Teile. Im ersten Teil verfolgen wir Rin als unschuldiges Kind und Waisenmädchen, die der Vermählung entgehen will und alles dafür tut, in Sinegard angenommen zu werden. Außerdem wird ihre Zeit an der Akademie geschildert. Vor allem das Fach der mysteriösen Kultlehre nimmt eine besondere Stellung ein. Wie behauptet sich Rin in ihrer Klasse? Und auf welches Fach wird sie sich am Ende spezialisieren? Das dürft ihr gern selbst lesen. Im zweiten und dritten Teil geht es vor allem um die erwachsen gewordene Rin in den Wirren des Krieges. Die strategische Kriegsführung, Politik und die Schrecken des Krieges werden hier sehr detailliert geschildert. All das wird eingebettet in eine immer fantastischer werdende Handlung, denn Rins Fähigkeiten gehen weit über das menschenmögliche heraus und der Leser verfolgt mit Spannung ihren Kontakt zu den Göttern dieser Welt. SCHREIBSTIL: Ich habe lange überlegt, wie ich den Schreibstil beschreiben könnte. Allem voran fiel mir das Wort "spannend" ein. Die Autorin schaffte es, dass trotz ruhigerer Episoden und vielen militärischen und politischen Themen nie Langeweile für mich aufkam. Ich war so sehr an die Seiten gefesselt, dass ich es nie erwarten konnte, das Buch wieder zur Hand zu nehmen. Gerade im ersten Teil hält sich die Brutalität noch ein Grenzen und ich habe mich richtig wohl gefühlt in dem Akademie-Setting und es war für mich so ein richtiges Wohlfühlbuch. Spätestens in den folgenden Teilen des Buches verfliegt zwar aufgrund der Kriegsschauplätze dieses Gefühl, aber es wird umso spannender, düsterer und vor allem zwischen den Zeilen kritischer. Denn die Autorin hat mit ihrer Geschichte die asiatische Historie neu interpretiert. Gerade die Territorien der Föderation und des Kaiserreiches Nikan erinnern an China und Japan. Ebenso sieht der informierte Leser zwischen den Kriegsschauplätzen und -verbrechen extreme Parallelen zu historischen Schrecken wie bspw. in Nanking. An dieser Stelle kann ich nur betonen, dass das Buch gerade ab Teil II nichts mehr für schwache Gemüter ist. Die Brutalität des Krieges wird hier völlig ungeschönt dargestellt und macht auch vor Babys oder Kindern nicht halt. Wer diese sehr detaillierten Gewaltbeschreibungen nicht abkann, der sollte das Buch vielleicht lieber nicht zur Hand nehmen. Ich fand selbst, dass es oft hart an der Grenze des Ertragbaren war und musste beim Lesen dieser Zeilen pausieren - allerdings muss uns klar sein, dass diese Schilderungen leider nicht so weit von der Realität entfernt sind, wie wir das gerne möchten. Die Realität ist oftmals sogar schlimmer gewesen. Und so schafft Kuang es, dass der Leser förmlich angewidert von den Gräueltaten des Krieges ist. Das macht dieses Werk tatsächlich sehr wichtig, denn wie gesagt wird zwischen den Zeilen Kritik geübt, die mich zum Nachdenken brachte. Eine weitere Besonderheit waren für mich die Charaktere, denn diese sind alles andere als die typischen strahlenden Helden. Weder gelingt ihnen sofort alles beim ersten Versuch, wie wir das oft in ähnlichen Geschichten lesen, noch sind sie moralisch korrekte Personen. Sehr deutlich wird beschrieben, wie der beste Charakter vom Krieg und von Drogen verdorben wird. Auch das Streben nach Macht vergiftet nicht nur die vermeintlich bösen Charaktere, sondern auch liebgewonnene Figuren. Als Leser habe ich zu den Hauptfiguren eine Beziehung aufgebaut, nur um dann oftmals mit deren Entscheidungen zu hadern und meine Sympathie für sie zu hinterfragen. Denn auch, wenn man bspw. das Verlangen nach Rache nachvollziehen konnte, war das Genießen des Leides anderer eine fast nicht auszuhaltende Haltung der Personen, die ich nicht mit mir vereinbaren konnte. Die Autorin hat hier meisterhaft gezeigt, dass kein Mensch völlig tadellos und frei von solchen Neigungen ist - schon gar nicht in einer absoluten Ausnahmesituation wie dem Krieg. Wir können in unserer Position von oben herab behaupten, dass wir anders handeln würden - Tatsache ist aber, dass der Kampf ums Überleben viele Gemüter komplett verändert und den Einblick in diese fragile Psyche hat die Autorin meiner Meinung nach super umgesetzt. Das Worldbuilding rundet dieses ganze ernste Thema ab. Es ist unglaublich detailliert und durchdacht und ich hatte nach dem Lesen nicht einmal das Gefühl, dass wirklich viele Fragen offen geblieben wären. Vielmehr war alles in diesem Buch - angefangen von der Welt bis hin zu den Charakteren unfassbar authentisch. Last but not least hat mir die Entwicklung von Rin sehr gut gefallen. Wir begegnen ihr anfangs als kleines Mädchen und über das Buch hinweg hat sie viel auszustehen und viele Herausforderungen zu bewältigen, bis sie schließlich zu einer Frau heranwächst, die ganz sicher nicht frei von Fehlern und falschen Entscheidungen ist. FAZIT: Ich hatte aufgrund des recht beschaulichen Anfangs der Geschichte etwas anderes erwartet und war dann total begeistert von der Richtung, in die sich alles entwickelt hat. Die Fantasy-Elemente spielen hier keine vorrangige Rolle, sondern fügen sich in die komplexe und militärisch-politische Handlung ein. Die Charaktere sind zahlreich, aber niemals farblos - und vor allem alles andere als perfekte Helden. Das macht sie so authentisch und lebensecht. Das Ende der Geschichte hat mich nochmal komplett umgehauen und auch, wenn ich aufgrund der düsteren Stimmung und der Brutalität jetzt erstmal etwas anderes lesen muss, kann ich den zweiten Band kaum erwarten. Eine Geschichte um ein Waisenmädchen, das zu einer großen Soldatin wird. Sehr brutal, sehr mitlitärisch und politisch, aber auch sehr spannend. Besonders hervorzuheben sind die authentischen und unperfekten Protagonisten sowie die sehr wichtige Kritik zwischen den Zeilen. Eine gelungene Neuinterpretation der asiatischen Geschichte und ihrer Schrecken. Ein absolutes Jahreshighlight für mich!

Brutal, militärisch, politisch - aber superspannend. Eine gelungene Neuinterpretation der asiatischen Geschichte und ihrer Schrecken

Sani Hachidori am 27.02.2021
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

INHALT: Rin wohnt bei ihrer Tante und ihrem Onkel und muss sich als Drogenkurier für Opium verdingen. Die Familie lebt in Armut und ist Rin gegenüber nicht gerade gnädig. Die einzige Vertrauensperson ist Lehrer Feyrik im Dorf. Von ihm hat sie viel gelernt und zu ihm geht sie auch, als sie ihr Herz ausschütten muss. Ihre Tante möchte sie verheiraten. Ihre einzige Chance, dem zu entgehen, besteht darin, an einer Akademie des Landes aufgenommen zu werden. Doch die Aufnahmeprüfungen sind hart und Rin möchte unbedingt in Sinegard an der Militärakademie angenommen werden. Das Buch unterteilt sich in drei Teile. Im ersten Teil verfolgen wir Rin als unschuldiges Kind und Waisenmädchen, die der Vermählung entgehen will und alles dafür tut, in Sinegard angenommen zu werden. Außerdem wird ihre Zeit an der Akademie geschildert. Vor allem das Fach der mysteriösen Kultlehre nimmt eine besondere Stellung ein. Wie behauptet sich Rin in ihrer Klasse? Und auf welches Fach wird sie sich am Ende spezialisieren? Das dürft ihr gern selbst lesen. Im zweiten und dritten Teil geht es vor allem um die erwachsen gewordene Rin in den Wirren des Krieges. Die strategische Kriegsführung, Politik und die Schrecken des Krieges werden hier sehr detailliert geschildert. All das wird eingebettet in eine immer fantastischer werdende Handlung, denn Rins Fähigkeiten gehen weit über das menschenmögliche heraus und der Leser verfolgt mit Spannung ihren Kontakt zu den Göttern dieser Welt. SCHREIBSTIL: Ich habe lange überlegt, wie ich den Schreibstil beschreiben könnte. Allem voran fiel mir das Wort "spannend" ein. Die Autorin schaffte es, dass trotz ruhigerer Episoden und vielen militärischen und politischen Themen nie Langeweile für mich aufkam. Ich war so sehr an die Seiten gefesselt, dass ich es nie erwarten konnte, das Buch wieder zur Hand zu nehmen. Gerade im ersten Teil hält sich die Brutalität noch ein Grenzen und ich habe mich richtig wohl gefühlt in dem Akademie-Setting und es war für mich so ein richtiges Wohlfühlbuch. Spätestens in den folgenden Teilen des Buches verfliegt zwar aufgrund der Kriegsschauplätze dieses Gefühl, aber es wird umso spannender, düsterer und vor allem zwischen den Zeilen kritischer. Denn die Autorin hat mit ihrer Geschichte die asiatische Historie neu interpretiert. Gerade die Territorien der Föderation und des Kaiserreiches Nikan erinnern an China und Japan. Ebenso sieht der informierte Leser zwischen den Kriegsschauplätzen und -verbrechen extreme Parallelen zu historischen Schrecken wie bspw. in Nanking. An dieser Stelle kann ich nur betonen, dass das Buch gerade ab Teil II nichts mehr für schwache Gemüter ist. Die Brutalität des Krieges wird hier völlig ungeschönt dargestellt und macht auch vor Babys oder Kindern nicht halt. Wer diese sehr detaillierten Gewaltbeschreibungen nicht abkann, der sollte das Buch vielleicht lieber nicht zur Hand nehmen. Ich fand selbst, dass es oft hart an der Grenze des Ertragbaren war und musste beim Lesen dieser Zeilen pausieren - allerdings muss uns klar sein, dass diese Schilderungen leider nicht so weit von der Realität entfernt sind, wie wir das gerne möchten. Die Realität ist oftmals sogar schlimmer gewesen. Und so schafft Kuang es, dass der Leser förmlich angewidert von den Gräueltaten des Krieges ist. Das macht dieses Werk tatsächlich sehr wichtig, denn wie gesagt wird zwischen den Zeilen Kritik geübt, die mich zum Nachdenken brachte. Eine weitere Besonderheit waren für mich die Charaktere, denn diese sind alles andere als die typischen strahlenden Helden. Weder gelingt ihnen sofort alles beim ersten Versuch, wie wir das oft in ähnlichen Geschichten lesen, noch sind sie moralisch korrekte Personen. Sehr deutlich wird beschrieben, wie der beste Charakter vom Krieg und von Drogen verdorben wird. Auch das Streben nach Macht vergiftet nicht nur die vermeintlich bösen Charaktere, sondern auch liebgewonnene Figuren. Als Leser habe ich zu den Hauptfiguren eine Beziehung aufgebaut, nur um dann oftmals mit deren Entscheidungen zu hadern und meine Sympathie für sie zu hinterfragen. Denn auch, wenn man bspw. das Verlangen nach Rache nachvollziehen konnte, war das Genießen des Leides anderer eine fast nicht auszuhaltende Haltung der Personen, die ich nicht mit mir vereinbaren konnte. Die Autorin hat hier meisterhaft gezeigt, dass kein Mensch völlig tadellos und frei von solchen Neigungen ist - schon gar nicht in einer absoluten Ausnahmesituation wie dem Krieg. Wir können in unserer Position von oben herab behaupten, dass wir anders handeln würden - Tatsache ist aber, dass der Kampf ums Überleben viele Gemüter komplett verändert und den Einblick in diese fragile Psyche hat die Autorin meiner Meinung nach super umgesetzt. Das Worldbuilding rundet dieses ganze ernste Thema ab. Es ist unglaublich detailliert und durchdacht und ich hatte nach dem Lesen nicht einmal das Gefühl, dass wirklich viele Fragen offen geblieben wären. Vielmehr war alles in diesem Buch - angefangen von der Welt bis hin zu den Charakteren unfassbar authentisch. Last but not least hat mir die Entwicklung von Rin sehr gut gefallen. Wir begegnen ihr anfangs als kleines Mädchen und über das Buch hinweg hat sie viel auszustehen und viele Herausforderungen zu bewältigen, bis sie schließlich zu einer Frau heranwächst, die ganz sicher nicht frei von Fehlern und falschen Entscheidungen ist. FAZIT: Ich hatte aufgrund des recht beschaulichen Anfangs der Geschichte etwas anderes erwartet und war dann total begeistert von der Richtung, in die sich alles entwickelt hat. Die Fantasy-Elemente spielen hier keine vorrangige Rolle, sondern fügen sich in die komplexe und militärisch-politische Handlung ein. Die Charaktere sind zahlreich, aber niemals farblos - und vor allem alles andere als perfekte Helden. Das macht sie so authentisch und lebensecht. Das Ende der Geschichte hat mich nochmal komplett umgehauen und auch, wenn ich aufgrund der düsteren Stimmung und der Brutalität jetzt erstmal etwas anderes lesen muss, kann ich den zweiten Band kaum erwarten. Eine Geschichte um ein Waisenmädchen, das zu einer großen Soldatin wird. Sehr brutal, sehr mitlitärisch und politisch, aber auch sehr spannend. Besonders hervorzuheben sind die authentischen und unperfekten Protagonisten sowie die sehr wichtige Kritik zwischen den Zeilen. Eine gelungene Neuinterpretation der asiatischen Geschichte und ihrer Schrecken. Ein absolutes Jahreshighlight für mich!

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5/5

Götter, Glaube, Drogen, Verrat, Krieg!

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ich kann nur sagen "Wow"!, was für ein Debüt und weis im ersten Moment nicht wo ich anfangen soll. Das Kaiserreich Nikan orrientiert sich sehr an den Mythen und Glaubensrichtungen, aber auch den Gepflogenheiten des alten Chinesischen Reiches. Sehr bemerkenswert von Kuang ist der Ausbau ihrer Charaktere, des Pantheons (Sitz der Götter) und die der politischen Lage Nikans zu seinen Nachbarländern. Das Buch verlangt von einem volle Aufmerksamkeit und doch liest es sich so flüssig wie kaum eine andere Geschichte von solchem Ausmaß. Durch diese Detailgenauigkeit, ist es nichts für Schwache Nerven. Denn in Nikan herrscht Krieg und im Krieg gibt es nichts zu beschönigen. Doch genau damit traut sich Kuang auch etwas was nicht jeder vermag. Man taucht ein in die Atmosphäre dieser wahnsinnigen Welt. Man schmeckt, riecht und sieht was Rin und ihre Gefährten erleben. Ich kann es nun kaum erwarten wieder in die fantastische Welt von Nikan einzutauchen wenn im November der zweite Band der Reihe erscheint!
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Götter, Glaube, Drogen, Verrat, Krieg!

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ich kann nur sagen "Wow"!, was für ein Debüt und weis im ersten Moment nicht wo ich anfangen soll. Das Kaiserreich Nikan orrientiert sich sehr an den Mythen und Glaubensrichtungen, aber auch den Gepflogenheiten des alten Chinesischen Reiches. Sehr bemerkenswert von Kuang ist der Ausbau ihrer Charaktere, des Pantheons (Sitz der Götter) und die der politischen Lage Nikans zu seinen Nachbarländern. Das Buch verlangt von einem volle Aufmerksamkeit und doch liest es sich so flüssig wie kaum eine andere Geschichte von solchem Ausmaß. Durch diese Detailgenauigkeit, ist es nichts für Schwache Nerven. Denn in Nikan herrscht Krieg und im Krieg gibt es nichts zu beschönigen. Doch genau damit traut sich Kuang auch etwas was nicht jeder vermag. Man taucht ein in die Atmosphäre dieser wahnsinnigen Welt. Man schmeckt, riecht und sieht was Rin und ihre Gefährten erleben. Ich kann es nun kaum erwarten wieder in die fantastische Welt von Nikan einzutauchen wenn im November der zweite Band der Reihe erscheint!

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Fantasy in China - anders und gut

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Fantasy in China – naja, nicht ganz, aber die Welt von „Im Zeichen der Mohnblume“ ist so voller chinesischer Mythologie, Lebensweise und Geschichte wie es nur geht ohne den Namen zu nennen – und das ist großartig. In einem Reich, das seiner Vergangenheit hinterher trauert und in dem die Kaiserin nur dem Namen nach herrscht, begleiten wir die junge Rin auf ihrem Lebensweg. Dieser besteht zu Beginn nur aus einem Ziel : sie muss die große Prüfung möglichst gut bestehen um ihren Zieheltern zu entkommen und einer Zwangsheirat zu entgehen. Wider allen erwarten schafft sie es, sogar mit herausragendem Ergebnis, und wird auf der berühmtesten Akademie des Landes angenommen. Doch dort beginnen ihre Probleme erst: mitten unter den privilegierten Adelskindern ist sie die Außenseiterin und plötzlich regen sich in ihr seltsame Kräfte. Und dann zeichnet sich auch noch ein Krieg am Horizont ab. Zu Beginn ist im Schatten der Mohnblume noch recht klassische Fantasy mit chinesischem Anstrich, doch je weiter man liest, desto mehr erkennt man Parallelen zur Neuzeit, zu moderner Geschichte, und wenn der Krieg im Reich losbricht, wird er mit all seiner Brutalität und seinen Gräueltaten beschrieben. Die Grenzen zwischen Gut und Böse verwischen zusehends. Faszinierend und fesselnd geschrieben
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Fantasy in China - anders und gut

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Fantasy in China – naja, nicht ganz, aber die Welt von „Im Zeichen der Mohnblume“ ist so voller chinesischer Mythologie, Lebensweise und Geschichte wie es nur geht ohne den Namen zu nennen – und das ist großartig. In einem Reich, das seiner Vergangenheit hinterher trauert und in dem die Kaiserin nur dem Namen nach herrscht, begleiten wir die junge Rin auf ihrem Lebensweg. Dieser besteht zu Beginn nur aus einem Ziel : sie muss die große Prüfung möglichst gut bestehen um ihren Zieheltern zu entkommen und einer Zwangsheirat zu entgehen. Wider allen erwarten schafft sie es, sogar mit herausragendem Ergebnis, und wird auf der berühmtesten Akademie des Landes angenommen. Doch dort beginnen ihre Probleme erst: mitten unter den privilegierten Adelskindern ist sie die Außenseiterin und plötzlich regen sich in ihr seltsame Kräfte. Und dann zeichnet sich auch noch ein Krieg am Horizont ab. Zu Beginn ist im Schatten der Mohnblume noch recht klassische Fantasy mit chinesischem Anstrich, doch je weiter man liest, desto mehr erkennt man Parallelen zur Neuzeit, zu moderner Geschichte, und wenn der Krieg im Reich losbricht, wird er mit all seiner Brutalität und seinen Gräueltaten beschrieben. Die Grenzen zwischen Gut und Böse verwischen zusehends. Faszinierend und fesselnd geschrieben

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