Paris im Jahr 1831: Als George Sand die Redaktionsräume des renommierten Le Figaro betritt, hat sie ihr adeliges Leben sowie ihre unglückliche Ehe hinter sich gelassen und ist bereit für einen Neuanfang: Ihre Leidenschaft sind die Worte, ihnen wird sie von nun an ihr Leben widmen – und der Liebe. Tagsüber arbeitet sie als Journalistin, nachts an ihren Romanen. Und sie bricht Tabus. In ihren Büchern, in denen sie die Liebe leidenschaftlich verficht, und in ihrem Privatleben, wenn sie ihre Liebschaften öffentlich macht, in einer Zeit, als für Frauen Ehebruch noch unter Strafe stand.
Lesung mit Tessa Mittelstaedt 1 mp3-CD | ca. 11 h 4 min
Kundinnen und Kunden meinen
4.4/5.0
Bewertung
5/5
04.10.2020
Buch (Taschenbuch)
Sie sind ja eine Fee, Madame!
Ich habe schon einmal eine Biografie über die Schriftstellerin George Sand gelesen, die mir eine vollkommen neue Sicht auf Mallorca eröffnet und die Texte von George Sand nähergebracht hat. Deshalb war ich gespannt auf dieses Buch. Man erlebt darin ein Stück Zeitgeschichte, den Kampf einer Frau um Gleichberechtigung oder zumindest Anerkennung in einer von Männern dominierten Welt der Pariser Bohème. Besonders hat mir die Beate Rygierts Sprache gefallen. Der Autorin ist es darüber hinaus gelungen, die Künstlerin bei ihrem Ringen um Unabhängigkeit und ihrer Suche nach Liebe und Glück zu begleiten und gleichzeitig bestens zu unterhalten. Ich vergebe sehr gern 5 Sterne.
Bewertung
5/5
16.01.2020
eBook (ePUB 3)
Informativ, aber langatmig
Das Buch stellt das Leben der Schriftstellerin George Sand in den dreißiger Jahren des 19. Jahrhunderts dar. Im Mittelpunkt steht Georges Arbeit und ihre Liebesbeziehungen zu Jules Sandeau, Alfred de Musset und Frederic Chopin.
Da ich bisher wenig über George Sand wusste - außer dass sie mit Chpoin zusammen war - war es interessant für mich, mehr über ihr Leben zu erfahren. Es hat mich gefreut, dass auch andere Berühmtheiten dieser Zeit, wie Balzac und Liszt in dem Buch auftreten.
Gelungen ist die Darstellung Georges als vielschichtige Persönlichkeit, vor allem auch als liebende Mutter.
Alles in allem war das Buch zwar informativ, vermochte mich aber leider kaum zu fesseln. Dafür war es mir zu langatmig.
wiechmann8052
aus Belm
5/5
14.12.2019
eBook (ePUB 3)
eine großartige Frau
Dieses Buch beschreibt einen Abschnitt aus dem Leben von George Sand.
Eine großartige Frau, Schriftstellerin und Liebende. Ich glaube in jeder ihrer Rollen hat sie mehr gegeben als genommen. Es gab von ihr Kraft, Mut und Vertrauen. Alles das spiegelt sich in diesem Roman wieder. Der auf eine sehr schöne Art eine Mischung aus Biographie und Fantasie ist.
Es fängt mitten im Geschehen an und hört auch da wieder auf. Anfang und Ende muss man sich aus anderen Quellen suchen wenn man es denn wissen will.
Aber ich finde die Mitte eines Lebens ist bei den meisten Menschen vor allem den Bekannten, Berühmten die spannendste Zeit.
Genauso hat es die Autorin dargestellt, der erste Erfolg, die große Liebe zu Chopin. Als Leser erfährt man viel über diese Zeit in Frankreich nach Napoleon, eine Zeit des Umbruchs, die zarten Anfänge einer Demokratie. Die Heldin mitten drin.
Dreamworx
aus Berlin
5/5
10.11.2019
Buch (Taschenbuch)
Amantine Aurore Lucile Dupin…
Amantine Aurore Lucile Dupin de Francueil wurde 1804 in Paris geboren und als Aurore Dudevand 1836 von ihrem Mann Casimir geschieden, von dem sie schon seit 1831 getrennt lebte. 1831 arbeitet sie bereits beim Le Figaro und teilte ihre Zeit so ein, dass sie immer im Wechsel drei Monate im von ihrer Großmutter geerbten Haus in Nohant und drei Monate in Paris war, um am dortigen gesellschaftlichen Leben teilzuhaben, sich unters Volk zu mischen und nebenbei ihre Eindrücke und Gefühle in Form von Novellen, Romanen und Theaterstücken zu Papier zu bringen und sich bei ihrem zweiten Roman den Pseudonym-Namen George Sand zu geben, der sich alsbald als ihr neuer Rufname entpuppte. Aurore „George“ fiel nicht nur durch ihren männlichen Kleidungsstil auf, sondern auch an ihrem Verhalten nahm die Gesellschaft Anstoß, denn sie lebte entgegen den gängigen Konventionen und verarbeitete ihre eigenen Lebenserfahrungen in ihren Büchern. Lediglich in der Pariser Bohème-Szene war George ein gern gesehener Gast, denn diese nahm sie so, wie sie war und verziehen ihr auch ihre diversen amourösen Abenteuer wie die Beziehung zu Frédéric Chopin, den sie durch Franz Liszt kennenlernte. George Sands war zeitlebens eine schillernde Persönlichkeit, deren Romane sogar Musiker zu Opern inspirierte. Beate Rygiert hat mit „George Sand und die Sprache der Liebe“ einen sehr interessanten sowie unterhaltsamen Roman vorgelegt, der sich mit dem Leben der berühmt-berüchtigten Schriftstellerin George Sand über eine Zeitraum von acht Jahren (1831-1839) befasst und dieses dem Leser nahe bringt. Der Schreibstil ist flüssig und fesselnd, die Autorin laviert den Leser geschickt zwischen die Seiten und lässt ihn ins Frankreich des 19. Jahrhunderts reisen, um die umtriebige Schriftstellerin George und einen interessante Zeitspanne ihres Lebens kennenzulernen. George war eine fleißige Frau, die sich nicht nur als Mutter von zwei Kindern aus den Fängen der Ehe befreite, sondern mit ihrer Schreiberei auch hauptsächlich für den Lebensunterhalt verantwortlich war. Gut recherchiert zeichnet Rygiert das Bild einer emanzipierten Frau, die sich ohne zu jammern oder zu klagen, den Widrigkeiten des Lebens stellte und sich nicht verbiegen ließ. Sie lebte nach ihrer Facon und kümmerte sich nicht um die allgemeine Meinung, in deren Augen sie bestenfalls ein Paradiesvogel oder schlimmstenfalls eine Latrine war, wie Charles Baudelaire nannte. Auch ihre Hilfsbereitschaft und ihr großes Herz lässt Rygiert den Leser mit Sands Beziehung zu Chopin erleben, der, an Tuberkulose erkrankt, von ihr aufopferungsvoll gepflegt wurde. Auch Sands Engagement in Bezug auf die Rechte der Frauen ist eindrucksvoll, denn sie forderte in ihren sozialkritischen Artikeln schon früh, dass Frauen in Bezug auf Beruf und Familie dem Mann gegenüber gleichberechtigt sein sollten. Mit „George Sand und die Sprache der Liebe“ und akribischer Recherche ist Rygiert ein eindrucksvolles Portrait gelungen, dass die Künstlerin George Sands lebendig werden lässt und dem Leser eine schillernde Persönlichkeit sehr nahe bringt. Absolute Leseempfehlung!
Bücher in meiner Hand
5/5
05.11.2019
eBook (ePUB 3)
Die Vielschreiberin
Paris lag ihr zu Füssen - wenigstens vom Balkon aus. Denn nicht alle waren begeistert von der fleissigen Schriftstellerin, die sich in Männerhosen kleidete.
Als Aurore Dudevand 1804 geboren, trennte sie sich 1831 von ihrem Mann Casimir und lebte fortan abwechselnd drei Monate in Paris und drei Monate in Nohant im Haus ihrer Grossmutter, welches jedoch Casimir für sich beanspruchte. Anno 1831 in Paris beginnt daher auch dieser Roman.
In Paris lebte Aurore auf, schrieb viel und verkehrte mit ihren Freunden aus ihrer Kindheit, sie nannten sich die Berrys. Sie arbeiteten fast alle bei Henri de Latouche, dem damaligen Herausgeber des Figaro. Zusammen mit Jules Sandeau, Aurores jüngerem Geliebten schreibt sie ihren ersten Roman unter dem Pseudonym J. Sand. Grosszügig wie sie war, war es Aurore egal, dass alle dachten, das Buch stamme allein von Jules. Doch der wollte das gar nicht, da Aurore das Meiste schrieb und er weder mit ihr mithalten noch alle ihre Ideen teilte. Für ihren zweiten Roman brauchte sie deshalb einen neuen Namen und entschied sich für den "Nom de plume", das Pseudonym George Sand. Fortan liess sie sich als George anreden.
Vielen war George Sand befremdlich - eine Frau, die ihr Geld mit Schreiben von Büchern verdient und in Hosen herum läuft; kommt dazu, dass ihre diversen Liebesbeziehungen oft Stadtgespräch waren.
Und genau darum geht es in "George Sand und die Sprache der Liebe" von Beate Rygiert. Der Roman greift acht Jahre aus Georges Leben auf, ihre Jahre von 1831 bis 1839, und schildert das aufregende Leben der unkonventionellen Autorin.
Wie sie sich um ihre Kinder Solange und Maurice kümmerte oder sich um sie sorgte, wenn sie nicht bei ihr waren. Wie George immer ans Schreiben dachte, ihre grosse Leidenschaft. Mir gefiel sehr, wie Beate Rygiert deutlich macht, dass Georg als Ernährerin der Familie, eben nicht nur Schreiben wollte, sondern auch stetig musste, um mit ihrem Lohn die Lebenskosten von ihr und den beiden Kindern zu decken. Dies im krassen Gegensatz zu ihren Freunden, die fast alle nur an sich selbst dachten. Alfred de Musset kam zum Beispiel gar nicht klar damit, dass George eine Vielschreiberin war, dass sie sich in Venedig strikt immer wieder hinsetzte und schrieb, anstatt das Leben zu geniessen.
Den Roman könnte man auch mit "Liebe in Zeiten der Cholera" überschreiben: Tuberkulose, Cholera und andere Krankheiten bedrohten das Leben aller, es ging ums Überleben; die einen hatten wahnsinnige Angst, andere versuchten einfach nur zu Überleben. Auch diese Situationen und die unterschiedlichen Haltungen brachte mir die Autorin nahe.
Vor Jahren habe ich Biografien über Frédéric Chopin und über George Sand gelesen, wie auch Sands "Ein Winter in Mallorca". Ich hatte nur noch Georges Faszination von Chopins Musik vor Augen, aber nicht mehr wie hart es für die kleine Familie auf der Insel war. Heute denken wir bei Mallorca an Strand, Sonne und nette Spanier, doch damals waren die Mallorquiner nicht sehr fremdenfreundlich. Eindrücklich, wie Beate Rygiert beschreibt, wie George sich um den kranken Chopin kümmerte und um alles andere, dabei aber auch immer noch schreibt und ihren Vertrag auch unter widrigen Umständen erfüllt.
Von der Autorin hatte ich bisher erst "Herzensräuber" gelesen. Ich war gespannt, wie sie den Sprung vom Unterhaltungs- zum Biografieroman schafft. Es ist ihr gut gelungen, denn von der ersten Seite an war ich gefesselt.
Beate Rygiert konnte mir Georges Leidenschaft für ihre Romane, ihre Ideen zur Gleichstellung der Frauen und auch die Sehnsucht nach einer tiefen, aber unkomplizierten Liebesbeziehung vermitteln.
Fazit: Interessanter und fesselnder Einblick ins aufregende Leben von George Sand, auf ihre Art eine Vorreiterin in Sachen Frauenrechte.
5 Punkte.
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5/5
18.11.2019
eBook (ePUB 3)
Lernen Sie unbedingt diese Rebellin kennen!
Die Schriftstellerin George Sand - eigentlich Amantine Aurore Dupin - sah sich immer als eine den Männern gleichgestellte Person. Da wir hier erst das Jahr 1831 schreiben, können Sie sich vorstellen, wie ihre Mitmenschen auf diese eigenwillige, Tabus brechende, gegen alle Konventionen verstoßende Künstlerin reagierten.
Begleiten Sie George Sand zusammen mit Balzac, Dumas, Chopin, Heine und anderen Persönlichkeiten.
Wenn es ihnen genauso viel Spaß macht wie mir, bekommen Sie wahrscheinlich auch Lust, sich mit den Werken von ihr zu befassen. Eines ihrer bekanntesten Bücher war „Ein Winter auf Mallorca“.
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5/5
01.11.2019
eBook (ePUB 3)
"Die Stimme der Frau in einer Zeit, da die Frau schwieg"
George Sand, den meisten nur noch bekannt als frustrierte Mallorca-Reisende, hat in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts sowohl durch ihre literarischen Werke als auch durch ihren selbstbestimmten Lebenswandel serienweise Skandale hervorgerufen. Ihr bewegtes Liebesleben, ihr Austausch mit unzähligen zeitgenössischen Künstlern und ihr eifriges Schreiben werden in diesem Roman anschaulich erzählt. Der Ton ist leicht, aber nicht seicht. Schön, auf so unterhaltsame Weise eine frühe Kämpferin für die Gleichstellung der Frau kennenzulernen!
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4/5
19.02.2020
Buch (Taschenbuch)
George Sand und die Liebe
Aurore Dudevant hat den großen Traum Schriftstellerin zu werden. Als ihr erster Roman erscheint, mit Jules Sandeau, ihre erste große Liebe, geschrieben, beschließt sie den Künstlernamen George Sand zu führen und sich so zu emanzipieren, dass man sie als Autor und Mensch richtig ernst nimmt und nicht als Stafage eines Mannes. Sie läßt sich scheiden und schreibt großartige Romane. Ihre zweite Liebe wird sie fast zu Grunde richten. Sie verliebt sich in Alfred de Musset und diese Liebe tut ihr und Ihm nicht wirklich gut. Ihre dritte große Liebe ist Frederique Chopin, mit dem sie auch eine Zeit auf Mallorca Lebt.
Sehr gut recherchiert und spannend geschrieben. Ein richtiger Schmöker über eine starke Frau.
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