Weißes Feuer (Darktown 2)
Darktown Band 2

Weißes Feuer (Darktown 2)

Kriminalroman

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Beschreibung

Atlanta 1950: Auch nach zwei Jahren Dienstzeit wird die Arbeit der ersten schwarzen Polizisten Atlantas täglich von Rassismus bestimmt. Die Cops Lucius Boggs und Tommy Smith haben kaum Befugnisse, und um Ermittlungen durchzuführen, sind sie auf die Hilfe weißer Polizisten angewiesen, die ihre Arbeit aber zumeist durch Schikanen und Willkür behindern. Als schwarze Familien - darunter die von Smiths Schwester - in ein ehemals rein weißes Viertel ziehen, beginnen die Rassenkonflikte in der sich rasant verändernden Stadt zu brodeln. Ein unkontrolliertes Ausbrechen der Gewalt scheint jederzeit möglich. Ausgerechnet in dieser aufgeheizten Atmosphäre werden Boggs und Smith durch eine Festnahme auf die Revierkämpfe zweier Schmugglerbanden aufmerksam. Ihre Ermittlungen führen sie nicht nur zu weißen Drahtziehern, sondern auch ins eigene Umfeld. Bald sind beide persönlich so tief in den Fall verstrickt, dass nicht weniger als ihre moralische Integrität auf dem Spiel steht.
Ein hochspannender, vielschichtiger Kriminalroman und zugleich ein atmosphärisch dichtes Gesellschaftsporträt eines gespaltenen Landes, das den Rassismus nie überwunden hat.

Details

  • Verkaufsrang

    38096

  • Format

    ePUB

  • Kopierschutz

    Nein

  • Family Sharing

    Ja

  • Text-to-Speech

    Nein

  • Erscheinungsdatum

    08.11.2019

  • Verlag DuMont Buchverlag

Beschreibung

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ePUB

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  • Verkaufsrang

    38096

  • Erscheinungsdatum

    08.11.2019

  • Verlag DuMont Buchverlag
  • Seitenzahl

    480 (Printausgabe)

  • Dateigröße

    4294 KB

  • Auflage

    1. Auflage

  • Originaltitel >Lightning Men<
  • Übersetzer

    Berni Mayer

  • Sprache

    Deutsch

  • EAN

    9783832184766

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Akribisch recherchierter Kriminalroman

Bewertung aus Vaihingen an der Enz am 09.04.2020

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Auch wenn mittlerweile zwei Jahre vergangen sind hat sich kaum etwas an den Arbeitsbedingungen der zwei Handvoll afroamerikanischen Polizisten geändert, die in Atlantas Darktown Dienst tun. Untergebracht in Kellerräumen, praktisch ohne Equipment und natürlich ohne Befugnisse. Ein politischer Schachzug, der Wählerstimmen generieren soll. Von ihrer eigenen Bevölkerungsgruppe misstrauisch beäugt, von den weißen Polizisten nicht als ihresgleichen akzeptiert und bei jeder sich bietenden Gelegenheit aggressiv angegangen. Nicht weiter verwunderlich, ist doch der Großteil der Truppe in rassistischen Gruppen organisiert. Aber es gibt Ausnahmen, auch wenn diese sehr dünn gesät sind. Zum einen ist da McInnis, der Vorgesetzte von Lucius Boggs und Tommy Smith, der sie im Rahmen der Vorschriften und seiner Möglichkeiten unterstützt, zum anderen Danny Rakestraw, ein weißer Cop mit moralischem Kompass und pseudoliberaler Haltung. Wobei diese aber sehr ins Wanken gerät, als schwarze Familien in der Nachbarschaft einziehen und damit den Wert seiner Immobilie mindern. 1950 ist die Prohibition zwar längst Geschichte, aber es gibt noch immer genügend Schwarzbrenner, die mit ihrem Stoff ein gutes Geschäft machen. Und wo größere Mengen Geld im Spiel sind, kann man sicher sein, dass es genügend korrupte Cops gibt, die für’s Wegsehen die Hand aufhalten. Nicht so Boggs und Smith, für die sich der nicht autorisierte Einsatz bei einer Übergabe von Schwarzgebranntem zur Katastrophe auswachsen könnte. Ein Schuss fällt, der Schnapsschmuggler wird getötet, und die beiden Cops stehen plötzlich im Kreuzfeuer, ist es ihnen doch untersagt, ihre Waffen einzusetzen, was sie auch befolgt haben. Aber offenbar gibt es Kräfte aus den eigenen Reihen, die sie aus dem Weg haben wollen. Thomas Mullens „Weisses Feuer“ ist eine akribisch recherchierte, beeindruckende Mischung aus Kriminalroman und historisch verbürgten Fakten zur Geschichte Atlantas. Er schildert eindringlich den Alltagsrassismus im amerikanischen Süden, die Verachtung, die Diskriminierung, der die ersten afroamerikanischen Polizisten tagtäglich ausgesetzt waren, thematisiert aber auch den Filz innerhalb von Polizei und Verwaltung sowie die allgegenwärtige Korruption in beiden Institutionen. Der Krimiaspekt tritt hier zwar öfter in den Hintergrund, was aber keinesfalls der Spannung abträglich ist. Lesen!

Akribisch recherchierter Kriminalroman

Bewertung aus Vaihingen an der Enz am 09.04.2020
Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Auch wenn mittlerweile zwei Jahre vergangen sind hat sich kaum etwas an den Arbeitsbedingungen der zwei Handvoll afroamerikanischen Polizisten geändert, die in Atlantas Darktown Dienst tun. Untergebracht in Kellerräumen, praktisch ohne Equipment und natürlich ohne Befugnisse. Ein politischer Schachzug, der Wählerstimmen generieren soll. Von ihrer eigenen Bevölkerungsgruppe misstrauisch beäugt, von den weißen Polizisten nicht als ihresgleichen akzeptiert und bei jeder sich bietenden Gelegenheit aggressiv angegangen. Nicht weiter verwunderlich, ist doch der Großteil der Truppe in rassistischen Gruppen organisiert. Aber es gibt Ausnahmen, auch wenn diese sehr dünn gesät sind. Zum einen ist da McInnis, der Vorgesetzte von Lucius Boggs und Tommy Smith, der sie im Rahmen der Vorschriften und seiner Möglichkeiten unterstützt, zum anderen Danny Rakestraw, ein weißer Cop mit moralischem Kompass und pseudoliberaler Haltung. Wobei diese aber sehr ins Wanken gerät, als schwarze Familien in der Nachbarschaft einziehen und damit den Wert seiner Immobilie mindern. 1950 ist die Prohibition zwar längst Geschichte, aber es gibt noch immer genügend Schwarzbrenner, die mit ihrem Stoff ein gutes Geschäft machen. Und wo größere Mengen Geld im Spiel sind, kann man sicher sein, dass es genügend korrupte Cops gibt, die für’s Wegsehen die Hand aufhalten. Nicht so Boggs und Smith, für die sich der nicht autorisierte Einsatz bei einer Übergabe von Schwarzgebranntem zur Katastrophe auswachsen könnte. Ein Schuss fällt, der Schnapsschmuggler wird getötet, und die beiden Cops stehen plötzlich im Kreuzfeuer, ist es ihnen doch untersagt, ihre Waffen einzusetzen, was sie auch befolgt haben. Aber offenbar gibt es Kräfte aus den eigenen Reihen, die sie aus dem Weg haben wollen. Thomas Mullens „Weisses Feuer“ ist eine akribisch recherchierte, beeindruckende Mischung aus Kriminalroman und historisch verbürgten Fakten zur Geschichte Atlantas. Er schildert eindringlich den Alltagsrassismus im amerikanischen Süden, die Verachtung, die Diskriminierung, der die ersten afroamerikanischen Polizisten tagtäglich ausgesetzt waren, thematisiert aber auch den Filz innerhalb von Polizei und Verwaltung sowie die allgegenwärtige Korruption in beiden Institutionen. Der Krimiaspekt tritt hier zwar öfter in den Hintergrund, was aber keinesfalls der Spannung abträglich ist. Lesen!

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Matthias Kesper

Thalia Kassel

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"Manche nennen es Gosse. Manche nennen es Darktown. Wir können nichts dafür, wo wir geboren sind."

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

1950, Atlanta, eine der "Hauptstädte" des Rassismus, aber selbst hier zeigt sich ein Hoffnungsschimmer, hat doch die Stadt immerhin zum ersten Mal schwarze Cops eingestellt - "Natürlich" mit mehr als nur eingeschränkten Rechten: Keine eigenen Ermittlungen, Dienst nur in den "dunklen" Vierteln der Stadt, mißtrauisch beäugt von den "weißen" Kollegen. Selbst das Feierabendbier ist ihnen in Uniform untersagt. Lucius Boggs und Tommy Smith sind zwei dieser ersten "Negros", die gegen alle Widerstände in den Polizeidienst eingetreten sind, schon der erste Fall (Darktown) war ein einfach geniales Buch. Und glauben Sie mir, Thomas Mullen setzt hier noch einen drauf, "Sensationell gut. Wenn man erst anfängt zu lesen, gibt es kein zurück mehr!" urteilte Die "Huffington Post"! Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Nur soviel: Stellen Sie sich eine Stadt vor, die strikt in "schwarze" und "weiße" Viertel aufgeteilt ist. Dazu korrupte Politiker, ebenso korrupte Polizisten, Schmuggel, der seinen Wurzeln noch in den Kriegsjahren hat, "farbige" Neubürger Atlantas, die sich einfach in weißen Vierten einmieten oder gar Grund und Boden erwerben, Bürgerinitiativen, die dagegen gebildet werden, Der Ku-Klux-Clan hat schwer zu tun, Mord auif offener Straße, und Boggs und Smith mittendrin, selbst weit über die Polizeiarbeit hinaus persönlichst involviert... Ich kann Ihnen versichern, die "Huffington Post" hat mehr als nur Recht - dieses Buch wird sie das ein oder andere Mal um den Schlaf bringen. Wegen der unglaublichen Spannung und wegen der unfassbaren Zustände in den USA, die sich bis heute ja an vielen Orten und in vielen Köpfen nicht geändert haben. Thomas Mullen hat einen wortmächtigen Roman verfasst, der soviel mehr ist als "nur" ein Krimi....
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"Manche nennen es Gosse. Manche nennen es Darktown. Wir können nichts dafür, wo wir geboren sind."

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

1950, Atlanta, eine der "Hauptstädte" des Rassismus, aber selbst hier zeigt sich ein Hoffnungsschimmer, hat doch die Stadt immerhin zum ersten Mal schwarze Cops eingestellt - "Natürlich" mit mehr als nur eingeschränkten Rechten: Keine eigenen Ermittlungen, Dienst nur in den "dunklen" Vierteln der Stadt, mißtrauisch beäugt von den "weißen" Kollegen. Selbst das Feierabendbier ist ihnen in Uniform untersagt. Lucius Boggs und Tommy Smith sind zwei dieser ersten "Negros", die gegen alle Widerstände in den Polizeidienst eingetreten sind, schon der erste Fall (Darktown) war ein einfach geniales Buch. Und glauben Sie mir, Thomas Mullen setzt hier noch einen drauf, "Sensationell gut. Wenn man erst anfängt zu lesen, gibt es kein zurück mehr!" urteilte Die "Huffington Post"! Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Nur soviel: Stellen Sie sich eine Stadt vor, die strikt in "schwarze" und "weiße" Viertel aufgeteilt ist. Dazu korrupte Politiker, ebenso korrupte Polizisten, Schmuggel, der seinen Wurzeln noch in den Kriegsjahren hat, "farbige" Neubürger Atlantas, die sich einfach in weißen Vierten einmieten oder gar Grund und Boden erwerben, Bürgerinitiativen, die dagegen gebildet werden, Der Ku-Klux-Clan hat schwer zu tun, Mord auif offener Straße, und Boggs und Smith mittendrin, selbst weit über die Polizeiarbeit hinaus persönlichst involviert... Ich kann Ihnen versichern, die "Huffington Post" hat mehr als nur Recht - dieses Buch wird sie das ein oder andere Mal um den Schlaf bringen. Wegen der unglaublichen Spannung und wegen der unfassbaren Zustände in den USA, die sich bis heute ja an vielen Orten und in vielen Köpfen nicht geändert haben. Thomas Mullen hat einen wortmächtigen Roman verfasst, der soviel mehr ist als "nur" ein Krimi....

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Zwei Jahre nach Darktown

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Auch im zweiten Band gelingt es Mullen das "dunkle Flair" einer Zeit der Rassentrennung aufleben zu lassen in der es langsam zu Verschiebungen kommt. Durch die Verhinderung einer Schmuggelaktion lösen Boggs und Smith unbewußt eine Kettenreaktion in aus, deren Kreise weiße wie farbige Bewohner Atlantas mit einschliessen. Durch seine Sprache hebt sich "Weisses Feuer" deutlich von der Masse anderer Krimis ab und gibt ein eindrucksvolles Bild der 50er Jahre im Süden der USA wieder. Uneingeschränkte Leseempfehlung!
5/5

Zwei Jahre nach Darktown

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Auch im zweiten Band gelingt es Mullen das "dunkle Flair" einer Zeit der Rassentrennung aufleben zu lassen in der es langsam zu Verschiebungen kommt. Durch die Verhinderung einer Schmuggelaktion lösen Boggs und Smith unbewußt eine Kettenreaktion in aus, deren Kreise weiße wie farbige Bewohner Atlantas mit einschliessen. Durch seine Sprache hebt sich "Weisses Feuer" deutlich von der Masse anderer Krimis ab und gibt ein eindrucksvolles Bild der 50er Jahre im Süden der USA wieder. Uneingeschränkte Leseempfehlung!

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