Krieg und Frieden

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Band 3

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Beschreibung

Der Roman wurde weltberühmt, weil er wie unter einem Brennglas die Zeit von 1805 bis 1812 aus russischer Sicht in einzigartiger Geschlossenheit darstellt. Es wird fast ausschließlich aus der Perspektive einzelner russischer Adliger erzählt, die sich wechselseitig beeinflussen. Es werden Schlachten (beispielsweise die Schlacht bei Austerlitz oder die Schlacht von Borodino) beschrieben, wichtige historische Begebenheiten wie der Brand Moskaus im Jahr 1812, aber auch Teestunden, Bälle, Jagden, Konferenzen und Volksaufläufe. Dabei nimmt der Verfasser weitgehend eine allgemeine Position ein, aus der er auch historische oder militärtheoretische Überlegungen anstellt. Viele Szenen, hauptsächlich die Diskussionen und Gespräche innerhalb der Adels- und Regierungskreise in St. Petersburg, sind auf Französisch geschrieben, der damals im russischen Adel vorherrschenden Sprache. Tolstoi zeichnete ein detailgetreues Abbild des russischen Adels, an den sich der Roman auch richtete, wobei er einige Figuren des Romans nach real existierenden Personen zeichnete, beispielsweise Fürst Kutusow oder die Adelsfamilie Wolkonski, die er im Roman Bolkonski nennt.

Der AutorLew Tolstoi (1828-1910), berühmter russischer Schriftsteller. An der Universität Kasan begann er 1844 ein Studium der orientalischen Sprachen. Nach einem Wechsel an die juristische Fakultät brach er das Studium 1847 ab, um die Lage der 350 geerbten Leibeigenen im Stammgut der Familie in Jasnaja Poljana mit Landreformen zu verbessern. Von 1851 an erlebte er in der zaristischen Armee als Fähnrich einer Artilleriebrigade den Krieg im Kaukasus. Seine Erfahrungen im Militäreinsatz beeinflußten seine frühen Kaukasus-Erzählungen. Nach Ausbruch des Krimkriegs erlebte er 1854 den Stellungskrieg in der belagerten Festung Sewastopol. Die realistischen Berichte aus diesem Krieg machten ihn früh als Schriftsteller bekannt. Seit 1855 lebte er abwechselnd auf dem Gut Jasnaja Poljana, in Moskau und in Sankt Petersburg. Unter pädagogischem Blickwinkel bereiste er 1857 und 1860/61 westeuropäische Länder und besuchte Künstler (Charles Dickens, Iwan Turgenew) und Pädagogen (Adolph Diesterweg). Nach der Rückkehr verstärkte er seine reformpädagogischen Bestrebungen und richtete Dorfschulen nach dem Vorbild Rousseaus ein. Auch als die Schule durch die zaristische Verwaltung geschlossen worden war, verfolgte Tolstoi die pädagogischen Ziele weiter. In der sechziger und siebziger Jahren schrieb er die monumentalen Romane »Krieg und Frieden« sowie »Anna Karenina«, die seinen literarischen Ruhm begründeten. Mit seiner großen Anerkennung begann für Tolstoi eine Phase der Orientierungslosigkeit. Seine Sinnsuche brachten ihn dazu, auf Rauchen und Alkohol zu verzichten und sich vegetarisch zu ernähren. Seit 1881 hatte er sich intensiv religiösen Fragen zugewandt. Die Verbreitung seiner Anschauungen zog den Widerstand politischer und kirchlicher Einrichtungen nach sich. Auf seine Achtung im Ausland folgte seine Ächtung im Inland. Seit 1882 unterstand er polizeilicher Überwachung. Tolstoi lehnte sozialistische Bestrebungen im Sinne einer Diktatur des Proletariats ab. Mit seinem moralischen Rigorismus sah er sich in einem Zwiespalt: Sich selbst und der reichen Oberschicht, der er entstammte, warf er eine egozentrische und sinnentleerte Lebensweise vor. Seine Haltung führte ihn zu der Frage nach beständigen moralischen Werten, die er für sich mit dem Anspruch auf bedingungslose Nächstenliebe und radikale Gewaltlosigkeit beantwortete. Vor diesem Hintergrund galt Tolstoi in seinen späten Jahren als Vertreter eines religiös inspirierten Anarchismus. Neben staatlichen Willkürmaßnahmen wie der Hausdurchsuchung 1908, bei der alle auffindbaren Texte konfisziert wurden, verschärften sich auch familiäre Konflikte. Da seine Frau es ablehnte, die in seinem Testament dem russischen Volk vermachten literarischen Werke als gemeinsame Besitztümer des Volkes anzusehen, verließ Tolstoi mit seinem Arzt und seiner jüngsten Tochter die Familie zu einer letzten, spektakulären Reise in Richtung Süden. Auf dieser Reise in einem offenen Zug erkrankte er an einer Lungenentzündung und starb am frühen Morgen des 20. November 1910 im Haus des Bahnhofsvorstehers von Astapowo.Der ÜbersetzerHermann Röhl (1851-1923), deutscher Übersetzer. Er übersetzte eine Vielzahl meist klassischer russischer Werke. Röhls Übersetzungen zeichnen sich nicht nur durch den hohen wissenschaftlichen Standard aus, sondern auch durch umfangreiches Hintergrundwissen, da beispielsweise häufig alte russische (Militär-)Begriffe bzw. heute nicht mehr bekannte Gegenstände beschrieben werden.

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.01.2019

Verlag

Boer Verlag

Seitenzahl

516

Maße (L/B/H)

22,3/14,6/4,1 cm

Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.01.2019

Verlag

Boer Verlag

Seitenzahl

516

Maße (L/B/H)

22,3/14,6/4,1 cm

Gewicht

834 g

Auflage

Der Neusatz des Textes folgt der Ausgabe Leipzig 1916, erschienen in vier Bänden im Insel Verlag.

Übersetzer

Hermann Röhl

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-96662-006-2

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Passt in diese Zeit (Ukraine-Krieg)

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Die Auseinandersetzung zur Zeit Napoleons (1805) und der Jetztzeit verlaufen nach dem gleichen Muster: Grossreich-Machtstreben; damals Aristokratie, heute Oligarchen. Wo ist denn der Drang zum Frieden geblieben.

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Bewertung am 21.04.2022
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Anna Erhardt aus Münster am 23.02.2021

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Dieses Buch ist für mich eines der besten Bücher, das je geschrieben worden ist. Auch wenn es schwierig zu lesen ist, es lohnt sich auf jeden Fall dranzubleiben!

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"Krieg und Frieden" ist ein imposantes Werk. Es hat nicht nur eine hohe Seitenanzahl, sondern beinhaltet auch eine Fülle an Informationen, Charakteren und Geschehnissen. Ein gelungenes Stück Literaturgeschichte.
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Ein epischer Jahrhundertroman mit Liebes- und Sterbeszenen, Kampf und Gloria. Der Wahnsinn!
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