Ein düsteres Familiengeheimnis und eine Liebe, die nicht sein darf - für alle Leser von Melanie Metzenthin, Hanni Münzer und Claire Winter »Jeder Wahnsinn hat seinen Sinn. Auch wenn wir das nicht immer gleich verstehen.« Zunächst begreift die junge Charlotte diese Worte nicht, als sie im Januar 1943 in das Nervensanatorium Schattwald eingeliefert wird. Doch dann erfährt sie am eigenen Leib, wie wichtig Menschlichkeit in Zeiten des Schreckens ist, und steht plötzlich vor einer Entscheidung über Leben und Tod. Siebzig Jahre später entdeckt Anne per Zufall die Tagebücher ihrer verstorbenen Großmutter Charlotte und muss bald erkennen, dass die Geschichte von Schattwald weitergeht und sie in tödlicher Gefahr schwebt¿... Bei »Das Haus des Dämmerlichts« handelt es sich um eine Neuausgabe des 2016 im Piper Verlag unter dem Titel »Schattwald« erschienen Werkes.
Kundinnen und Kunden meinen
4.1/5.0
Bewertung
aus Düsseldorf
5/5
05.08.2021
eBook (ePUB)
Vergangenheit und Gegenwart
Spannende Familiengeschichte. Die Enkelin erfährt über die Tagesbücher ihrer verstorbenen Großmutter was für eine außergewöhnliche Frau sie war. Es gibt immer 2 Seiten - Sonne und Schatten. Lügen und Wahrheiten. Absolute Leseempfehlung.
Bewertung
aus Overath
5/5
07.08.2019
eBook (ePUB)
Wahnsinn....
Das Haus des Dämmerlichts - Barbara Dribbusch
Inhalt:
Ein düsteres Familiengeheimnis und eine Liebe, die nicht sein darf - für alle Leser von Melanie Metzenthin, Hanni Münzer und Claire Winter
»Jeder Wahnsinn hat seinen Sinn. Auch wenn wir das nicht immer gleich verstehen.« Zunächst begreift die junge Charlotte diese Worte nicht, als sie im Januar 1943 in das Nervensanatorium Schattwald eingeliefert wird. Doch dann erfährt sie am eigenen Leib, wie wichtig Menschlichkeit in Zeiten des Schreckens ist, und steht plötzlich vor einer Entscheidung über Leben und Tod.
Siebzig Jahre später entdeckt Anne per Zufall die Tagebücher ihrer verstorbenen Großmutter Charlotte und muss bald erkennen, dass die Geschichte von Schattwald weitergeht und sie in tödlicher Gefahr schwebt ...
Bei »Das Haus des Dämmerlichts« handelt es sich um eine Neuausgabe des 2016 im Piper Verlag unter dem Titel »Schattwald« erschienen Werkes.
Welch unvorstellbares Leid diesen Menschen in sogenannten Nervensanatorien teils zugestoßen ist, mag ich mir gar nicht ausmalen.
Ich persönlich glaube, dass wir uns nur schwer in solche Situation hineinversetzten können. Umso mehr taucht man in die Erzählung von Barbara Dribbusch rund um Charlotte ab. Authentisch, empathisch und detailgetreu gelingt es der Autorin eine herzzerreißende Geschichte zu erzählen.
Mich hat die Geschichte sehr bewegt.
Sabrina Schneider
4/5
25.10.2019
eBook (ePUB)
Familiengeheimnisse die die Protagonistin durch Tagebücher nach 1943 führen und sie ihre steife Grossmutter besser verstehen lässt.
Eine fiktive geheimnisvolle Geschichte um die Familie von Anne Südhausen die uns diese aus ihrer Sicht erzählt.
In der Gegenwart 2014 in Innsbruck beerbt Anne ihre Großmutter Charlotte und findet im Haus alte Tagebücher.
Diese führen Anne und uns auf eine Zeitreise in das Jahr 1943 zurück ins Ötztal in ein Nervensanatorium namens Schattwalt.
Es wird eine bisschen düstere Stimmung erschaffen und im Wechsel switchen wir zwischen 1943 und 2014 hin und her, das gut nachvollziehbar in den Plot eingebunden wird.
Mit diesem interessanten Thema zur Zeit des 2. Weltkriegs mitten in Östereich und den aus diesem Zeitraum bekannten Fakten mit dem Umgang mit "Verrückten" hat die Autorin genau meinen Nerv getroffen.
Es ist informativ aber es wird im Sinne der Handlung nur angerissen was für Grausamkeiten vorgingen und nicht sehr vertieft, was mir aber persönlich besser gefallen hätte.
Die verschiedenen Charaktere im Sanatorium und ihre Schicksale sind gut beschrieben und spielen in Charlottes Leben in diesem Lebensabschnitt eine wichtige Rolle.
Mein Lieblingscharakter in dieser Geschichte ist Carl Amberg auch wegen seinem Wirken was leider nicht so richtig zur Geltung gebracht wird.
Der Schreibstil ließ sich flüssig lesen leider wird sich viel in nicht so wichtigen Details verloren die dem wichtigen Thema den Raum nehmen.
Der Wechsel zwischen den Zeiten ist gut gelungen und in den Kapiteln gut ersichtlich und lässt keine Langeweile aufkommen.
Leichte Krimielemente geben der Handlung das Geheimnisvolle und Anne weiss nicht wem sie trauen darf.
Ein interessantes und auch dramatisches Ende das mir sehr gut gefallen hat, es schafft alles aufzulösen und damit der Geschichte einen würdigen Abschluß zu geben.
Von mir gibt es für das Haus im Dämmerlichts 4 Sterne.
HINWEIS!
Bei »Das Haus des Dämmerlichts« handelt es sich um eine Neuausgabe des 2016 im Piper Verlag unter dem Titel
»Schattwald« erschienenen Werkes.
Bewertung
3/5
31.03.2020
eBook (ePUB)
gut zu lesen
Dieses Buch hat mich berührt. Es beschreibt ein sehr dunkles Kapitel deutscher Geschichte, aber auch, dass es selbst dann, wenn alles ausweglos scheint und die Hoffnung nur noch eine ferne Erinnerung ist, Menschen gibt, die sich dem Bösen tapfer entgegenstellen. Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen, sodass man sich mal mitten im Wahnsinn befindet und dann wiederum mit einem großen zeitlichen Abstand auf die Ereignisse schaut. Leider blieben die Figuren bisweilen etwas blass, dennoch ist es ein gut zu lesender Roman!
LEXI
5/5
06.02.2020
Buch (Taschenbuch)
Ein Äskulapstab im umgekehrten Dreieck – das Abenteuer unseres Lebens
„Die Organisation Äskulap informiert Angehörige von Patienten, wenn diesen die Vernichtung droht, entweder durch den Abtransport oder durch eine tödlich wirkende sogenannte Behandlung. Die Verwandten holen die Patienten dann meist vorher ab. Äskulap hat in Krankenhäusern, Heimen und Forschungseinrichtungen Leute, die Informationen weitergeben. Manchmal schützt Äskulap auch direkt bedrohte Menschen.“
Um den Tod ihres Zwillingsbruders an der Front in Russland zu verarbeiten wird die Tochter des Rüstungsfabrikanten Max Rotstetter im Jänner 1943 in das österreichische Sanatorium Schattwald geschickt. Die Begegnung der empfindsamen jungen Frau mit den Ärzten und Patienten in Schattwald verändern Charlotte Rotstetters Leben.
Viele Jahrzehnte später ereilt Anne Südhausen die Nachricht vom Tod ihrer Großmutter Charlotte. Die in Scheidung lebende Karrierefrau reist daraufhin nach Innsbruck, um die Beerdigung der zweiundneunzigjährigen alten Dame zu organisieren und den Nachlass zu regeln. Oma Charlotte hat Anne nicht nur das Haus in Innsbruck sowie ihren kleinen, schlappohrigen Hund namens Leo hinterlassen, sondern auch einige Aufzeichnungen aus den Vierzigerjahren, die sich als Charlottes Tagebücher entpuppen. Fasziniert taucht Anne in die Vergangenheit ein und erfährt von einer bewegten Zeit im Leben ihrer Großmutter. Doch auch andere Personen zeigen auffälliges Interesse an diesen alten, eng beschriebenen Kladden, und Anne beschleicht das Gefühl, dass Fremde sich in ihrer Abwesenheit Zutritt ins Haus verschaffen.
Dieser Roman aus der Feder von Barbara Dribbusch schildert die Erlebnisse einer mutigen jungen Frau „in einem Sanatorium in den verschneiten Bergen, mit einem Hausmeister namens Luzifer, einem Chefarzt im Pelerinenmantel, einer stummen Pianistin und einem Grammofon, aus dem in sternenklarer Bergnacht die Andrew Sisters erklangen.“ In einem einnehmenden Schreibstil, verbunden mit einem gewissen Spannungsbogen, macht die Autorin die angeordneten Gnadentode des Adolf Hitler, die sogenannten „Krankenmorde“ zum zentralen Thema ihres Buches. Sie beschreibt den systematischen Mord an geistig Behinderten und chronisch psychisch Erkrankten und erzählt von Menschen, die sich im Widerstand gegen das Naziregime organisieren und sogar ihr eigenes Leben aufs Spiel setzen, um so vielen Patienten wie möglich zu helfen.
Barbara Dribbusch präsentiert ihre Geschichte in zwei verschiedenen Handlungssträngen. Während in der Gegenwart, im Dezember des Jahres 2014, Charlottes Enkelin Anne zur Beerdigung nach Innsbruck reist, umfassen die Rückblenden in die Vergangenheit jene Ereignisse des Jahres 1943, als die junge Charlotte Rotstetter in Schattwald eintraf. Die handelnden Figuren dieses Buches empfand ich als sehr gut charakterisiert und überzeugend dargestellt. Charlotte und Anne galt zwar die größte Aufmerksamkeit, ihnen wurden jedoch interessante Nebenfiguren zur Seite gestellt, beispielsweise Charlottes Zwillingsbruder Robert, Hausmeister Lukas Waldhofer und Dr. Carl Amberg. Der böse Antagonist wird durch den Obergutachter bei der Euthanasie-Aktion T4 unter Adolf Hitler, Prof. Dr. Hermann Josef Kettenbach, verkörpert. Für latente Bedrohung sorgt der unheimliche Assistenzarzt Josef Stühling, während in der Gegenwart der Neurobiologe Siegfried Rattler sowie der Medizinhistoriker Hendrik van Dijk eine wichtige Rolle für Anne Südhausen spielen.
„Das Haus des Dämmerlichts“ war ein faszinierender, aber auch nachdenklich stimmender Roman, der mir ausgezeichnet gefallen hat und den ich sehr gerne weiterempfehle.
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