Die deutsche Orthographie. Ihre Geschichte und die Prinzipien, die sie zur allgemeinen Norm machten
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Sprache:Deutsch
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inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
27.06.2019
Verlag
GRINSeitenzahl
15 (Printausgabe)
Dateigröße
504 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783668967687
Diese angesprochenen Prinzipien lassen sich unterteilen in phonetisch-phonematisch, morphologisch, symbolisches, historisches und etymologisches Prinzip. Viele Sprachwissenschaftler argumentieren im Bezug auf die Regeln der Orthographie, dass graphemische Repräsentationen aus der Lautstruktur abgeleitet werden sollten. Sprache muss in diesem Kontext klar zu Schrift abgegrenzt werden, da die Schrift sich aus der gesprochenen Sprache entwickelt hat. Schrift einer Sprache ist dazu da, um den optischen Austausch von Informationen in der Gesellschaft, auch über mehrere Jahre, zu sichern und Orthographie ist dazu da, um jedem anhand der Regeln ein einwandfreies Rezipieren des Textes zu ermöglichen. Vier Entwicklungsstufen bei der Verschriftung einer Sprache sind vor allem zentral: Zu aller erst ist es wichtig, das allgemeine muttersprachliche Material einem spezifischen Schriftbild zuzuordnen (Wortschrift). Als nächstes werden wiederkehrende silbenartige Elemente analysiert, die bestimmten Schriftzeichen zugeordnet werden (Silbenschrift). Darauf folgt der Versuch mit einem begrenzten Kontingent aus Schriftzeichen lautliche Sprache zu umschreiben und voneinander zu trennen (Buchstabenschrift). In einem letzten Schritt geht es dann darum die schriftliche und lautliche Entsprechung abzugleichen (Lautschrift).
Obwohl die Notwendigkeit einer einheitlichen Schrift von Schulen und Ämtern lange gefordert wurde, beginnt erst mit der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts und mit dem Aufkommen des Buchdrucks eine wahre Welle an "Rechtschreibbüchlein" und Grammatiken. Dennoch wird es von da an noch einige Zeit dauern, bis sich die Politik hinter eine Vereinheitlichung der Schriftsprache stellt und bis sich die gelehrten einig werden, welche Prinzipien sie in die Reformen einfließen lassen wollen.
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