Als wir Adler wurden

Als wir Adler wurden

Buch (Gebundene Ausgabe)

14,00 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Als wir Adler wurden

Ebenfalls verfügbar als:

Gebundenes Buch

Gebundenes Buch

ab 14,00 €
eBook

eBook

ab 12,99 €
Hörbuch

Hörbuch

ab 4,99 €

Beschreibung

Jannik und Loni sind beste Freunde. Zusammen mit den anderen Kindern aus der Straße erleben sie die genialsten Abenteuer. Die Geschichten dafür gibt Bo vor, Janniks älterer Bruder. Doch irgendwann verändern sich ihre Spiele, denn Bo erfindet immer neue Regeln. Eine davon lautet: Loni ist anders. Und das nur, weil ihre Mutter aus Kenia kommt. Jannik muss sich entscheiden, was ihm wichtiger ist – dazuzugehören, oder Loni als Freundin nicht zu verlieren. Aber dann passiert etwas, was niemand vorausgesehen hat …

»Als wir Adler wurden« erzählt von der Angst vor dem Anderen. Von einer Art der Ausgrenzung, von der auch eine Elfjährige nicht verschont bleibt. Aber auch davon, wie wichtig es ist, nicht wegzusehen, sondern gegen das Unrecht seine Stimme zu erheben.

Eine spannende Geschichte und eine zeitlos wichtige Thematik gehen hier Hand in Hand. Natürlich mit einer klar erkennbaren Botschaft sowie aktuellen und historischen Bezügen! ("Stiftung Lesen (Leseempfehlungen)")
Aus Janniks kindlicher Perspektive beschreibt [Uticha Marmon] sehr feinfühlig wie plötzlich alles anders wird, [...]. In Zeiten des Rechtsrucks in ganz Europa ein wichtiges Buch [...]. ("EKZ Bibliotheksservice")
Uticha Marmon hat eine Art ›Die Welle‹ für jüngere Kinder geschrieben, [...]. ("Kölner Stadt-Anzeiger")

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Altersempfehlung

ab 9 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

04.03.2020

Verlag

FISCHER Sauerländer

Seitenzahl

224

Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Altersempfehlung

ab 9 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

04.03.2020

Verlag

FISCHER Sauerländer

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

21,8/14,1/2,5 cm

Gewicht

375 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7373-5707-4

Das meinen unsere Kund*innen

5.0

1 Bewertungen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Kund*innenkonto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

5 Sterne

(1)

4 Sterne

(0)

3 Sterne

(0)

2 Sterne

(0)

1 Sterne

(0)

Ein Kinderroman mit vielfältigen Diskussionsmöglichkeiten!

Bewertung am 03.04.2020

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Uticha Marmon erzählt in ihrem Kinderbuch von Freunden, die zu Rivalen werden, als die Ablehnung ihre Gruppe spaltet. Alles beginnt mit einem Spiel, welches von Janniks großem Bruder Bo erfunden wird, dem unbeugbaren Weltverbesserer, Greenpeace-Aktivist und Gerechtigkeitskämpfer. Bo trägt knallbunte Haare, in seinem Zimmer hängt ein Plakat von Martin Luther King. An Janniks und Lonis elftem Geburtstag schenkt Bo ihnen ein Heft mit einem gezeichneten Adler auf dem Cover, denn: Ab heute sind sie Adler. Doch die Adler müssen ihre Bestimmung noch finden und entscheiden, ob sie auf die gute oder die böse Seite gehören. Als ein Ereignis die Bewohner ihrer Straße aus der Bahn wirft und die Wut nach und nach aus den Menschen bricht, eskaliert die Situation. Sowohl zwischen den Erwachsenen, als auch in der Adlerbande geht es fortan nur noch darum: Wer anders ist, der muss weg. Die Erzählung ist ein Abbild unserer Gesellschaft und der Ablehnung, die diese Gesellschaft auseinanderdriften lässt. Sie zeigt, wie schnell eine einzelne Person zum Sündenbock für das Versagen wirtschaftlicher und sozialer Mechanismen werden kann, wenn dem Zorn der Betroffenen kein Einhalt geboten wird und dieser ungebremst auf die angeblich Schuldigen trifft. Besonders deutlich wird, dass auch Kinder nicht davor verschont bleiben und wie grotesk es ist, wenn erwachsene, vernünftige Menschen plötzlich ein Kind ausgrenzen, obwohl es mit dem Geschehen gar nichts zu tun hat. Es ist schockierend, aber eigentlich logisch, dass die Freunde in der Adlerbande das Verhalten ihrer Eltern widerspiegeln und sich so auch zwischen den Kindern eine tiefe Kluft bildet. Und zwischen ihnen Loni, die Zielscheibe der von den Eltern aufgeschnappten Bemerkungen. Und Jannik, der zu Loni halten will, aber mehr und mehr von ihren Freunden und Bo verunsichert wird. Sehr skurril fand ich auch die absolute Abwesenheit eines rechtlichen Rahmens und der Polizei im Setting...Ich hatte fast den Eindruck, die "Milchstraße" (= die Straße, in der die Protagonisten wohnen und in der sich alles abspielt) ist eine Bühne und Akteure wie Ordnungshüter seien im Drehbuch einfach nicht vorgesehen. Meiner Meinung nach ist die Geschichte für Kinder im Alter zwischen 9-12 noch ziemlich schwierig zu verstehen. Gerade Themen wie "Gerechtigkeit" (in der Geschichte werden einige recht interessante, aber vielleicht kompliziert zu verstehende Unterhaltungen geführt), wer Martin Luther King war und warum dieses Plakat von ihm und Bos äußere Erscheinung eine zentrale Rolle in dem Roman spielen, muss zusammen mit den Kindern erarbeitet werden, damit sie die ganze Spannweite der Ereignisse verstehen können. Persönlich konnte ich viel aus dem Roman mitnehmen, da die Situation in der Adlerbande geschickt mit historischen Gegebenheiten und ihren Folgen verknüpft wurde - allerdings war dabei eben ausschlaggebend, dass ich schon einen gewissen Überblick über die deutsche Geschichte, u.a. den Nationalsozialismus, besaß. Deshalb denke ich, dass die Empfehlung "ab 9 Jahren" mit Vorsicht zu genießen ist und Kinder in diesem Alter den Roman mit ihren Eltern oder einem Lehrer lesen sollten, der ihnen die nötigen Hintergrundinformationen offen legt. Für den Unterricht in der Grundschule finde ich dieses Buch daher sehr geeignet. In mir ist die Geschichte noch lange nachgeklungen und hat mich tief erschüttert. Alles in allem finde ich sie sehr gelungen, klug aufgebaut und interessant abgerundet. Besonders herausragend finde ich jedoch die vielfältigen Anregungen zur Diskussion über Gerechtigkeit, Recht und Unrecht im Allgemeinen und dem "Anders sein", die auf Grundlage des Buches entstehen. Einen Punkt ziehe ich ab, da mir die Abwesenheit der Polizei und das seltsame Rechtsverständnis der Eltern manchmal sehr abwegig vorkamen.

Ein Kinderroman mit vielfältigen Diskussionsmöglichkeiten!

Bewertung am 03.04.2020
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Uticha Marmon erzählt in ihrem Kinderbuch von Freunden, die zu Rivalen werden, als die Ablehnung ihre Gruppe spaltet. Alles beginnt mit einem Spiel, welches von Janniks großem Bruder Bo erfunden wird, dem unbeugbaren Weltverbesserer, Greenpeace-Aktivist und Gerechtigkeitskämpfer. Bo trägt knallbunte Haare, in seinem Zimmer hängt ein Plakat von Martin Luther King. An Janniks und Lonis elftem Geburtstag schenkt Bo ihnen ein Heft mit einem gezeichneten Adler auf dem Cover, denn: Ab heute sind sie Adler. Doch die Adler müssen ihre Bestimmung noch finden und entscheiden, ob sie auf die gute oder die böse Seite gehören. Als ein Ereignis die Bewohner ihrer Straße aus der Bahn wirft und die Wut nach und nach aus den Menschen bricht, eskaliert die Situation. Sowohl zwischen den Erwachsenen, als auch in der Adlerbande geht es fortan nur noch darum: Wer anders ist, der muss weg. Die Erzählung ist ein Abbild unserer Gesellschaft und der Ablehnung, die diese Gesellschaft auseinanderdriften lässt. Sie zeigt, wie schnell eine einzelne Person zum Sündenbock für das Versagen wirtschaftlicher und sozialer Mechanismen werden kann, wenn dem Zorn der Betroffenen kein Einhalt geboten wird und dieser ungebremst auf die angeblich Schuldigen trifft. Besonders deutlich wird, dass auch Kinder nicht davor verschont bleiben und wie grotesk es ist, wenn erwachsene, vernünftige Menschen plötzlich ein Kind ausgrenzen, obwohl es mit dem Geschehen gar nichts zu tun hat. Es ist schockierend, aber eigentlich logisch, dass die Freunde in der Adlerbande das Verhalten ihrer Eltern widerspiegeln und sich so auch zwischen den Kindern eine tiefe Kluft bildet. Und zwischen ihnen Loni, die Zielscheibe der von den Eltern aufgeschnappten Bemerkungen. Und Jannik, der zu Loni halten will, aber mehr und mehr von ihren Freunden und Bo verunsichert wird. Sehr skurril fand ich auch die absolute Abwesenheit eines rechtlichen Rahmens und der Polizei im Setting...Ich hatte fast den Eindruck, die "Milchstraße" (= die Straße, in der die Protagonisten wohnen und in der sich alles abspielt) ist eine Bühne und Akteure wie Ordnungshüter seien im Drehbuch einfach nicht vorgesehen. Meiner Meinung nach ist die Geschichte für Kinder im Alter zwischen 9-12 noch ziemlich schwierig zu verstehen. Gerade Themen wie "Gerechtigkeit" (in der Geschichte werden einige recht interessante, aber vielleicht kompliziert zu verstehende Unterhaltungen geführt), wer Martin Luther King war und warum dieses Plakat von ihm und Bos äußere Erscheinung eine zentrale Rolle in dem Roman spielen, muss zusammen mit den Kindern erarbeitet werden, damit sie die ganze Spannweite der Ereignisse verstehen können. Persönlich konnte ich viel aus dem Roman mitnehmen, da die Situation in der Adlerbande geschickt mit historischen Gegebenheiten und ihren Folgen verknüpft wurde - allerdings war dabei eben ausschlaggebend, dass ich schon einen gewissen Überblick über die deutsche Geschichte, u.a. den Nationalsozialismus, besaß. Deshalb denke ich, dass die Empfehlung "ab 9 Jahren" mit Vorsicht zu genießen ist und Kinder in diesem Alter den Roman mit ihren Eltern oder einem Lehrer lesen sollten, der ihnen die nötigen Hintergrundinformationen offen legt. Für den Unterricht in der Grundschule finde ich dieses Buch daher sehr geeignet. In mir ist die Geschichte noch lange nachgeklungen und hat mich tief erschüttert. Alles in allem finde ich sie sehr gelungen, klug aufgebaut und interessant abgerundet. Besonders herausragend finde ich jedoch die vielfältigen Anregungen zur Diskussion über Gerechtigkeit, Recht und Unrecht im Allgemeinen und dem "Anders sein", die auf Grundlage des Buches entstehen. Einen Punkt ziehe ich ab, da mir die Abwesenheit der Polizei und das seltsame Rechtsverständnis der Eltern manchmal sehr abwegig vorkamen.

Unsere Kund*innen meinen

Als wir Adler wurden

von Uticha Marmon

5.0

0 Bewertungen filtern

Unsere Buch­händler*innen meinen

Profilbild von Sebastian Schuy

Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

Sebastian Schuy

Thalia Mülheim - Rhein-Ruhr-Zentrum

Zum Portrait

5/5

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wie reagiert man, wenn Ausgrenzung plötzlich sehr real wird? Loni gehört plötzlich wegen ihrer Hautfarbe nicht mehr zur Clique. Zuerst ist das Ganze noch eine Art Spiel, doch dieses kippt irgendwann. Ein mutiges und ehrliche Buch über ein brisantes Thema, für alle Leser ab 10.
5/5

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wie reagiert man, wenn Ausgrenzung plötzlich sehr real wird? Loni gehört plötzlich wegen ihrer Hautfarbe nicht mehr zur Clique. Zuerst ist das Ganze noch eine Art Spiel, doch dieses kippt irgendwann. Ein mutiges und ehrliche Buch über ein brisantes Thema, für alle Leser ab 10.

Sebastian Schuy
  • Sebastian Schuy
  • Buchhändler*in

Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

Unsere Buchhändler*innen meinen

Als wir Adler wurden

von Uticha Marmon

0 Rezensionen filtern

Weitere Artikel finden Sie in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Als wir Adler wurden