Der doppelte Boden

Der doppelte Boden

Ein Gespräch über Literatur und Kritik

Buch (Kunststoff-Einband)

25,00 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Der doppelte Boden

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Taschenbuch

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ab 18,99 €

Beschreibung

Details

Einband

Kunststoff-Einband

Erscheinungsdatum

25.03.2020

Herausgeber

Thomas Anz

Verlag

Kampa Verlag

Seitenzahl

288

Beschreibung

Details

Einband

Kunststoff-Einband

Erscheinungsdatum

25.03.2020

Herausgeber

Thomas Anz

Verlag

Kampa Verlag

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

21,1/13,1/3 cm

Gewicht

413 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-311-14018-4

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Literaturkritik und Literaturwissenschaft im Gespräch

Bewertung am 25.03.2021

Bewertungsnummer: 504218

Bewertet: Buch (Kunststoff-Einband)

Der Herausgeber des Buches, Thomas Anz, beschreibt das Verhältnis von Literaturkritik und Literaturwissenschaft wie folgt: In ihrem undogmatischen Verständnis sind Literaturkritik und Literaturwissenschaft Formen des Dialogs. Sie wollen als Anregungen und Beiträge zu offenen Diskussionen verstanden werden. Ganz in dem Sinne des jüdischen Religionsphilosophen Martin Buber: „Ich habe keine Lehre, aber ich führe ein Gespräch“ (zit. n. Walter Müller-Seidel) nähern sich in der Neuauflage von „Der doppelte Boden“ zwei unterschiedliche Betrachtungsweisen der Literatur, die sich in ihrer Geschichte häufig gegenseitig mit misstrauischen Blicken bedachten. Einerseits warf die Literaturwissenschaft der journalistischen Kritik vor, „oberflächlich, flüchtig, subjektivistisch, kurz: […] unwissenschaftlich“ (aus dem Vorwort von Thomas Anz) zu sein, andererseits schürte die Literaturkritik Ressentiments gegenüber der Literaturwissenschaft, die „zu akademisch, sprachlich zu abstrakt oder hermetisch, zu welt- und gegenwartsfern, zu sehr mit sich selbst beschäftigt, zu öffentlichkeitsfern und zu langsam“ (ebd.) sei. Angesichts der langen Tradition wechselseitiger Anklagen der Disziplinen überrascht es, dass sich zwei Größen ihres Fachs, Peter von Matt, bis 2002 Professor für Germanistik an der Universität Zürich und Marcel Reich-Ranicki, gestorben 2013, der als einflussreichster Literaturkritiker der Gegenwart gilt, zu intensiven und aufschlussreichen Gesprächen über die Literatur zusammengefunden haben. Herausgegeben von dem Germanisten Thomas Anz und ergänzt durch vier Essays von Peter von Matt über Marcel Reich-Ranicki, werden in den Interviews Fragen nach den Aufgaben und der Bedeutung der Literaturkritik und ihrem Verhältnis zur Literaturwissenschaft thematisiert und es wird darüber diskutiert, welche Autorinnen und Autoren heute noch gelesen werden sollten und warum. Die Begeisterung Reich-Ranickis für die Literatur – sowohl im Lob als auch in der Kritik – springt auf jeder Seite des Buches über. Der analytische Blick von Matts bildet dazu ein ebenbürtiges Gegenüber, wodurch ein spannungsreicher Dialog entsteht, der Leserinnen und Leser durch vergangene Epochen der deutschsprachigen Literatur bis zur Gegenwart der Begegnung (1986/91) führt. Die Literatur wird im Gespräch lebendig. Eine wahre Freude für Leserinnen und Leser, den geistreichen und fruchtbaren Dialogen zu folgen. Die wechselseitigen Vorurteile werden durch den Geist des Gesprächs hinweggefegt. Ein heute noch aktuelles Buch, das lange Zeit vergriffen war und 2020 im Kampa Verlag in neuer Frische erschienen ist.
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Literaturkritik und Literaturwissenschaft im Gespräch

Bewertung am 25.03.2021
Bewertungsnummer: 504218
Bewertet: Buch (Kunststoff-Einband)

Der Herausgeber des Buches, Thomas Anz, beschreibt das Verhältnis von Literaturkritik und Literaturwissenschaft wie folgt: In ihrem undogmatischen Verständnis sind Literaturkritik und Literaturwissenschaft Formen des Dialogs. Sie wollen als Anregungen und Beiträge zu offenen Diskussionen verstanden werden. Ganz in dem Sinne des jüdischen Religionsphilosophen Martin Buber: „Ich habe keine Lehre, aber ich führe ein Gespräch“ (zit. n. Walter Müller-Seidel) nähern sich in der Neuauflage von „Der doppelte Boden“ zwei unterschiedliche Betrachtungsweisen der Literatur, die sich in ihrer Geschichte häufig gegenseitig mit misstrauischen Blicken bedachten. Einerseits warf die Literaturwissenschaft der journalistischen Kritik vor, „oberflächlich, flüchtig, subjektivistisch, kurz: […] unwissenschaftlich“ (aus dem Vorwort von Thomas Anz) zu sein, andererseits schürte die Literaturkritik Ressentiments gegenüber der Literaturwissenschaft, die „zu akademisch, sprachlich zu abstrakt oder hermetisch, zu welt- und gegenwartsfern, zu sehr mit sich selbst beschäftigt, zu öffentlichkeitsfern und zu langsam“ (ebd.) sei. Angesichts der langen Tradition wechselseitiger Anklagen der Disziplinen überrascht es, dass sich zwei Größen ihres Fachs, Peter von Matt, bis 2002 Professor für Germanistik an der Universität Zürich und Marcel Reich-Ranicki, gestorben 2013, der als einflussreichster Literaturkritiker der Gegenwart gilt, zu intensiven und aufschlussreichen Gesprächen über die Literatur zusammengefunden haben. Herausgegeben von dem Germanisten Thomas Anz und ergänzt durch vier Essays von Peter von Matt über Marcel Reich-Ranicki, werden in den Interviews Fragen nach den Aufgaben und der Bedeutung der Literaturkritik und ihrem Verhältnis zur Literaturwissenschaft thematisiert und es wird darüber diskutiert, welche Autorinnen und Autoren heute noch gelesen werden sollten und warum. Die Begeisterung Reich-Ranickis für die Literatur – sowohl im Lob als auch in der Kritik – springt auf jeder Seite des Buches über. Der analytische Blick von Matts bildet dazu ein ebenbürtiges Gegenüber, wodurch ein spannungsreicher Dialog entsteht, der Leserinnen und Leser durch vergangene Epochen der deutschsprachigen Literatur bis zur Gegenwart der Begegnung (1986/91) führt. Die Literatur wird im Gespräch lebendig. Eine wahre Freude für Leserinnen und Leser, den geistreichen und fruchtbaren Dialogen zu folgen. Die wechselseitigen Vorurteile werden durch den Geist des Gesprächs hinweggefegt. Ein heute noch aktuelles Buch, das lange Zeit vergriffen war und 2020 im Kampa Verlag in neuer Frische erschienen ist.

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Der doppelte Boden

von Marcel Reich-Ranicki, Peter von Matt

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