Der Freiheitsgedanke bei Robert Nozick und Charles Taylor. Ein Vergleich zweier politischer Philosophien
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Sprache:Deutsch
17,95 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
12.11.2019
Verlag
GRINSeitenzahl
28
Maße (L/B/H)
21/14,8/0,3 cm
Gewicht
56 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-346-04258-3
Die Vertreter des Kommunitarismus betonen die Rahmengebundenheit des Menschen und negieren die Möglichkeit der Existenz von Individuen als weitgehend unabhängigen Subjekten. Besondere Bedeutung unter ihnen kommt Charles Taylor zu, dessen Gesellschaftskritiken die Debatte mit neuen Argumenten gegen den (in seinen Augen) libertären Zeitgeist gestärkt haben. Er beschreibt und kritisiert die Individualisierung der Moderne und damit einhergehende Entfremdungen. Das von Taylor postulierte "Gute" und das daraus folgende gute Leben nimmt den Rang eines Hyper-Gutes an. Es kann bei ihm nicht erreicht werden bei einem gegenseitigen Desinteresse am Leben anderer Menschen, sondern im Gegenteil. Alle Menschen bewegen sich für ihn innerhalb eines Rahmens, der aus durch Gesellschaft aufgebauten allgemeingültigen Bindungen besteht.
Libertaristische politische Ethiken wie die von Robert Nozick dagegen sind zunächst nicht am guten oder glücklichen Leben orientiert, sondern an einem normativen Konzept von Gerechtigkeit. Libertaristische Theorien postulieren einen Vorrang von Gerechtigkeitsprinzipien vor der gemeinschaftsstiftenden Funktion des "Guten". Im Libertarismus im Allgemeinen, Nozick im Speziellen, ergeben sich alle Freiheitsrechte aus dem unhintergehbaren Recht am Eigentum an der eigenen Person. Nozicks Rechts- und Sozialphilosophie fußt damit auf naturrechtlichen Gedanken von John Locke, dessen Vertragstheorien die Rechte auf menschliche Freiheit, körperliche Unversehrtheit und Eigentum a priori setzen. Robert Nozick blieb nicht durchgehend bei den philosophischen Positionen seiner Frühphase, die in seinem Werk "Anarchy, State, and Utopia" (1974) ihren Höhepunkt fand. Da es den Rahmen der Arbeit sprengen würde, diese Entwicklung nachzuzeichnen, konzentriert sich die Arbeit vorrangig auf Nozicks politische Philosophie, die er in seinem Hauptwerk entfaltet.
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