1968: Am Hafen von Leningrad müssen der junge Alexander Karpenkow und seine Mutter auf der Flucht vor dem KGB entscheiden, auf welches Schiff sie sich als blinde Passagiere schleichen. Eines fährt nach Großbritannien, eines in die USA. Zwei Länder, zwei Welten, zwei Leben. Der Wurf einer Münze soll das Schicksal von Alexander und Ella besiegeln ... Über eine Zeitspanne von dreißig Jahren und auf zwei Kontinenten entfaltet sich in Jeffrey Archers Roman eine Geschichte von einmaliger Spannung und Dramatik – eine Geschichte, die man nicht wieder vergisst.
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3.9/5.0
16 Bewertungen
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Unfassbar gut
Bewertung aus Falkenstein am 10.10.2020
Bewertungsnummer: 1387744
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Das war mein erstes Buch von Jeffrey Archer und ich wurde nicht enttäuscht. Die Geschichte(n) sind zu keinen Zeitpunkt uninteressant. Der Schreibstil ist Top, leicht und flüssig fliegt man durch die Kapitel. Man rechnet eigentlich irgendwann mit dem großen Knall bei Alex, doch es ist alles elegant gelöst.
Zwischendurch, als die Geschichte gesplittet wird, ist man kurz verwirrt, am Ende ist man darauf gefasst. Das Ende ist auch genial!
Weitere Bücher von Jeffrey Archer sind schon angekommen, ich freue mich darauf!
Erwartet gut!
Cäcille aus Trier am 25.09.2020
Bewertungsnummer: 1381223
Bewertet: eBook (ePUB)
Wieder ein weiterer großartiger Roman von Herrn Archer. Es ist faszinierend zu lesen wie sich das Leben auf Grund einer winzigen Entscheidung, also dem Wurf einer Münze gleich, entwickeln kann.
Bin ein großer Fan von Jeffrey Archer und freue mich, dass seine "Münze" auf die Schriftstellerei gefallen ist.
Meinung aus der Buchhandlung
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Da ich vor "Traum des Lebens" nie etwas von Jeffrey Archer las, hatte ich nur ein paar Vorurteile hinsichtlich historischer Familiensagen als Grundlage meiner Erwartungen. Die wurden dann schnell über den Haufen geworfen.
Nachdem Alexanders Vater von der KGB umgebracht werden, fliehen Alexander und seine Mutter aus Leningrad. Als blinde Passagiere auf einem Frachtschiff sollen sie das Land verlassen, und eine Münze entscheidet, ob es nach London oder nach New York geht. Das geht alles relativ schnell, und in Kapitel 5 kommt der erste große Hammer.
Es ist schwierig, das Buch zu besprechen, ohne das zu verraten - wer allerdings nicht wissen möchte, was dieser Kniff ist, möge die Lektüre dieser Rezension beenden nach meiner Empfehlung, das Buch zu lesen, weil es eine meisterhafte Jonglage von Wirklichkeit, Fiktion und Schicksal darstellt.
Bevor ich aber auf den Hammer von Kapitel 5 eingehe (vielleicht liest ja jemand, der Spoiler vermeiden möchte, versehentlich noch ein wenig weiter), hier mein möglicherweise größter Kritikpunkt: Die Frauenfiguren. Ohnehin lassen sich die Figuren zu einem großen Teil ganz klar in gut und böse einteilen, was dem Unterfangen manchmal einen naiven Beigeschmack verleiht, aber die zentralen Frauen sind ganz klar den drei üblichen Archetypen zuzuordnen: Mutter (Elena), Heilige (Anna, Charlie) und Hure (Evelyn, Fiona). Da wäre ein wenig mehr moralische Varianz interessant gewesen.
Aber nun zu Kapitel 5. In Kapitel 4 erfahren wir, dass Alexander, nun unter dem Namen Sascha, auf dem Weg nach England ist. Gut und schön. Dann hingegen zeigt Kapitel 5 den Beginn von Alexanders Flucht, nun unter dem Namen Alex, nach Amerika. Ab da entwickeln sich beide Geschichten nebeneinander. Wenn auch im weiteren Verlauf nur wenig den gleichen Effekt hat wie dieser Moment, genügt das, um das Leseinteresse sehr lang aufrecht zu erhalten - beide Werdegänge sind plausibel, wenn auch insgesamt die britische Version ein wenig einnehmender ist.
Immer wieder fließt auch die Geschichte von Großbritannien, Amerika und der Sowjetunion in die Handlung mit ein, sodass Freunde historischer Romane fraglos ihren Spaß an dem Roman haben sollten.
Es gibt irgendwann eine Entwicklung, die ich hier nicht näher benenne, die aber bei der Lektüre klar werden dürfte, die ich ziemlich abstrus fand und bei der ich gespannt war, wie sie aufgelöst würde - das schaffte Archer nicht sehr beeindruckend, dafür war das letzte Wort des Romans noch mal ein Hammer für mich - ich könnte allerdings nachvollziehen, wenn andere es kommen sehen.
Der Übersetzung merkt man teils schon recht deutlich an, dass sie nicht die Erstsprache ist - aber manche Passagen stellen sicherlich ziemliche Herausforderungen dar, etwa der Satz "Sobald ich das heutige Spezialgericht gegessen haben werde, nämlich die Kongressabgeordnetenpizza - viel Käse, jede Menge Schinken und einen Hauch Salz -, bin ich bereit, mich in den Wahlkampf zu stürzen." Im Englischen kann "cheese" auch Klischeehaftes bezeichnen, "ham" jemanden, der sehr überzogen agiert und "salt" Verärgerung, was nicht so ohne Weiteres übersetzbar ist. Dennoch gibt es auch andere Situationen, in denen Übersetzer Martin Ruf sich mehr von der Originalsprache lösen hätte können, da es doch viele Momente des "wahrscheinlich hieß das auf englisch ..." gibt.
Es zieht mich nun nicht direkt zum nächsten Archer-Roman, aber für sich stehend ist "Traum des Lebens" fraglos ein spannendes Leseerlebnis!
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