Der Hindunationalismus und die BJP. Bedrohungen für die indische Demokratie?
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
28.10.2019
Verlag
GRINSeitenzahl
26 (Printausgabe)
Dateigröße
603 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783346045263
Der größte und möglicherweise gefährlichste Störfaktor zeigte sich jedoch zu Beginn der 1990er Jahre, als sich ein militanter Hindunationalismus als politische Kraft und Bewegung neu etablierte und in mehreren radikalen Ausschreitungen, darunter insbesondere in der nordindischen Pilgerstadt Ayodhya (1992) und zehn Jahre später im indischen Bundesstaat Gujarat (2002), zerstörerisch entlud.
Bis in die 1970er Jahre hinein galt der in der indischen Verfassung festgeschriebene Grundsatz der ökonomischen und sozialen Gleichbehandlung aller Religionsgemeinschaften und sprachlichen sowie regionalen Minderheiten jahrzehntelang als unumstößlicher Konsens innerhalb der säkularen und demokratischen indischen Staatsdoktrin. Erst ab der Mitte der 1970er Jahre erlangte der Kommunalismus zunehmend Einfluss und Legitimation und erfuhr insgesamt eine Renaissance. Die sich zunehmend verstärkenden Tendenzen des indischen Kommunalismus, in seiner politischen Gestalt als Hindunationalismus, wurden in der Form eines aggressiven Nationalismus der Mehrheit spätestens 1998, als die Bharatiya Janata Party (BJP, Indische Volkspartei) erstmals dauerhaft die Regierungsgewalt übernahm, zur Hauptgefahr für den Fortbestand der indischen Demokratie.
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