München, 1889: In der Glyptothek wird eine mysteriöse Maske entwendet, die den Totengott Anubis darstellt, der Kurator ermordet und wie eine altägyptische Mumie drapiert.
Der Direktor des Museums betraut Rosa und Daisy mit diesem Fall, zwei private Ermittlerinnen, ohne die Gendarmerie zu informieren. Um kein Aufsehen zu erregen, sollen sie den Mord aufklären und vor allem die Maske zurückholen. In fünf Tagen findet eine wichtige Ausstellung statt.
Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, in dem die zwei Frauen schauerliche und überraschende Entdeckungen erwarten - und ein Ritual, das Opfer fordert.
Ein mystischer Detektiv-Krimi im München des 19. Jahrhunderts.
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„INEPU – Die Herren des Schakals“ von Roxane Bicker ist ein Detektiv-Krimi der 1889 in München spielt, es geht um einen Mord und eine verschwundene Anubis-Maske.
Aus der Glyptothek verschwindet eine Maske, die den Totengott Anubis darstellt, der Kurator liegt ermordet und wie eine Mumie drapiert am Ausstellungsort.
Die Maske sollte das Prunkstück einer, in wenigen Tagen beginnenden, Ausstellung sein.
Da Direktor des Museums kein großes Aufsehen und einen Skandal verhindern will, wendet er sich nicht an die Gendarmerie, sondern an zwei private Ermittlerinnen die Ex-Fremdenlegionärin Rosa von Arnhem und deren britischer Freundin Daisy Grace.
Mit wenigen Informationen und hohen Zeitdruck machen sie sich an die Aufklärung.
Das Duo wächst bald zu einem Sextett und die Konstellation erinnert sehr an eine Ermittlergruppe aus einem Pen&Paper Rollenspiel.
Mir hat es Spaß gemacht der Geschichte zu folgen und dabei auch die Entwicklung der Charaktere zu erleben. Die Autorin hat beides gut miteinander verwoben.
Das Finale war etwas ungewöhnlich und hat mich nicht vollends zufrieden gestellt, schaue wohl eher aus dem Blick eines Rollenspielers darauf.
Besonders erwähnen möchte ich den äußerst angenehmen Schreibstil und die Struktur des Buches.
Es besteht aus vielen kleinen Kapiteln, die immer mit Person und Ort eingeleitet werde. Sowas würde ich mir häufiger wünschen.
In Summe ist es ein großartiges Buch, an dem ich viel Freude hatte.
MoMe
5/5
06.06.2020
Buch (Taschenbuch)
Klassische Ermittlungsarbeit mit Köpfchen und einem spannenden Hintergrundthema
Vom Cover mit seiner ägyptischen Symbolik angelockt, ging ich natürlich nicht ganz ohne Erwartungen an dieses Buch heran. Die altägyptische Kultur fasziniert mich sehr und so hoffte ich, dass die Autorin mir unbekannte Fakten mit einer fiktiven Geschichte verknüpfen würde. Meine Hoffnung war auch nicht ganz unbegründet, da Roxane Bicker unter anderem Ägyptologie studiert hatte.
Schon der Anfang des Buches begeisterte mich. Zum einen fand sich eine Karte von München um 1889 darin, die mir beim Lesen immer eine gute Übersicht über die aktuellen Handlungsorte gewährte. Zum anderen startete diese Geschichte mit einem Gedicht von Joachim Ringelnatz, welches wirklich sehr passend ausgewählt worden ist.
Packend ging es weiter mit dem Prolog und schon hier baute sich eine schöne Spannung auf.
In den nun folgenden fünfundvierzig Kapiteln durfte ich abwechselnd mehreren Figuren über die Schulter schauen. Zu Beginn eines jeden Kapitels wurde mir mitgeteilt, welchem Charakter ich an welchem Ort zu den nun folgenden Handlungen folgen würde. Das gefiel mir gut, denn dadurch konnte ich den Überblick behalten. Gleichzeitig kam ich den einzelnen Charakteren näher und konnte einiges über sie erfahren. Jedoch nie so viel, dass ich von der eigentlichen Ermittlungsarbeit abgelenkt wurde. Das war manchmal etwas schade, denn manche Details, die im Dunklen gelassen wurden, brannten mir unter den Nägeln und ich wollte so gern mehr erfahren.
Im Fokus dieser Geschichte standen die beiden Privatermittlerinnen Rosa von Arnhem und Daisy Grace, nicht unterschiedlicher hätten sein können. Sowohl optisch, als auch charakterlich grenzten sie sich voneinander ab.
Rosa, die lieber kurze Haare und Kleidung wie die Männer trägt, sich aber nicht darum scherte, was andere von ihrem optischen Auftritt hielten, hatte sogar Dienst in der Fremdenlegion getan. Auf der anderen Seite die liebreizende Daisy mit ihren hübschen Kleidern und ihren schönen langen Haaren.
Doch die beiden harmonieren als Team perfekt und ergänzen sich in vielerlei Bereichen. Ich könnte gar nicht sagen, welche der beiden Damen ich sympathischer fand. Ein bisschen schade fand ich, dass ich erst sehr spät und dann auch nur leicht angeschnitten erfuhr, wie die beiden dazu kamen, gemeinschaftlich Detektivarbeit zu leisten. Hier hätte ich mir gern mehr Details gewünscht, da ich stellenweise das Gefühl hatte, dass mir etwas an Wissen fehlte.
Gut, relevant wäre das zwar für den eigentlichen Fall nicht gewesen, aber es hätte meine Neugier gestillt. So bleiben manche Details für mich ein Rätsel und ließen mich mit offenen Fragen zurück.
Die anderen Figuren, durchweg Herren, die der personale Erzähler beleuchtete und die ich mit begleiten durfte, waren mir auch allesamt sehr sympathisch. Auch hier könnte ich mich zwischen keinen von ihnen entscheiden, ich fand sie alle auf ihre eigene Art und Weise unheimlich schnuckelig und ansprechend.
Sehr gut gefiel mir die Darstellung der damaligen Zeit. Egal ob Konventionen oder Konversationen, ich hatte den Eindruck, dass hier viel Wert auf Authentizität gelegt worden ist. Unterstrichen wurde der Anschein durch eine lebhafte Beschreibung Münchens zum Ende des 19. Jahrhunderts. So konnte ich förmlich in die alte Zeit abtauchen und gleichzeitig einen aufkeimenden Umschwung spüren.
Dies begann schon alleine mit dem ungewöhnlichen Ermittlerduo bis hin zu zwei Herren, die sich gegenseitig sehr anziehend fanden. Was das für Probleme in der damaligen Zeit mit sich führen konnte, beleuchtet Roxane Bicker am Rande sehr eindrucksvoll. Dabei blieb sie stets sachlich und gewährte ebenfalls einen ungeschönten Blick auf die damalige Gesetzeslage. Im Übrigen mochte ich die leicht eingestreuten, romantisch angehauchten Szenen sehr. Sie waren überhaupt nicht aufdringlich und rundeten das Leseerlebnis ab.
Den kriminalistischen Fall fand ich sehr spannend und klasse durchdacht. Dass es bisweilen etwas mystisch zuging, störte mich kein bisschen. Es passte sogar zum Thema und machte die Geschichte noch reizvoller. Auch faszinierte es mich sehr, wie die beiden Damen an Informationen kamen und wie sie ihre Ermittlungen voranbrachten. Ein bisschen schade fand ich das Ende. Ich hatte noch so viele Fragen im Kopf, die aber keine Aufklärung fanden. Aber ich hoffe einfach auf einen zweiten Fall mit den beiden toughen Ladys und das dort meine Fragen wieder aufgegriffen und beantwortet werden.
Fazit:
Ein Krimi, der mir durch und durch Gefallen hatte. Er glänzte durch klassische Ermittlungsarbeit mit Köpfchen und einem Blick in die vergangene Zeit Münchens des neunzehnten Jahrhunderts. Spannend, weites gehend unblutig und mit sehr sympathischen Figuren.
Sebastian
4/5
18.06.2025
Buch (Taschenbuch)
Ein echt gutes und vor allem spannendes Erstlingswerk
Ich höre schon eine Weile die Podcasts "Auf die Ohren - Der Museums-Podcast" und "Mummies & Magic" und so standen auch die Bücher von Roxane Bicker schon eine Weile auf meiner Liste. Nun habe ich das Erste gelesen und das ist für ein Erstlingswerk echt verdammt gut, wenn man mal von ein paar holprigen Dialogen und dem etwas unausgegoren wirkenden Fantasy/Mystery-Anteil absieht. Die Autorin nimmt sich viel Zeit für ihre Figuren und entwickelt deren Beziehungen im Einklang mit dem Fall und der Geschichte. Es wirkt durchweg sehr natürlich, wie die Menschen miteinander agieren. Da könnte sich so manch anderer deutscher Krimiautor mal was von abschauen. Nebenbei webt Roxane Bicker noch ihre Fachkenntnisse ein, wovon ich mir allerdings fast noch ein bisschen mehr gewünscht hätte. Der Fantasy/Mystery-Anteil das Buches fühlte sich für mich irgendwie wie ein Fremdkörper in der Geschichte an, denn es gibt so ein, zwei Stellen, wo es Mystery-Momente gibt, die ich dann aber bis zum Finale schon wieder fast vergessen hatte, weil sie eben fast keine Rolle spielen. Auch die Figuren sind für mich am Ende viel zu schnell fein mit dem Ganzen, obwohl der Großteil der Gruppe vorher sehr skeptisch war. Ich freue mich auf jeden Fall schon das zweite Buch zu lesen und vielleicht sind dann meine Kritikpunkte auch etwas besser ausgearbeitet.
Bewertung
5/5
01.03.2021
eBook (ePUB)
Spannender Krimi mit Lokalkolorit
Ein spannender Krimi im ausgehenden 19. Jahrhundert, die beiden Ermittler zwei Frauen, die einen Blumenladen als Fassade für ihre Detektei nutzen.
Als Rosa und Daisy die Aufklärung eines Mordes sowie das Verschwinden eines wertvollen Artefaktes angetragen wird, ahnen sie nicht, wohin das Ganze sie führen wird. Zum einen bringt es ihnen neue Freunde, die ihnen bei der Ermittlerarbeit helfen, zum anderen begeben sie sich selbst in Gefahr.
Mir hat die Geschichte gefallen, vor allem der Lokalkolorit, der mir die Stadt München zum Ende des 19. Jahrhunderts nähergebracht hat. Durch das Einstreuen ägyptologischen Fachwissens erhielt die Handlung das gewisse Etwas, das durch einen Hauch Mystery unterstrichen wurde.
Fazit: Ein Buch nicht nur für Liebhaber des alten Ägyptens oder Fantasyfans.
MeenzerBuuchMeedsche
5/5
16.01.2021
eBook (ePUB)
spannend vom Anfang bis zum Ende
Aufmerksam wurde ich auf das Buch von Roxane Bicker in den sozialen Medien. Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, wusste ich, dass ich dieses Buch nicht nur lesen möchte sondern lesen muss. Sozusagen ein gelungener Klappentext!
Ich war von Anfang an gefesselt, kein Wunder also, dass mir der Einstieg leicht fiel. Ich konnte gut hineinfinden und eintauchen in das München des 19. Jahrhundert.
Die Sprache der Dialoge ist der damaligen Zeit angepasst. Ich musste mich gar nicht erst daran gewöhnen, denn auch wenn die Dialoge damals nicht ganz so locker wie heute von statten gingen, so dominiert ein wohltuender und freundlicher Umgangston.
Das Erzähltempo ist sehr angenehm und die Beschreibung bildhaft, so dass ich mir die damalige Zeit gut vorstellen konnte.
Die Geschichte an sich ist spannend und war für mich nicht vorhersehbar. So fieberte ich bis zur Auflösung mit und hatte eine tolle Lesezeit. Die Altersempfehlung ab 12 Jahre finde ich angemessen, zumal die Darstellung weder blutrünstig noch schonungslos ist.
Etwas Ägyptologie spielt mit, das verrät ja schon der Klappentext, ist aber nicht zu dominant, so dass man als Leser hier keine Angst haben muss, von zu vielen Informationen erschlagen zu werden.
Die Charaktere empfinde ich als authentisch ausgearbeitet. Wir treffen auf eine Gruppe von fünf Personen, die uns nach und nach näher gebracht werden. Auch hier geht die Autorin recht einfühlsam vor und klatscht uns die Figuren nicht hin, sondern haucht ihnen mit jeder Szene mehr Leben ein. So unterschiedlich die fünf sind, so gut funktionieren sie in der Gruppe.
Mich konnte dieser Krimi mit einem Hauch Mystik überzeugen. Die Story ist gut durchdacht und den Verlauf konnte ich nicht vorhersehen. Daher vergebe fünf Sterne und spreche eine Leseempfehlung aus.
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4/5
28.05.2021
eBook (ePUB)
Ein kompetent geschriebener historischer...
Ein kompetent geschriebener historischer München-Krimi mit kleinen, altägyptischen Fantasy-Elementen. Besonders überzeugend: die beiden sympathischen Protagonistinnen, die toughe Rosa von Arnhem und die feminine, undurchsichtige Daisy Grace. Für Ägyptenfans einen Blick wert!
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