Goldene Jahre

Goldene Jahre

Nominiert für den Deutschen Buchpreis 2020 (Longlist)

Buch (Gebundene Ausgabe)

19,00 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

22.04.2020

Verlag

Urs Engeler

Seitenzahl

100

Maße (L/B/H)

18,5/11,8/1,5 cm

Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

22.04.2020

Verlag

Urs Engeler

Seitenzahl

100

Maße (L/B/H)

18,5/11,8/1,5 cm

Gewicht

204 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-906050-36-2

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Rückblicke

Kaffeeelse am 03.01.2021

Bewertungsnummer: 1422358

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ein wirklich kurzweiliges Lesevergnügen ist "Goldene Jahre". Doch verstehe ich die Nominierung für den Deutschen Buchpreis hier nicht. In diesem Buch blicken die schweizerischen Kioskbetreiberinnen Margrit und Rosa-Maria auf ihre 50, nein 51 (:-)) Jahre Kioskbetrieb mit Zapfsäule in einem kleinen Ort und schildern ihre Erlebnisse mit den Kunden, wie auch ihre Sichten auf Land, Leute, Daten, Geschehnisse, Politik, Soziales und das Klima. Alles in allem ist dieses Buch sehr erfrischend, humorvoll und geistreich. Denn die beiden Damen und ihre Sichten sind zauberhaft. Aber ein Kandidat für den Deutschen Buchpreis ?!?! Dieses Buch ist in meinen Augen kluges Geplänkel. Mehr nicht. Aber auch nicht weniger. Ich vermisse hier aber eine flüssige und ausgefeilte Geschichte mit einer Aussage. Wobei es ja Aussagen gibt. Aber mir gefällt einfach die Gesamtgestaltung des Buches in Verbindung zur Nominierung nicht. Dieses Buch ist "nur" die Unterhaltung zweier älterer Damen über ihre letzten Jahre, die wirklich ganz nett ist, durchaus. Aber geht so etwas als Roman durch, der dazu noch für den Deutschen Buchpreis nominiert wurde? Das entzieht sich leider meinem Verständnis. Bitte nicht falsch verstehen. Ich habe dieses Buch sehr gern gelesen. Und auch für gut befunden. 4 Sterne sind ja auch eine sehr gute Bewertung von mir. Ich verstehe nur die Nominierung für die Longlist des Deutschen Buchpreises nicht. Denn ich denke hier hätte es deutlich bessere Kandidaten gegeben. "Metropol" zum Beispiel, um nur einen zu nennen. Schade!
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Kaffeeelse am 03.01.2021
Bewertungsnummer: 1422358
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ein wirklich kurzweiliges Lesevergnügen ist "Goldene Jahre". Doch verstehe ich die Nominierung für den Deutschen Buchpreis hier nicht. In diesem Buch blicken die schweizerischen Kioskbetreiberinnen Margrit und Rosa-Maria auf ihre 50, nein 51 (:-)) Jahre Kioskbetrieb mit Zapfsäule in einem kleinen Ort und schildern ihre Erlebnisse mit den Kunden, wie auch ihre Sichten auf Land, Leute, Daten, Geschehnisse, Politik, Soziales und das Klima. Alles in allem ist dieses Buch sehr erfrischend, humorvoll und geistreich. Denn die beiden Damen und ihre Sichten sind zauberhaft. Aber ein Kandidat für den Deutschen Buchpreis ?!?! Dieses Buch ist in meinen Augen kluges Geplänkel. Mehr nicht. Aber auch nicht weniger. Ich vermisse hier aber eine flüssige und ausgefeilte Geschichte mit einer Aussage. Wobei es ja Aussagen gibt. Aber mir gefällt einfach die Gesamtgestaltung des Buches in Verbindung zur Nominierung nicht. Dieses Buch ist "nur" die Unterhaltung zweier älterer Damen über ihre letzten Jahre, die wirklich ganz nett ist, durchaus. Aber geht so etwas als Roman durch, der dazu noch für den Deutschen Buchpreis nominiert wurde? Das entzieht sich leider meinem Verständnis. Bitte nicht falsch verstehen. Ich habe dieses Buch sehr gern gelesen. Und auch für gut befunden. 4 Sterne sind ja auch eine sehr gute Bewertung von mir. Ich verstehe nur die Nominierung für die Longlist des Deutschen Buchpreises nicht. Denn ich denke hier hätte es deutlich bessere Kandidaten gegeben. "Metropol" zum Beispiel, um nur einen zu nennen. Schade!

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Äußerst originell, unterhaltsam und interessant!

https://lieslos.blog/ am 25.11.2020

Bewertungsnummer: 1406904

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Etwas, das seit über 50 Jahren existiert, ist fester Bestandteil, gibt Orientierung und Halt. Der Kiosk, den Margrit und Rosa-Maria in einem Dorf in den Schweizer Bergen betreiben, ist so ein Fixpunkt. Allerdings einer, dessen beste Jahre schon der Vergangenheit angehören. Die Leuchtreklame auf dem Dach zieht die Aufmerksamkeit trotzdem immer noch auf sich und die Zapfsäule ist nicht nur die einzige Tankmöglichkeit im Ort, sondern auch das Rudiment der einst zum Kiosk gehörigen Tankstelle. Noch immer wird man hier freundlich und diskret mit Waren, Nachrichten und Informationen versorgt. Was Arno Camenisch da macht, ist einfach nur originell: Er lässt Margrit und Rosa-Maria ihren Kiosk für uns öffnen und von ihren „goldenen Jahren“, in denen alles besser war, erzählen. Dieses Erzählen geschieht über ein Gespräch, das die beiden so ganz en passant an einem typischen Arbeitstag mit dem immergleichen Ablauf miteinander führen. Dabei wechseln sie munter zwischen den verschiedensten Themen hin und her. Über die Damen selbst erfahren wir dabei aber nichts, obwohl sie ohne Punkt und Komma schwatzen und tratschen. Nicht einmal, ob sie Familien haben, Schwestern oder Freundinnen sind. Aber aus Andeutungen kann man schließen, dass sie einst nichts haben anbrennen lassen. 1969, im Jahr des Summer of Love und der Mondlandung, haben die beiden inzwischen über 70-jährigen Frauen ihren Kiosk eröffnet und vor kurzem haben sie ihr 50-jähriges Jubiläum gefeiert! Dazwischen ist so einiges passiert und über all das wird frisch-fröhlich geplaudert. Vom bedeutungslosen aber interessanten Klatsch und Tratsch bis hin zur hohen Politik und großen Weltgeschichte. Sie erinnern sich an einen Dreh für einen James Bond-Film mit Roger Moore, an die Tour de Suisse, daran, dass Sportler, Fans und Prominente bei ihnen eingekauft haben. Einmal hatte sogar eine Kundin mit einem Los von ihnen in der Lotterie gewonnen. Sie haben diverse Liebesgeschichten und Skandale miterlebt und dem Pfarrer verkauften sie diskret Sexheftchen. Ereignisse wie Tschernobyl oder der Mauerfall in Deutschland fallen ihnen genauso ein, wie Hochwasser-Katastrophen und Lawinenunglücke. Auch um den Klimawandel kommen sie in ihrem Plausch nicht herum. Die beiden haben mit ihrem kleinen Geschäft, das sie renoviert und modernisiert haben, wenn es nötig war, allen Widrigkeiten getrotzt. Sie haben alles überstanden und sind noch heute das Zentrum im Dorf. Alles ist picobello. Alles hat seine Ordnung. Alles geht seinen gewohnten Gang. Alles wird gehegt und gepflegt. Dass die Umgehungsstraße ihnen die Laufkundschaft rauben und ihren Niedergang bedeuten könnte, ist eine nicht von der Hand zu weisende Befürchtung. Mal sehen, was draus wird. Unterkriegen lassen sich die beiden optimistischen und tapferen Seniorinnen auf jeden Fall noch nicht. Mir gefiel nicht nur der Inhalt, sondern auch die außergewöhnliche, alpenländisch gefärbte Sprache und der nostalgische Ton der Damen in ihrem erfrischenden Zwiegespräch über das Vergangene. Dass ich das ein oder andere Wort nachschlagen „musste“, war überhaupt kein Problem für mich. So wird man schlauer ;-) Ich kann gut nachvollziehen, dass der Autor mit seinem ganz besonderen Buch auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2020 gelandet ist. Ich empfehle dieses schmale und äußerst unterhaltsame Bändchen, das mir gute 2 Stunden Lesevergnügen verschaffte sehr gerne weiter!
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Äußerst originell, unterhaltsam und interessant!

https://lieslos.blog/ am 25.11.2020
Bewertungsnummer: 1406904
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Etwas, das seit über 50 Jahren existiert, ist fester Bestandteil, gibt Orientierung und Halt. Der Kiosk, den Margrit und Rosa-Maria in einem Dorf in den Schweizer Bergen betreiben, ist so ein Fixpunkt. Allerdings einer, dessen beste Jahre schon der Vergangenheit angehören. Die Leuchtreklame auf dem Dach zieht die Aufmerksamkeit trotzdem immer noch auf sich und die Zapfsäule ist nicht nur die einzige Tankmöglichkeit im Ort, sondern auch das Rudiment der einst zum Kiosk gehörigen Tankstelle. Noch immer wird man hier freundlich und diskret mit Waren, Nachrichten und Informationen versorgt. Was Arno Camenisch da macht, ist einfach nur originell: Er lässt Margrit und Rosa-Maria ihren Kiosk für uns öffnen und von ihren „goldenen Jahren“, in denen alles besser war, erzählen. Dieses Erzählen geschieht über ein Gespräch, das die beiden so ganz en passant an einem typischen Arbeitstag mit dem immergleichen Ablauf miteinander führen. Dabei wechseln sie munter zwischen den verschiedensten Themen hin und her. Über die Damen selbst erfahren wir dabei aber nichts, obwohl sie ohne Punkt und Komma schwatzen und tratschen. Nicht einmal, ob sie Familien haben, Schwestern oder Freundinnen sind. Aber aus Andeutungen kann man schließen, dass sie einst nichts haben anbrennen lassen. 1969, im Jahr des Summer of Love und der Mondlandung, haben die beiden inzwischen über 70-jährigen Frauen ihren Kiosk eröffnet und vor kurzem haben sie ihr 50-jähriges Jubiläum gefeiert! Dazwischen ist so einiges passiert und über all das wird frisch-fröhlich geplaudert. Vom bedeutungslosen aber interessanten Klatsch und Tratsch bis hin zur hohen Politik und großen Weltgeschichte. Sie erinnern sich an einen Dreh für einen James Bond-Film mit Roger Moore, an die Tour de Suisse, daran, dass Sportler, Fans und Prominente bei ihnen eingekauft haben. Einmal hatte sogar eine Kundin mit einem Los von ihnen in der Lotterie gewonnen. Sie haben diverse Liebesgeschichten und Skandale miterlebt und dem Pfarrer verkauften sie diskret Sexheftchen. Ereignisse wie Tschernobyl oder der Mauerfall in Deutschland fallen ihnen genauso ein, wie Hochwasser-Katastrophen und Lawinenunglücke. Auch um den Klimawandel kommen sie in ihrem Plausch nicht herum. Die beiden haben mit ihrem kleinen Geschäft, das sie renoviert und modernisiert haben, wenn es nötig war, allen Widrigkeiten getrotzt. Sie haben alles überstanden und sind noch heute das Zentrum im Dorf. Alles ist picobello. Alles hat seine Ordnung. Alles geht seinen gewohnten Gang. Alles wird gehegt und gepflegt. Dass die Umgehungsstraße ihnen die Laufkundschaft rauben und ihren Niedergang bedeuten könnte, ist eine nicht von der Hand zu weisende Befürchtung. Mal sehen, was draus wird. Unterkriegen lassen sich die beiden optimistischen und tapferen Seniorinnen auf jeden Fall noch nicht. Mir gefiel nicht nur der Inhalt, sondern auch die außergewöhnliche, alpenländisch gefärbte Sprache und der nostalgische Ton der Damen in ihrem erfrischenden Zwiegespräch über das Vergangene. Dass ich das ein oder andere Wort nachschlagen „musste“, war überhaupt kein Problem für mich. So wird man schlauer ;-) Ich kann gut nachvollziehen, dass der Autor mit seinem ganz besonderen Buch auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2020 gelandet ist. Ich empfehle dieses schmale und äußerst unterhaltsame Bändchen, das mir gute 2 Stunden Lesevergnügen verschaffte sehr gerne weiter!

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Goldene Jahre

von Arno Camenisch

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Alexander Krebelder

Thalia Nürnberg

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4/5

»... das muss uns jemand zuerst mal nachmachen.«

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Margrit und Rosa-Maria betreiben seit 1969 einen kleinen Kiosk mit Leuchtreklame. Viele Jahre und Anekdoten später blicken die zwei Urgesteine auf ihr stetes, aber nicht unspektakuläres Leben zwischen Zückerli und Zapfsäule zurück. Zahlreiche, fließend ineinander übergehende Erinnerungen, voller Wärme und Nostalgie, tragen uns durch das 101 Seiten lange Büchlein, das mMn. eine Liebeserklärung ans Geschichtenerzählen ist. Die Leben und Leiden der Anderen, die da so gekommen und gegangen sind im Laufe von fünf Jahrzehnten, der Klatsch und Tratsch und alles drum herum, wird uns aus den Augen zweier Frauen präsentiert, die immer mittendrin statt nur dabei waren. Eine Rahmenhandlung gibt es nicht, genauso wenig wie klare Charakterisierungen der Hauptpersonen. Braucht es das? Nein! Ich liebe Bücher, die 'einfach so' vor sich hin plätschern, sprachlich ihr Ding durchziehen und von denen am Ende ein diffuses, aber durch und durch gutes Gefühl zurückbleibt. Literarisch ist »Goldene Jahre« kein großer Sprung, dafür fehlt es dem Titel an Finesse, aber sei's drum. Ich sehe das schlichte grüne Cover und mir wird direkt warm ums Herz. Eine Metapher auf das gemeinsame Leben von Rosa-Maria und Margrit. Simpel, ehrlich, glücklich. Punkt.
4/5

»... das muss uns jemand zuerst mal nachmachen.«

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Margrit und Rosa-Maria betreiben seit 1969 einen kleinen Kiosk mit Leuchtreklame. Viele Jahre und Anekdoten später blicken die zwei Urgesteine auf ihr stetes, aber nicht unspektakuläres Leben zwischen Zückerli und Zapfsäule zurück. Zahlreiche, fließend ineinander übergehende Erinnerungen, voller Wärme und Nostalgie, tragen uns durch das 101 Seiten lange Büchlein, das mMn. eine Liebeserklärung ans Geschichtenerzählen ist. Die Leben und Leiden der Anderen, die da so gekommen und gegangen sind im Laufe von fünf Jahrzehnten, der Klatsch und Tratsch und alles drum herum, wird uns aus den Augen zweier Frauen präsentiert, die immer mittendrin statt nur dabei waren. Eine Rahmenhandlung gibt es nicht, genauso wenig wie klare Charakterisierungen der Hauptpersonen. Braucht es das? Nein! Ich liebe Bücher, die 'einfach so' vor sich hin plätschern, sprachlich ihr Ding durchziehen und von denen am Ende ein diffuses, aber durch und durch gutes Gefühl zurückbleibt. Literarisch ist »Goldene Jahre« kein großer Sprung, dafür fehlt es dem Titel an Finesse, aber sei's drum. Ich sehe das schlichte grüne Cover und mir wird direkt warm ums Herz. Eine Metapher auf das gemeinsame Leben von Rosa-Maria und Margrit. Simpel, ehrlich, glücklich. Punkt.

Alexander Krebelder
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