Der letzte Papierkranich - Eine Geschichte aus Hiroshima

Der letzte Papierkranich - Eine Geschichte aus Hiroshima

Eine Geschichte aus Hiroshima. Roman

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Der letzte Papierkranich - Eine Geschichte aus Hiroshima

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Beschreibung

Ichiro und sein bester Freund Hiro überleben den Atombombenabwurf auf Hiroshima. Verwundet und zerrüttet begeben sich die beiden Teenager auf die Suche nach ihren Familien. Schließlich finden sie Keiko, Hiros fünfjährige Schwester. Doch das kleine Mädchen geht in dem Chaos der völlig zerstörten Stadt verloren. Ihr Verbleib und Schicksal lässt Ichiro nicht mehr los, hatte er doch Hiro, kurz bevor dieser starb, versprochen, auf die Kleine aufzupassen. Einige Wochen später kehrt er zurück an den Ort des Grauens und begibt sich auf die Suche nach ihr. Überall hinterlässt er Origami-Papierkraniche mit seiner Adresse – in der Hoffnung, dass Keiko überlebt hat …

»Diese Geschichte, die zwischen dem heutigen Japan und 1945 wechselt, ist so herzerwärmend wie herzzerreißend. Kerry Drewery hat die menschliche Erfahrung einer beispiellosen Katastrophe auf wunderbare Weise vermittelt.« The Scotsman

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Altersempfehlung

ab 14 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

24.07.2020

Illustrator

Natsko Seki

Verlag

Arctis ein Imprint der Atrium Verlag AG

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

20,8/12,9/3 cm

Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Altersempfehlung

ab 14 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

24.07.2020

Illustrator

Natsko Seki

Verlag

Arctis ein Imprint der Atrium Verlag AG

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

20,8/12,9/3 cm

Gewicht

370 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

The Last Papercrane

Übersetzer

Meritxell Janina Piel

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-03880-043-9

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Emotional, doch ohne Tiefe

Miss Pageturner am 10.09.2022

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ich kann nicht genau sagen wieso, oder was das über mich aussagt, aber die Atombombenabwürde in Hiroshima und Nagasaki üben eine grausige Faszination auf mich aus. Vielleicht, weil es nicht in meinem Kopf will, wie man zu diesen Waffen greifen konnte, wie man wissentlich so viel Leid und Elend verursachen konnte. Ich versuche das Schicksal dieser Menschen zu verstehen, versuche zu verstehen, was aber eigentlich nicht verstanden werden kann. Trotzdem greife ich immer wieder zu Büchern, die diese Thematik aufgreifen und so geriet auch Der letzte Papierkranich schnell in mein Blickfeld. “Wir alle sind Geschichten” In dem Buch haben wir zwei Handlungsstränge. Die Rahmenhandlung spielt in der Gegenwart. Mizuki macht sich Sorgen um ihren Großvater Ichiro, der zunehmend verbittert und verzweifelt wirkt. Sie möchte ihm helfen und sucht daher die Ursache für seine Traurigkeit. Schnell stößt sich auf die tragische Vergangenheit ihres Großvaters in dessen Heimatstadt Hiroshima … Dieser Gegenwart-Teil ist komplett in Versform geschrieben, wobei der “Text” in einer freien Versform ist, während die Kapitel stets von einem Haiku eingeleitet werden. Ein Ansatz, den ich sehr interessant fand und der sich doch besser lesen ließ, als erwartet. Schatten der Vergangenheit zehren an seiner Seele Was geschieht in seinem Kopf, was ihm so zusetzt? Was bedrückt den Mann, der mir einst das Radfahren beibrachte? (Der letzte Papierkranich von Kerry Drewery, Arctis Verlag, 2020, S. 21.) Wenngleich ich, nur eine Leseprobe des Originals gelesen habe und es daher nicht ganz genau sagen kann, habe ich doch das Gefühl, dass Meritxell Janina Piel als Übersetzerin hier auch einen wirklich guten Job gemacht hat. Zumindest bei den freien Versen. Die Haikus verlieren manchmal etwas von ihrer Bedeutung, aber das kreide ich ihr nicht an, denn Haikus sind halt echt schwer zu übersetzten, da man ja drauf achten muss die Silbenzahl beizubehalten. Wenn deine Welt von einer Sekunde zur anderen explodiert Der mittlere Teil ist wieder in Prosaform geschrieben und in dem erzähl Großvater Ichiro von seiner Vergangenheit und den Ereignissen in Hiroshima, als die Bombie fiel, wobei er mit seinen Erinnerungen unmittelbar vor dem Abwurf beginnt. Aus dem Augenwinkel sehe ich Hiro, der zum Fenster geht. “Ein B-29-Bomber”, stellt er fest. “Aber nur einer.” Mein Finger liegt auf Seite dreihundertachtundvierzig und markiert das letzte Wort, das ich im “Davor” lesen werde, während ich das deutliche und vertraute Brummen des amerikanischen Flugzeugs höre. Hiro dreht sich zu mir um. “Da ist irgendwas …” Der Rest seines Satzes verbrennt im alles verschlingenden Weiß. (Der letzte Papierkranich von Kerry Drewery, Arctis Verlag, 2020, S. 32f..) Als Leser*in begleiten wir Ichiro und seinen Freund Hiro auf ihrer Suche nach Keiko durch das bis zur blanken Erde zerstörtem Hiroshima. Leider kann man sich eigentlich, wenn man den online genutzten Inhaltstext durchgelesen hat, diesen Teil fast sparen, da der Inhaltstext aber auch wirklich ALLES vorwegnimmt, was in Anbetracht der Kürze des Buches nicht nur ärgerlich, sondern schlichtweg untragbar ist. Hat man nur den Klapptext auf der Rückseite des Buches gelesen (den ich auch oben verwende) ist man besser dran und ist das Schicksal von Ichiro und Keiko in Hiroshima deutlich emotionaler, wenngleich, und das ist mein großer Kritikpunkt an diesem Buch, alles trotzdem sehr oberflächlich bleibt. Das Buch ist im Grunde viel zu kurz, um die Emotionen wirklich zu übermitteln, die es den/die Leser*in fühlen lassen will. Die Handlung fliegt dahin, Figuren bleiben blass, für tiefgründige Auseinandersetzungen mit dem Grauen fehlt die Zeit. Die Geschichte ist dramatisch, keine Frage, doch es ist Schrecken, erzählt im Eiltempo, weshalb es viel von seiner Eindringlichkeit verliert. Auch das Ende der Rahmenhandlung fand ich viel zu schnell erzählt und in meinen Augen auch etwas zu kitschig. Zumindest letzteres ist jedoch eher Geschmackssache. Ein bisschen hatte ich auch das Gefühl, dass die Autorin ihre Ideen aus Die letzten Glühwürmchen und Sadako will leben zusammengemischt hat, aber das nur mein Gefühl, ich will der Autorin da nichts unterstellen und lasse diesen Punkt auch nicht in meiner Bewertung einfließen. Fazit: Das Buch ist für Jugendliche als Einstieg in dieses Thema sicher nicht verkehrt. Es ist ein kurzes, aber einnehmend erzähltes Einzelschicksal, dass ohne zu verstören versucht, dieses katastrophale Ereignis abzubilden. Um wirklich nachhaltig bewegend zu sein, fehlt es jedoch deutlich an Tiefe, denn ein sensibles Thema allein, macht noch kein tiefgründiges Buch.

Emotional, doch ohne Tiefe

Miss Pageturner am 10.09.2022
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ich kann nicht genau sagen wieso, oder was das über mich aussagt, aber die Atombombenabwürde in Hiroshima und Nagasaki üben eine grausige Faszination auf mich aus. Vielleicht, weil es nicht in meinem Kopf will, wie man zu diesen Waffen greifen konnte, wie man wissentlich so viel Leid und Elend verursachen konnte. Ich versuche das Schicksal dieser Menschen zu verstehen, versuche zu verstehen, was aber eigentlich nicht verstanden werden kann. Trotzdem greife ich immer wieder zu Büchern, die diese Thematik aufgreifen und so geriet auch Der letzte Papierkranich schnell in mein Blickfeld. “Wir alle sind Geschichten” In dem Buch haben wir zwei Handlungsstränge. Die Rahmenhandlung spielt in der Gegenwart. Mizuki macht sich Sorgen um ihren Großvater Ichiro, der zunehmend verbittert und verzweifelt wirkt. Sie möchte ihm helfen und sucht daher die Ursache für seine Traurigkeit. Schnell stößt sich auf die tragische Vergangenheit ihres Großvaters in dessen Heimatstadt Hiroshima … Dieser Gegenwart-Teil ist komplett in Versform geschrieben, wobei der “Text” in einer freien Versform ist, während die Kapitel stets von einem Haiku eingeleitet werden. Ein Ansatz, den ich sehr interessant fand und der sich doch besser lesen ließ, als erwartet. Schatten der Vergangenheit zehren an seiner Seele Was geschieht in seinem Kopf, was ihm so zusetzt? Was bedrückt den Mann, der mir einst das Radfahren beibrachte? (Der letzte Papierkranich von Kerry Drewery, Arctis Verlag, 2020, S. 21.) Wenngleich ich, nur eine Leseprobe des Originals gelesen habe und es daher nicht ganz genau sagen kann, habe ich doch das Gefühl, dass Meritxell Janina Piel als Übersetzerin hier auch einen wirklich guten Job gemacht hat. Zumindest bei den freien Versen. Die Haikus verlieren manchmal etwas von ihrer Bedeutung, aber das kreide ich ihr nicht an, denn Haikus sind halt echt schwer zu übersetzten, da man ja drauf achten muss die Silbenzahl beizubehalten. Wenn deine Welt von einer Sekunde zur anderen explodiert Der mittlere Teil ist wieder in Prosaform geschrieben und in dem erzähl Großvater Ichiro von seiner Vergangenheit und den Ereignissen in Hiroshima, als die Bombie fiel, wobei er mit seinen Erinnerungen unmittelbar vor dem Abwurf beginnt. Aus dem Augenwinkel sehe ich Hiro, der zum Fenster geht. “Ein B-29-Bomber”, stellt er fest. “Aber nur einer.” Mein Finger liegt auf Seite dreihundertachtundvierzig und markiert das letzte Wort, das ich im “Davor” lesen werde, während ich das deutliche und vertraute Brummen des amerikanischen Flugzeugs höre. Hiro dreht sich zu mir um. “Da ist irgendwas …” Der Rest seines Satzes verbrennt im alles verschlingenden Weiß. (Der letzte Papierkranich von Kerry Drewery, Arctis Verlag, 2020, S. 32f..) Als Leser*in begleiten wir Ichiro und seinen Freund Hiro auf ihrer Suche nach Keiko durch das bis zur blanken Erde zerstörtem Hiroshima. Leider kann man sich eigentlich, wenn man den online genutzten Inhaltstext durchgelesen hat, diesen Teil fast sparen, da der Inhaltstext aber auch wirklich ALLES vorwegnimmt, was in Anbetracht der Kürze des Buches nicht nur ärgerlich, sondern schlichtweg untragbar ist. Hat man nur den Klapptext auf der Rückseite des Buches gelesen (den ich auch oben verwende) ist man besser dran und ist das Schicksal von Ichiro und Keiko in Hiroshima deutlich emotionaler, wenngleich, und das ist mein großer Kritikpunkt an diesem Buch, alles trotzdem sehr oberflächlich bleibt. Das Buch ist im Grunde viel zu kurz, um die Emotionen wirklich zu übermitteln, die es den/die Leser*in fühlen lassen will. Die Handlung fliegt dahin, Figuren bleiben blass, für tiefgründige Auseinandersetzungen mit dem Grauen fehlt die Zeit. Die Geschichte ist dramatisch, keine Frage, doch es ist Schrecken, erzählt im Eiltempo, weshalb es viel von seiner Eindringlichkeit verliert. Auch das Ende der Rahmenhandlung fand ich viel zu schnell erzählt und in meinen Augen auch etwas zu kitschig. Zumindest letzteres ist jedoch eher Geschmackssache. Ein bisschen hatte ich auch das Gefühl, dass die Autorin ihre Ideen aus Die letzten Glühwürmchen und Sadako will leben zusammengemischt hat, aber das nur mein Gefühl, ich will der Autorin da nichts unterstellen und lasse diesen Punkt auch nicht in meiner Bewertung einfließen. Fazit: Das Buch ist für Jugendliche als Einstieg in dieses Thema sicher nicht verkehrt. Es ist ein kurzes, aber einnehmend erzähltes Einzelschicksal, dass ohne zu verstören versucht, dieses katastrophale Ereignis abzubilden. Um wirklich nachhaltig bewegend zu sein, fehlt es jedoch deutlich an Tiefe, denn ein sensibles Thema allein, macht noch kein tiefgründiges Buch.

Der Tag danach

Bewertung aus wien am 08.11.2020

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der letzte Papierkranich- Eine Geschichte aus Hiroshima,ist der zu Herzen gehende Roman der Autorin Kerry Drewery. Auch wenn er dem Jugendgenre zugeordnet wird, ist es ein Roman den man als Erwachsener ebenfalls lesen sollte, da es eine berührende und sehr emotionale Geschichte ist über den Abwurf der Atombombe, über Freundschaft und Schuld. Der Roman ist in drei Abschnitte gegliedert, wo die Besonderheit darin liegt, dass der erste und dritte Teil in einer sehr lyrischen Art und Weise geschrieben ist, nämlich in der Form eines Haiku, einer traditionellen japanischen Gedichtform. Das Haiku gilt als die kürzeste Gedichtform der Welt, wo oft nur mit wenigen Worten viel ausgedrückt wird. Hier begleitet der Leser Mizuki, die Enkelin von Ichiro, der 1945 mit 17 Jahren miterleben musste, wie seine Heimat vom Bombenabwurf zerstört wurde und er gemeinsam mit seinem Freund Hiro dessen kleine 5 jährige Schwester Keiko aus dem Inferno retten wollte. Doch Ichiro verliert seinen Freund Hiro. Dass er das Versprechen nicht einlösen konnte auf die kleine Keiko aufzupassen und er sie trotz Suche nicht mehr findet, lastet schwer auf seinen Schultern und verfolgt ihn ein Leben lang. Hunderte Origami Papierkraniche lässt er mit seiner Adresse zurück in der Hoffnung, dass jemand von ihrem Verbleib etwas weiß. Im Mittelteil des Romans ist man als Leser hautnah dabei und erlebt die schrecklichen Erlebnisse und die verzweifelte Flucht und auch die nachfolgende Suche nach Keiko hautnah mit. Die Autorin hat dabei sehr intensiv und auch erschütternd offen Bilder im Kopf des Lesers entstehen lassen, wo man sich den furchtbaren Abwurf und die Zeit danach gar nicht vorstellen man. Dabei muss man auch die Übersetzerin Meritxell Janina Piel erwähnen, die es geschafft hat, diesen ausdrucksstarken Roman mit den passenden deutschen Wörtern zu übersetzen, sodass die emotionale Wirkung der Geschichte erhalten geblieben ist. Aber auch die Illustratorin Natsko Seki hat mit ihren zwar wenigen, aber ausdrucksstarken Bildern ihren Teil zum gelingen eines tollen Romans beigetragen. Sie fängt dabei die Stimmung vom Bombenabwurf und den darauffolgenden Tagen sehr gut ein. Eine sehr berührende Geschichte über tiefe und aufopfernde Freundschaft und die Zeit zwischen 1945 bis 2018, wo man auf zwei Zeitebenen mitleidet und auf ein gutes Ende hofft. Der Autorin ist es wirklich gelungen nicht nur Gänsehautgefühl zu erzeugen, sondern auch die eine oder andere Träne fließen zu lassen, weil sie die Stimmung mit einer sehr emotionalen Intensität zu Papier gebracht hat.

Der Tag danach

Bewertung aus wien am 08.11.2020
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der letzte Papierkranich- Eine Geschichte aus Hiroshima,ist der zu Herzen gehende Roman der Autorin Kerry Drewery. Auch wenn er dem Jugendgenre zugeordnet wird, ist es ein Roman den man als Erwachsener ebenfalls lesen sollte, da es eine berührende und sehr emotionale Geschichte ist über den Abwurf der Atombombe, über Freundschaft und Schuld. Der Roman ist in drei Abschnitte gegliedert, wo die Besonderheit darin liegt, dass der erste und dritte Teil in einer sehr lyrischen Art und Weise geschrieben ist, nämlich in der Form eines Haiku, einer traditionellen japanischen Gedichtform. Das Haiku gilt als die kürzeste Gedichtform der Welt, wo oft nur mit wenigen Worten viel ausgedrückt wird. Hier begleitet der Leser Mizuki, die Enkelin von Ichiro, der 1945 mit 17 Jahren miterleben musste, wie seine Heimat vom Bombenabwurf zerstört wurde und er gemeinsam mit seinem Freund Hiro dessen kleine 5 jährige Schwester Keiko aus dem Inferno retten wollte. Doch Ichiro verliert seinen Freund Hiro. Dass er das Versprechen nicht einlösen konnte auf die kleine Keiko aufzupassen und er sie trotz Suche nicht mehr findet, lastet schwer auf seinen Schultern und verfolgt ihn ein Leben lang. Hunderte Origami Papierkraniche lässt er mit seiner Adresse zurück in der Hoffnung, dass jemand von ihrem Verbleib etwas weiß. Im Mittelteil des Romans ist man als Leser hautnah dabei und erlebt die schrecklichen Erlebnisse und die verzweifelte Flucht und auch die nachfolgende Suche nach Keiko hautnah mit. Die Autorin hat dabei sehr intensiv und auch erschütternd offen Bilder im Kopf des Lesers entstehen lassen, wo man sich den furchtbaren Abwurf und die Zeit danach gar nicht vorstellen man. Dabei muss man auch die Übersetzerin Meritxell Janina Piel erwähnen, die es geschafft hat, diesen ausdrucksstarken Roman mit den passenden deutschen Wörtern zu übersetzen, sodass die emotionale Wirkung der Geschichte erhalten geblieben ist. Aber auch die Illustratorin Natsko Seki hat mit ihren zwar wenigen, aber ausdrucksstarken Bildern ihren Teil zum gelingen eines tollen Romans beigetragen. Sie fängt dabei die Stimmung vom Bombenabwurf und den darauffolgenden Tagen sehr gut ein. Eine sehr berührende Geschichte über tiefe und aufopfernde Freundschaft und die Zeit zwischen 1945 bis 2018, wo man auf zwei Zeitebenen mitleidet und auf ein gutes Ende hofft. Der Autorin ist es wirklich gelungen nicht nur Gänsehautgefühl zu erzeugen, sondern auch die eine oder andere Träne fließen zu lassen, weil sie die Stimmung mit einer sehr emotionalen Intensität zu Papier gebracht hat.

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Severina Neisener

Thalia Universitätsbuchhandlung

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5/5

Ein Buch das zu Tränen rührt - zum Glück auch vor Freude

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

,,Der letzte Papierkranich" hat meine Neugierde schon alleine durch sein Thema geweckt. Gibt es doch nicht allzu viele Jugendbücher, die sich mit dem Atombombenabwurf über Hiroshima beschäftigen. Das Buch beginnt im Jahr 2018 aus der Perspektive von Mizuki, welche in Versen verfasst ist, zu erzählen. Es dauert jedoch nicht lange und Kerry Drewery entführt uns durch die Sicht von Ichiro in das Hiroshima des Jahres 1945. Und damit sind wir als Leser dann auch schon vollständig in der Handlung und werden geradezu von den Ereignissen überrumpelt. Ich habe mit Ichiro gebangt, geweint, mich mit ihm gefürchtet, gehofft und ich konnte mich auch mit ihm freuen - so sehr, dass Tränen flossen. Während des Lesens hat sich bei mir sogar das Gefühl eingestellt, dass ich gerade eher einen Zeitzeugenbericht lese als die Geschichte einer fiktiven Figur. Nicht zuletzt dürfte dieses Gefühl mit den umfangreichen, mehrjährigen Recherchen von Kerry Drewery zusammenhängen. Meiner Meinung nach lehrt uns diese Geschichte vor allen Dingen Demut, Hoffnung und das unbedingte Weitererzählen der Lebensgeschichten unserer Großeltern. Denn nichts wäre Schlimmer, als die Geschichte zu vergessen.
5/5

Ein Buch das zu Tränen rührt - zum Glück auch vor Freude

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

,,Der letzte Papierkranich" hat meine Neugierde schon alleine durch sein Thema geweckt. Gibt es doch nicht allzu viele Jugendbücher, die sich mit dem Atombombenabwurf über Hiroshima beschäftigen. Das Buch beginnt im Jahr 2018 aus der Perspektive von Mizuki, welche in Versen verfasst ist, zu erzählen. Es dauert jedoch nicht lange und Kerry Drewery entführt uns durch die Sicht von Ichiro in das Hiroshima des Jahres 1945. Und damit sind wir als Leser dann auch schon vollständig in der Handlung und werden geradezu von den Ereignissen überrumpelt. Ich habe mit Ichiro gebangt, geweint, mich mit ihm gefürchtet, gehofft und ich konnte mich auch mit ihm freuen - so sehr, dass Tränen flossen. Während des Lesens hat sich bei mir sogar das Gefühl eingestellt, dass ich gerade eher einen Zeitzeugenbericht lese als die Geschichte einer fiktiven Figur. Nicht zuletzt dürfte dieses Gefühl mit den umfangreichen, mehrjährigen Recherchen von Kerry Drewery zusammenhängen. Meiner Meinung nach lehrt uns diese Geschichte vor allen Dingen Demut, Hoffnung und das unbedingte Weitererzählen der Lebensgeschichten unserer Großeltern. Denn nichts wäre Schlimmer, als die Geschichte zu vergessen.

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Konstanze Ehrhardt

Thalia Pirna

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Papierkraniche

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Kerry Drewery ist es gelungen mit einer Mischung aus Lyrik und Prosa das Unsagbare sagbar werden zu lasen. Diese Geschichte bewegt zu tiefst . Dieses Buch möchte ich jedem ans Herz legen. Es ist ein Buch zu einem wichtigen und leider oft unbeachteten Thema. Es ist einzigartig wie Kerry Drewery diese Geschichte erzählt hat! Absolute Empfehlung!
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Papierkraniche

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Kerry Drewery ist es gelungen mit einer Mischung aus Lyrik und Prosa das Unsagbare sagbar werden zu lasen. Diese Geschichte bewegt zu tiefst . Dieses Buch möchte ich jedem ans Herz legen. Es ist ein Buch zu einem wichtigen und leider oft unbeachteten Thema. Es ist einzigartig wie Kerry Drewery diese Geschichte erzählt hat! Absolute Empfehlung!

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