• Produktbild: Auf der Straße gilt unser Gesetz
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Auf der Straße gilt unser Gesetz Arabische Clans – Ein Insider erzählt seine Geschichte

6

20,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.09.2020

Verlag

Heyne

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

20,7/13,9/3 cm

Gewicht

394 g

Farbe

Schwarz / Camel

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-453-21800-0

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.09.2020

Verlag

Heyne

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

20,7/13,9/3 cm

Gewicht

394 g

Farbe

Schwarz / Camel

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-453-21800-0

Herstelleradresse

Heyne Verlag
Neumarkter Str. 28
81673 München
DE

Email: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

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  • Stephan Haux

    aus Speyer

    5/5

    18.06.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein sehr gutes Insiderbuch zu einem dringenden Problem unserer Zeit

    Seit langem verfolge ich die Berichterstattung über diese spezielle Form der organisierten Kriminalität. Auch in unserer Stadt am Rhein haben wir Problem mit Bandenkriminalität. In diesem Buch beichtet ein Aussteiger über die innere Verfasstheit der Clans und das weit verbreitete fehlende Unrechtsbewusstsein dieser Verbrecher. Echt lesenswert, da rassistische Klischees vermieden werden, ohne den Einfluss der Kultur auf die Geschehnisse zu ignorieren.

  • Zsadista

    5/5

    02.03.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Rezension zu "Auf der Straße gilt unser Gesetz"

    „Auf der Straße gilt unser Gesetz“ ist ein Buch von Khalil O. und Christine Kensche. Khalil O. erzählt seine Geschichte, ungeschönt und gerade heraus. Er erzählt über seine Familie, beginnend von seinen Großeltern bis hin zum jetzigen Zeitpunkt. Es fängt an mit zwei Dörfern und Familien im Streit. Die Story erzählt den Weg bis zur Ankunft in Berlin. Hier wird die Geschichte dann zu Khalils Geschichte. Es ist faszinierend und zugleich absolut erschreckend, was man so erfährt. Natürlich sind auch hier nur wenige der Großfamilien kriminell, doch gerade die Kriminellen schlagen hier mächtig ein. Khalil erzählt seine Geschichte aus Berlin. Seine enge Familie wohnt in Berlin. Doch das Ausmaß der ganzen Sache kam mir dann auf Seite 176 entgegen, als ich las, dass ein Onkel von ihm in Saarbrücken wohnt. Selbst hier im tiefsten Saarland findet man Verwandte aus diesem Clan. Da merkt man erst einmal, was hier für ein Netzwerk am Laufen ist. Khalil selbst hat vor 15 Jahren den Knacks bekommen und hat sein Leben grundliegend geändert. Er arbeitet jetzt mit straffälligen Jugendlichen und versucht sie, auf die richtige Bahn zu bringen. Die Problematik, die er beschreibt ist eigentlich schon bekannt. Ich zumindest habe schon mehrfach darüber diskutiert, dass es zum Beispiel besser ist, wenn muslimische Polizisten in kriminellen Fällen von Muslimen dazu gezogen werden würden. Weil diese Muslime deutsche Polizisten nicht wirklich akzeptieren. Ich finde es auch gut, dass Khalil Lösungsansätze für kriminelle Jugendliche gibt. Ich schätze, das würde auch gut funktionieren und einige wieder gerade biegen. Nur wird das in Deutschland niemals so gehandhabt werden, da bin ich mir sicher. Der Großteil der Gesellschaft ist viel zu verweichlicht, um solche Maßnahmen gut zu finden. Viele denken immer noch, gut zureden hilft. All jenen empfehle ich solche Bücher wie dieses hier. Ich fand das Buch richtig gut und konnte kaum aufhören zu Lesen. Sehr gut geschrieben, erzählt und nahe gebracht. Es ist nichts schwierig zu verstehen und alles gerade heraus. Ich muss sogar gestehen, dass es am Anfang schon auch etwas ironisch humorvoll ist. Ich kann das Buch wirklich empfehlen, vor allen Dingen bringt es einen ganzen Berg Stoff zum Nachdenken mit.

  • ABY

    5/5

    02.03.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Informative, glaubwürdige und unterhaltsame Autobiographie über arabische Clan's

    Mit großer Begeisterung habe ich die sehr unterhaltsame wahre Geschichte "konsumiert". Gut erzählt und genügend Stoff zum Nachdenken. Im Anhang werden noch Zahlen, Daten und Fakten vermittelt, die zwar die arabischen Clan's in Relation zu andern stellt, dennoch erschreckende Informationen über Schattengesellschaften in Deutschland. Tolles Buch, was ich nur weiterempfehlen kann.

  • Bewertung

    aus München

    5/5

    22.09.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    „Vom Saulus zum Paulus“…

    „Vom Saulus zum Paulus“ Khalil O. stammt aus einem polizeibekannten Clan in Berlin. In diesem Buch darf ich einen ganz seltenen Blick hinter die Kulissen einer arabischen Großfamilie und in sein Leben werfen. Gerichtsreporterin Christine Kensche hat diese Biografie nach sehr vielen privaten, sehr persönlichen und intensiven Gesprächen in diesem Buch zusammengefasst. Die Gedanken und Geschichten sind alle aus Khalils Perspektive in der Ich-Form geschrieben. Ich fühle mich so nah dran, bin sofort in der Geschichte drin und es ist schwer, mich dem Sog, die sie auf mich ausübt, zu entziehen. Khalil O. stammt ursprünglich aus dem Libanon und kam mit seinen Eltern nach Berlin, als dort schon sehr viele Verwandte seit Jahren lebten. Freunde brauchte er hier keine – er hatte ja seine vielen Cousins. Seinen ersten und einzigen Freund Birol außerhalb der Familie lernt er erst viel später kennen. Er schmeißt die Schule, kommt mit Diebstahl und Gras in Berührung, und „verdient“ richtig Geld. Seine Welt sind die dicken Autos, Geld, Schmuck und Nutten. Er heiratet seine Frau Marva, bekommt einen Sohn, aber seine „Geschäfte betreibt er weiter. Mit 21 wechselt er vom Gras zu Koks, er beginnt selbst zu konsumieren. Als ihm langsam die dunklen Seiten seiner Geschäfte klar werden, haben sich viele seiner Kunden bankrott gekokst. Sein schlechtes Gewissen meldet sich diesen Menschen gegenüber und als eines nachts das SEK seine Wohnung stürmt, reißt er das Steuer herum und steigt aus. Er macht einen kalten Entzug, hört auf mit lügen und betrügen, mit Drogen und Huren, holt die Schule nach, macht Abitur und studiert. Es ist so interessant zu lesen, wie sich langsam sein Horizont erweitert, wie er immer neugieriger wird. Heute ist er Sozialarbeiter, arbeitet als Anti-Gewalt-Trainer mit Intensivtätern und betreut junge Männer aus dem kriminellen Milieu, aus der sogenannten „Parallelgesellschaft“, um sie auf den richtigen Weg zu bringen. Ich durfte ihn ein Stück auf seinem Weg begleiten. Vieles von dem, was er getan hat, hat mich entsetzt, schockiert und verstört. Aber ich bewundere den Mann, der es geschafft hat, sich von seiner Großfamilie zu lösen, der deren Wertvorstellungen hinterfragt und der heute ein ganz normales bürgerliches Leben führt. Besonders interessant finde ich auch den Anhang, in dem ich von Christine Kensche ein Überblick über die Clan-Kriminalität in Deutschland bekomme. Ein absolut fesselndes, sehr interessantes Buch mit richtig gutem Unterhaltungswert, das ich allen empfehle, die wissen wollen, was hinter den Kulissen dieser Clans wirklich ab geht. Jetzt weiß ich auch, woher der Ausdruck „Gangster-Rapper“ kommt und was er bedeutet. Ein tolles Buch, das die volle Punktzahl von 5 Sternen absolut verdient hat.

  • Bewertung

    aus Attenhofen

    3/5

    02.03.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Dealer aus einem kriminellen Clan, der den Ausstieg schafft

    Khalil stammt aus einer großen Familie. Der Zusammenhalt ist groß. Wenn einer Probleme hat, startet er einen Notruf, und schon bald sind jede Menge kampfbereite, bewaffnete Männer zur Stelle, um den Anrufer zu verteidigen. Diese große Familie hält nicht nur bei Gewaltaktionen zusammen, gemeinsam finden sie auch viele Wege, um schnell reich zu werden. Dabei können sie sich aufeinander verlassen, denn sie sind ja Familie. Khalils arabische Familie stammt aus einem Grenzgebiet zwischen Syrien und der Türkei. Wegen den Unruhen in der Heimat wandert sein Großvater in den 40er Jahren nach Libanon aus. Als es auch dort unsicher ist, hört die Familie vom guten Leben in Deutschland. 1978 zieht die Familie nach Deutschland, und nach einigen Eingewöhnungsschwierigkeiten entschließen sie sich zu bleiben. Khalil lebt zunächst in einem kleinen Dorf. Er wird gehänselt und weiß nicht, wie er damit umgehen soll. Nach einem Familienbesuch in der alten Heimat entschließt er sich nicht mehr Opfer zu sein, sondern mit Gewalt zu antworten. Nach der Trennung der Eltern zieht der Vater mit seinen Kindern nach Berlin, denn dort lebt seine erweiterte Familie, die sich mit ihm um die Kinder kümmern kann. Schon in seinen ersten Teenagerjahren beteiligt sich Khalil mit Begeisterung an die kriminellen Aktivitäten der Großfamilie. Betrug und Diebstahl, Drogenanbau und Handel, Bordellbesuche und mehr kennzeichnen seinen neuen Alltag. Die Schule bricht er ohne Abschluss ab. Er lebt offiziell von Sozialhilfe und sucht immer neue Verstecke für seine Unsummen an Geld. Bis er sich eines Tages entschließt sein Leben zu ändern. Er ist es müde immer in Angst zu leben. Er will auf ehrliche Weise sein Geld verdienen. Er kommt von den Drogen frei, macht das Abitur nach und studiert Sozialarbeit. Jetzt hilft er gefährdeten Jugendlichen ihr Leben zu überdenken und neue, gewaltfreie Wege zu finden. Dieses Buch wurde von der Journalistin Christine Kensche geschrieben, die Khalil eine Stimme gibt. Der Ton dieser Stimme wechselt im Laufe des Buchs mehrmals. Am Anfang wird recht sachlich über die Familiengeschichte berichtet. Dann kommen die Jahre, die von Kriminalität und Ausschweifungen bestimmt sind. Hier spricht ein wütender Junge von der Straße. Bei der Aufzählung der Taten ist nur wenig Reue zu spüren, obwohl es viele Opfer gibt, die stark unter Khalils Verbrechen leiden. Es soll vielleicht authentisch klingen, aber beim Lesen wirkt die derbe, gewaltverherrlichende und mitleidslose Sprache teilweise abstoßend. Die letzten Kapitel sind wieder sehr sachlich geschrieben. Hier geht es um Ratschläge für den Umgang mit Flüchtlingen und Familienclans, damit diese gar nicht erst in die Kriminalität abrutschen. Fazit: Ein Insiderblick auf die Karriere eines Clan-Kriminellen, der die Umkehr schafft. Trotz der unangenehmen, derben Sprache in weiten Teilen des Berichts ist es beeindruckend zu lesen, wie ein Freund und eine Lehrerin durch ihre Liebe und Annahme die Sehnsucht nach einem anderen Leben in Khalil wecken.

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    Haike Zimmer

    Thalia Dresden – Elbe Park

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    2/5

    05.11.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ob die Wandlung vom Saulus zum...

    Ob die Wandlung vom Saulus zum Paulus wirklich so statt gefunden hat, sei dahin gestellt. Es ist erschreckend, der Staat muß konsequent, mit Härte durchgreifen, und das Wissen solcher Insider zur Hilfe nehmen. Sehr optimistisch bin ich persönlich da nicht.

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