Man nennt ihn den »Sonnenfresser« – Hadrian Marlowe, größter Held und schlimmster Verbrecher der Galaxis. Auf seiner unermüdlichen Suche nach dem Geheimnis der fremdartigen Zivilisation der Cielcin kommt Marlowe auf einen barbarischen Planeten, wo seine Rachepläne gegen die Adelskaste der Galaxis und sein Streben nach Gerechtigkeit auf eine harte Probe gestellt werden. Um zu überleben, muss er womöglich das Schlimmste tun, was er sich vorstellen kann: sich selbst und die, die er liebt, verraten …
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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Ganz großes Kino und noch besser als der erste Band!
"Schlaf, so lehrt uns die Kantorei, ist der Halbbruder des Todes. Nachdem ich den Tod kennengelernt habe, kann ich euch versichern, sie sind nicht einmal Cousins."
"Die Finsternis zwischen den Sternen" ist der zweite Band von Christopher Ruocchios Sternenfresser-Saga, die aus Sicht des Hauptprotagonisten Hadrian Anaxander Marlowe erzählt wird.
Dieser Science-Fiction-Roman wurde aus dem Amerikanischen von Kirsten Borchardt übersetzt.
"Als wir jung waren, blickten wir voll Hoffnung zu den Sternen und beteten, dass die Götter oder Könige, die im unvermessenen Dunkel warten mochten, größer seien als der Mensch, moralisch und rechtschaffen jenseits aller Vorstellungskraft."
Hadrian Marlowe versucht mit der Hilfe seiner Freunde und Commodore Bassander Lin den Planeten Vorgossos zu finden. Hier sollen die Cielcin zu finden sein. Eine Quelle schickte sie auf den Planeten Rustam, der erst kürzlich Schauplatz eines kleineren Scharmützels mit den Cielcin war. Ihr Kontaktmann Samir sollte sie zum Bemalten Mann bringen, der von Vorgossos stammt. Jedoch entpuppt sich die ganze Mission als Selbstmordkommando und Hadrian muss mit seinen Begleitern fliehen. Zurück auf den Raumschiffen läuft jedoch erst einmal nichts mehr nach Hadrians Plänen, denn Lin folgt seinen Befehlen...
"Aber die hässlichen Seiten der Welt verblassen nicht, und es ist nicht so, dass die Zeit Angst und Trauer heilt: Wir werden nur stärker. Nur gemeinsam können wir uns von ihren Gezeiten treiben lassen, wie Otter, Hand in Hand. Bevor alles zu Ende geht. Bevor alles zu Ende gehen muss."
Auch dieser zweite Band von Ruocchios Sonnenfresser-Saga hat mich in seinen Bann gezogen. Hadrian ist ein sehr interessanter Charakter, wie ich finde. Auf der einen Seite ist er, gemessen an der Zeit, die er nicht eingefroren verlebte, recht jung und auch naiv, aber er hat einen großen Idealismus, welcher ihm unverrückbar an einen Frieden mit den Cielcin, einem menschenähnlichem Alienvolk, glauben lässt. Doch genau diese Eigenschaft macht Hadrian so unglaublich stur. Er scheut nicht davor zurück verbrannte Erde hinter sich zu lassen, solange er seinen Weg gehen kann. Bis ihm im Laufe der Verhandlungen aufgeht, dass er einem Irrtum aufgesessen ist. Die Cielcin mögen zwar menschenähnlich sein, haben jedoch eine komplett andere Lebensauffassung und ihre Wörter eine gänzlich andere Bedeutung. Wie also kann man sich mit einem Volk verständigen, wenn man die Sprache nicht adäquat übersetzen kann, weil die eigene Lebensweise dem im Weg steht...?
Für mich war es wieder eine sehr gute Lektüre und ich bin neugierig und gespannt darauf, wie sich Hadrian nach dem Erlebten verändern wird. Denn dass ihn das verändert steht für mich außer Frage.
"In jedem von uns schlummert eine Vielzahl von Dingen, aber es ist nicht so, dass wir fertige Zellen im Körper der Menschheit wären. Wir sind vielmehr Ton, der so geformt wird, wie auch ein Berg entsteht: vom Wind, von trampelnden Füßen, vom Regen. Von der Welt. Die Spuren fremder Hände sind an uns zu erkennen, aber wir sind einzig wir selbst."
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