Amnestie

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Roman

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Amnestie

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ab 17,99 €

Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.09.2020

Verlag

C.H.Beck

Seitenzahl

286

Maße (L/B/H)

21,9/14,6/2,8 cm

Gewicht

487 g

Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.09.2020

Verlag

C.H.Beck

Seitenzahl

286

Maße (L/B/H)

21,9/14,6/2,8 cm

Gewicht

487 g

Auflage

1

Originaltitel

Amnesty

Übersetzt von

  • Ulrike Wasel
  • Klaus Timmermann

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-75551-4

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Eindringlicher Roman von aktueller Dringlichkeit

Lesendes Federvieh aus München am 18.10.2020

Bewertungsnummer: 1391175

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Da ihm der Status als Flüchtling in Australien verwehrt wurde, wohnt der Sri Lanker Danny Rajaratnam als Illegaler im Lagerraum eines Supermarktes in Sydney und hält sich seit drei Jahren als Putzkraft über Wasser. Er führt ein beinahe normales Leben mit regelmäßigem Einkommen und einer liebenswürdigen Freundin, doch als er vom Tod einer seiner ehemaligen Kundinnen erfährt, gerät der mühsam aufgebaute Schein ins Wanken. Denn Details vom Tatort wecken in ihm den Verdacht, der Liebhaber von Radha Thomas könnte etwas mit dem Mord zu tun haben. Das eigenwillige Paar hatte stets die Angewohnheit Danny als Glücksbringer auf ihren Rendezvous und Streifzügen durch die Nacht mitzunehmen. Obwohl sich Dannys Zweifel mit jedem Anruf des mutmaßlichen Täters verstärken, zögert er die Polizei zu informieren, da er als illegaler Einwanderer auf eine abgelegene Insel vor Australien und anschließend zurück nach Sri Lanka deportiert werden würde. Das Thema der Migration war selten so aktuell wie in der heutigen Zeit und doch vergisst man über die medial berichteten Flüchtlingströme die bereits seit Jahrzehnten bestehende Problematik der fehlenden Rechtsstaatlichkeit und teils menschenunwürdigen Lebensbedingungen im ozeanischen Raum. Aravind Adiga wagt mit "Amnestie" in Gestalt des hochintelligenten ursprünglich aus Sri Lanka stammenden Danny Rajaratnam einen scharfzüngigen, pointierten Einblick in die begrenzten Möglichkeiten und ständigen Herausforderungen illegaler Einwanderer in Australien. Danny selbst bezeichnet sich mit dem Staubsauger auf dem Rücken als Astronaut, die anderen Migranten sehen ihn als braunen Mann, seine Kunden nennen ihn den Legendären Putzmann, während Radha Thomas ihm zu Lebzeiten den Spitznamen Nelson Mandela verpasste. Doch selbst seine goldenen Aussie-Strähnchen, die nahezu akzentfreie Sprache sowie seine eingehende Analyse des typisch australischen Verhaltens können nicht darüber hinwegtäuschen, dass er jederzeit auffliegen und deportiert werden kann. Es ist gleichermaßen erschreckend wir frustrierend zu verfolgen, wie solch ein vielseitig interessierter, weltgewandter und intelligenter junger Mann aufgrund seines Status als Illegaler infolge der strengen gesetzlichen Einwanderungskriterien seiner Zukunftsaussichten beraubt wird. Sprachlich herausragend findet man sich in einem Sammelsurium aus idyllisch schönen wie schmerzlich harten Erinnerungen an Dannys Vergangenheit in Sri Lanka, seinen ersten Geh- und schnellen Anpassungsversuchen in Australien und seinem jetzigen moralischen Dilemma zwischen Gerechtigkeit und Abschiebung wider. Obgleich mir bei seinen zwischenzeitlich arg ausschweifenden Gedankengängen teils die Spannung zu kurz kam, konnte man Dannys inneren Zwiespalt sehr gut nachvollziehen – mit einem Bein in Australien, mit dem anderen bereits in Sri Lanka. "Amnestie" ist ein eindringlicher Roman von aktueller Dringlichkeit über illegale Einwanderung, moralische Dilemmata und ungleiche Machtverhältnisse durchsetzt von sprachlicher Weisheit.
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Eindringlicher Roman von aktueller Dringlichkeit

Lesendes Federvieh aus München am 18.10.2020
Bewertungsnummer: 1391175
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Da ihm der Status als Flüchtling in Australien verwehrt wurde, wohnt der Sri Lanker Danny Rajaratnam als Illegaler im Lagerraum eines Supermarktes in Sydney und hält sich seit drei Jahren als Putzkraft über Wasser. Er führt ein beinahe normales Leben mit regelmäßigem Einkommen und einer liebenswürdigen Freundin, doch als er vom Tod einer seiner ehemaligen Kundinnen erfährt, gerät der mühsam aufgebaute Schein ins Wanken. Denn Details vom Tatort wecken in ihm den Verdacht, der Liebhaber von Radha Thomas könnte etwas mit dem Mord zu tun haben. Das eigenwillige Paar hatte stets die Angewohnheit Danny als Glücksbringer auf ihren Rendezvous und Streifzügen durch die Nacht mitzunehmen. Obwohl sich Dannys Zweifel mit jedem Anruf des mutmaßlichen Täters verstärken, zögert er die Polizei zu informieren, da er als illegaler Einwanderer auf eine abgelegene Insel vor Australien und anschließend zurück nach Sri Lanka deportiert werden würde. Das Thema der Migration war selten so aktuell wie in der heutigen Zeit und doch vergisst man über die medial berichteten Flüchtlingströme die bereits seit Jahrzehnten bestehende Problematik der fehlenden Rechtsstaatlichkeit und teils menschenunwürdigen Lebensbedingungen im ozeanischen Raum. Aravind Adiga wagt mit "Amnestie" in Gestalt des hochintelligenten ursprünglich aus Sri Lanka stammenden Danny Rajaratnam einen scharfzüngigen, pointierten Einblick in die begrenzten Möglichkeiten und ständigen Herausforderungen illegaler Einwanderer in Australien. Danny selbst bezeichnet sich mit dem Staubsauger auf dem Rücken als Astronaut, die anderen Migranten sehen ihn als braunen Mann, seine Kunden nennen ihn den Legendären Putzmann, während Radha Thomas ihm zu Lebzeiten den Spitznamen Nelson Mandela verpasste. Doch selbst seine goldenen Aussie-Strähnchen, die nahezu akzentfreie Sprache sowie seine eingehende Analyse des typisch australischen Verhaltens können nicht darüber hinwegtäuschen, dass er jederzeit auffliegen und deportiert werden kann. Es ist gleichermaßen erschreckend wir frustrierend zu verfolgen, wie solch ein vielseitig interessierter, weltgewandter und intelligenter junger Mann aufgrund seines Status als Illegaler infolge der strengen gesetzlichen Einwanderungskriterien seiner Zukunftsaussichten beraubt wird. Sprachlich herausragend findet man sich in einem Sammelsurium aus idyllisch schönen wie schmerzlich harten Erinnerungen an Dannys Vergangenheit in Sri Lanka, seinen ersten Geh- und schnellen Anpassungsversuchen in Australien und seinem jetzigen moralischen Dilemma zwischen Gerechtigkeit und Abschiebung wider. Obgleich mir bei seinen zwischenzeitlich arg ausschweifenden Gedankengängen teils die Spannung zu kurz kam, konnte man Dannys inneren Zwiespalt sehr gut nachvollziehen – mit einem Bein in Australien, mit dem anderen bereits in Sri Lanka. "Amnestie" ist ein eindringlicher Roman von aktueller Dringlichkeit über illegale Einwanderung, moralische Dilemmata und ungleiche Machtverhältnisse durchsetzt von sprachlicher Weisheit.

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von Aravind Adiga

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