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Band 2

Wilde Jahre

Gesprochen von
9

15,69 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Gesprochen von

Stephanie Kellner

Spieldauer

11 Stunden und 40 Minuten

Erscheinungsdatum

13.10.2020

Hörtyp

Lesung

Medium

CD

Anzahl

2

Verlag

United Soft Media

Sprache

Deutsch

EAN

9783803292445

Beschreibung

Produktdetails

Gesprochen von

Stephanie Kellner

Spieldauer

11 Stunden und 40 Minuten

Erscheinungsdatum

13.10.2020

Hörtyp

Lesung

Medium

CD

Anzahl

2

Verlag

United Soft Media

Sprache

Deutsch

EAN

9783803292445

Herstelleradresse

United Soft Media
Pfizerstraße 5-7
70184 Stuttgart
DE

Email: info@usm.de

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  • nil_liest

    aus RheinMain Gebiet

    5/5

    25.01.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Mütter & Töchter in den 70ern

    Die Beziehungen von Müttern zu Töchtern sind so alt wie Menschen selbst und es sind immer wiederkehrende Motive: Es gibt Reibungen, es gibt Konflikte und es birgt ein inniges Verhältnis zumeist durch viel Liebe angereichert- wir alle kennen es. Nun hat nach 4jähriger Mammutarbeit Astrid Ruppert ihre Trilogie abgeschlossen, die genau diese Beziehung unter die Lupe nimmt. Immer wieder in wechselnden Zeiten, in verschiedenen Konstellationen, aber die grundlegende Analyse gilt: Mutter und Tochter. Ist dabei natürlich auch noch rasant unterhaltsam! Es beginnt mit Band 1 der „Leuchtende Tage“ heißt und in der wilhelminischen Zeit beginnt. Kaiserzeiten mit klaren Regeln für bürgerliche Töchter und einer ganz klaren Erwartungshaltung von Mutter an Tochter. Und hier begegnen wir Lisette Winter in Wiesbaden. Sie will frei sein und alles andere als eine gute Partie finden und das brave Mädchen sein. Also nimmt sie 1906 Reiß aus und bringt sehr viel Mut auf sich mit der Liebe ihres Lebens, Schneider Emil, in das Abenteuer Selbstständigkeit zu stürzen und neuste Mode zu entwerfen. Und der 1. Weltkrieg naht! Auch hier wird schon der Bogen zu ihrer Urenkelin Maya gespannt und wie die Tücken des Lebens ihr 100 Jahre später auflauern. Sie lebt in Frankfurt und ist eher weniger erfolgreich als Übersetzerin. Ihre Mutter Paula hingegen hat auch ein angespanntes Verhältnis zur eigenen Mutter Charlotte. Alle Frauen sind durch die verknüpften Jahrhunderte nun bekannt. Dann folgt Band 2 mit „Wilde Jahre“ in dem Tochter wie Mutter Paula im Rampenlicht steht in den wilden 70er Jahren. Auch wieder das Sujet des Brechens mit alten Werten und Konversionen, den Paula wird in einem hessischen Dorf groß, wo man ihren Traum Sängerin zu werden nicht hören mag in der Nachkriegszeit. Ihre Mutter Charlotte, die mit ihrem Mann einen Bauernhof nach dem Krieg bewirtschaften, sind die Träume der Tochter Luftnummern. Paula zieht es nach London, raus aus dem Kaff und wir erleben mit wie Maya geboren wird und auch ohne Vater ist es modern ein Kind großzuziehen. Maya begegnen wir auch als Erwachsene und sie ist immer mehr die Klammer der Winterfrauen, die mehr wissen will und hinterfragt. Das Finale ist Band 3 „Ein Ort, der sich zu Hause nennt“. Der Abschluss der Trilogie der das Geheimnis um Charlotte aufdeckt. Wir begeben uns vor allem in die 30er und 40er Jahre des letzten Jahrhunderts und fokussieren uns auf Charlotte. Sie folgt beruflich ihrer alleinerziehenden Mutter Lisette und wird Schneiderin und hat eine schicksalshafte Begegnung zu Nazizeiten. Sie beweist Mut und nach all den vielen Jahren bricht sie das Schweigen in der Gegenwart gegenüber Tochter Paula und Enkelin Maya. In der Trilogie leben und leiden wir mit den Müttern und Töchter der Familie Winder durch das letzte Jahrhundert. Nun habe ich alle 3 Bände gelesen, fühle mich bereichert, denn es war nicht nur ein Ritt durch die Zeit sondern auch durch multiple Perspektivwechsel, die es so spannend machten. Es sind rundum gelungene charakterstarke Frauen, die hier im Zentrum der Geschichte(n) stehen.

  • nil_liest

    aus Frankfurt

    5/5

    25.01.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Mütter und Töchter Die…

    Mütter und Töchter Die Beziehungen von Müttern zu Töchtern sind so alt wie Menschen selbst und es sind immer wiederkehrende Motive: Es gibt Reibungen, es gibt Konflikte und es birgt ein inniges Verhältnis zumeist durch viel Liebe angereichert- wir alle kennen es. Nun hat nach 4jähriger Mammutarbeit Astrid Ruppert ihre Trilogie abgeschlossen, die genau diese Beziehung unter die Lupe nimmt. Immer wieder in wechselnden Zeiten, in verschiedenen Konstellationen, aber die grundlegende Analyse gilt: Mutter und Tochter. Ist dabei natürlich auch noch rasant unterhaltsam! Es beginnt mit Band 1 der „Leuchtende Tage“ heißt und in der wilhelminischen Zeit beginnt. Kaiserzeiten mit klaren Regeln für bürgerliche Töchter und einer ganz klaren Erwartungshaltung von Mutter an Tochter. Und hier begegnen wir Lisette Winter in Wiesbaden. Sie will frei sein und alles andere als eine gute Partie finden und das brave Mädchen sein. Also nimmt sie 1906 Reiß aus und bringt sehr viel Mut auf sich mit der Liebe ihres Lebens, Schneider Emil, in das Abenteuer Selbstständigkeit zu stürzen und neuste Mode zu entwerfen. Und der 1. Weltkrieg naht! Auch hier wird schon der Bogen zu ihrer Urenkelin Maya gespannt und wie die Tücken des Lebens ihr 100 Jahre später auflauern. Sie lebt in Frankfurt und ist eher weniger erfolgreich als Übersetzerin. Ihre Mutter Paula hingegen hat auch ein angespanntes Verhältnis zur eigenen Mutter Charlotte. Alle Frauen sind durch die verknüpften Jahrhunderte nun bekannt. Dann folgt Band 2 mit „Wilde Jahre“ in dem Tochter wie Mutter Paula im Rampenlicht steht in den wilden 70er Jahren. Auch wieder das Sujet des Brechens mit alten Werten und Konversionen, den Paula wird in einem hessischen Dorf groß, wo man ihren Traum Sängerin zu werden nicht hören mag in der Nachkriegszeit. Ihre Mutter Charlotte, die mit ihrem Mann einen Bauernhof nach dem Krieg bewirtschaften, sind die Träume der Tochter Luftnummern. Paula zieht es nach London, raus aus dem Kaff und wir erleben mit wie Maya geboren wird und auch ohne Vater ist es modern ein Kind großzuziehen. Maya begegnen wir auch als Erwachsene und sie ist immer mehr die Klammer der Winterfrauen, die mehr wissen will und hinterfragt. Das Finale ist Band 3 „Ein Ort, der sich zu Hause nennt“. Der Abschluss der Trilogie der das Geheimnis um Charlotte aufdeckt. Wir begeben uns vor allem in die 30er und 40er Jahre des letzten Jahrhunderts und fokussieren uns auf Charlotte. Sie folgt beruflich ihrer alleinerziehenden Mutter Lisette und wird Schneiderin und hat eine schicksalshafte Begegnung zu Nazizeiten. Sie beweist Mut und nach all den vielen Jahren bricht sie das Schweigen in der Gegenwart gegenüber Tochter Paula und Enkelin Maya. In der Trilogie leben und leiden wir mit den Müttern und Töchter der Familie Winder durch das letzte Jahrhundert. Nun habe ich alle 3 Bände gelesen, fühle mich bereichert, denn es war nicht nur ein Ritt durch die Zeit sondern auch durch multiple Perspektivwechsel, die es so spannend machten. Es sind rundum gelungene charakterstarke Frauen, die hier im Zentrum der Geschichte(n) stehen.

  • Giselas Lesehimmel

    aus Landshut

    5/5

    14.12.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Eine Geschichte von Frauen über vier Generationen, die zu bezaubern weiß.

    Zum Inhalt Auch den 2. Band der Winterfrauen habe ich sehr genossen. Zu Recht nennt er sich *Wilde Jahre!* Lisettes Enkelin Paula genießt das Leben in vollen Zügen. Sie verfügt über eine wunderschöne Stimme und möchte unbedingt Sängerin werden. Aber für ihre Eltern zählt nur die Arbeit auf dem Hof. Zwischen Hühnern, Schweinen und Kartoffeln fühlt sich die temperamentvolle Paula aber einfach nicht wohl. Sie bricht aus dem hessischen Heimatdorf aus. Erklärt ihren Eltern, dass sie eine tolle Arbeit haben wird. Paulas Mutter Charlotte scheint ihren Mut zu bewundern, auch wenn sie das nicht zeigt. Zumindest hatte ich diesen Eindruck. Ihr Weg führt sie mit ihrer großen Liebe Harry nach London. Von dort verschlägt es das Liebespaar nach Whitstable. Paulas Tochter Maya geht mehr nach ihrer Mutter Charlotte. Maya liebt das beständige Leben an einem Ort. Das kann sie bei ihrer Mutter nicht haben, da diese ständig in sämtlichen Städten als Sängerin und Schauspielerin unterwegs ist. Nur bei ihrer Großmutter Charlotte fühlt sie sich geborgen und verstanden. Paula zieht ständig um. Wittert immer eine Chance beruflich Karriere zu machen. Merkt nicht, wie sich ihre Tochter immer weiter von ihr entfernt. Sie erzählt Maya nicht wer ihr Vater ist. Doch Maya begibt sich auf Spurensuche. Ihr Weg führt sie nach London. Meine Meinung Eine Geschichte von Frauen über vier Generationen, die zu bezaubern weiß. Ich habe die Zeit in Whitstable sehr genossen. Paula ist dort glücklich mit ihrer großen Liebe. Abends singt sie in einem Pup. Tagsüber genießt sie das Leben an der Nordküste der englischen Grafschaft Kent. Vertilgt Unmengen Fish and Chips.Spürt die Sonne auf der Haut und genießt die Liebe am Meer. Auch in diesem Band gibt es wieder eine Frau, die sehr geliebt hat. Paula hat mich sehr an Lisette erinnert. Der Hunger nach Leben hat die beiden zu Seelenverwandten gemacht. Lisette hat ihre Enkelin stets dazu ermuntert ihre Träume wahr werden zu lassen. Ich konnte jedoch alle Frauen gut verstehen. Charlotte war froh, in geordneten Verhältnissen zu Leben. Der Alltagstrott schien genau richtig für sie zu sein. Daher fühlte sie sich früher schon zur ihrer Großmutter hingezogen. Paula fühlte sich nie verstanden. Bekam immer nur zu hören: “Wer glaubst du denn wer du bist?” Paula möchte unbedingt erreichen, dass ihre Tochter Maya auch mal über den Tellerrand blickt. Verstehen lernt, dass das Leben so viele Überraschungen birgt. Astrid Rupperts bildlicher Schreibstil hat mich auch dieses mal von Anfang an mitgenommen. Die Winterfrauen sind total verschieden. Ob Charlotte, Lisette, Paula oder Maya. Ich kann alle vier Frauen sehr gut leiden. Jede versucht doch nur auf ihre Weise glücklich zu werden. Die Geschichte spielt in den 60ern und 70ern. Im Nachwort hat die Autorin erwähnt, dass sie nicht damit gerechnet hat, für den 2. Teil so viel recherchieren zu müssen, da sie in den 60ern schon auf der Welt war. Ich bin auch Anfang der 60er geboren. Lese im Moment einige Geschichten, die in dieser Zeit spielen. Dennoch erfahre ich jedes mal wieder Neues. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass man noch einige Bücher aus dieser Zeit füllen kann. Fazit Ich werde einmal alles ganz anders machen als meine Mutter. Ich werde anders sprechen und handeln. Als Teenager haben wir wahrscheinlich fast alle so gedacht. So wie die Winterfrauen auch. Dennoch merken die Winterfrauen irgendwann, dass sie mehr von ihren Müttern übernommen haben, als sie für möglich hielten. Sprechen teilweise genauso mit den eigenen Töchtern, auch wenn sie andere Worte dafür benutzen. Ich würde gerne mal bei Großmutter Charlotte Urlaub auf dem Bauernhof machen. Sehr gerne ihre weltbeste Schwarzwälderkirschtorte genießen. Anschließend würde ich dann Lisette in ihrem bunten Haus besuchen. Mir ihre wundervollen Kleider betrachten. Mit Paula London unsicher machen und mit Maya auf Spurensuche gehen. Eine Geschichte über vier Generationen, die zu bezaubern weiß. Vier tolle Frauen! Vielen Dank Astrid Ruppert. Nach dem Cliffhanger freue ich mich nun auf das Finale.

  • Giselas Lesehimmel

    aus Landshut

    5/5

    14.12.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Zum Inhalt Auch den 2. Band…

    Zum Inhalt Auch den 2. Band der Winterfrauen habe ich sehr genossen. Zu Recht nennt er sich *Wilde Jahre!* Lisettes Enkelin Paula genießt das Leben in vollen Zügen. Sie verfügt über eine wunderschöne Stimme und möchte unbedingt Sängerin werden. Aber für ihre Eltern zählt nur die Arbeit auf dem Hof. Zwischen Hühnern, Schweinen und Kartoffeln fühlt sich die temperamentvolle Paula aber einfach nicht wohl. Sie bricht aus dem hessischen Heimatdorf aus. Erklärt ihren Eltern, dass sie eine tolle Arbeit haben wird. Paulas Mutter Charlotte scheint ihren Mut zu bewundern, auch wenn sie das nicht zeigt. Zumindest hatte ich diesen Eindruck. Ihr Weg führt sie mit ihrer großen Liebe Harry nach London. Von dort verschlägt es das Liebespaar nach Whitstable. Paulas Tochter Maya geht mehr nach ihrer Mutter Charlotte. Maya liebt das beständige Leben an einem Ort. Das kann sie bei ihrer Mutter nicht haben, da diese ständig in sämtlichen Städten als Sängerin und Schauspielerin unterwegs ist. Nur bei ihrer Großmutter Charlotte fühlt sie sich geborgen und verstanden. Paula zieht ständig um. Wittert immer eine Chance beruflich Karriere zu machen. Merkt nicht, wie sich ihre Tochter immer weiter von ihr entfernt. Sie erzählt Maya nicht wer ihr Vater ist. Doch Maya begibt sich auf Spurensuche. Ihr Weg führt sie nach London. Meine Meinung Eine Geschichte von Frauen über vier Generationen, die zu bezaubern weiß. Ich habe die Zeit in Whitstable sehr genossen. Paula ist dort glücklich mit ihrer großen Liebe. Abends singt sie in einem Pup. Tagsüber genießt sie das Leben an der Nordküste der englischen Grafschaft Kent. Vertilgt Unmengen Fish and Chips.Spürt die Sonne auf der Haut und genießt die Liebe am Meer. Auch in diesem Band gibt es wieder eine Frau, die sehr geliebt hat. Paula hat mich sehr an Lisette erinnert. Der Hunger nach Leben hat die beiden zu Seelenverwandten gemacht. Lisette hat ihre Enkelin stets dazu ermuntert ihre Träume wahr werden zu lassen. Ich konnte jedoch alle Frauen gut verstehen. Charlotte war froh, in geordneten Verhältnissen zu Leben. Der Alltagstrott schien genau richtig für sie zu sein. Daher fühlte sie sich früher schon zur ihrer Großmutter hingezogen. Paula fühlte sich nie verstanden. Bekam immer nur zu hören: “Wer glaubst du denn wer du bist?” Paula möchte unbedingt erreichen, dass ihre Tochter Maya auch mal über den Tellerrand blickt. Verstehen lernt, dass das Leben so viele Überraschungen birgt. Astrid Rupperts bildlicher Schreibstil hat mich auch dieses mal von Anfang an mitgenommen. Die Winterfrauen sind total verschieden. Ob Charlotte, Lisette, Paula oder Maya. Ich kann alle vier Frauen sehr gut leiden. Jede versucht doch nur auf ihre Weise glücklich zu werden. Die Geschichte spielt in den 60ern und 70ern. Im Nachwort hat die Autorin erwähnt, dass sie nicht damit gerechnet hat, für den 2. Teil so viel recherchieren zu müssen, da sie in den 60ern schon auf der Welt war. Ich bin auch Anfang der 60er geboren. Lese im Moment einige Geschichten, die in dieser Zeit spielen. Dennoch erfahre ich jedes mal wieder Neues. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass man noch einige Bücher aus dieser Zeit füllen kann. Fazit Ich werde einmal alles ganz anders machen als meine Mutter. Ich werde anders sprechen und handeln. Als Teenager haben wir wahrscheinlich fast alle so gedacht. So wie die Winterfrauen auch. Dennoch merken die Winterfrauen irgendwann, dass sie mehr von ihren Müttern übernommen haben, als sie für möglich hielten. Sprechen teilweise genauso mit den eigenen Töchtern, auch wenn sie andere Worte dafür benutzen. Ich würde gerne mal bei Großmutter Charlotte Urlaub auf dem Bauernhof machen. Sehr gerne ihre weltbeste Schwarzwälderkirschtorte genießen. Anschließend würde ich dann Lisette in ihrem bunten Haus besuchen. Mir ihre wundervollen Kleider betrachten. Mit Paula London unsicher machen und mit Maya auf Spurensuche gehen. Eine Geschichte über vier Generationen, die zu bezaubern weiß. Vier tolle Fraue

  • Ingrid

    aus Erkelenz

    5/5

    07.12.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Überzeugende Figuren, bewegende Handlungen und eine realitätsnahe Darstellung

    Der Roman „Wilde Jahre“ von Astrid Ruppert ist der zweite Band einer Trilogie über die Frauen der Familie Winter über vier Generationen hinweg. Die etwa 30 Jahre alte Maya erzählt aus der Ich-Perspektive ihre Geschichte im Jahr 2006 und 2007. Ihre Schilderungen werden unterbrochen von Kapiteln, bei denen diesmal hauptsächlich ihre Mutter Paula im Fokus steht. Aber die Erzählugn begleitet auch Mayas Oma Charlotte und deren Mutter Lisette. Der Rückblick auf die Familiengeschichte beginnt 1949 und endet in den 1990ern. Zu Beginn des Romans begegnete ich Paula, während sie im Jahr 1977 ihre Neugeborene Tochter Maya betrachtet. In ihren Gedanken fragt sie sich, welche Gefühle ihre Mutter damals hatte, als sie geboren wurde. Bereits hier wird offensichtlich, dass sie ihre Tochter allein erziehen wird. In diesem Zusammenhang denkt sie an Harry, den ich zu diesem frühen Zeitpunkt der Geschichte weder vom Namen noch von der Person her zuordnen konnte. Maya hat ihre Mutter immer nur als ruhelose Künstlerin gekannt mit wechselnden Liebhabern. Sie selbst bevorzugt es, zu dem immer gleichen Ort heimzukehren. Anders als Paula fühlt sie sich auf dem Land bei ihrer Großmutter Charlotte sehr wohl und sie ruht nicht damit, Fragen nach ihrer Herkunft zu stellen, denn sie kennt bis heute nicht ihren Vater. An ihrer Seite machte ich mich auf, Antworten zu suchen, die ich im Laufe des Romans gefunden habe. Bei ihren liebenswerten Protagonistinnen arbeitet Astrid Ruppert deutlich spürbar deren Gegensätzlichkeiten heraus. Lisette, die im gutsituierten städtischen Bürgertum aufwuchs, ist ihrem Drang nach Freiheit nachgegangen. Sie hat sich dabei nicht den Wünschen ihrer Eltern gebeugt, die für sie ein Leben als Hausfrau und Mutter an der Seite eines Ehepartners aus der gehobenen Gesellschaftsklasse vorgesehen hatten. Ihre Tochter Charlotte hat sich mit einem Landwirt verehelicht, gemeinsam führen sie den elterlichen Hof des Ehemanns. Ihr Leben ist geprägt von jahreszeitlichen Arbeiten und Routine. Auf dem Dorf kennt jeder jeden und daher hat Charlotte auch auf den Ruf der Familie zu achten. Paula ist das egal. Sie fühlt sich als Jugendliche fremdbestimmt und eingeengt. Schon früh begehrt sie auf. Immer klarer wird es für sie, dass sie nicht den Hof übernehmen möchte, sondern ihr Leben angefüllt sein soll von Musik. Ich konnte ihre Handlungen sehr gut nachvollziehen, weil sich in meiner Familie, obwohl zeitlich gesehen ein paar Jahre später, Ähnliches ereignet hat. Immer wieder fällt auf, wie sehr die Frauen in ihrer Selbständigkeit durch die geltenden Ehegesetze bis in die 1970er Jahre hinein eingeschränkt waren. Maya ist den Trends ihrer Zeit zugeneigt. Ihr fällt das Schweigen zwischen den Generationen in ihrer Familie auf. Erst als sie auf eigenen Antrieb hin und ohne das Wissen ihrer Mutter, sich auf die Spur der jungen Paula begibt, setzt sie wie ein Puzzle die Antworten zu einem Gesamtbild zusammen, zu dem aber noch die Hintergründe über eine Zeit im Leben von Charlotte fehlen, die Thema des abschließenden dritten Teils der Winterfrauen-Reihe sein werden. Die Einsicht, die Vergangenheit zu kennen, aber ruhen zu lassen hat zwischen Maya, Paula und Charlotte das Verständnis untereinander gefördert. Sicher kann diese Feststellung auch in anderen Familien zu einer Annäherung der Generationen beitragen, denn Familie bietet oft Rückhalt und Geborgenheit, auf die auch die Frauen der Familie Winter gerne zurückgreifen. Lisette hat ihrer Enkelin vermittelt, dass sie versuchen soll, das zu erreichen, was sie will, auch wenn nicht alles gelingt. Als Leser des Romans „Wilde Jahre“ von Astrid Ruppert brachte mich das zum Nachdenken. Überzeugende Figuren, bewegende Handlungen und eine realitätsnahe Darstellung prägen die Geschichte und ich bin schon sehr neugierig darauf, warum Lisettes Tochter Charlotte einen ganz anderen Weg wie ihre Mutter eingeschlagen hat. Darum freue ich mich schon auf den dritten Band der Serie und empfehle das Buch gerne weiter.

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Bewertungen (9)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von R. Braun

    R. Braun

    Thalia Ludwigshafen – Rhein-Galerie

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    5/5

    25.12.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Das Buch fesselt, wie schon Teil...

    Das Buch fesselt, wie schon Teil 1 der Trilogie, von Beginn an. Eine spannende, unterhaltsame und wunderschön geschriebene Geschichte über Mütter und Töchter, die auch nachdenklich macht. Ich freue mich schon auf Teil 3.
  • Zum Bewerterprofil von Carola Ludger

    Carola Ludger

    Thalia Lippstadt

    Buchhändler*in

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    5/5

    01.12.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Familiengeheimnis zwischen Schlaghosen und Beatles

    Nachdem der erste Band der Trilogie über die Winterfrauen „Leuchtende Tage“ von Lisette Winter erzählt hat (ein Roman, den ich so weggeschmökert habe), steht nun deren Enkelin im Mittelpunkt. Die junge Maya stellt sich, ebenso wie seinerzeit ihre Großmutter und ihre Mutter Paula die Frage: "Wie kann ich die Frau werden, die ich sein will?". Wir unternehmen gemeinsam mit der kleinen Drei-Frauen-Familie eine aufregende Reise in die Vergangenheit, in die Jahre der 1960/70'er. Und dürfen gespannt sein, ob Familiengeheimnisse gelüftet werden. Die 'swinging sixties', in denen alles möglich erschien, werden wieder lebendig und wecken Erinnerungen. Eine faszinierende Fortsetzung von Müttern und Töchtern für Mütter und Töchter. Mit Sehnsucht erwarte ich den Abschluss der Trilogie.

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Bewertungen (2)

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