Produktbild: Kintsugi

Kintsugi Roman

4

12,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

24.02.2021

Verlag

Fischer Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

12/18,7/2,4 cm

Gewicht

259 g

Farbe

Eisblau

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-596-70492-7

Beschreibung

Rezension

In ihrem Debütroman erweist sich Miku Sophie Kühmel als großes erzählerisches Talent. ("Rolling Stone")
In dieser außergewöhnlichen, gut durchdachten Struktur des Buches liegt dessen Stärke. ("SR2")
Dieser Roman ist ebenso streng wie unaufdringlich komponiert [...] ein erstaunliches Debüt, ein Roman der ebenso weltweise wie modern ist. ("hr-info Büchercheck")
[...] so elegant in Form gebracht wie eine japanische Teetasse. ("Deutschlandfunk/Büchermarkt")
Wie kann eine so junge Frau so weise über das Psychodrama eines alternden schwulen Paares schreiben? ("Die Welt/Literarische Welt")
Glaubhaft fühlt sie sich in die Gedankenwelt von Um-die-40-Jährigen ein [...]. Kühmels Roman ist ein Plädoyer, die Brüche im eigenen Leben zu akzeptieren und wertzuschätzen. ("Kölner Stadt-Anzeiger")
›Kintsugi‹, dieser kunstvoll aus den Innenperspektiven der vier Figuren erzählte Roman, erzählt eine Verfallsgeschichte der Liebe. ("Der Tagesspiegel")
Eines der besten Debüts der letzten Jahre [...] ("Spiegel Online")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

24.02.2021

Verlag

Fischer Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

12/18,7/2,4 cm

Gewicht

259 g

Farbe

Eisblau

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-596-70492-7

Herstelleradresse

FISCHER Taschenbuch
Hedderichstr. 114
60596 Frankfurt
DE

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  • Kristall86

    aus an der Nordsee

    5/5

    31.10.2022

    Buch (Taschenbuch)

    !ein Lesehighlight 2022!…

    !ein Lesehighlight 2022! Klappentext: „Kintsugi ist das japanische Kunsthandwerk, zerbrochenes Porzellan mit Gold zu kitten. Diese Tradition lehrt, dass Schönheit nicht in der Perfektion zu finden ist, sondern im guten Umgang mit den Brüchen und Versehrtheiten. Es ist Wochenende. Wir sind in einem Haus an einem spätwinterlichen See, das Licht ist hart, die Luft ist schneidend kalt, der gefrorene Boden knirscht unter unseren Füßen. Gerade sind Reik und Max angekommen, sie feiern ihre Liebe, die nun zwanzig ist. Eingeladen sind nur ihr ältester Freund Tonio und seine Tochter Pega, so alt wie die Beziehung von Max und Reik. Sie planen ein ruhiges Wochenende. Doch ruhig bleibt nur der See. »Kintsugi« von Miku Sophie Kühmel ist ein flimmernder Roman über die Liebe in all ihren Facetten. Über den Trost, den wir im Unvollkommenen finden. Und darüber, dass es weitergeht. Wie immer geht es weiter.“ Ich bin durch eine liebe Freundin und Japan-Kennerin auf japanische Literatur aufmerksam gemacht worden und habe dadurch wahrlich eine neue Welt entdeckt. Dafür danke ich ihr bis heute und kann auch bei diesem Buch hier wieder nur sagen: es ist ein wahrer Genuss was ich hier lesen durfte. Einerseits werden wir in die japanische Kunst des Kintsugi eingeweiht. Vermeintlich kaputtes Porzellan wir mit Gold gekittet und zeigt dann trotz dieser sichtbaren Stellen die wiederhaltende Formvollendung selbst. Aus etwas Ganzem wurde Vieles und aus diesem wurde wieder etwas Ganzes gekittet mit Gold. Es scheint fast wie ein Mäander und spiegelt sich dann in Kühmels Geschichte rund um die vier Personen im Buch wieder. Andererseits lesen wir, wie Kintsugi in unser aller Leben eine Rolle spielt. Jedes Leben bekommt Risse. Das geplante Wochenende am See verläuft anders als gedacht und der Leser wird hier zarter Zuschauer von Kintsugi. Die Autorin erzählt rückblickend die letzten zwanzig Jahre der vier Personen und schnell wird deutlich, hier gibt es mehr als genug Risse und die wollen, wenn es jeder einzelne von ihnen will, gekittet werden. Die Schönheit besteht hier aus dem Versuch etwas vermeintlich defektes wieder gekonnt in seine alte Form zu bringen. Selbstredend ist das für jeden sehr schwer und es gehört Kraft, Mut und auch der Wille dazu erstmal alles offen anzusprechen, die Risse zu sehen und zu verstehen und eventuell auch diese wieder zu reparieren. Wenn man so will steckt hier sehr viel philosophisches zwischen den Zeilen aber eben auch direkt zu erlesen durch die Technik Kintsugi selbst. Sie denken jetzt, man könne eine Tasse nicht mit einer Beziehung vergleichen? Warum nicht? Jede Tasse ist wertvoll weil sie von Menschenhand geschaffen wurde und zwar genau so wertvoll ist wie eine Beziehung jeglicher Art - es kommt immer auf die Sichtweise an und wie man dies alles für sich selbst schätzt. Man muss die Kunst erlernen auch das Negative zu sehen um es in etwas Positives umwandeln zu können. Hier geht es auch um Sicht auf sich selbst, sich selbst unter die Lupe zu nehmen und eben Positives sowie Negatives kritisch zu beleuchten, denn wenn die Bruchstücke zu viele Teilchen zerborsten sind, hilft auch Kintsugi nicht mehr. 5 von 5 Sterne für dieses Werk!

  • Bewertung

    5/5

    30.09.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Was zerbricht kann neu entstehen

    Ein Haus am See, drei Männer, zwei davon ein Paar und eine Frau. Es geht um Freundschaft und Vertrautheit, um ihre Beziehungen untereinander und miteinander, um Liebe und Vertrauen. Geschrieben mit Fingerspitzengefühl und Leichtigkeit. Einfach wunderbar, nein: zauberhaft. "Kintsugi ist das japanische Kunsthandwerk, Porzellan mit Gold zu kitten. Diese Tradition lehrt, dass Schönheit nicht in der Perfektion zu finden ist sondern im guten Umgang mit den Brüchen und Versehrtheiten". Ich bin sicher, auch Sie werden am Ende des Buches lächeln

  • lielo99

    aus Bad Münstereifel

    4/5

    08.09.2019

    eBook (ePUB 3)

    Auch das steht auf der Longlist zum Deutschen Buchpreis 2019

    Miku Sophie Kühmel studierte in Berlin und New York Literatur. Und das unter anderem bei Roger Willemsen und Daniel Kehlmann. Mittlerweile hat sie sich als Autorin und Podcast-Produzentin einen Namen gemacht. Ihr neuestes Werk #Kintsugi erschien am 28.08.2019 im S.Fischer Verlag. Der Roman erzählt die Geschichte von vier Menschen, die schon sehr lange befreundet sind. Max und Reik, ein schwules Paar sowie Tonio und Pega, sie sind Vater und Tochter. Max, Professor und sehr pedantisch und Reik, der ruhelose Künstler, möchten ihre Liebe feiern. Sie sind seit 20 Jahren ein Paar und jeder, der sie zusammen sieht, erkennt die große Harmonie der beiden. Tonio ist alleinerziehender Vater und sowohl Max als auch Reik halfen ihm, die Kleine sorglos heranwachsen zu lassen. Alle drei fühlen sich für sie verantwortlich. Mittlerweile ist Pega so alt wie die Beziehung zwischen Max und Reik und wohnt nicht mehr bei ihrem Vater. Die vier Freunde treffen sich in einem Wochenendhaus mitten in den Wäldern Brandenburgs und an einem ruhigen See. #Kintsugi ist ein Kunsthandwerk aus Ostasien. Dabei wird zerbrochenes Porzellan mit Gold zusammengefügt. Ich habe mir Fotos von einigen dieser Kunstwerke angeschaut. Mir gefielen sie sehr gut und die goldenen Fäden fügen sich perfekt in das zarte Porzellan. Beim Lesen des Romans fiel mir sofort die harmonische Sprache auf. Mal ernst, mal humorig aber zuweilen leider auch vulgär und das wiederum gefiel mir nicht. Die Autorin lässt jede Figur für sich zu Wort kommen. Jeder berichtet, was er gegenwärtig empfindet aber auch etliche Erlebnisse aus der Vergangenheit sind ein Thema. Wie die drei aufwuchsen und was die frühen Kindheitserlebnisse aus ihnen machten. Es geht um eine Liebe, die nicht erfüllt wird, Eifersucht und Abhängigkeit. #Kintsugi zeigt auch wie wichtig es ist, die Kinder loszulassen, sodass sie ihre eigenen Erfahrungen machen können. Es ist kein einfaches Buch und erfordert hohe Konzentration. Einige Längen gibt es auch aber die störten mich nicht, sie gehören wohl zum Stil der Autorin. Anspruchsvolle Literatur ist es und wer diese mag, dem empfehle ich das Buch auf jeden Fall.

  • Gertie G.

    aus Wien

    3/5

    25.08.2022

    eBook (ePUB 3)

    Zerbrechliche Beziehungen

    An diesem Buch hat mich vor allem der Titel angesprochen. „Kintsugi“ ist die japanische Reparaturkunst, Zerbrochenes zusammenzufügen und und es dadurch kostbarer zu machen. Keramik- oder Porzellanscherben werden dabei sorgfältig mit einem besonderen Lack geklebt und die fehlenden Teile mit einer Kittmasse, in der feinstes Pulver aus Gold, Silber oder Platin enthalten sind, ergänzt. Die dabei entstehenden Risse sollen erkennbar sein und das Gefäß wertvoller machen. Ganz ähnlich wie Archäologen mit gefundenen Artefakten umgehen. Und das sind nun gleich zwei Beziehungen zu diesem Roman: Einerseits ist einer der Protagonisten, nämlich Max, Archäologe und andererseits zeigen sich während des Wochenendes an einem See in der Uckermark Risse in den Beziehungen der Freunde. Max und der Künstler Reik sind seit zwanzig Jahr ein Paar und feiern dieses Jubiläum gemeinsam mit einem früheren Lover Reiks, der nun eine Tochter hat, die er gemeinsam mit den anderen beiden Männern erzieht. Welch eine seltsame, interessante Konstellation! Meine Meinung: Sprachlich ist das Buch ein Highlight. Die Sprachlosigkeit der vier Personen wird zur Kunst. Allerdings frage ich mich, warum sich nicht einer der drei Männer ein Herz fasst, und die schwelenden Konflikte anspricht. Ach ja, es sind ja Männer, die sprechen über Gefühle nicht. Wir Leser dürfen an den Gedanken der einzelnen Personen teilhaben. Nicht einmal habe ich mir gedacht „Spuck`s doch endlich aus!“. So plätschert die Handlung ohne rechte Höhepunkte dahin. Dabei könnte doch, ganz im Sinne des Titels, die Beziehung wie ein Keramikgefäß zerbrechen und wieder gekittet werden. Leider konnten mich weder die Charaktere noch die Geschichte als solches fesseln. Allein die schöne Sprache ist beeindruckend. Fazit: Diesem ruhigen Roman über Beziehungen und Zwischenmenschliches gebe ich drei Sterne.

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Bewertungen (4)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Ingbert Edenhofer

    Ingbert Edenhofer

    Thalia Mayersche Bottrop

    Buchhändler*in

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    5/5

    10.09.2019

    eBook (ePUB 3)

    Meisterhaft gefügt

    Es passiert nichts wahrhaft Weltbewegendes in "Kintsugi", es geht um persönliche Dramen - aber Miku Sophie Kühmel bringt das beeindruckend auf Papier. Es wirkt erst sehr simpel strukturiert - Max erzählt, dann sein Lebensgefährte Reik, dann dessen bester Freund Tonio, dann wiederum dessen Tochter Pega. Das führt aber zu beeindruckender Informationsvergabe. Je mehr Leute ihre Perspektiven darlegen, desto runder wird das Bild der Figuren. Wobei es Kühmel gar nicht darauf ankommt, dass die Figuren hundertprozentig in sich stimmig sind - sind Menschen im wirklichen Leben ja auch nicht - so ist z.B. Max derjenige, der wohl am wenigsten von sich preisgibt und gleichzeitig derjenige, der sich am ehesten in eine freche Berliner Schnauze wirft. also scheinen das saloppe Äußere und das feste Innere nicht zueinander zu passen - und wer kennt sie nicht, Leute dieser Art? Natürlich könnte man leicht Punkte finden, die zu sehr literaturkonstruiert daherkommen - etwa dass die Beziehungen, in die sich Tonio und Pega stürzen wollen, zu parallel sind - aber das ist nur an der obersten Schicht so. Kühmel hat vier Figuren miteinander in Beziehung gesetzt, die alle Aufmerksamkeit verdienen und bedeutend etwas zum Gesamtbild beitragen. Am ehesten wird vielleicht Tonio stiefkindlich behandelt - aber auch er bekommt Möglichkeiten zu glänzen. Sollte "Kintsugi" 2019 den deutschen Buchpreis gewinnen (übrigens das einzige Buch auf der Liste, bei dem ich unabhängig davon vorhatte, es zu lesen), würde es mühelos das Mittelmaß von "Archipel" 2018 vergessen lassen!

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