Der letzte Prinz

Steven Price

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Beschreibung

>Die Frau in der Themse< erschien 2019 bei Diogenes. Er ist Dozent für Poesie und Literatur und lebt mit seiner Familie in Victoria.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Nein i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Ja i
Erscheinungsdatum 28.10.2020
Verlag Diogenes
Seitenzahl 368 (Printausgabe)
Dateigröße 1163 KB
Auflage 1. Auflage
Originaltitel Lampedusa
Übersetzer Malte Krutzsch
Sprache Deutsch
EAN 9783257611434

Das meinen unsere Kund*innen

3.7/5.0

3 Bewertungen

5 Sterne

4 Sterne

3 Sterne

2 Sterne

1 Sterne

3/5

Der letzte Prinz

Kristall86 aus an der Nordseeküste am 17.04.2021

Bewertet: eBook (ePUB)

!3,5 Sterne! Klappentext: „Sizilien, 1955: Giuseppe Tomasi ist der Letzte im Geschlecht der Lampedusa. Melancholisch streift er durch das staubige Palermo, vorbei an den Palazzi seiner Vorfahren, von Café zu Café, und ignoriert seine prekäre finanzielle Situation. Als bei ihm ein Lungenemphysem diagnostiziert wird, reift in Tomasi ein Plan: Im Angesicht des eigenen Todes und des Todes einer ganzen Welt, beschließt er, etwas Bleibendes zu schaffen. Der 59-Jährige schreibt den weltberühmten Roman ›Der Leopard‹.“ Die Geschichte um den „letzten Prinzen“ des Geschlechts der Lampedusa hat eigentlich ein unheimliches großes Potential, welches hier in meinen Augen deutlich verschenkt wurde. Autor Steven Price bekommt durch den Roman „Der Leopard“ eine sehr ausführliche Geschichte vorgelegt, die den Autor, den er hier in seinem Buch beschreibt, extrem gekonnt durchschauen lässt. Price schreibt eine Art Biografie mit ein wenig Roman-Wirkung. Sein Wort- und Sprachstil sind dabei passend und ausdrucksstark gewählt. Dennoch gibt es hier und da Länge, die überhaupt nicht sein müssten und auch einige Stellen an denen sich Price richtig verzettelt im Erzählfluss. Gerade weil ich den Roman „Der Leopard“ kenne, war die eigentliche Entstehungsgeschichte dahinter und den Autor an sich eine spannende Idee, nur leider, war für meine Begriffe, hier kein Punkt dabei der mich richtig gefesselt hätte. Wie einige Leser schon angemerkt haben, ist gerade der letzte Part des Buches eher eine Art „Notlösung“. Bei so einer Geschichte und so einem „Künstler“ hätte ich doch etwas mehr Fingerspitzengefühl erwartet. Wer „Der Leopard“ gelesen hat, erfährt mehr über Tomasi als hier - denn da stecken die Details zwischen den Zeilen...Er war halt nunmal „Der letzte „Prinz““ der auf Krampf ein Erbe für die Menschheit hinterlassen wollte...in den Gedanken dazu, es könnte eine Erinnerung an ihn sein. 3,5 von 5 Sterne von mir.

3/5

Der letzte Prinz

Kristall86 aus an der Nordseeküste am 17.04.2021
Bewertet: eBook (ePUB)

!3,5 Sterne! Klappentext: „Sizilien, 1955: Giuseppe Tomasi ist der Letzte im Geschlecht der Lampedusa. Melancholisch streift er durch das staubige Palermo, vorbei an den Palazzi seiner Vorfahren, von Café zu Café, und ignoriert seine prekäre finanzielle Situation. Als bei ihm ein Lungenemphysem diagnostiziert wird, reift in Tomasi ein Plan: Im Angesicht des eigenen Todes und des Todes einer ganzen Welt, beschließt er, etwas Bleibendes zu schaffen. Der 59-Jährige schreibt den weltberühmten Roman ›Der Leopard‹.“ Die Geschichte um den „letzten Prinzen“ des Geschlechts der Lampedusa hat eigentlich ein unheimliches großes Potential, welches hier in meinen Augen deutlich verschenkt wurde. Autor Steven Price bekommt durch den Roman „Der Leopard“ eine sehr ausführliche Geschichte vorgelegt, die den Autor, den er hier in seinem Buch beschreibt, extrem gekonnt durchschauen lässt. Price schreibt eine Art Biografie mit ein wenig Roman-Wirkung. Sein Wort- und Sprachstil sind dabei passend und ausdrucksstark gewählt. Dennoch gibt es hier und da Länge, die überhaupt nicht sein müssten und auch einige Stellen an denen sich Price richtig verzettelt im Erzählfluss. Gerade weil ich den Roman „Der Leopard“ kenne, war die eigentliche Entstehungsgeschichte dahinter und den Autor an sich eine spannende Idee, nur leider, war für meine Begriffe, hier kein Punkt dabei der mich richtig gefesselt hätte. Wie einige Leser schon angemerkt haben, ist gerade der letzte Part des Buches eher eine Art „Notlösung“. Bei so einer Geschichte und so einem „Künstler“ hätte ich doch etwas mehr Fingerspitzengefühl erwartet. Wer „Der Leopard“ gelesen hat, erfährt mehr über Tomasi als hier - denn da stecken die Details zwischen den Zeilen...Er war halt nunmal „Der letzte „Prinz““ der auf Krampf ein Erbe für die Menschheit hinterlassen wollte...in den Gedanken dazu, es könnte eine Erinnerung an ihn sein. 3,5 von 5 Sterne von mir.

4/5

Die Entstehungsgeschichte eines Meisterwerks...

Rezensent aus BW am 16.12.2020

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Steven Price hat diesen Roman dem Leben des Fürsten Giuseppe Tomasi di Lampedusa (1896 - 1957) gewidmet, der posthum mit seinem einzigen Roman „Der Leopard“, den er kurz vor seinem Tod geschrieben hat, Berühmtheit erlangte. Er wird durchgängig aus Sicht des Protagonisten Giuseppe und in einer altmodisch anmutenden Sprache mit wunderschönen Formulierungen erzählt. Wir begleiten den alternden und unheilbar an einem Lungenemphysem erkrankten Giuseppe, der der letzte männliche Nachkomme eines alten sizilianischen Adelsgeschlechts ist, in seinen letzten beiden Jahren. Giuseppe, ein sprachbegabter und redegewandter Literaturliebhaber, lebt mit seiner selbstbewussten Frau Alessandra in einem kleinen Haus am Hafen von Palermo und spaziert gern durch die Strassen und Gassen seiner Heimatstadt. Auf diesen Spaziergängen wandert er geistig zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart hin und her... und er denkt auch an die Zukunft. Er weiß, dass sein Tod naht und möchte, nicht zuletzt wegen seiner Kinderlosigkeit, noch etwas Bleibendes schaffen. Das gelingt ihm! Aber von der Einzigartigkeit und Brillanz dessen, was er geschaffen hat, wird er nie erfahren. Wir jedoch erfahren im Verlauf der Lektüre Vieles über Giuseppe und aus seinem Leben und lernen seine Familiengeschichte kennen. Giuseppe ist ein eher konservativer, unterkühlter, wenig empathischer und passiver Mann, der den Stolz auf seine adelige Herkunft vor sich her trägt, Einiges erlebt und so seine liebe Not mit Veränderungen hat, was bei den vielen Umbrüchen im 20. Jahrhundert ein nicht gerade günstiger Wesenszug ist. Mit seiner eher unausgeglichenen und selbstzentrierten Mutter scheint er zeitlebens ödipal verstrickt gewesen zu sein, so dass seine Autonomieentwicklung gehemmt und er nie wirklich emotional unabhängig und eigenständig wurde. Er duldete sogar ihre Ablehnung seiner Ehefrau Alessandra, von der er deshalb jahrelang getrennt lebte! Eine melancholische Atmosphäre wird spürbar und die Handlungsorte und Szenen werden lebendig, weil der Autor die eher handlungsarme Geschichte feinfühlig, poetisch, empathisch und bildhaft erzählt. Ohne Spannungsbogen (der Leser weiß ja von Anfang an um den bevorstehenden Tod Giuseppes) und ohne Umschweife, aber unaufgeregt und in klaren Worten, erzählt Steven Price uns sowohl von Giuseppes Kindheit und Jugend, als auch von furchtbaren und traumatisierenden Erlebnissen im Ersten Weltkrieg und so ganz nebenbei werden auch politische Fragestellungen aufgegriffen „Der letzte Prinz“ ist eine in Fiktion gebettete Biographie und ein brillanter, unbedingt lesenswerter und anspruchsvoller Roman über den mir zugegebenermaßen unsympathischen Schriftsteller Giuseppe Tomasi di Lampedusa, der mit „Der Leopard“ ein literarischen Meisterwerk geschaffen hat. Da ich mich noch nicht selbst von der Klasse dieses Werkes überzeugen konnte, durch Steven Prices Roman aber sehr neugierig geworden bin, freue ich mich schon darauf, mir selbst ein Bild davon zu machen. „Der letzte Prinz“ hat mich beeindruckt und bekommt einen Dauerplatz im Regal. Ich kann jetzt, nach der Lektüre, nachvollziehen, dass er für den renommierten kanadischen Gilles Prize nominiert wurde.

4/5

Die Entstehungsgeschichte eines Meisterwerks...

Rezensent aus BW am 16.12.2020
Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Steven Price hat diesen Roman dem Leben des Fürsten Giuseppe Tomasi di Lampedusa (1896 - 1957) gewidmet, der posthum mit seinem einzigen Roman „Der Leopard“, den er kurz vor seinem Tod geschrieben hat, Berühmtheit erlangte. Er wird durchgängig aus Sicht des Protagonisten Giuseppe und in einer altmodisch anmutenden Sprache mit wunderschönen Formulierungen erzählt. Wir begleiten den alternden und unheilbar an einem Lungenemphysem erkrankten Giuseppe, der der letzte männliche Nachkomme eines alten sizilianischen Adelsgeschlechts ist, in seinen letzten beiden Jahren. Giuseppe, ein sprachbegabter und redegewandter Literaturliebhaber, lebt mit seiner selbstbewussten Frau Alessandra in einem kleinen Haus am Hafen von Palermo und spaziert gern durch die Strassen und Gassen seiner Heimatstadt. Auf diesen Spaziergängen wandert er geistig zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart hin und her... und er denkt auch an die Zukunft. Er weiß, dass sein Tod naht und möchte, nicht zuletzt wegen seiner Kinderlosigkeit, noch etwas Bleibendes schaffen. Das gelingt ihm! Aber von der Einzigartigkeit und Brillanz dessen, was er geschaffen hat, wird er nie erfahren. Wir jedoch erfahren im Verlauf der Lektüre Vieles über Giuseppe und aus seinem Leben und lernen seine Familiengeschichte kennen. Giuseppe ist ein eher konservativer, unterkühlter, wenig empathischer und passiver Mann, der den Stolz auf seine adelige Herkunft vor sich her trägt, Einiges erlebt und so seine liebe Not mit Veränderungen hat, was bei den vielen Umbrüchen im 20. Jahrhundert ein nicht gerade günstiger Wesenszug ist. Mit seiner eher unausgeglichenen und selbstzentrierten Mutter scheint er zeitlebens ödipal verstrickt gewesen zu sein, so dass seine Autonomieentwicklung gehemmt und er nie wirklich emotional unabhängig und eigenständig wurde. Er duldete sogar ihre Ablehnung seiner Ehefrau Alessandra, von der er deshalb jahrelang getrennt lebte! Eine melancholische Atmosphäre wird spürbar und die Handlungsorte und Szenen werden lebendig, weil der Autor die eher handlungsarme Geschichte feinfühlig, poetisch, empathisch und bildhaft erzählt. Ohne Spannungsbogen (der Leser weiß ja von Anfang an um den bevorstehenden Tod Giuseppes) und ohne Umschweife, aber unaufgeregt und in klaren Worten, erzählt Steven Price uns sowohl von Giuseppes Kindheit und Jugend, als auch von furchtbaren und traumatisierenden Erlebnissen im Ersten Weltkrieg und so ganz nebenbei werden auch politische Fragestellungen aufgegriffen „Der letzte Prinz“ ist eine in Fiktion gebettete Biographie und ein brillanter, unbedingt lesenswerter und anspruchsvoller Roman über den mir zugegebenermaßen unsympathischen Schriftsteller Giuseppe Tomasi di Lampedusa, der mit „Der Leopard“ ein literarischen Meisterwerk geschaffen hat. Da ich mich noch nicht selbst von der Klasse dieses Werkes überzeugen konnte, durch Steven Prices Roman aber sehr neugierig geworden bin, freue ich mich schon darauf, mir selbst ein Bild davon zu machen. „Der letzte Prinz“ hat mich beeindruckt und bekommt einen Dauerplatz im Regal. Ich kann jetzt, nach der Lektüre, nachvollziehen, dass er für den renommierten kanadischen Gilles Prize nominiert wurde.

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