Produktbild: Atomstation (Steidl Pocket)

Atomstation (Steidl Pocket) Roman

Aus der Reihe Steidl Pocket
1

12,80 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

27.05.2020

Herausgeber

Hubert Aus dem Isländischen Seelow

Verlag

Steidl Verlag

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

19,1/13/1,7 cm

Gewicht

278 g

Farbe

Seidengrau / Grau

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Hubert Aus dem Isländischen Seelow

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95829-773-9

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

27.05.2020

Herausgeber

Hubert Aus dem Isländischen Seelow

Verlag

Steidl Verlag

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

19,1/13/1,7 cm

Gewicht

278 g

Farbe

Seidengrau / Grau

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Hubert Aus dem Isländischen Seelow

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95829-773-9

Herstelleradresse

Steidl GmbH & Co.OHG
Düstere Straße 4
37073 Göttingen
DE

Email: mail@steidl.de

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Da, wo heute Millionen…

Hamaru aus Nürtingen am 29.10.2024

Bewertungsnummer: 2898463

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Da, wo heute Millionen Islandtouristen landen, auf dem Flughafen Keflavik, sollte 1946 zu Beginn des kalten Krieges ein Militärstützpunkt der Amerikaner errichtet werden. Laxness schildert in diesem Roman, der zwischen Surrealismus und Island- Sage changiert, den Kampf um den Verkauf des Landes aus der Sicht des ungebildeten, aber selbstbewussten Dienstmädchens Ugla. Problematisch an einer solchen Ich- Erzählerin ist es, wenn sie Sätze äußerst, die weit über die immer wieder betonte Unbildung hinausgehen. So heißt es über ein ihr anvertrautes Mädchen: "Manchmal schien mir, als ob in ihren Augen alles vegetative Leben kämpfte, vom kleinsten Geschöpf.... bis dorthin, wo dich der Gott mit seinen brennenden, lüsternen Mörderaugen aus der Tiefe ansieht." Trotz dieser Kritik ist dieser Roman, für den Laxness 1955 den Literaturnobelpreis erhielt, heute so aktuell wie zu seiner Entstehungszeit.

Da, wo heute Millionen…

Hamaru aus Nürtingen am 29.10.2024
Bewertungsnummer: 2898463
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Da, wo heute Millionen Islandtouristen landen, auf dem Flughafen Keflavik, sollte 1946 zu Beginn des kalten Krieges ein Militärstützpunkt der Amerikaner errichtet werden. Laxness schildert in diesem Roman, der zwischen Surrealismus und Island- Sage changiert, den Kampf um den Verkauf des Landes aus der Sicht des ungebildeten, aber selbstbewussten Dienstmädchens Ugla. Problematisch an einer solchen Ich- Erzählerin ist es, wenn sie Sätze äußerst, die weit über die immer wieder betonte Unbildung hinausgehen. So heißt es über ein ihr anvertrautes Mädchen: "Manchmal schien mir, als ob in ihren Augen alles vegetative Leben kämpfte, vom kleinsten Geschöpf.... bis dorthin, wo dich der Gott mit seinen brennenden, lüsternen Mörderaugen aus der Tiefe ansieht." Trotz dieser Kritik ist dieser Roman, für den Laxness 1955 den Literaturnobelpreis erhielt, heute so aktuell wie zu seiner Entstehungszeit.

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Atomstation (Steidl Pocket)

von Halldór Laxness

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H. Jürgens

Thalia Düsseldorf – Königsallee

Zum Portrait

5/5

Land verkaufen, Knochen begraben

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

In "Atomstation" wendet sich der Literaturnobelpreisträger wortgewaltig gegen die Stationierung US-amerikanischer Raketen auf Island, die Nebenhandlung behandelt die Heimholung der sterblichen Überreste des Nationalhelden Jonas Hallgrimsson. Dabei ist ein herausragendes Werk von Weltformat entstanden. Der Roman kann als theologischer, philosophischer aber auch als politischer Kommentar gelesen werden. Ein derart vielseitiges und durchdachtes Buch - wie es kaum ein zweites gibt - ist einzigartig in der Literatur. Die Kapitel in "Atomstation" setzen hart und unvermittelt ein, und brechen ebenso hart und unvermittelt ab. Laxness erzählt schnell, beinahe nervös und ruhelos. Vom gemächlichem epischen Erzählen, wie in "Sein eigener Herr" kann nicht die Rede sein. Der Autor selbst durchlief eine künstlerisch & weltanschaulich eigenwillige Entwicklung. Zunächst stark vom Katholizismus beeinflusst, wandte er sich dann dem Kommunismus zu - der manchmal auch hier durchblitzt - um in seinen letzten Lebensjahren ein reiner Ästhet zu werden. Halldor Laxness schildert das Streben nach sozialer Verbesserung sprachlich ausgereift. Im Mittelpunkt seines Gesamtwerkes steht der getretene & ausgebeutete Mensch. Man merkt Laxness das Interesse & auch Leidenschaft an aktuellen politischen Fragestellungen an, dabei hat er die Materie durchdrungen, jedoch droht diese auch sein künstlerisches Werk zu behindern. Durch den polemischen Witz wird die Gefahr abgemildert, da Laxness ein ehrliches Interesse an seinen Figuren hat und sie dann doch in einem versöhnlichen Licht darstellt. Dabei ist Ironie, als Mittel der Herrschaftskritik allgegenwärtig. Durch die satirische Überzeichnung der politischen Vorgänge ist der Roman ein literarisches Bravourstück.
  • H. Jürgens
  • Buchhändler/-in

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5/5

Land verkaufen, Knochen begraben

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

In "Atomstation" wendet sich der Literaturnobelpreisträger wortgewaltig gegen die Stationierung US-amerikanischer Raketen auf Island, die Nebenhandlung behandelt die Heimholung der sterblichen Überreste des Nationalhelden Jonas Hallgrimsson. Dabei ist ein herausragendes Werk von Weltformat entstanden. Der Roman kann als theologischer, philosophischer aber auch als politischer Kommentar gelesen werden. Ein derart vielseitiges und durchdachtes Buch - wie es kaum ein zweites gibt - ist einzigartig in der Literatur. Die Kapitel in "Atomstation" setzen hart und unvermittelt ein, und brechen ebenso hart und unvermittelt ab. Laxness erzählt schnell, beinahe nervös und ruhelos. Vom gemächlichem epischen Erzählen, wie in "Sein eigener Herr" kann nicht die Rede sein. Der Autor selbst durchlief eine künstlerisch & weltanschaulich eigenwillige Entwicklung. Zunächst stark vom Katholizismus beeinflusst, wandte er sich dann dem Kommunismus zu - der manchmal auch hier durchblitzt - um in seinen letzten Lebensjahren ein reiner Ästhet zu werden. Halldor Laxness schildert das Streben nach sozialer Verbesserung sprachlich ausgereift. Im Mittelpunkt seines Gesamtwerkes steht der getretene & ausgebeutete Mensch. Man merkt Laxness das Interesse & auch Leidenschaft an aktuellen politischen Fragestellungen an, dabei hat er die Materie durchdrungen, jedoch droht diese auch sein künstlerisches Werk zu behindern. Durch den polemischen Witz wird die Gefahr abgemildert, da Laxness ein ehrliches Interesse an seinen Figuren hat und sie dann doch in einem versöhnlichen Licht darstellt. Dabei ist Ironie, als Mittel der Herrschaftskritik allgegenwärtig. Durch die satirische Überzeichnung der politischen Vorgänge ist der Roman ein literarisches Bravourstück.

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