Das Eis rückt näher, und mit ihm der Krieg. Vor den Toren des Klosters zur süßen Gnade brennen die ersten Ortschaften, und Nona weiß nicht, ob sie den Tag ihrer Ordination noch erleben wird. Mithilfe eines streng verbotenen Buches will Nona das Schicksal des Reiches in die eigene Hand nehmen. Allerdings braucht sie dafür vier verschiedene magische Schiffsherzen - und solch mächtige Artefakte haben ihren Preis. Nona trifft auf alte und neue Feinde, aber eine Wahrheit ist unumstößlich: Für ihre Freunde würde sie ihr Leben riskieren. Und genau das muss sie auch tun. Der fesselnde Abschluss von Mark Lawrence' düsterer Fantasy-Trilogie voller kämpferischer Frauen.
Kundinnen und Kunden meinen
4.2/5.0
Dirk Heinemann
aus Hohe Börde
4/5
10.02.2021
Hörbuch-Download
Kampf um die Lade
Mit "Schattenkämpfer" geht die Buchreihe "Das Buch des Ahnen" in das Finale der Trilogie.
Die Schneise wird immer mehr vom Eis bedroht. Rund um das Kloster zur süßen Gnade wird bereits gekämpft. Die Nonnen bereiten sich auf den nahenden Krieg vor. Um sich und ihre Freunde zu retten, versucht Nona die Kontrolle über den Brennmond zu erlangen. Dazu braucht sie jedoch vier verschiedene Schiffsherzen und ein streng verbotenes Buch. Nur damit kann sie die Lade benutzten. Diese Dinge zu bekommen wird schwer, doch Nona ist bereit ihr Leben dafür zu riskieren.
Mark Lawrence wechselt diesmal während des Erzählens zwischen dem Jetzt und drei Jahren zuvor. Vor drei Jahren ist Nona mit Soul im ewigen Eis auf der Flucht. Im jetzt muss Nona ihre gesamtem Kräfte und vor allem die Macht des Fadenwerks aufwenden, um überhaupt eine Chance auf einen Sieg zu haben.
Die Geschichte wird spannend erzählt, wobei ich am Anfang das Hin- und Hergespringe zwischen den Zeitsträngen etwas verwirrend fand. Im Verlauf des Abenteuers wird es aber besser und zum Ende bleibt der Autor in einer Zeit. Am Ende ist es eine gelungene Trilogie. Gesprochen wird auch dieser Teil von Stephanie Preis. Sie schafft es, den verschiedenen Protagonisten mit dem Spiel ihrer Stimme einen eigenen Charakter zu verleihen.
Insgesamt hat mir die Trilogie gut gefallen.
Helena
aus Bayern
5/5
22.05.2022
Buch (Taschenbuch)
Ich konnte meine Tränen nicht halten.
Ich war schon von den erste zwei Bänden emotional mitgenommen worden. Aber jetzt kurz vor dem Ende des diesen Teils hat mich die Geschichte richtig mitgenommen. Ich konnte mich so gut in die Personen der Geschichte reinversetzten, dass ich, wenn ich das Buch weggelegt habe, erst einmal begreifen musste, dass diese Welt, in der ich während des Lesens war, nicht in Wirklichkeit existiert und dass das neugewonnene „Leben“, das einer erfundenen, unechten Person ist.
!!!Spoiler Warnung: Ich habe bei der Stelle, an der Kessel an Apfels Grab zurückbleibt, geweint.!!! :‘(
SternchenBlau
5/5
28.12.2020
Buch (Taschenbuch)
Ein Feuerwerk! Tolle Heldinnen!
„Halt die Augen offen. Lass keine Gelegenheit ungenutzt. Süße Gnade haben wir hinter uns gelassen, also erweise dem Feind auch keine.“
Was für eine Welt! Was für Protagonistinnen! Was für Kämpfe! Nona und ihre Freundinnen sind erwachsen geworden. Und die Kämpfe sind noch größer geworden. Vorwarnung: Bei dieser Rezi gerate ich mal so richtig ins Schwärmen!
Die zweite Hälfte von „Schattenkämpfer“ fühlt sich an wie ein Feuerwerk! Ein atemberaubender Showdown, bei dem die Spannung konsequent oben bleibt. Zu viel Action wird schnell langweilig, finde ich sonst meist. Bei Lawrence bin ich mittendrin, er lässt immer kurz Raum zum Luftholen, um dann weiter zu machen. Vermutlich funktioniert es so gut, weil ich mit Nona so stark mitgehen kann. Es ist die Macht der Verzweiflung und Liebe ihren Freundinnen und Mitschwestern, die sie kämpfen lässt. „Schattenkämpfer“ macht keine falsche Heldenverehrung auf. (Vielleicht, weil es ja auch Heldinnen sind?)
„In dieser Nacht kehrte der Schlaf nicht mehr zurück. Alles spitzte sich zu. Der scheinbar ewige Frieden des Konvents würde nicht bestehen bleiben. Müßige Tage, Neckereien unter Freundinnen, Rivalitäten von Kindern, all das gerann zu Erinnerungen. Aus dem Osten kam eine schwarze Flut, und das Reich besaß in seiner Gesamtheit nicht die Kraft, sich ihr zu widersetzen.“
Der erste Band der Ahnen-Reihe war eine Offenbarung: So will ich Frauenfiguren in Fantasy lesen! (hier meine Rezi: https://www.lovelybooks.de/autor/Mark-Lawrence/Waffenschwestern-1552695618-w/rezension/2627882232/). Der zweite Band war schwächer (konnte mich aber immer noch begeistern, lest hier: https://www.lovelybooks.de/autor/Mark-Lawrence/Klingentänzer-1803184519-w/rezension/2644638830/) und einige der Schwächen waren auch zu Beginn des dritten Bandes „Schattenkämpfer“ spürbar. Den Aufbau, dass hier Vergangenheit, in der das Ende von Band 2 weitergeführt wird, und die Gegenwart drei Jahre später parallel erzählt wird, fand ich nicht sehr gelungen. Ich wusste, was Lawrence damit wollte, aber manches habe ich deutlich früher gewusst und einem sehr emotionalen Moment nahm er so die Wirkung und eine Protagonistin kam daher zunächst sehr zu kurz.
Und dennoch: Bereits bei den ersten Seiten von „Schattenkämpfer“ war ich begeistert, wieder in diese Welt zurückkehren zu können.
Hier kann ich zwar in Kämpfen schwelgen, aber die Gewalt wird nie voyeuristisch! Und die Protagonist:innen werden nicht zu objektiviziert. Klar ist, sie leben ihre Sexualität aus, aber das bleibt weitgehend ihr Privatvergnügen und sie sind keine Projektionsfläche für den „male gaze“. Das ist gerade von einem Mann geschrieben wirklich eine Wohltat.
„Die Annäherung an das Göttliche macht uns alle gleich. Wenn ich die Auserwählte bin, dann sind wir in unserem Innersten alle auserwählt.“
Der Umgang mit abgedroschenen „Tropes“ ist erneut gelungen, zuallererst der mit dem Klischee der Auserwählten, dem Lawrence hier eine wundervolle (Anti-)Variante hinzufügt. Das ist umso erstaunlicher, weil die Protagonistinnen immer mehr Superkräfte entwickeln konnten.
Und dann liebe ich Lawrence poetische Sprache:
„Der Graupian zwang die Luftmassen ebenso zum Aufstieg wie die Novizinnen, und das schien den Wind so sehr zu erzürnen, dass er jede Wärme, die er im Tal vielleicht noch gehabt hatte, abwarf wie eine Last.“
Mit nur wenigen Worten kann mich der Autor zutiefst berühren.
„Nahebei krümmte sich eine Frau um die Wunde, die sie getötet hatte. Furchen im Dreck zeigten, wie weit sie sich geschleppt hatte, um zu ihrer Tochter zu gelangen, und doch war sie drei Meter entfernt gestorben, ohne ihr Kind ein letztes Mal berühren zu können.“
Alles in allem verzeihe ich dem Buch daher die Schwächen. Sogar, dass ich an einer Stelle dann gegen Schluss trotz Fadenwerk, Schiffsherz und Hunskaflinkheit den Zeitablauf dann irgendwann nicht mehr glauben konnte. Umso erstaunlicher, dass das für mich ansonsten immer hingehauen hat. Und dann bekommt eine tolle Nebenfigur noch eine Hammer-Auftritt. So schön!
Diversity ist wieder klar vorhanden, die Basis wird allerdings schon im Eröffnungsband gelegt. Und falls Ihr denkt, dass Lawrence gegen Ende dann doch noch ein nerviges Gender-Klischee benutzen würde – er liefert dafür noch eine wunderschöne Überraschung. Versprochen!
Die „süße Gnade“ ist die Quintessenz, in der sich alles zusammenfügt, was ich so gelungen finde. Aber lest selbst!
Fazit
Ich liebe Nona, ihre Freundinnen und die ganze Reihe. Trotz kleiner Schwächen ist die Ahnen-Trilogie definitiv nun einer meiner Lieblingsreihen. Weil die Königsmörder-Trilogie aber so lange auf sich warten lässt und die Frauen da eher im Hintergrund stehen, vermutlich sogar meine Lieblingsreihe! 4,5 von 5 Sternen!
Bewertung
5/5
23.09.2020
eBook (ePUB 3)
Ein gelungener Abschluss, dem Ahnen seis gedankt.
Auch in diesem Teil ist Nona Grey wieder der Mittelpunkt der Geschichte. Doch diesmal begleiten wir sie an zwei verschiedenen Zeitpunkten ihrer Entwicklung. Sie zeigt uns in nur einem Buch die ganze ihr bekannte Welt und lässt uns haut nah mit erleben was in ihr vor geht. Von der Flucht aus Sherzals Palast bis zum hoch emotionalen Schluss bleibt es fesselnd. Alles in allem ist es ein gelungener Abschluss der Reihe.
Mark Lawrence wechselt immer wieder zwischen den Zeitachsen und baut so ein stetiges Bedürfnis auf weiter zu lesen. Seine Erzählweise ist so bildhaft und detailiert, dass es einem leicht fällt sich in seiner Welt willkommen zu fühlen. Er schafft es die Spannung bis zum letzten aufrecht zu erhalten und dennoch einen runden Abschluss zu finden.
Diese Buch ist eine klare Empfehlung an alle, die bereits die ersten beiden Bände gelesen haben, und ein guter Grund für alle anderen mit Band 1, Waffenschwestern, anzufangen, denn wie oft liest man schon von kämpfenden Nonnen?
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5/5
22.08.2020
Buch (Taschenbuch)
Einfach großartig!
Der fulminante Abschluss einer großartigen Reihe! Lawrence schafft, was nur wenigen Autoren gelingt: er bringt eine komplex entwickelte Story stimmig und schlüssig zu einem Ende. Ohne Längen und mit atemberaubendem Tempo jagt man nur so durch die Seiten. Für mich eine der besten Fantasyreihen der letzten Jahre. Ganz klare Empfehlung für alle Fans anspruchsvoller Fantasy.
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