Ich habe Romy als Richard kennengelernt. Im Alter von 28 Jahren erfährt Richard, dass er Eierstöcke und eine Gebärmutter hat. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich persönlich noch nie von Intersexualität gehört. Richard entschließt sich zu einer geschlechtsangleichenden Operation und stößt damit auf Unverständnis in seiner Familie. Aus Richard wird Romy und Romy, skurril, abgehoben, destruktiv und doch liebenswert, versucht seitdem ihrer Identitätslosigkeit zu entfliehen. Sie stolpert dabei von einem Abenteuer ins nächste, nur um sich die Bestätigung zu holen, als Frau wahrgenommen zu werden, denn ihr Spiegelbild täuscht sie. Dieses Buch basiert auf einer wahren Geschichte und soll Menschen Mut machen, die, so wie Romy, ein Leben führen wollen, das von den gesellschaftlichen Normen etwas abweicht.
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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Eine Geschichte mit einem wahren Hintergrund.
Ein tolles Buch sehr berührend und einfühlsam geschrieben, ich konnte es nicht aus der Hand legen!
Bewertung
aus Lichtenstein
5/5
01.10.2020
Buch (Taschenbuch)
Selbstfindung
Sehr berührend und beeindruckend finde ich diese Geschichte über Romy, die eigentlich schon immer weiblich ist, es aber aufgrund des Irrtums eines Arztes nie sein durfte. Sie wächst als Junge auf, fühlt sich dabei nie wohl und ist immer Außenseiter.
Eines Tages erkennt Romy endlich, dass sie eine Frau ist. Ein schwerer, sehr steiniger Weg beginnt für sie. Unverständnis, Hass, Hohn und Spott schlagen ihr entgegen. Für sich selbst ist es schon hart genug, das neue, eigentlich aber ursprüngliche Geschlecht anzuerkennen. Nun kommen auch noch die Schwierigkeiten von außen dazu, oft unerträglich.
Zum Glück hat Romy eine wirkliche Freundin, nämlich ihre damalige Kollegin und jetzige Autorin, die ihr immer in berührender Weise zur Seite steht und Überdurchschnittliches für sie tut. Gemeinsam mit ihr, ihrem Mann und teils auch der eigenen Familie versucht die Protagonistin, endlich im Leben anzukommen und ihr Glück zu finden. Das dauert allerdings lange, vermutlich bis heute. Man kann Romy nur Glück und verständnisvolle Mitmenschen wünschen.
Bewertung
aus Brandis
5/5
28.09.2020
Buch (Taschenbuch)
Das Leben kennt nicht nur schwarz und weiß…
Als Richard geboren wurde, war die tolerante Betrachtung des Geschlechtes mit allen Zwischenvarianten noch nicht so etabliert wie heutzutage. Er wird in dem kleinen Dorf, wo nichts peinlicher ist als andersartig zu sein, als Junge aufgezogen, explizit noch mit Hormonen zur Unterstützung behandelt. Doch er fühlt sich immer schon anders, wird von den Jungs dafür gehänselt und ist immer Opfer. Opfer anderer sowie seiner eigenen Gefühle und Gedanken.
Eher zufällig erfährt er im Alter von 28 Jahren, dass er mit einer Gebärmutter und Eierstöcken weibliche Geschlechtsmerkmale besitzt. Die Entscheidung zukünftig als Frau zu leben, mit der geschlechtsangleichenden Operation erscheint ihm/ihr als DIE erhoffte Lösung. Die Enttäuschung ist umso größer, das damit nicht sofort alles gut ist.
Isabella Maria Kern zeichnet sehr einfühlsam in diesem berührenden Buch Richards/Romys schweren Weg der gesamtheitlichen Entwicklung zur Frau. Ein sehr langer Prozess, für den sich Romy allerdings als viel zu ungeduldig erweist. Hochjauchzen und zu-Tote-betrübt wechseln sich ständig ab und belasten damit nicht nur Romy, sondern auch Isabella sehr. Es gelingt einfach nicht, die sich immer wieder wiederholenden Gedankenkreise und Gespräche zu durchbrechen: Romy möchte besser und weiblicher als alle Frauen sein – einfach die perfekte Frau…
Sehr beeindruckt hat mich von Beginn an, wie viel Gefühl mit so viel berührender Inhalt in diesem Buch steckt. Bereits ab den ersten Seiten fühlt und leidet man mit beiden mit.
Und auch wenn das Buch in erster Linie von „Romy“ handelt, wird sehr deutlich, welch sensibler Mensch Isabella ist und wie glücklich sich Romy schätzen darf, sie auf ihrem schwierigen Weg zur Seite gewusst zu haben. Einfach ein gelungenes Buch um ein tragisches Thema! Klare Leseempfehlung!
Bewertung
5/5
21.09.2020
Buch (Taschenbuch)
Ein Schicksal, man sucht es sich nicht aus!
Da kommt Anfang der Achtziger des letzten Jahrhunderts ein Kind in einem Dorf zur Welt und es dauert nicht lange bis die ersten Schwatztanten mit ihren Kommentaren zur Stelle sind.
'Sie ham ja noch ma en Bub gekriegt, der ist aber nicht so ganz richtig.' So kann man es als Leser zwischen den Zeilen erahnen. Dabei sind bereits kleinste Abweichungen vom Mehrheitsgeschmack, Grund genug für allerlei üble Nachrede. Wenn nun die Stadtmenschen meinen, von oben herab auf die Dörfler blicken zu müssen, so sei daran erinnert, dass es in der Stadt meist überhaupt kein Mitgefühl oder Interesse, für das, was man Nachbarn nennt, gibt.
Die Hänseleien in der Schule, beim Sport, im Alltag setzen sich fort, je älter der Junge wird. Die Aufklärung ist, nicht wie heute, schon so weit gediehen, dass mühsam Wissen und Vernunft, wenngleich in bescheidenem Maße, Einklang in die öffentliche Diskussion finden. Auch die Kinderärzte und alle medizinischen Fakultäten, die es angeht, scheinen heutzutage sensibler zu agieren.
So aber sind wir im Jahre 1982 und der Arzt legt fest, es möge ein Junge sein und man möge ihm reichlich Hormone verabreichen. Ein Junge, hart wie Kruppstahl, jawoll, das möge er werden. Aber das Kind will das nicht, es will viel lieber ein Mädchen sein. Dass dieser Junge weibliche Organe im Körper trägt, wird erst viel später ärztlich erkannt. So lange wird der kleine Mensch verkorkst und bleibt es, muss alleine damit fertig werden.
Die Autorin Isabella Maria Kern hat mit bewundernswertem Mut und Hartnäckigkeit in langen Gesprächen und Dialogen das Schicksal dieser Romy, die einmal Richard sein sollte, aufopfernd begleitet und aufgezeichnet. Allen Respekt dafür. Unwillkürlich leidet man mit der Protagonistin, man möchte helfend einspringen und bleibt doch ohnmächtig. Es ist ein erschütterndes Zeitdokument.
Ein Schreibstil, der nicht nur erzählt, chronologisch berichtet, sondern mit zahlreichen Dialogen anschaulich Bilder und Lebendigkeit entwirft.
Schriftsatz und Layout kommt dem Leser entgegen, Gliederung in Absätze, Blocksatz mit Silbentrennung, so ist ein Text locker und leicht zu lesen. Man ist mittendrin. Ein Lob auch für epubli, die das Buch drucken und vertreiben, ein stabiler Einband, sauber gedruckte 348 Seiten.
Bewertung
5/5
27.08.2020
Buch (Taschenbuch)
ein ergreifendes Buch
Sehr einfühlsam geschrieben! Ich durfte die Autorin persönlich als einfühlsamen Menschen kennen lernen. Dieses Thema berührt mich, die Geschichte ist sehr ergreifend. Ich liebe es, wenn ein echter Hintergrund mit wahren Begebenheiten dahinter ist. Sehr schön das Buch!
Mögen viele Menschen mit dieser Lebensgeschichte berührt werden!
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