Ein Roadtrip mitten ins Leben: Der junge, antriebslose Lokaljournalist Fabian träumt sich abends auf seinem Sofa einen interessanteren Alltag. Als er bei einem Wettbewerb, an dem er gar nicht teilnehmen wollte, eine Reise nach Sansibar gewinnt, tritt er diese unwillig an. Auf der Insel lernt er Max kennen, einen ebenso irritierenden wie faszinierenden Schweizer Sonderling im Massai-Kostüm, dem er noch am gleichen Tag das Leben rettet.Zuhause begegnen sie sich drei Jahre später zufällig wieder. Fabian erfährt von Max' psychischer Krankheit, die ihn von der Schweiz nach Zagreb und Sansibar, in eine Ehe, in die Vaterschaft und ins Gefängnis geführt hat. Weil Max' Erinnerungen lückenhaft sind und sein Psychiater ihm rät, sie zu ordnen, beauftragt er Fabian mit dem Verfassen seiner Biographie.Fabian setzt sich, wie Max 14 Jahre zuvor, aufs Fahrrad. Er radelt nach Zagreb und fliegt schliesslich ein zweites Mal nach Sansibar. Auf seiner Reise begegnen ihm Menschen, Geschichten und Gedanken, die er sich auf seinem Sofa nicht erträumt hätte.
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5/5
30.12.2020
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein Manisch-Depressiver, ein Journalist, ein Fahrrad, Zagreb und die Freuden des Lebens
Max Winter hat ein Temperament, an das man sich nur schwer gewöhnen kann. Als der ruhige, von seinem Leben und seinem Beruf gelangweilte Journalist Fabian Jakobi, während einer Sansibar-Reise auf Max in seinem Massai-Gewand trifft, gibt es wenige Gemeinsamkeiten zwischen den beiden. Sie treffen sich auf der Insel nur noch ein einziges Mal, als Fabian den schwer verletzten Max findet und ihm mit einer Taxifahrt ins Krankenhaus das Leben rettet. Erst Jahre später treffen die beiden durch Zufall wieder aufeinander und lernen sich besser kennen. Fabian erfährt, dass Max an einer manisch-depressiven Störung leidet und während seines Lebens viel Zeit in Psychiatrien verbracht hat. Fabian, der eine Faszination für Max Lebensweg entwickelt, wird von diesem gebeten, dessen Biografie zu schreiben und die Lücken in Max Erinnerung zu schließen. Nach einiger Recherche entscheidet Fabian sich, Max Wege originalgetreu nachzugehen und macht sich mit dem Fahrrad auf nach Kroatien.
Radost(-wärts) findet Felix die Art aufregender Freude, von der er nicht wusste, dass sie in seinem Leben fehlt.
Frédéric Zwickers Buch regt durch die klare Benennung und allmähliche Zeichnung eines Krankheitsbildes zum Nachdenken an. Für Max, der zunächst etwas ruppig und rücksichtslos auf den Leser wirkt, entwickelt dieser ganz zwangsweise eine gewisse Sympathie und ein besseres Verständnis im Laufe der Geschichte. Besonders Max Vorliebe für Witze übertrug sich auf mich, und ich war gespannt, was er als nächstes raushaut. Man bekommt mit diesem Buch nicht nur einen Roadtrip geboten, sondern erlebt mit wie die Charaktere sich auf ihre Weise entfalten.
Es ist eine nicht alltägliche Lesereise, und ich habe jede Seite genossen!
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