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Ameisig Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.03.2021

Verlag

Carl Hanser

Seitenzahl

864

Maße (L/B/H)

21,8/14,5/4 cm

Gewicht

879 g

Auflage

1

Originaltitel

Antkind

Übersetzt von

Stephan Johann Kleiner

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-26833-3

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.03.2021

Verlag

Carl Hanser

Seitenzahl

864

Maße (L/B/H)

21,8/14,5/4 cm

Gewicht

879 g

Auflage

1

Originaltitel

Antkind

Übersetzt von

Stephan Johann Kleiner

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-26833-3

Herstelleradresse

Hanser, Carl, Verlag GmbH & Co. KG
Vilshofener Str. 10
81679 München
Deutschland
Email: info@hanser.de
Url: www.hanser-literaturverlage.de
Telephone: +49 89 998300
Fax: +49 89 99830157

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Klar verschwommen

Bewertung am 30.03.2023

Bewertungsnummer: 1911006

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Für Liebhaber der Metaebene in der Metaebene der Metaebene. Leider unverfilmbar, trotzdem teils erschreckend bildhaft vor meinem geistigen Auge. Das letzte Viertel des Buches gleicht einem Wortstrudel über einen Ereignisstrudel im Zerrspiegelkabinett. Grossartig.

Klar verschwommen

Bewertung am 30.03.2023
Bewertungsnummer: 1911006
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Für Liebhaber der Metaebene in der Metaebene der Metaebene. Leider unverfilmbar, trotzdem teils erschreckend bildhaft vor meinem geistigen Auge. Das letzte Viertel des Buches gleicht einem Wortstrudel über einen Ereignisstrudel im Zerrspiegelkabinett. Grossartig.

"Jeder braucht irgendjemanden, auf den er herabsehen kann."

Bewertung am 12.04.2021

Bewertungsnummer: 506608

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Regisseur und Autor Charlie Kaufman hat mit AMEISIG einen Roman über einen Filmkritiker geschrieben, der kurz vor dessen Zerstörung den "besten Film aller Zeiten" zusehen bekommt und diesem nun der Nachwelt erzählen möchte. Bei drei Monaten Laufzeit ein denkwürdiges Unterfangen. Allerdings muss er sich an dieses einschneidende Lebenswerk eines unbekannten Filmemachers erst noch minutiös erinnern, bevor er eben das tun kann. Kaufmans Buch ist vor allem in der Erstauflage mit dem bunten Buchschnitt eine Augenweide, die leider nur den Inhalt nicht schöner macht. In diesem Roman sind zu viele Wiederholungen, zu viele Stereotype sowie Ähnlichkeiten zu realen Personen, sodass das geschriebene Wort einem irgendwann doch ein wenig zum Halse raushängt. Auch der Humor, der vor sich allem auf Religion, Rasse sowie auch Trump bezieht, ist vermehrt amerikanisch und vor allem sehr New Yorker Schickeria. Kaufman gibt natürlich Filmempfehlungen, kritisiert dabei aber auch gerne andere Filmemacher sowie vor allem sich selbst, damit man ihm nichts vorwerfen kann. Dass der Roman im "Big Apple" spielt, ist vor allem bei den Charakteren mehr als spürbar. Gerade B. Rosenberger wirkt wie eine vermeintliche Kopie von Woody Allen, dessen Tochter in diesem Buch noch den Zunamen "Farrow", also den seiner realen Tochter bekommen hat; sodass man sich fragt, ob das nicht Absicht ist. Auch das Verhätlnis der Beiden wird ähnlich problematisch beschrieben wie jenes in der Realität. Viele weitere kritische Äußerungen, Abwandlungen und redundante Wiederholungen finden sich in diesem Werk, das dann auch noch in Ebenen hin und her hüpft, mit verschiedenen Genres und Figuren spielt und vor allem auch den Leser fordert, nie den roten Faden zu verlieren. Manchmal ist man in der Matrix, dann doch wieder in dem Film, dann in einer anderen Sphäre unterwegs. Kurzum ist AMEISIG tatsächlich ein Buch, das mit jeglichen Erzählkonventionen bricht, aber eigentlich eher wirkt wie ein Film, den Kaufman gerne machen würde, der aber anhand der verschiedenen Darstellungen (Animation, Stop-Motion etc.) viel zu teuer und in der Erzählung auch viel zu umfangreich wäre, um einem Massenpublikum zu gefallen, was im Umkehrschluss die Finanzierung eines solchen Werkes mehr als fragwürdig macht. Für Filmfans defintiv ein verständlicherer Inhalt als für Laien würde ich annehmen, die hier doch vielleicht schneller die Lust am Lesen verlieren dürften. Ein sehr spezielles Buch, das beim richtigen Leser allerdings ein Highlight sein sollte.

"Jeder braucht irgendjemanden, auf den er herabsehen kann."

Bewertung am 12.04.2021
Bewertungsnummer: 506608
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Regisseur und Autor Charlie Kaufman hat mit AMEISIG einen Roman über einen Filmkritiker geschrieben, der kurz vor dessen Zerstörung den "besten Film aller Zeiten" zusehen bekommt und diesem nun der Nachwelt erzählen möchte. Bei drei Monaten Laufzeit ein denkwürdiges Unterfangen. Allerdings muss er sich an dieses einschneidende Lebenswerk eines unbekannten Filmemachers erst noch minutiös erinnern, bevor er eben das tun kann. Kaufmans Buch ist vor allem in der Erstauflage mit dem bunten Buchschnitt eine Augenweide, die leider nur den Inhalt nicht schöner macht. In diesem Roman sind zu viele Wiederholungen, zu viele Stereotype sowie Ähnlichkeiten zu realen Personen, sodass das geschriebene Wort einem irgendwann doch ein wenig zum Halse raushängt. Auch der Humor, der vor sich allem auf Religion, Rasse sowie auch Trump bezieht, ist vermehrt amerikanisch und vor allem sehr New Yorker Schickeria. Kaufman gibt natürlich Filmempfehlungen, kritisiert dabei aber auch gerne andere Filmemacher sowie vor allem sich selbst, damit man ihm nichts vorwerfen kann. Dass der Roman im "Big Apple" spielt, ist vor allem bei den Charakteren mehr als spürbar. Gerade B. Rosenberger wirkt wie eine vermeintliche Kopie von Woody Allen, dessen Tochter in diesem Buch noch den Zunamen "Farrow", also den seiner realen Tochter bekommen hat; sodass man sich fragt, ob das nicht Absicht ist. Auch das Verhätlnis der Beiden wird ähnlich problematisch beschrieben wie jenes in der Realität. Viele weitere kritische Äußerungen, Abwandlungen und redundante Wiederholungen finden sich in diesem Werk, das dann auch noch in Ebenen hin und her hüpft, mit verschiedenen Genres und Figuren spielt und vor allem auch den Leser fordert, nie den roten Faden zu verlieren. Manchmal ist man in der Matrix, dann doch wieder in dem Film, dann in einer anderen Sphäre unterwegs. Kurzum ist AMEISIG tatsächlich ein Buch, das mit jeglichen Erzählkonventionen bricht, aber eigentlich eher wirkt wie ein Film, den Kaufman gerne machen würde, der aber anhand der verschiedenen Darstellungen (Animation, Stop-Motion etc.) viel zu teuer und in der Erzählung auch viel zu umfangreich wäre, um einem Massenpublikum zu gefallen, was im Umkehrschluss die Finanzierung eines solchen Werkes mehr als fragwürdig macht. Für Filmfans defintiv ein verständlicherer Inhalt als für Laien würde ich annehmen, die hier doch vielleicht schneller die Lust am Lesen verlieren dürften. Ein sehr spezielles Buch, das beim richtigen Leser allerdings ein Highlight sein sollte.

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Ameisig

von Charlie Kaufman

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Kevin Beckmann

Thalia Mayersche Wuppertal-Barmen

Zum Portrait

5/5

Unendlicher Spaß?

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Was für ein Monster von einem Buch. Was sich schon am Klappentext als eher außergewöhnliche Prämisse darstellt, wird bei der Lektüre zu einem wahnsinnigen Trip in die Psyche des gescheiterten Filmkritikers B. Rosenberg. Auch wenn sich die Geschichte bereits zu Beginn mit allerlei Absurditäten nicht zurückhält, sprengt vor allem das letzte Drittel jegliche Erzählkonvention. Ganz besondere Unterhaltung.
  • Kevin Beckmann
  • Buchhändler/-in

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5/5

Unendlicher Spaß?

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Was für ein Monster von einem Buch. Was sich schon am Klappentext als eher außergewöhnliche Prämisse darstellt, wird bei der Lektüre zu einem wahnsinnigen Trip in die Psyche des gescheiterten Filmkritikers B. Rosenberg. Auch wenn sich die Geschichte bereits zu Beginn mit allerlei Absurditäten nicht zurückhält, sprengt vor allem das letzte Drittel jegliche Erzählkonvention. Ganz besondere Unterhaltung.

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Claudius Kaboth

Thalia Mannheim – Planken

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5/5

Being B. Rosenberg

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wer die Filme von Charlie Kaufman kennt (Being John Malkovich, Synecdoche New York, etc.), weiß, welches merkwürdige Spiegelkabinett und Kaleidoskop ihn/sie/xier (B. Rosenberg liebstes genderneutrales Personalpronom) hier erwartet. Der verzweifelt „woke“ –zu-sein-vorgebende Großstadtneurotiker und Filmkritiker B. entdeckt einen unbekannten Filmemacher und seinen 3 Monate langen Stop-Motion-Film. Leider geht das Meisterwerk in Flammen auf. Ob die Hypgnosetherapie (nicht zu verwechseln mit Hypnosetherapie;)) hilft, sich an ihn zu erinnern? Kaufman erzeugt einen 859 Seiten langen surrealen und komplexen Rausch, der sich sehr lustig und unkorrekt an den modernen Untiefen der Identitätspolitik und seiner white fragility abarbeitet. Und natürlich an der unsterblichen Magie des Kinos und der Filmkunst. „Vom Psychiater um drei gehe ich direkt in die Praxis des Schamanen(…). Ich merke noch immer die Wirkung des Ketamins, vor allem daran, dass meine Hände zu viele Finger haben, aber auch daran, dass meine Finger zu viele Finger haben.“(S. 241)
  • Claudius Kaboth
  • Buchhändler/-in

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Being B. Rosenberg

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wer die Filme von Charlie Kaufman kennt (Being John Malkovich, Synecdoche New York, etc.), weiß, welches merkwürdige Spiegelkabinett und Kaleidoskop ihn/sie/xier (B. Rosenberg liebstes genderneutrales Personalpronom) hier erwartet. Der verzweifelt „woke“ –zu-sein-vorgebende Großstadtneurotiker und Filmkritiker B. entdeckt einen unbekannten Filmemacher und seinen 3 Monate langen Stop-Motion-Film. Leider geht das Meisterwerk in Flammen auf. Ob die Hypgnosetherapie (nicht zu verwechseln mit Hypnosetherapie;)) hilft, sich an ihn zu erinnern? Kaufman erzeugt einen 859 Seiten langen surrealen und komplexen Rausch, der sich sehr lustig und unkorrekt an den modernen Untiefen der Identitätspolitik und seiner white fragility abarbeitet. Und natürlich an der unsterblichen Magie des Kinos und der Filmkunst. „Vom Psychiater um drei gehe ich direkt in die Praxis des Schamanen(…). Ich merke noch immer die Wirkung des Ketamins, vor allem daran, dass meine Hände zu viele Finger haben, aber auch daran, dass meine Finger zu viele Finger haben.“(S. 241)

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