Produktbild: Harte Jahre

Harte Jahre Roman | Nobelpreis für Literatur 2010

3

12,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

20.04.2021

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

408

Maße (L/B/H)

19/12,2/3 cm

Gewicht

375 g

Farbe

Himbeer

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Tiempos recios

Übersetzt von

Thomas Brovot

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-47134-0

Beschreibung

Rezension

»Llosa liefert ... virtuose Aufklärungsarbeit, um solche Zeiten in Zukunft hoffentlich etwas öfter zum Besseren wenden zu können.« ("neues deutschland")
»... ein eindrückliches Beispiel dafür, was die Kraft des Erzählens an der Schnittstelle zwischen Realität und Fiktion kann: mit prismatischem Blick auf das Einzelne auf die universale Gültigkeit des Anspruchs auf Menschlichkeit verweisen.« ("der Freitag")
»Den Roman Harte Jahre , so glaubhaft und so wahr wie die sogenannte Historie.« ("DER SPIEGEL")
»Diese Geschichte erzählt Geschichte. Das ist lehrreich, das ist spannend, das ist immer noch empörend. Mario Vargas Llosa macht es möglich.« ("Frankfurter Rundschau")
»Haben Sie sich auch schon mal gefragt, woher der Begriff von der ›Bananenrepublik‹ kommt? Mario Vargas Llosa hat dazu einen packenden Roman geschrieben.« ("ZEITmagazin-Newsletter")
»Akribisch zeichnet Mario Vargas Llosa den Putsch gegen Árbenz nach und schildert souverän die Jahre davor und danach, mit zeitlichen Sprüngen. Die und die vielen meist historischen Figuren verlangen dem Leser einiges an Konzentration ab. Belohnt wird man allerdings damit, dass man sich als Augenzeuge einiger Schlüsselmomente im Guatemala der 50er-Jahre fühlt.« ("NDR")
»[Vargas Llosa ist] ein Meister der Recherche, der aus scheinbar unwichtigen Details neue Erkenntnisse zieht. Und er ist ein brillanter Stilist, der neben all dem Horror zärtliche Liebesszenen, wunderschöne Naturbeschreibungen und Momente menschlicher Versöhnung zu gestalten vermag.« ("SWR2")
»Mario Vargas Llosa gibt in Harte Jahre Einblicke in das politische Flechtwerk Mittelamerikas. Der Roman ... ist zugleich Dokumentation und Thesenroman: voller Spannung und sinnlich erzählt.« ("Deutschlandfunk Kultur")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

20.04.2021

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

408

Maße (L/B/H)

19/12,2/3 cm

Gewicht

375 g

Farbe

Himbeer

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Tiempos recios

Übersetzt von

Thomas Brovot

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-47134-0

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

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  • Sandra Falke

    aus Berlin

    4/5

    04.08.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Die ereignisreiche Geschichte Guatemalas

    Llosas Verständnis für universale Menschlichkeit in prekären Situationen, inmitten von internationalen Konflikten, vor der Empfängnisrede eines Staatsoberhauptes oder im Angesicht des Todes ist jedoch auch in einer Handlung ohne Ariadnefaden unübertroffen. Im vielschichtigen, oft unübersichtlichen Wechsel an Perspektiven, im Wirrwarr dreiteiliger Namen, Amtsbezeichnungen und strukturellen Änderungen in der guatemaltekischen Politik bringt Llosa die Gedanken des Einzelnen emphatisch zur Geltung. Wer sich für die ereignisreiche Geschichte Guatemalas und sachliche, komplexe Hintergründe brutaler politischer Intrigen interessiert, den erwartet hier ein bereicherndes, fortgeschrittenes Leseerlebnis. Rezensionen zu Neuerscheinungen und Klassikern der Weltliteratur findest Du wöchentlich auf sandrafalke.com, ein Abo lohnt sich!

  • Bewertung

    aus Thun im Kanton Bern

    5/5

    21.01.2023

    eBook (ePUB)

    Guatemala in den Augen von Vargas Llosa

    Es ist immer ein Genuss, Vargas Llosa zu lesen. Dieses Mal geht es hoch politisch zu und her; es ist eine Art historische Rekonstruktion der Geschichte Guatemalas zur Zeit der Revolution und Konterrevolution und der Generäle usw. Ob der Autor in seiner Geschichtsaufarbeitung in allen Teilen den Nagel auf den Kopf trifft, mag dahin gestellt sein. Interessant sind die Enthüllungen zur Rolle der USA und auch der Wirtschaft (United Fruits), die die sehr schräge Haltung der Vereinigten Staaten in Lateinamerika gut dokumentieren. Das Buch liest sich süffig, wie ein spannender Krimi, guter Schreibstil, Vargas Llosa beherrscht die südamerikanische Erzählkunst, die manchmal zum Romantischen und gar Surrealistischen neigt. Wirklich sehr lesenswert.

  • Simon Garfield

    4/5

    03.07.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Harte Jahre 1954 -

    Unglaubliche, enthüllende Fakten über die Einflussnahe der USA in Guatemala. Mit der aus der Luft gegriffenen Behauptung, das Land vor einer kommunistischen Machübernahme schützen zu müssen, wird der Präsident, der eine längst fällige Agrarreform in Angriff genommen hat, gezwungen, abzudanken. Die United Fruit Company schreckt vor keinem Mittel zurück, um Profit zu machen. Ein an Daten u Fakten reicher Roman, entsprechend schwierig zu lesen. Doch es lohnt sich!!

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Tobias Groß

    Tobias Groß

    Thalia Leipzig – Grimmaische Straße

    Buchhändler*in

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    4/5

    30.07.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Geschichte darüber, wie Guatemala um die Demokratie gebracht wurde

    Auch mit seinem neusten Roman beweist Literaturnobelpreisträger Mario Vargas Llosa, dass er noch immer zu den großen Geschichtenerzählern Lateinamerikas gehört und auch im hohen Alter nichts von seinem Talent eingebüßt hat. Mehr noch, in den letzten Jahren zeigt er sich skeptischer als je zuvor und spart sogar nicht mit Kritik am Neoliberalismus – den er sonst immer verteidigte und für die beste aller Wirtschafts- und Gesellschaftsformen hielt. Der beste Beweis für seine sich wandelnde Geisteshaltung, ist sein den 1950er-Jahren spielender Politthriller 'Harte Jahre'. In diesem beschäftigt sich Vargas Llosa mit einem Kapitel Geschichte, was den allermeisten Europäer*inner vollkommen unbekannt ist. Mit sprachgewaltiger Akribie erzählt er wie Intrigen, Lügen und Tricks das mittelamerikanische Land Guatemala zu einem Satellitenstaat der USA machten – und damit zum Prototyp für zahlreichen darauf folgenden Militärdiktaturen in Lateinamerika. 'Harte Jahre' ist ein Roman, der sowohl fasziniert, als auch schockiert. Denn der Großteil der Geschichte basiert auf wahren Begebenheiten und zeigt eindrücklich, dass die USA vor absolut nichts zurückschreckten, um die Ausbreitung des Kommunismus zu verhindern. Ein lesenswertes Buch, trotz der Tatsache, dass es mitunter zu viele Protagonist*innen und Handlungsstränge gibt und der Überblick dadurch etwas veloren geht. Doch zum Glück ergibt am Ende alles ein sinniges Ganzes.
  • Zum Bewerterprofil von S. H.

    S. H.

    Thalia Zentrale

    Buchhändler*in

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    4/5

    05.06.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Guatemala in den Fängen der USA

    Dies ist ein höchst politisches Buch das zeigt, dass die USA vor nichts zurückschrecken um ihre Macht und ihren Profit zu steigern. Sie sind nicht die Beschützer der Demokratie in der Welt, sonder die Beschützer des eigenen Kapitalismus. Hier wird mit harten Bandagen gekämpft um die United Fruit Company weiterhin zu ermöglichen das Land und die Bauern zu plündern und zu unterdrücken. Wir schreiben das Jahr 1954 und die demokratisch gewählte Regierung des Landes wird, sogar in seriösen Zeitungen, durch Lügen und Intrigen diffamiert und schließlich abgesetzt und durch eine Militärjunta, den USA genehm, ersetzt. Nach der Lektüre dieses Buches Versteht man wie die Politik der USA aufgebaut ist. Heute noch, leider. Eher ein Männerbuch aber sehr lohnenswert und erhellend.
  • Zum Bewerterprofil von Michael Winter

    Michael Winter

    Thalia Augsburg

    Buchhändler*in

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    4/5

    10.04.2020

    eBook (ePUB)

    Geschichtsunterricht mal ganz anders

    Der Nobelpreisträger von 2010 lebt noch - und wie! Die Geschichte Guatemalas in den 50er Jahren dürfte kaum jemand präsent haben. Umso verwirrender beginnt der neue Roman von Mario Vargas Llosa mit einem Durcheinander an ähnlich klingenden Namen, unterschiedlichen Perspektiven, einer oft nicht linearen zeitlichen Abfolge und einer Fülle an Stoff, die kaum zwischen den Buchdeckeln Platz zu haben scheint. Hier könnte man den Fehler machen und zu früh aufhören, weil man sich kaum noch zurecht findet. Mein Rat: Nicht zu lange nachdenken, einfach weiterlesen. Das meiste klärt sich von selbst auf und man wird mehr als belohnt. Es ist, als ob man ein Rätsel gelöst hat, wenn man die letzten Seiten liest und sich fragt, was nun eigentlich Realität und was Fiktion war. In jedem Fall habe ich viel gelernt und mich glänzend unterhalten.

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