Tereza Berger, Buchhändlerin mit Kampfgeist, will eine verschwundene Nonne rehabilitieren, die im Verdacht steht, ihre Mitschwestern und eine Pariser TV-Crew mit einer Fischsuppe vergiftet zu haben. Dumm nur, dass Tereza als Köchin engagiert war und deshalb selbst zum Kreis der Verdächtigen gehört. Damit nicht genug, stößt sie am Strand von Camaret-sur- Mer auf einen Toten. Der ehemalige Marineadmiral war eine bretonische Berühmtheit. Hängen die beiden Fälle zusammen? Terezas Nachforschungen führen sie zu einer geheimnisvollen Grotte - und weit zurück in die Vergangenheit.
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
Bücher in meiner Hand
5/5
28.05.2021
eBook (ePUB)
Dem Kommissar das Leben schwer machen
Es ist Frühling in der Bretagne und bald steht schon wieder das erste Fest an, ein Kriegsheld soll dabei geehrt werden und der Frauen-Chor von Camaret singen, unterstützt von einer berühmten lokalen Sängerin, die aber schon längst das ländliche Idyll verliess und in Paris zu Hause ist. Wo Armelle ist, ist auch das TV nicht weit. Um alle schnell verpflegen zu können, soll Tereza als Hilfsköchin im Kloster fungieren.
Auf ihrem Weg zum Kloster stolpert Tereza aber fast über eine Brüstung und sieht, dass jemand vor ihr kein Glück hatte und sich nicht halten konnte. Als sie im Kloster davon berichtet, verschwindet Schwester Nominoë und macht sich sehr verdächtig - erst recht als Tags darauf alle Nonnen und die Crew wegen einer Vergiftung flach liegen.
Kommissar Gabriel Mahon will Tereza mal wieder nichts glauben und so streiten sie munter weiter miteinander, als ob sie die weisse Fahne am Ende des ersten Bandes gar nicht gehisst hätten. Tereza macht sich deshalb selbstständig und versucht so viel wie möglich in Erfahrung zu bringen - über Land und Leute, mögliche Verdächtige und alle Hintergründe, die zu diesen Taten geführt haben könnten.
Tereza kann sich aber nicht in Ruhe auf ihre Ermittlungen konzentrieren, denn die Schmierereien an ihrer Buchhandlung Déjà-lu beginnen wieder und auch sonst reiht sich zuhause Katastrophe an Katastrophe. Doch wer Tereza bereits aus dem ersten Band kennt, weiss, dass sie nicht so schnell aufgibt und am Schluss den richtigen Riecher hat.
Es gibt ein Wiedersehen mit Surflehrerin Ayala, deren Tochter man hier endlich kennenlernt; mit Magalie, die immer für Café-au-lait-Nachschub sorgt; mit Isidore, der die Villa Wunderblau in Schuss hält und mit Sylvie, das Herz der Buchhandlung und ohne die Tereza nicht einfach so frei und unabhängig in der Gegend rumdüsen könnte.
Erneut war es ein grosses Vergnügen diesen Krimi von Gabriela Kasperski zu lesen. "Bretonisch mit Aussicht" hat alles, was ein guter Krimi braucht: ein interessantes Thema, Spannung, Humor und vielfältige Charaktere.
Fazit: Beste Krimiunterhaltung ist garantiert - kein Wunder mit dieser bodenständigen, sympathischen und eigenwilligen Protagonistin, die dem Kommissar das Leben schwer macht.
5 Punkte.
Gertie G.
aus Wien
4/5
18.06.2021
eBook (ePUB)
Tereza Berger ermittelt wieder
In diesem zweiten Krimi rund um die Schweizerin Tereza Berger, die in der Bretagne im Haus der verstorbenen Tante eine Buchhandlung betreibt, haben die aktuellen Ereignisse mit jenen aus dem Zweiten Weltkrieg zu tun.
Tereza stolpert, wie schon im ersten Band („Bretonisch mit Meerblick“) über eine Leiche und stochert neugierig im Leben des Toten sowie dessen Sohn herum, sehr zum Missfallen von Gabriel Mahon, dem schottischstämmigen Kriminalbeamten. Als dann noch kurz vor dem Auftritt einer bretonischen Sängerin und dem Nonnenchor mehrere Personen nach dem Genuss (?) einer Fischsuppe an einer Vergiftung leiden, zählt neben der verschwundenen Nonne Nominoë, Tereza zu den Hauptverdächtigen.
Erst mit der Hilfe von ihrer Freundin in der Schweiz kann Tereza den Verdacht entkräften. Doch, wer ist der wahre Täter?
Meine Meinung:
Der Autorin ist wieder ein spannender Krimi gelungen, der nicht nur durch die unkonventionelle Zusammensetzung des „Personals“ besticht, sondern durch die Beschreibung von Land und Leuten. Man kann das Rauschen des Atlantik hören und den Duft des Meeres riechen. Für Landratten wie mich, ein schönes Erlebnis.
Der Plot lässt die Leser mitraten und führt immer wieder mal in eine Sackgasse.
Die Charaktere haben alle ihre Ecken und Kanten und sind manchmal schwer einzuordnen. Bahnt sich zwischen Tereza und Gabriel etwas an? Das eine oder ander Mal scheint es so zu sein, dass Mahon seine raue Schale ein wenig beiseiteschiebt, doch dann macht er wieder wie eine Auster zu. Aber, da sind wir ja richtig: Austern sind eine bretonische Delikatesse, die für Tereza gewöhnungsbedürftig sind.
Fazit:
Eine gelungene Fortsetzung, der ich gerne 4 Sterne gebe.
Buchwurm05
5/5
20.06.2021
Buch (Taschenbuch)
Leicht wie eine Sommerprise
Inhalt:
Sehr zum Leidwesen von Commissaire Gabriel Mahon findet Buchhändlerin Tereza Berger eine Leiche. Mal wieder! Bei dem Toten handelt es sich um den Marineadmiral Bernard Sonnet, der wegen seiner Verdienste geehrt werden sollte. Ein Unfall? Tereza glaubt nicht recht dran. Als dann noch eine Lebensmittelvergiftung eine TV Crew kurz außer Gefecht setzt und Oberin Soeur Nominoe aus dem Leuchtturmkloster verschwindet, ist Tereza nicht mehr zu halten und stellt eigene Ermittlungen an.......
Leseeindruck:
"Bretonisch mit Aussicht" ist der 2. Band um Buchhändlerin Tereza Berger, der in Camaret-sur-Mer in der Bretagne spielt. Der Krimi kann jedoch unabhängig von seinem Vorgänger gelesen werden. Gabriela Kasperski gibt zu jeder Figur eine kleine Einführung. Was auch mir, die auch Band 1 gelesen hat, eine gute Gedächtnisstütze war. Schon der Prolog beginnt geheimnisvoll und spannend und hat mich rätseln lassen wie das Geschehen im Jahr 1940 zu den heutigen Ereignissen passt. In diesen war ich sofort mittendrin. Es war für mich wie ein Ankommen und alte Bekannte wieder zutreffen. Der Schreibstil ist bildlich und atmosphärisch. Durch eingefügte französische Worte bekommt man Urlaubsfeeling inklusive. Wer die Autorin kennt weiß: ihre Figuren sind schillernd und bunt. Machen so durch ihr agieren die Bretagne lebendig und haben alle einen besonderen Charakter. Auch feiner Humor kommt nicht zu kurz. Besonders gut hat mir das Zusammenspiel von Tereza und Mahon gefallen. Dieses empfand ich als genial und unterhaltend. Als I-Tüpfelchen kam die Auflösung für mich überraschend und Gabriela Kasperski beweist einmal mehr, wie sie ein Ende noch spannender machen kann und ich das Buch dadurch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Es lohnt sich übrigens auch auf Details zu achten. Die haben bei mir für einen Aha-Effekt gesorgt.
Fazit:
"Bretonisch mit Aussicht" ist wie eine Sommerprise. Leicht und doch spannend. Durch die Figuren wird die Geschichte erst lebendig und es fällt schwer das Buch zu pausieren. Mir hat der Vorgänger ja schon gut gefallen. Mit vorliegendem Band hat die Autorin aber noch eine Schippe drauf gelegt. Sehr gerne empfehle ich den Krimi weiter.
peedee
5/5
28.05.2021
Buch (Taschenbuch)
Verwirrend, komplex, spannend, 5 Sterne
Tereza Berger, Band 2: Tereza Berger hat sich gut auf Presqu’île de Crozon eingelebt. Als Soeur Nominoë verschwindet, die unter Verdacht steht, Schuld an der Lebensmittelvergiftung ihrer Mitschwestern und der TV-Crew zu sein, will Tereza sie unbedingt finden. Dumm nur, dass sie am betreffenden Abend als Köchin engagiert war und deshalb auch zu den Verdächtigten gehört. Dass sie am Strand auch noch auf einen Toten stösst, der kurzum eine hohe Ehrung hätte erhalten sollen, macht die Arbeit für Commissaire Gabriel Mahon nicht einfacher…
Erster Eindruck: Das Cover gefällt mir sehr gut – ich höre das Meer förmlich rauschen.
Dies ist Band 2 der Reihe, kann aber ohne Kenntnis des Vorgängerbandes gelesen werden (ich würde aber trotzdem empfehlen, mit Band 1 zu beginnen, schon allein aufgrund der vielen Protagonisten, aber auch, da ansonsten Lesegenuss verpasst würde).
Im Prolog wird der Leser ins Jahr 1940 zurückgeführt: Bernard Sonnett als 14-jähriger Junge, der vergeblich auf Marie wartet. Was ist mit ihr passiert?
Dann der Sprung in die aktuelle Zeit: Im Ort steht eine grosse Feier an, bei der „Les Bergamottes de Camaret“ und der französische Superstar Armelle auftreten werden. Zudem soll Bernard Sonnett, mittlerweile über neunzig Jahre alt, geehrt werden. Leider wird er tot aufgefunden – von Tereza! Der Tag fängt nicht gut für sie an, zudem hat wieder jemand unverschämte Passagen an das Schaufenster ihrer Buchhandlung „DEJALU“ geschmiert. Nimmt denn das kein Ende?
Commissaire Gabriel Mahon ist wenig erfreut, dass Tereza schon wieder in einen Todesfall involviert ist. Doch das ist nicht das einzige Problem: Soeur Nominoë, eine der singenden Bergamotten, ist plötzlich verschwunden und wird verdächtigt, ihre Mitschwestern und die TV-Crew, die anlässlich des Konzerts vor Ort ist, mit der Fischsuppe vergiftet zu haben. Tereza, die just an diesem Tag als Köchin ausgeholfen hat, wird auch verdächtigt. Oh je… Tereza will Soeur Nominoë unbedingt finden und sie rehabilitieren. Doch wo soll sie sie suchen? Und wieso hat sie vorgängig so kryptische Ansagen gemacht? „Ich werde immer in der Nähe sein. Und ich komme wieder.“
„Glücklich derjenige, der es schafft. Denn nur er, so sagt man, bekommt das Geschenk der ewigen Liebe. Eine wahrhaft bretonische Aussicht.“ (aus der Sage vom Magischen See in der Grotte von Gouin)
Mir hat Tereza sehr gut gefallen. Das „DEJALU“ läuft gut und ihre Villa Wunderblau beherbergt mittlerweile auch Gäste, nämlich die Nonnen und den Superstar Armelle. Gabriel Mahon mag ich, auch wenn er zuweilen ein bisschen ruppig ist. Kunst, Zweiter Weltkrieg, Vergangenheitsbewältigung, TV-Präsenz, eine bretonische Sage – dies sind nur einige der behandelten Stichworte. Das Buch hat sich wie gewohnt flüssig lesen lassen und blieb bis zum Schluss spannend. Dazwischen war es verwirrend (auch aufgrund der vielen Protagonisten), komplex, hat mich aber auch manches Mal zum Schmunzeln gebracht. Das Buch verdient 5 Sterne und ich freue mich auf die Fortsetzung.
Nicole Lehmann
5/5
28.05.2021
Buch (Taschenbuch)
Ferien in der Bretagne
Da man auf Grund von Covid 19 nicht nach Frankreich reisen kann und die Bretagne vermisst, erhält man hier die Möglichkeit dazu. Gabriela Kasperski entführt die Leser in die Bretagne mit Croissants, Café avec énormémont de lait, Meer, vielen Büchern und einem grossen Abenteuer.
Schon der erste Teil der Serie hat mir sehr gefallen. Auch in diesem Buch stolpert Tereza schon ganz am Anfang über eine Leiche. Als dann bei einem Essen mit den Nonnen ein Giftanschlag verübt wird, steht Tereza natürlich schon mitten in den Ermittlungen. Dabei tritt sie nicht nur Comissair Mahon auf die Zehen, sondern kommt auch einem Geheimnis aus dem zweiten Weltkrieg auf die Spur.
Tereza ist auch in diesem Band eher chaotisch und zugleich zielorientiert unterwegs. Sie schreckt vor ein paar Notlügen nicht zurück. Zum Glück hat sie viele Freunde, welche ihr unter die Arme greifen. Ohne Sylvie wäre sie aufgeschmissen und könnte ihre Ermittlungen nicht so frei tätigen. Auch Isadore hält das Dejalu im Schuss. Es hat mir sehr gefallen, so viele Leute aus dem letzten Band wiederzusehen. Die Autorin schafft es, auch den Nebenfiguren Leben einzuhauchen und eine familiäre Gemeinschaft entstehen zu lassen. Die Umgebung wird bildreich beschrieben und man reist förmlich nach Camaret-sur-Mer.
Terezas direkte Art mochte ich meistens sehr. Manchmal hätte ich mir aber gewünscht, dass sie etwas freundlicher zu Gabriel Mahon gewesen wäre. Ich hatte manchmal fast ein wenig Mitleid mit dem Comissaire. Aber er ist oft grummlig und so verhalten sie sich bei ihrem aufeinandertreffen wie Katz und Maus.
Die Schmierereien an den Fenstern des Buchladens nehmen zu aber ein Verdächtiger ist noch nicht in Sicht. Das Rätsel um den Brief und somit das Vermächtnis von Terezas Tante wurde noch nicht gelöst. Man kann also auf den dritten Band gespannt sein.
Das Buch enthält viele unerwartete Wendungen, ein Geheimnis in der Vergangenheit und eigenwillige Personen. Ich vergebe dem Buch gerne 5 von 5 Fischsuppen.
Das Rezept zu der Godaille bretonne (Fischsuppe) findet man sogar hinten im Buch.
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