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Produktbild: Nach dem Verstand einfach geradeaus

Nach dem Verstand einfach geradeaus Roman

18

16,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.03.2021

Verlag

Piper Taschenbuch

Seitenzahl

356

Maße (B/H)

12/18,7 cm

Gewicht

336 g

Auflage

1 Auflage Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-492-50418-8

Warnhinweis

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.03.2021

Verlag

Piper Taschenbuch

Seitenzahl

356

Maße (B/H)

12/18,7 cm

Gewicht

336 g

Auflage

1 Auflage Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-492-50418-8

Herstelleradresse

Piper Verlag GmbH
Georgenstr. 4
80799 München
Deutschland
Email: info@piper.de
Url: www.piper.de
Telephone: +49 89 3818010
Fax: +49 89 338704

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  • Bewertung

    aus Stuttgart

    5/5

    21.03.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Mit Humor und Tiefgang

    Das Leben des 42jährigen Quentin Finkenwinkel verläuft sehr geordnet und berechenbar – bis zu dem Augenblick, als sein Verstand sich an einen Traumstrand absetzt. Quentin muss plötzlich seinen Alltag meistern ohne seinen Verstand. Während er einerseits versucht, sein Leben wieder unter Kontrolle zu bekommen, überschlagen sich die Ereignisse. Was geschieht, wenn uns schlagartig der Verstand verlässt, mit dem wir doch so mühelos (meistens) den Alltag strukturieren und bewältigen? Quentin muss es auf mühevolle Art erleben. Man fühlt sich erinnert an die Geschichten vom tumben Tor, der sich in seinen Jugendjahren einen Weg ins eigene Leben finden muss. Nun hat Quentin allerdings schon seinen Weg scheinbar gefunden, als er ihn wieder verliert. Die Autorin Anna Buchwinkel lässt daraus einen humorvollen Roman entstehen, der immer mal wieder ins Skurrile ausartet und dabei völlig realistisch erscheint. Quentins Erlebnisse stellen vieles in Frage, was „man“ scheinbar unumstößlich zu tun hat, und die Folgen davon sind immer wieder überraschend. Insgesamt entsteht so eine humorvolle Geschichte, die den Leser nicht nur immer wieder lachen lässt, sondern auch zum Nachdenken anregt. Wer eine unterhaltsame Geschichte mit viel Humor und Tiefgang lesen möchte, dem kann ich dieses Buch nur wärmstens empfehlen. Sehr gerne vergebe ich alle 5 möglichen Sterne.

  • Isabellepf

    aus Gaggenau

    5/5

    22.04.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Skurril witziger Unterhaltungsroman

    "Nach dem Verstand einfach geradeaus" von Anna Buchwinkel ist eine zum schmunzeln und lachen anregender Unterhaltungsroman, gespickt mit Lebensweisheiten und Tiefgang. Quentin Finkenwinkel von Beruf Sachbearbeiter, lebt ein eher unauffällig, von seinem Verstand akribisch geplant und strukturiert durchdachtes Leben. Doch damit ist jetzt Schluss. Denn beim weihnachtlichen Einkauf verliert Quentin im wahrsten Sinne des Wortes seinen Verstand. Dieser sehnt sich nach etwas neuem und brennt durch, an einen Traumstrand. Und plötzlich ändert sich auch für Quentin alles.
 Anna Buchwinkel hat einen überaus spritzig, total unterhaltsam und skurril witzigen Humorroman geschrieben, gespickt mit Tiefgang und Lebensweisheiten. Mit ihrem fliessend, locker, leichten Schreibstil und ihrer frisch fröhlichen Art, beschreib sie wie Quentin der Protagonist der Geschichte, fortan ganz ohne Verstand durchs leben geht. Das klingt zwar im ersten Moment äussert skurril und ziemlich abwegig, sorgt jedoch für jede Menge lustiger und zum schmunzeln anregende Lesemomente. Teilweise habe ich sogar darüber nachgedacht ob es nicht vielleicht sogar ganz gut wäre auch mal seinen Verstand auf Reisen zu schicken und einfach mal ganz unbefangen zu agieren. Obwohl Quentin so ganz frei ohne Verstand ziemlich naiv und fast schon hilfsbedürftig handelt, ist er ein total sympathisch und aufgeschlossen ausgearbeiteter Charakter, den man schnell ganz gerne mag. Auf seiner Suche nach seinem Verstand, lernt er eine Reihe unterschiedlicher Menschen kennen, die die Geschichte beleben und für Abwechslung und hohen Unterhaltungswert sorgen. Auch eine Reihe an humorvollen Lebensweisheiten werden gekonnt in die Handlung mit eingeknüpft und regen zusätzlich zum um und nachdenken an. Trotz oder vielleicht sogar wegen der ganzen Absurditäten habe ich mich bestens unterhalten gefühlt. Ein insgesamt sehr gelungener Unterhaltungsroman, der sich auf eine sehr amüsant und unterhaltende Art mit dem Sinn des Lebens beschäftigt, toll geschrieben und lustig zugleich ist. Klare Leseempfehlung. 


  • Bewertung

    aus Langenhagen

    5/5

    25.03.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Für Herz und Verstand

    Quentin Finkenwinkels Verstand arbeitet sehr fürsorglich: Er analysiert sämtliche Situationen im Leben von Quentin und sorgt dafür, dass er nicht besonders auffällt. Er kleidet sich ordentlich, verhält sich so, wie es von ihm erwartetet wird und - ganz wichtig - trägt jeweils gleiche, bevorzugt graue, Socken. So eckt Quentin nirgends an und kommt gut durchs Leben, so dass alle mit ihm zufrieden sind. So weit, so gut - bis zu dem Moment, als sich sein Verstand verflüchtigt und Quentin allein zurückbleibt. Nun ist Quentin ohne seinen Verstand keinesfalls hilflos oder gar dumm, nur trifft er seine Entscheidungen aus anderen Motiven heraus, diese sind sowohl originell als auch unvorhersehbar und führen Quentins bisher eher gleichförmiges Leben zu neuen Höhen und Tiefen. Anna Buchwinkels lässt dem großartigen "Nach dem Tod gleich links" mit "Nach dem Verstand einfach geradeaus" eine ebenso tolles Buch folgen. Eine gewisse Änlichkeit findet man nicht nur im Titel, sondern auch im Schreibstil. Analog zur Darstellung des Todes als kleines Männlein im ersten Roman, handelt hier der Verstand als eigene Persönlichkeit getrennt zum restlichen Körper. DIes bedeutet aber nicht, dass es sich hier nur um Nachwaschgang zu "Nach dem Tod gleich links" handelt, nein, es wird eine völlig neue Geschichte erzählt. Extrem lustige, ja geradezu absurde Begebenheiten wechseln sich mit emotionalen Momenten ab, dazu wird eine schöne Botschaft verbreitet. Ein wunderschönes Buch für Herz und Verstand.

  • jutscha

    5/5

    17.03.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Absolut nicht aus dem Leben gegriffen - ich bin von den Socken und habe mich herrlich amüsiert!

    Was passiert, wenn einem der Verstand abhanden kommt? Was, wenn der Spruch „Der hat wohl seinen Verstand verloren“ wörtlich zu nehmen ist? Das ist dem Protagonisten Quentin in dieser seltsamen Geschichte passiert. Er ist gerade dabei, in einem Elektronikhandel Weihnachtsgeschenke zu kaufen, als er in einem dort ausgestellten Fernseher einen Strand sieht, an dem die Wellen sacht auf den Sand rollen - und plötzlich hört er im Kopf nur noch Wellenrauschen. Der Verstand hat sich kurzerhand an den Strand verdünnisiert und lässt Quentin ohne eben diesen zurück. Was tut ein Mensch, der beruflich mit Zahlen und Statistiken zu tun hat, der immer korrekt angezogen war mit grauem Anzug und grauen Socken, der immer überlegt und Vor- und Nachteile seines Tuns abgewägt hat, bevor er überhaupt etwas tat, der nie spontan war und ein langweiliges, aber sicheres Leben gelebt hat, was tut ein solcher Mensch ohne Verstand? Quentin kann diese Frage sicher nicht beantworten, denn der Verstand ist ihm ja abhanden gekommen. Die Antwort ist wohl, dass ein solcher Mensch wohl ab sofort intuitiv handelt, keine Grenzen und keine Verbote kennt, keine Hemmschwelle hat und alles einfach auf sich zukommen lässt. Hinzu kommt, dass Quentin gerne Ratschläge annimmt, wie z.B. „Augen zu und durch“ oder „einfach zu allem ja sagen“ und diese wortwörtlich in die Tat umsetzt. Und es ist absolut spannend zu erfahren, was dadurch alles möglich wird. Quatsch? Bullshit? Das waren auch meine Gedanken während der ersten 30 Seiten. Eigentlich bin ich in diesem Genre überhaupt nicht unterwegs. Aber plötzlich wurde es so lustig, dass ich ständig vor mich hingekichert habe. Zugegeben, die Geschichte beschreibt eine Situation, die in der realen Welt bei geistig gesunden Menschen einfach nicht vorkommen kann. Dennoch schafft es die Autorin, in völlig absurde Situationen Lebensweisheiten einzuflechten, die mich trotz aller Komik berührt und zum Nachdenken gebracht haben. Die Quintessenz, die ich für mich nach dieser Geschichte mitgenommen habe, ist die, dass man das Leben nicht immer so ernst nehmen soll, sondern auch ruhig mal was wagen darf. Vorgezeichnete und vermeintlich sichere Wege führen nicht immer zum Ziel. Mir kommt hier der Spruch in den Sinn: „Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“ Dieses Buch ist so völlig anders als alles, was ich bisher gelesen habe. Der Schreibstil ist absolut fesselnd und die Autorin hat es zudem geschafft, dass ich ständig lachen musste und so ganz nebenher hat sie mir ein paar Lebensweisheiten serviert, über die ich gerne nachgedacht habe. Für mich ist diese wundervolle Geschichte eine absolute Leseempfehlung und 5 von 5 Sternen wert.

  • Elke Seifried

    aus Gundelfingen

    5/5

    17.03.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Wenn sich der Verstand dünne macht und nicht mehr bremst

    „Ein messerscharfer Verstand ist die wirksamste Waffe, um den Widrigkeiten des Lebens entgegenzutreten, ...“, ist bislang das Motto des zweiundvierzigjährigen Quentin Finkelwinkel, weshalb sein Leben zwar in geordneten und berechenbaren, allerdings auch in recht eintönig in Grau gehaltenen Bahnen verläuft. Gegen niemanden auflehnen, nirgends anecken, und so hetzt Quentin nach dem Gespräch mit seiner Schwester, »Und Quentin, denk dran: Für Magnus die neue Playstation, nicht das Auslaufmodell.« Quentin brachte das Handy in einen gebührenden Abstand zu seinem Ohr. »Eigentlich bin ich nicht so sicher, ob das wirklich das richtige Geschenk für–« »Quentin, jetzt fang nicht damit an. Du verdienst gut und hast sonst keine Familie– schämst du dich nicht, da so knickerig zu sein?« auf der Suche nach geeigneten Geschenken durch den Elektronikfachmarkt. Und genau da wird ihm, oder vielmehr seinem Verstand alles zu viel und als dieser den Traumstrand, der dort auf dem Flachbildschirm Wellen schlägt und bei dem, »Machen Sie Urlaub vom Selbst« unten durchs Bild läuft, sieht, verzeiht er sich auf direktem Weg genau dorthin. Als Leser darf man Quentin begleiten, erleben, wie sich sein Verstand dünne macht und welche Auswirkungen das für ihn und sein Umfeld hat. In der Familie neue Akzente setzen, sich im Job, wenn auch ungeplant und unbeabsichtigt, eine Auszeit organisieren und diese, nach einigen erfolglosen Versuchen den Verstand wieder anzulocken, dazu nutzen, um sich auf die Suche nach ebendiesem zu machen, stehen hier auf dem Programm. Man darf nicht nur bei einer schrägen Aktion mit dabei sein, während man in fremde Länder reist, einige Traumstrände abklappert und dabei auf unzählige unterschiedliche Menschen trifft, die nicht nur Quentins Leben eine neue Richtung geben, sondern, die auch durch ihn zu einer neuen Denke finden. Viel mehr will ich gar nicht verraten. Vielleicht noch so viel, immer wieder gibt es auch Nachrichten vom Verstand, der nicht nur nichtsnutzig Urlaub an einem Traumstrand macht, sondern der auch darüber reflektiert, welche Erlebnisse ihn wohl zu dem werden haben lassen, was er ist und der dabei auch auf die traurige machende Erkenntnis stoßen muss, „Er selbst hat ihn gefangen gesetzt mit seinem Bedürfnis nach Sicherheit und seinem Bestreben, ihn zu schützen. Er hatte geglaubt, dass er wüsste, was richtig und was falsch für Quentin war, und hatte ihn danach leben lassen. Aber worauf hatte er da gehofft? Auf ein Leben in der Schublade - Grau in Grau – wo es doch so viele Farben gibt.“ Der kurzweilige, humorvolle Schreibstil der Autorin liest sich locker und äußerst flüssig. Man kann sich hier durch die Seiten grinsen, wofür herrlich schräge Szenen sorgen. So habe ich jetzt noch allerbestes Kopfkino, wenn ich z.B. an die Szene denke, als er zum Amtsarzt vorgeladen wird, dafür von seinen neuen Freunden ausstaffiert wird und es dabei heißt, „Ihre Blicke verrieten deutlich, dass das Ergebnis der Bemühungen alles andere als optimal war. Der Anzug war Quentin zu weit, was mit einem Gürtel mehr schlecht als recht ausgeglichen wurde, und etwas zu kurz, was leider nicht zu ändern war. Über Quentins ramponierten, aber frisch gebürsteten Halbschuhen waren seine Lieblingssocken zu sehen: einer blau-grün geringelt, der andere rot. Aber zumindest waren die Sachen sauber. Außerdem hatte Rosa ihm das Haar mit Wasser gekämmt und ihn mit einer Wolke von Rudis Aftershave eingedeckt.“ Einige Szenen waren zwar schon sehr schräg, mir fast eine Spur zu viel, aber gut, das hat dem Lesespaß insgesamt wenig Abbruch getan. Pointierte Kommentare wie, wenn Mutters Engelsfiguren zu Bruch gehen, „Jetzt hast du keine Putten mehr, sondern nur noch Ka-putten“ oder auch solchen von Rudi, für den er auf seiner Reise für einen Kalender Fotos machen muss, »Schöne Beine hatte ich gesagt! Nicht Wassereinlagerungen nach einem Langstreckenflug.«, haben mich stellenweise laut schallend lachen lassen. Immer wieder ist es der Autorin auch gelungen, mich richtig betroffen zu machen vor allem auch durch die Einschübe, die von Erlebnissen erzählen, die den Verstand geprägt haben. Diese sind mir oft so richtig ans Herz gegangen, sind sie nicht nur einmal von Demütigungen und Ungerechtigkeiten geprägt."Doch der Verstand lernte auf diese Weise wieder etwas Neues: nämlich, dass selbstständiger Einsatz nicht belohnt wurde. Und dass er unangenehme Konsequenzen hatte.", ist nur ein Beispiel dafür. Besonders hervorheben möchte ich auch noch all die tollen Botschaften, die einen übers eigene Leben reflektieren lassen, »Vielleicht«, meinte Quentin, »ist es sowieso viel besser, glücklicher zu werden als produktiver. «, »Ich meine ja nur, ›besser‹ muss ja nicht immer ›mehr‹ sein. Und ›besser‹ hat nicht unbedingt was mit Geld zu tun. Oder mit Produktivität. « oder auch „Jeder Einzelne war wertvoll, egal, wie anders er war.", gehören dabei zu meinen Favoriten. Die Autorin überzeichnet ihre Charaktere ganz klar, das gehört hier dazu, herrlich schräg, aber im Grunde verpackt sie darin ganz viel Profil, gibt allen ihre besonderen Eigenheiten. Quentin ist mir von Anfang an sofort ans Herz gewachsen. Der etwas unbeholfene, sozial eher ungeübte Mann hat mir oft leid getan und das hat mich von Anfang an auf seine Seite gezogen. Er ist mit seinen Macken, seinen Eigenheiten und auch mit seiner Entwicklung gelungen gezeichnet, ebenso wie auch alle anderen Nebendarsteller, bei Flora angefangen, die sich so stark macht für ihn, und die ich mit ihren witzigen Kommentaren nicht hätte missen wollen, über Schwester Bärbel, den geldgierigen Raffzahn, dem ich Gift hätte geben können, bis hin zu kleinen Nebenrollen wie die der Tankstellenverkäuferin, die keine Mühe scheut ihm den besten Geschmack aus dem Lager zu holen oder den Dämchen, die ihm das Stricken beibringen oder ihn auch in Wallekleider hüllen, wenn es sein muss. Enden möchte ich meine Buchbeschreibung mit folgendem Zitat. „Die Freiheit von der Suche nach Sinn und Bedeutung. Die Freiheit von Sinn und Bedeutung selbst. Das Leben brauchte keine Bedeutung, keinen Sinn, keine Daseinsberechtigung“ Wie schön, manchmal auch einfach sinnfrei in den Tag leben, nicht nur immer über die Konsequenzen grübeln, es sich gut gehen lassen, ohne es sich vorher verdient haben zu müssen. Gut gelaunte und (nicht ganz) sinnfreie Lesestunden bekommt man sicherlich mit diesem Roman, der von mir noch 5 Sterne bekommt.

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