Produktbild: Mit aller Macht

Mit aller Macht Roman

3

18,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.02.2023

Herausgeber

Günther Butkus + weitere

Verlag

Pendragon Verlag

Seitenzahl

248

Maße (L/B/H)

20,4/13,4/2,5 cm

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-86532-759-8

Beschreibung

Rezension

»Im Mittelpunkt stehen zwei Generationen einer ­Familie im 20. Jahrhundert. Das Private steht dem Kalkül eines Staatsapparates gegenüber: dem des Nationalsozialis­mus und später dem der DDR. Es wird die individuelle Schuldfrage in einem ­totalitären Staat beleuchtet, wodurch der Roman eine große ­Faszination ausübt.« Hauke Harder | Buchhandlung Almut Schmidt
»Rainer Wittkamp hat die Frage, was die Deutschen in zwei Diktaturen im 20. Jahrhundert zum Tätervolk machte, auf die Ebene einer Familie heruntergebrochen.« Christian Adam

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.02.2023

Herausgeber

Verlag

Pendragon Verlag

Seitenzahl

248

Maße (L/B/H)

20,4/13,4/2,5 cm

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-86532-759-8

Herstelleradresse

Pendragon Verlag
Stapenhorststraße 15
33615 Bielefeld
DE

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  • J. Kaiser

    4/5

    22.02.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Spannend und interessant

    In diesem Buch werden die Machenschaften des Staatssicherheitsdienstes geschildert. Erpressung, Schikane und Machtbesessenheit werden ungeschminkt beschrieben. Für Peter gab es keine Wahl, er musste mitspielen. Peter Körber wächst bei Stiefeltern in der DDR auf. Sein Stiefvater sorgt für die richtigen Kontakte, sei es für die Schule und später für das Studium. Der Minister für Staatssicherheit wird auf ihn aufmerksam und wird hier angestellt. Als läuft in geordneten Bahnen, bis seine Frau in den Westen flüchtet. Peter wird vor die Wahl gestellt, lange Haftstrafe, oder er rehabilitiert sich als Henker des Staates. Was soll er tun? Hinzu liest man. dass auch sein leiblicher Vater Henker war. Das Lesen dieser Geschichte ist spannend und es wird ein düsteres Kapitel unserer Zeit aufgegriffen. Das Buch muss man gelesen haben. Das Buch kann ich sehr empfehlen.

  • S.

    aus Berlin

    5/5

    14.02.2023

    eBook (ePUB 3)

    Wie wird man zu … … einem…

    Wie wird man zu … … einem Henker? Peter, im sozialistischen Sinn erzogen, macht widersprüchliche Erfahrungen. Die DDR findet er nicht so schlecht, hat durch seinen Adoptivvater einige Privilegien. Fragen tauchen während des Rechtsstudiums auf, als er nicht nur Marxismus-Leninismus büffeln muß, sondern mit den juristischen Auslegungen der Todesstrafe konfrontiert wird. Von Erich Mielke persönlich gebrieft. Dann der Mauerbau, von Peter begeistert begrüßt. Das empfiehlt in geradezu für einen Job bei der Stasi. Er nimmt an, geht in seinen Spitzelaufgaben auf. Bis der große Knall kommt. Rainer Wittkamp berichtet chronologisch über ein Leben. Die perfiden Machenschaften des Staatssicherheitsdienstes werden deutlich geschildert, Erpressung, Schikane, und Machtbesessenheit werden aufgezeigt. Wehe dem, der nicht so mitgespielt hat, wie es erwartet wurde. Hatte Peter eine Wahl? Das ist aber nur der erste Teil. Größeren Raum nehmen die Tagebücher des Vaters ein. Beginn 1924. Hier nur einige Stichworte: Karriere, Todesstrafe, Scharfrichterhelfer, Fallschwertmaschine, täglich zehn bis zwanzig Menschen. Nicht vorstellbar. Was macht das mit Einem? Fakten, aneinandergereiht. Das Grauen bleibt dem Leser. Nicht einverstanden mit der Aussage: es lag ihm im Blut. Jeder bilde sich seine Meinung. Zum Töten per Gesetz und zur Tätigkeit eines Henkers.

  • S. L.

    aus Berlin

    5/5

    14.02.2023

    eBook (ePUB 3)

    Wie wird man zu …

    … einem Henker? Peter, im sozialistischen Sinn erzogen, macht widersprüchliche Erfahrungen. Die DDR findet er nicht so schlecht, hat durch seinen Adoptivvater einige Privilegien. Fragen tauchen während des Rechtsstudiums auf, als er nicht nur Marxismus-Leninismus büffeln muß, sondern mit den juristischen Auslegungen der Todesstrafe konfrontiert wird. Von Erich Mielke persönlich gebrieft. Dann der Mauerbau, von Peter begeistert begrüßt. Das empfiehlt in geradezu für einen Job bei der Stasi. Er nimmt an, geht in seinen Spitzelaufgaben auf. Bis der große Knall kommt. Rainer Wittkamp berichtet chronologisch über ein Leben. Die perfiden Machenschaften des Staatssicherheitsdienstes werden deutlich geschildert, Erpressung, Schikane, und Machtbesessenheit werden aufgezeigt. Wehe dem, der nicht so mitgespielt hat, wie es erwartet wurde. Hatte Peter eine Wahl? Das ist aber nur der erste Teil. Größeren Raum nehmen die Tagebücher des Vaters ein. Beginn 1924. Hier nur einige Stichworte: Karriere, Todesstrafe, Scharfrichterhelfer, Fallschwertmaschine, täglich zehn bis zwanzig Menschen. Nicht vorstellbar. Was macht das mit Einem? Fakten, aneinandergereiht. Das Grauen bleibt dem Leser. Nicht einverstanden mit der Aussage: es lag ihm im Blut. Jeder bilde sich seine Meinung. Zum Töten per Gesetz und zur Tätigkeit eines Henkers.

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    Matthias Kesper

    Thalia Kassel

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    5/5

    26.02.2023

    Buch (Taschenbuch)

    "Das waren also seine Wurzeln. Die Lebensgeschichte seines Vaters war zu der eigenen geworden..."

    Fritz Wernicke und Peter Körber. Vater und Sohn. Zwei deutsche Männer, der Vater wird erwachsen, als die Nazis die Macht übernahmen, er stirbt nur ein Jahr nach dem Ende des "Tausendjährigen Reichs". Der Sohn wächst im sozialistischen Teil des Landes, das aus den Trümmern entstand, bei seiner Tante auf. Peter nutzt, wie einst Fritz, Teile des politischen Apparates als Möglichkeit, aus den kleinen Verhältnissen "nach oben" zu kommen. Als Peters Frau Republikflucht begeht, scheint das Ende der Karriereleiter für ihn erreicht zu sein. Aber Erich Mielke höchst persönlich zeigt ihm einen Weg zur Rehabilitation auf: "Folgendes kann ich dir anbieten: Entweder du gehst für mindestens zwanzig Jahre in den Knast und wirst danach zu deiner feinen Gattin in den Westen abgeschoben oder..." Peter wartete. "Oder, Herr Minister?" "Oder du übernimmst eine Position, die seit Kurzem unbesetzt ist. Du wirst Stellvertretender Anstaltsleiter in der Strafvollzugseinrichtung Leipzig, und dort zusätzlich die Aufgaben des Scharfrichters übernehmen!" (....) "Und ob du das kannst. Das liegt dir nämlich im Blut. Dein leiblicher Vater Fritz Wernicke war der wichtigste Henker des Nazipacks..." Rainer Wittkamp hat einen gnadenlosen Roman über Deutschland im 20. Jahrhundert geschrieben. Einen Roman, der einen nicht loslässt, der ganz sicher keine "schöne" Lektüre darstellt, der seinen Leserinnen und Lesern den Atem stocken lässt. Niemals mit erhobenem Zeigefinger verfasst, ganz im Gegenteil: Hier ist sie, die Banalität des Bösen, "heruntergebrochen auf eine deutsche Familie", wie es Christian Adam in seinem vortrefflichen Nachwort nannte. Von mir ergeht hier eine unbedingte Leseempfehlung, Wittkamps Roman wird Sie lange beschäftigen - und genau das sollte gute Literatur ja leisten, oder?

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