Produktbild: Berliner Briefe

Berliner Briefe Roman

2

10,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

24.07.2021

Herausgeber

Peter Graf

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

128

Maße (L/B/H)

18,7/11,1/1,4 cm

Gewicht

124 g

Auflage

1. Auflage 2021

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-98490-3

Warnhinweis

nicht erforderlich.

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Taschenbuch

Erscheinungsdatum

24.07.2021

Herausgeber

Peter Graf

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

128

Maße (L/B/H)

18,7/11,1/1,4 cm

Gewicht

124 g

Auflage

1. Auflage 2021

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-98490-3

Herstelleradresse

Klett-Cotta Verlag
Rotebühlstr. 77
70178 Stuttgart
DE

Email: produktsicherheit@klett-cotta.de

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Briefe einer Berlinerin an einen Juden in den Nachkriegsjahren

Alexandra (Mitglied der Book Circle Community) am 08.07.2024

Bewertungsnummer: 2239922

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Die Autorin schreibt Briefe an Hans, dem die Flucht aus Hitler-Deutschland nach Paris gelungen ist. Sie schreibt ihm in den Nachkriegsjahren. Auch wenn man nie einen Brief von ihm zu lesen erhält, lässt die Autorin durchblicken, was er ihr geschrieben hat. Denn sie antwortet ihm auf ihre Weise auf seine Briefe und seine Fragen. Dabei ist sie sehr selbstkritisch mit sich, den Alliierten, dem deutschen Volk, den Regierungen und den Parteien. Sie schreibt wortgewaltig, ehrlich, selbstkritisch und schmerzhaft. Unfreiwillig zeigt sie zu ihrer Zeit auf, warum die heutige Deutsche Politik ist wie sie ist und warum es überall wieder zu einem Rechtsruck kommt. Ihr Ermahnen aus den Nachkriegsjahren, sollte sich die heutige Gesellschaft zu Herzen nehmen. Ich bin mir sicher, vieles würde dann anders laufen. Vorwort der Autorin: Irgendeine Berlinerin, deren Schicksal weniger bedeutend ist als das Schicksal Tausender, schreibt Briefe an irgendeinen Emigranten. In diesen Briefen spiegeln sich Ratlosigkeit und Hoffnung. Ein Mensch bemüht sich, innerhalb der gegebenen Situation über das politische Woher und Wohin Rechenschaft abzulegen. Die belletristische Form wurde gewählt, weil dieses Büchlein kein endgültiges, ausgereiftes Credo sein kann. Im Zeitgeschehen verdunkeln und erhellen sich die Erkenntnisse. Jeder Tag bringt neue Entscheidungen. Beständig bleiben nur die Wachheit des Gewissens und der Wille, die Wahrheit unermüdlich zu suchen und ihr zu dienen. Daher ist der vorliegende Versuch fehlerhaft - aber er ist ehrlich. Womit nicht gesagt sein soll, dass andere Versuche unehrlich wären. Ebenso sicher ist es, dass diese Form der politischen Auseinandersetzung mit dem Nachkriegsgeschehen kein privates Spiel einer “Ich-sitze-gern-zwischen-den-Stühlen”-Koketterie ist. Noch um die endgültige Erkenntnis ringen, heisst nicht, der Aktion ausweichen, sondern sich im Gegenteil auf sie vorbereiten.

Briefe einer Berlinerin an einen Juden in den Nachkriegsjahren

Alexandra (Mitglied der Book Circle Community) am 08.07.2024
Bewertungsnummer: 2239922
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Die Autorin schreibt Briefe an Hans, dem die Flucht aus Hitler-Deutschland nach Paris gelungen ist. Sie schreibt ihm in den Nachkriegsjahren. Auch wenn man nie einen Brief von ihm zu lesen erhält, lässt die Autorin durchblicken, was er ihr geschrieben hat. Denn sie antwortet ihm auf ihre Weise auf seine Briefe und seine Fragen. Dabei ist sie sehr selbstkritisch mit sich, den Alliierten, dem deutschen Volk, den Regierungen und den Parteien. Sie schreibt wortgewaltig, ehrlich, selbstkritisch und schmerzhaft. Unfreiwillig zeigt sie zu ihrer Zeit auf, warum die heutige Deutsche Politik ist wie sie ist und warum es überall wieder zu einem Rechtsruck kommt. Ihr Ermahnen aus den Nachkriegsjahren, sollte sich die heutige Gesellschaft zu Herzen nehmen. Ich bin mir sicher, vieles würde dann anders laufen. Vorwort der Autorin: Irgendeine Berlinerin, deren Schicksal weniger bedeutend ist als das Schicksal Tausender, schreibt Briefe an irgendeinen Emigranten. In diesen Briefen spiegeln sich Ratlosigkeit und Hoffnung. Ein Mensch bemüht sich, innerhalb der gegebenen Situation über das politische Woher und Wohin Rechenschaft abzulegen. Die belletristische Form wurde gewählt, weil dieses Büchlein kein endgültiges, ausgereiftes Credo sein kann. Im Zeitgeschehen verdunkeln und erhellen sich die Erkenntnisse. Jeder Tag bringt neue Entscheidungen. Beständig bleiben nur die Wachheit des Gewissens und der Wille, die Wahrheit unermüdlich zu suchen und ihr zu dienen. Daher ist der vorliegende Versuch fehlerhaft - aber er ist ehrlich. Womit nicht gesagt sein soll, dass andere Versuche unehrlich wären. Ebenso sicher ist es, dass diese Form der politischen Auseinandersetzung mit dem Nachkriegsgeschehen kein privates Spiel einer “Ich-sitze-gern-zwischen-den-Stühlen”-Koketterie ist. Noch um die endgültige Erkenntnis ringen, heisst nicht, der Aktion ausweichen, sondern sich im Gegenteil auf sie vorbereiten.

Mut zur Wahrheit?

Tina Bauer aus Essingen am 07.08.2020

Bewertungsnummer: 1360931

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Susanne Kerckhoff ist mutig. Sie lässt sich auch, zumindest in einem Teil ihres kurzen Lebens, nichts vorschreiben. Im Gegenteil, sie dominiert die damalige Männerwelt der DDR. 1948 veröffentlicht Kerckhoff ihren halbfiktiven Roman. Für damalige Zeiten modern in kurzen Briefen verpackt, erzählt die junge Helene per Post ihrem Jungendfreund Hans ihre Sicht des Krieges. Hans fehlende Antworten als emigrierter Jude aus Paris machen es dem Leser möglich, selbst auf Helenes Briefe zu antworten. Aufrichtig und schonungslos offen berichtet Helene von der Sinnlosigkeit des Krieges und dem besonderen Ton, den die Nachkriegszeit vorgibt. Doch will man das so kurz nach der so schweren Kriegszeit lesen? Kerckhoff beschließt, dass die Zeit reif für die Wahrheit ist. Sie hofft inständig auf den Sinneswandel der Menschen, nichtsahnend, dass sie mit ihrer journalistischen Art, gleichwohl erneut auf Gegenliebe stößt. Sie muss sich wie Helene im Laufe der Zeit eingestehen, das Freiheit nicht wirklich Freiheit bedeutet und das auch in der DDR keineswegs der Feminismus frei gelebt werden kann. Helene schreibt offen über ihre Hilflosigkeit an Hans. Dennoch leuchtet ein Innerer Funke, immer auf der Sehnsucht nach Freiheit und Hoffnung in ihr, der nur schwer zu löschen ist. Helene, wie auch Susanne, gibt es keine Alternative. Während Susanne den Freitod wählt, bleibt Helenes Zukunft für den Leser offen. Man muss sich als Leser, wie auch schon bei Hans fehlenden Schreiben, die „Freiheit“ nehmen, selbst zu antworten. Dank Peter Graf erfahren wir ein wenig mehr über diese mutige Frau, die ihren ganz eigenen Weg ging.

Mut zur Wahrheit?

Tina Bauer aus Essingen am 07.08.2020
Bewertungsnummer: 1360931
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Susanne Kerckhoff ist mutig. Sie lässt sich auch, zumindest in einem Teil ihres kurzen Lebens, nichts vorschreiben. Im Gegenteil, sie dominiert die damalige Männerwelt der DDR. 1948 veröffentlicht Kerckhoff ihren halbfiktiven Roman. Für damalige Zeiten modern in kurzen Briefen verpackt, erzählt die junge Helene per Post ihrem Jungendfreund Hans ihre Sicht des Krieges. Hans fehlende Antworten als emigrierter Jude aus Paris machen es dem Leser möglich, selbst auf Helenes Briefe zu antworten. Aufrichtig und schonungslos offen berichtet Helene von der Sinnlosigkeit des Krieges und dem besonderen Ton, den die Nachkriegszeit vorgibt. Doch will man das so kurz nach der so schweren Kriegszeit lesen? Kerckhoff beschließt, dass die Zeit reif für die Wahrheit ist. Sie hofft inständig auf den Sinneswandel der Menschen, nichtsahnend, dass sie mit ihrer journalistischen Art, gleichwohl erneut auf Gegenliebe stößt. Sie muss sich wie Helene im Laufe der Zeit eingestehen, das Freiheit nicht wirklich Freiheit bedeutet und das auch in der DDR keineswegs der Feminismus frei gelebt werden kann. Helene schreibt offen über ihre Hilflosigkeit an Hans. Dennoch leuchtet ein Innerer Funke, immer auf der Sehnsucht nach Freiheit und Hoffnung in ihr, der nur schwer zu löschen ist. Helene, wie auch Susanne, gibt es keine Alternative. Während Susanne den Freitod wählt, bleibt Helenes Zukunft für den Leser offen. Man muss sich als Leser, wie auch schon bei Hans fehlenden Schreiben, die „Freiheit“ nehmen, selbst zu antworten. Dank Peter Graf erfahren wir ein wenig mehr über diese mutige Frau, die ihren ganz eigenen Weg ging.

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Berliner Briefe

von Susanne Kerckhoff

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Tobias Groß

Thalia Leipzig – Grimmaische Straße

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5/5

Ein einzigartiges zeithistorisches Dokument, gerettet vor dem kollektiven Vergessen

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Viele Bücher geraten über die Jahre in Vergessenheit und verschwinden aus dem kollektiven Gedächtnis. Bei vielen ist es schade, denn oftmals sind die Gedanken es wert, die Zeiten zu überdauern. Mit viel Glück entgehen sie diesem Schicksal, werden wieder entdeckt und sogar neu aufgelegt. Auch Susanne Kerckhoffs einzigartiger Roman ‘Berliner Briefe‘ war dazu verdammt auf ewig ins Nirwana der Erinnerungen zu geraten. Glücklicherweise geschah dies nicht, besitzt dieser Briefroman inzwischen den Charakter eines zweithistorischen und sehr persönlichen Dokuments. In 13 Briefen an ihren nach Paris emigrierten Jugendfreund, erzählt die Verfasserin Helene über ihre Zeit nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Sie berichtet Hans, warum die Dinge so geschehen sind, warum sie sich nicht energischer gegen die NS-Diktatur gewehrt hat und warum sie das neue (SED-) Deutschland kritisch betrachtet. Die poetischen, sprachgewaltigen und sensibel geschriebenen ‘Berliner Briefe‘ sind viel mehr als nur eine Sammlung von literarischen Briefen. In Form ihres Alter Egos Helene, sind sie Susanne Kerckhoffs biografisch beeinflusstes Vermächtnis. Gleichzeitig sind sie eine zutiefst ehrliche Schilderung des Lebens im bereits geteilten Berlin und der sich in Entstehung befindenden DDR. Ein zu Unrecht vergessenes Buch einer vergessenen Autorin, dass jetzt vollkommen zurecht seinen zweiten Frühling erlebt.
  • Tobias Groß
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Ein einzigartiges zeithistorisches Dokument, gerettet vor dem kollektiven Vergessen

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Viele Bücher geraten über die Jahre in Vergessenheit und verschwinden aus dem kollektiven Gedächtnis. Bei vielen ist es schade, denn oftmals sind die Gedanken es wert, die Zeiten zu überdauern. Mit viel Glück entgehen sie diesem Schicksal, werden wieder entdeckt und sogar neu aufgelegt. Auch Susanne Kerckhoffs einzigartiger Roman ‘Berliner Briefe‘ war dazu verdammt auf ewig ins Nirwana der Erinnerungen zu geraten. Glücklicherweise geschah dies nicht, besitzt dieser Briefroman inzwischen den Charakter eines zweithistorischen und sehr persönlichen Dokuments. In 13 Briefen an ihren nach Paris emigrierten Jugendfreund, erzählt die Verfasserin Helene über ihre Zeit nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Sie berichtet Hans, warum die Dinge so geschehen sind, warum sie sich nicht energischer gegen die NS-Diktatur gewehrt hat und warum sie das neue (SED-) Deutschland kritisch betrachtet. Die poetischen, sprachgewaltigen und sensibel geschriebenen ‘Berliner Briefe‘ sind viel mehr als nur eine Sammlung von literarischen Briefen. In Form ihres Alter Egos Helene, sind sie Susanne Kerckhoffs biografisch beeinflusstes Vermächtnis. Gleichzeitig sind sie eine zutiefst ehrliche Schilderung des Lebens im bereits geteilten Berlin und der sich in Entstehung befindenden DDR. Ein zu Unrecht vergessenes Buch einer vergessenen Autorin, dass jetzt vollkommen zurecht seinen zweiten Frühling erlebt.

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