Orientalismus und die Darstellung von Muslima in der "WELT". Eine kritische Diskursanalyse
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Sprache:Deutsch
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inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
21.01.2021
Verlag
GRINSeitenzahl
33 (Printausgabe)
Dateigröße
624 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783346333100
Mercedes Kierpacz, Fatih Saraçoglu, Said Nesar Hashemi, Gökhan Gültekin, Kaloyan Velkov, Vili Viorel Paun, Hamza Kurtovic, Ferhat Unvar, Gabriele R., Sedat Gürbüz. Sie alle sind die Opfer des rassistischen Attentats in Hanau am 19. Februar 2020. An den Morden zeigt sich in aller Grausamkeit, welche verheerenden Folgen antimuslimischer Rassismus hat. 2017 rief die Partei DIE LINKE im Bundestag dazu auf, "islamfeindliche" Straftaten gesondert in der Statistik über politisch motivierte Kriminalität (PMK) zu erfassen. Allein im Jahr 2018 wurden ca. 813 solcher anti-muslimischer Straftaten registriert, die Dunkelziffer liegt deutlich höher - viele Ermittlungsbehörden hielten sich nicht an die neue Einordnung. Häufig kommt es vor, dass Mädchen und Frauen die Kopftücher heruntergerissen, sie bespuckt, beleidigt und auf offener Straße geschlagen werden. Wie kann es sein, dass eine Person mit spezifisch kodierten äußerlichen Merkmalen Gewalt zu befürchten hat?
Für die Kodierung von äußerlichen Merkmalen ist Sprache zuständig. Eines der Hauptwerke des Theoretikers Edward Said untersucht den europäischen Diskurs über Muslim:innen, "den Islam" und den Orient: In "Orientalismus" geht es um die sprachliche Konstruktion eines Orients, dessen Bevölkerung, Kultur und geografische Lage durch den "Westen" definiert wurde, um koloniale Herrschaft zu ermöglichen, die eine Machtasymmetrie konstituiert. Die deutsche Wissenschaft habe durch einen verspäteten Beginn der Rezeption von "Orientalismus" einiges aufzuholen, um die eigene Beteiligung am Diskurs aufzuarbeiten. Neben Said möchte ich durch den Einbezug der Theoretiker:innen Meyda Yegenoglu und Leila Ahmed, die die Konstruktion des Orients aus feministischer Perspektive untersuchten, zur Dekonstruktion des vermeintlichen "Wissens" über den Orient und damit einhergehend Oriental:innen beitragen.
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