Produktbild: Kim Jiyoung, geboren 1982

Kim Jiyoung, geboren 1982

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Nele Rosetz + weitere

Spieldauer

4 Stunden und 52 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

11.02.2021

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

76

Verlag

Argon Digital

Originaltitel

TBA

Übersetzt von

Ki-Hyang Lee

Sprache

Deutsch

EAN

9783732418633

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Gesprochen von

Spieldauer

4 Stunden und 52 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

11.02.2021

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

76

Verlag

Argon Digital

Originaltitel

TBA

Übersetzt von

Ki-Hyang Lee

Sprache

Deutsch

EAN

9783732418633

Herstelleradresse

Argon Verlag AVE GmbH
Waldemarstraße 33A
10999 Berlin
DE

Email: produktsicherheit@argon.de

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  • NiWa

    4/5

    23.07.2021

    Hörbuch-Download (MP3)

    Wie es ist, eine Frau zu sein

    Kim Jiyoung lebt am Stadtrand von Seoul. Die Mittdreißigerin hat ihren Job aufgegeben um sich um ihren Nachwuchs zu kümmern. Auf einmal leidet sie unter einer Art von Persönlichkeitsspaltung: Sie spricht aus der Sicht ihr bekannter Frauen. „Kim Jiyoung, geboren 1982“ beschäftigt sich mit der Rolle der Frau in Südkorea, genauso auch damit, wie es allgemein ist eine Frau zu sein. Obwohl viele Menschen Forderungen nach Gleichberechtigung nicht mehr hören können, junge Mädchen sich durchaus gleichberechtigt fühlen und rechtlich gesehen einer Frau die gleichen Rechte und Pflichten wie dem anderen Geschlecht zugeschrieben werden, entspricht es nach wie vor keiner Tatsache. Deshalb ist es meiner Meinung nach ein wichtiges Buch, welches das Rollenbild der Frau aus der südkoreanischen Perspektive betrachtet. Kim Jiyoung ist Mitte Dreißig und hat für ihr Kind ihren Job aufgegeben. Plötzlich zeigt sie merkwürdige Symptome. Sie spricht aus den Perspektiven anderer Frauen, die sie kennt. Kims merkwürdiges Verhalten bessert sich nicht, weshalb sie einen Psychiater aufsucht. Und dieser Psychiater erzählt die Geschichte seiner Patientin Kim Jiyoung, geboren 1982. Es wird von Kims Kindheit, ihren Jugendjahren, dem Studium, dem Erwachsenwerden, dem Berufsalltag und den neuen Pflichten als Mutter und Hausfrau erzählt. In all diesen Etappen werden die unterschiedlichen Behandlungen und Entscheidungen von Frauen und Männern reflektiert, die für sich genommen absurd anmuten. Mein persönlicher Favorit ist nach wie vor - und dafür muss man keine Südkoreanerin sein - dass ein Mann im Haushalt hilft. Diese Idee ist so fest in den Köpfen unserer Gesellschaft verankert, dass es scheinbar nicht aus dem Gedankengut zu vertreiben ist. Wenn zwei Menschen Vollzeit berufstätig sind, haben sie gleichermaßen im Haushalt anzupacken, unabhängig davon was zwischen ihren Beinen zu finden ist. Dennoch werden Männer als brav bezeichnet, wenn sie ein Tänzchen mit dem Staubsauger wagen und den Staubwedel schwingen. Die Frau von Welt, hat sich für die gleiche Tätigkeit keinen Respekt verdient. Diese Beobachtung und viele weitere ziehen sich durch den gesamten Roman. Einerseits ist die Erzählung streckenweise monoton, andrerseits macht es speziell der neutrale Tonfall zu einem guten Buch. Es wird nicht nur das klischeebeladene Frauenbild angeprangert, sondern auch die Männerrolle erfährt Zugeständnisse. Hinzu kommt, dass sich Autorin Nam-Joo Cho sämtliche Schuldzuweisungen spart, und ein realistisch wirkendes Porträt einer Frau, geboren 1982, malt. Ich habe Kim Jiyoung gerne kennengelernt. Teilweise ist es ein erschütterndes Bild, wie eingesperrt Menschen in ihren Rollen sind. Die Autorin zeigt, dass uns die Gesellschaft in eine Schablone presst, die an unsere Ecken und Kanten drückt, bis wir wohlgeformt in das Klischee passen. Gegenmittel gibt es keine, außer, sich immer wieder bewusst zu machen, dass alle Menschen gleich sind. Sie sind es sogar dann, wenn sie nicht die gleichen Voraussetzungen mit ins Leben bringen. Dafür ist dieses Buch exzellent geeignet.

  • Lea

    3/5

    13.12.2024

    Hörbuch-Download (MP3)

    Bisschen enttäuschend

    „Kim Jiyoung, geboren 1982“ ist die Geschichte einer durchschnittlichen Frau aus Südkorea, die sich in ihrem Alltag mit den alltäglichen Herausforderungen der Frauenrolle im patriarchyischen System ihres Landes auseinandersetzt. Die Erzählung folgt Jiyoungs Leben von ihrer Kindheit bis zu ihrer Zeit als Mutter und Hausfrau. Ein Wendepunkt tritt ein, als sie beginnt, die Stimmen anderer Frauen – sowohl lebender als auch verstorbener – zu übernehmen. Diese surrealen Erlebnisse ziehen die Aufmerksamkeit ihres Mannes auf sich, der sie schließlich zu einem Psychiater bringt. Der Roman beleuchtet Jiyoungs Leben durch die Linse eines psychiatrischen Fallberichts und deckt die systematische Ungleichbehandlung und den fortwährenden Sexismus auf, dem sie ständig ausgesetzt ist. Der Schreibstil ist nüchtern, beinahe klinisch, wodurch das Buch dokumentarisch und distanziert wirkt. Es wird mehr berichtet als gezeigt, wodurch man als Leser:in weniger emotional in die Geschichte eintaucht. Die Erzählung liest sich teils wie ein Sachbuch oder eine Untersuchung und weniger wie eine klassische Erzählung. Diese Wahl des Schreibstils mag für die Darstellung der systematischen Ungleichbehandlung und des psychischen Drucks, dem Jiyoung ausgesetzt ist, effektiv sein, machte es mir jedoch schwer, eine tiefere emotionale Verbindung zu den Figuren oder ihrer Geschichte aufzubauen. ️✨ Während das Buch die vielen Formen von Sexismus und die psychischen Belastungen darstellt, denen Jiyoung in ihrem Leben begegnet, bleibt der Plot selbst verhältnismäßig flach. Die Einführung der Stimmen anderer Frauen als zentrales Element der Geschichte bleibt teilweise unklar und wird nur oberflächlich behandelt. Diese besondere Erzähltechnik hätte mehr Raum für tiefere Auseinandersetzungen mit der Thematik bieten können, wurde aber nur angedeutet. Die Themen des Buches sind erschreckend aktuell und weckten bei mir eine Mischung aus Wut und Erschöpfung. Der ständige Sexismus, den Jiyoung erfährt – sei es im Kindesalter, während ihrer Arbeit oder in ihrer Rolle als Mutter – ist leider sehr realistisch und spiegelt viele Erfahrungen wider, die Frauen weltweit machen. Obwohl ich mich mit dem Thema identifizieren konnte, ließ mich das Buch aufgrund des eher trockenen Erzählstils und der unvollständigen Ausführung bestimmter Handlungselemente emotional eher kalt. Es regte zwar zum Nachdenken an und verstärkte meine Sicht auf die tief verwurzelte Ungleichbehandlung von Frauen in patriarchalen Gesellschaften, aber ich konnte mich nicht vollständig auf die Geschichte einlassen. Die Intention des Buches, das Bewusstsein für diese Missstände zu schärfen, ist klar, aber die Erzählweise hat es für mich schwer gemacht, die Hauptfigur wirklich zu verstehen oder eine tiefere Verbindung zu ihr aufzubauen. Fazit: „Kim Jiyoung, geboren 1982“ wird vielen Leser:innen eine gewohnte Realität widerspiegeln und tiefsitzende Themen ansprechen. Dennoch empfand ich es als zu distanziert und wenig emotional fesselnd. Es ist sicherlich ein wichtiges Buch, aber nicht das, was mich als Leserin emotional erreicht hat. ⭐⭐⭐

  • Jessi

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    30.11.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Kompromisslos ehrlich

    as Buch behandelt geschlechtsspezifische Missstände. In dem Fall in Südkorea, aber wenn man ehrlich ist erlebt man überall auf der Welt solche Situationen, in denen man als Frau oder auch als Mann benachteiligt wird. Vielleicht nicht so krass, wie es in dem Buch (bzw. in Südkorea) der Fall ist.  Als ich mich, frisch verheiratet, auf eine neue Stelle innerhalb meiner Firma beworben habe, wurde ich z. B. gefragt (mit dem Hinweis, dass ich nicht antworten müsse, da die Frage eigentlich nicht gestellt werden dürfte), ob ich plane, demnächst ein Kind zu bekommen. Aber in diesem Fall ist keine Antwort eben auch eine Antwort.  In dem Buch konnte ich erschreckende Parallelen erkennen. Verpackt sind all diese sozialen Ungerechtigkeiten in der liebenswerten Kim Ji-young. Man leidet mit ihr, man möchte für sie weinen und vielleicht sogar das ein oder andere Mal sie oder jemand anderen schütteln und die Ungerechtigkeit herausschreien. Es ist schwere Kost und liest sich nicht ganz so leicht. Aber es lohnt sich wirklich. Gut möglich, dass ich es mir auch noch mal in Deutsch hole, wenn es im Februar erschienen ist. 

  • Bewertung

    5/5

    10.09.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Alltagssexismus am Beispiel Südkoreas

    In "Kim Jiyoung, geboren 1982" erzählt Cho Nam-Joo die Geschichte von Kim Jiyoung, einer jungen Frau in Südkorea. Gleich zu Beginn erfährt man, dass die junge Frau, die inzwischen Mutter geworden ist an einer Psychose erkrankt ist, bei der sie sich für Frauen aus ihrem engen Umfeld hält und wie diese agiert. Aus der Perspektive eines Psychologen, der die Lesenden chronologisch durch die verschiedenen Etappen ihres Lebens führt, wird gezeigt, dass ihre Psychose keine individuelle Erkrankung ist, sondern die Folge von Alltagssexismus und Diskriminierung. Beispiele aus Kindheit, Schul-und Berufszeit (allesamt haarsträubend!) sowie Statistiken und Fakten untermauern diese These. Der nüchterne und distanzierte Schreibstil Cho Nam-Joos macht deutlich, dass es nicht um das individuelle Schicksal von Kim Jiyoung geht, sondern sie symbolisch für das Leben aller Frauen in der heutigen Gesellschaft steht. Man würde es sich auch zu einfach machen, diese Thematik nur als ein Problem des asiatischen Raums abzutun, das es so in Europa nicht mehr gibt. Manche Formen des Alltagssexismus mögen vielleicht in Südkorea ausgeprägter sein als im Westen, aber viele der geschilderten Erfahrungen machen Frauen überall auf der Welt. Auch im ach so fortschrittlichen, aufgeklärten Europa werden Frauen immer noch bei der Jobsuche benachteiligt, nach wie vor gibt es den Gender Pay Gap, es sind in der Mehrheit die Mütter, die sich um die Kinder kümmern, etc. etc. Auf echte Gleichstellung müssen Frauen auch in der heutigen Gesellschaft wohl noch lange warten. Mit ganz viel Wut im Bauch habe ich das Büchlein (270) Seiten in einem Rutsch durchgelesen. "Kim Jiyoung, geboren 1982" ist nicht nur Fiktion, sondern ein wichtiger Beitrag zur Debatte über Frauenfeindlichkeit und Missstände in der Gesellschaft – ein wichtiges Buch, nicht nur für Frauen in Südkorea, sondern überall. Und es schadet auch nichts, wenn Männer dieses Buch lesen!

  • Sophia

    5/5

    12.08.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Tolles und wichtiges Buch mit vielen Denkanstößen

    Kim Jiyoung ist Mitte dreißig und lebt in einem Vorort von Seoul mit ihrem Mann und ihrem kleinen Baby. Sie hat, wie es üblich ist, ihren Job aufgegeben um für ihr Baby voll als Mutter da zu sein. Bald verhält sie sich jedoch immer seltsamer: sie schlüpft in Rollen von Frauen aus ihrem Umfeld, ihre Persönlichkeit scheint sich zu spalten. Sie wird zum Psychiater geschickt, aus dessen Sicht die Geschichte rund um Kim erzählt wird. Das Cover ist für mich schon sehr gut gestaltet, zeigt es doch eine Frau "ohne Gesicht". So fühlt sich auch die Protagonistin allzu oft. Außerdem sticht die Farbe Rot heraus und zeigt die Wichtigkeit und das Alarmierende der Geschichte. Beim Lesen bleibt immer eine gewisse Distanz zur Protagonistin, auch die nüchterne Erzählweise des Psychiaters tragen dazu bei. Cho Nam-Joo möchte das Leid von Millionen Frauen auf der ganzen Welt aufzeigen - es soll hier gar nicht so sehr um die Geschichte von Kim Jiyoung als Person gehen. Sie steht vielmehr stellvertretend für das Frauenbild in der heutigen Gesellschaft, allen voran in Korea. Der Psychiater zeichnet ein Bild von Kims Vergangenheit, ihrer Erziehung und ihrer Umwelt, aber auch von ihrem Eltern und deren Herkunft. Untermauert wird dies durch eingestreute Fakten und Statistiken, die der Erzähler immer wieder anführt. Von der koreanischen Gesellschaft und dem Land an sich wusste ich bis dahin nicht viel. Dies hat sich mit dem Buch geändert und man hat das Gefühl, um viele Jahrzehnte in der Zeit zurückgeworfen zu sein. Die Geschichte ist jedoch aktuell und wiederholt sich tagtäglich auf der ganzen Welt. Kim macht, was von ihr verlangt wird: sie erfährt gute Bildung, heiratet, bekommt ein Kind. Alles in allem ein "normales" Leben, aber schnell merkt man, dass sie spätestens nach der Geburt kurz vor dem Zusammenbruch steht und unter dem Druck der Gesellschaft zerbricht. Die Geschichte hat mich berührt und lässt mich nachdenklich, aber auch wütend zurück. Wir in Deutschland scheinen vermeintlich alles richtig zu machen, aber auch hier gibt es noch genügend Ungerechtigkeiten und Benachteiligungen in der Gesellschaft. Über das Buch muss gesprochen und diskutiert werden, es behandelt ein so wichtiges Thema der heutigen Zeit. Von mir eine klare Empfehlung!

Kundinnen und Kunden meinen

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Bewertungen (242)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von I. Müller

    I. Müller

    Thalia Jena – Goethe-Galerie

    Buchhändler*in

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    5/5

    10.03.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Kim Jiyoung, die Stimme einer ganzen Generation

    Kurz, prägnant; die unverblümte Wahrheit über Kim Jiyoung und eine Generation, aufgewachsen im rapiden Wandel der 1980er und 90er Jahre. Nach der Besatzung durch Japan und der Teilung in Nord- und Südkorea begann eine politisch instabile Zeit für das Land, in welcher die Verfassung nach vielen Konflikten mehrmals überarbeitet wurde um einer demokratischen Zukunft den Weg zu bereiten. Doch nach dem anfänglichen Aufschwung folgte Ende der 90er eine schwere Wirtschaftskrise. Während ebendieser befand sich das Land im Begriff, zu einer eigenen, neuen Identität zu finden - einer, in der alte Sitten und westliche Einflüsse miteinander konkurrieren und eine Kultur erschaffen in der beides existiert, wenn auch nicht immer harmonisch. Vor allem junge Frauen jener Generation standen und stehen bis heute zwischen den gegensätzlichen Einflüssen. „Kim Jiyeon, geboren 1982“ ist das Portrait eines Lebens und einer Nation. Das Buch verbindet Frauen weltweit durch universelle Berührungspunkte, die Millennials fast überall nur allzu bekannt sein dürften. Ohne dabei mit Kritik um sich zu werfen, stellt Cho Namjoo gekonnt wieder und wieder eine einfache Frage: Warum? Ob wir sie aussprechen oder nicht, die Antwort kennen wir spätestens nachdem wir dieses Buch gelesen haben.
  • Zum Bewerterprofil von Jacky Schmidt

    Jacky Schmidt

    Thalia Hamburg – EKZ Hamburger Meile

    Buchhändler*in

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    5/5

    29.09.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Ein Buch das auf jeder Leseliste stehen sollte!

    Kurz gesagt geht es um das Leben von Kim Ji-Young, einer Frau Mitte/Anfang 30, verheiratet, die gerade zum ersten Mal Mutter geworden ist und deshalb ihre Karriere vorzeitig beenden muss um Hausfrau zu werden. Kim Ji-Young steht damit für DIE Durchschnittsfrau ihrer Generation. Deshalb trägt sie bewusst auch den, in ihrem Geburtsjahr, beliebtesten Vornamen und häufigsten Nachnamen. Sie ist sozusagen eine Julia Müller. Wir reisen mit ihr in ihre Kindheit und sehen mit an, wie sowohl sie als auch ihre ältere Schwester immer zurückstecken müssen, zugunsten des kleinen Bruders. Genauso wie es auch schon ihre Mutter vor ihnen tat. Wir sehen Ji-Young wie sie als Teenagerin belästigt wird, später an der Uni dann nicht Ernst genommen und später im Job nicht nur benachteiligt wird, sondern wie Kolleginnen sogar belästigt werden. Wir sehen sie später mit Kind, gezwungen ihre Karriere aufzugeben und doch genau dafür von der Gesellschaft geächtet oder belächelt zu werden. Und wer genau liest, sieht seine eigenen Freundinnen, Mütter, Kolleginnen und auch sich selbst in all den Erzählungen von Kim Ji-Young. Denn beim Lesen fällt einem schnell auf, das hat man zum Großteil alles so schon selbst zu oft erlebt oder bei anderen gesehen. Die Tatsache das die Autorin so nüchtern und fast sachlich über all die Erlebnisse von Ji-Young schreibt, macht das Buch so besonders. Denn die Themen und Vorkommnisse an sich sind ja eigentlich sehr emotional und persönlich, was ja gerade Frauen immer wieder bei Diskussionen ums Patriarchat, und alles was dazu gehört, vorgeworfen wird. Sie seien zu emotional. Genau das macht dieses Buch meiner Meinung nach zu einem eindrucksvollen Meisterwerk, das wirklich jeder mal gelesen haben sollte.
  • Zum Bewerterprofil von Angela Pehl

    Angela Pehl

    Thalia Bremerhaven

    Buchhändler*in

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    5/5

    20.03.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zuerst war ich etwas skeptisch,...

    Zuerst war ich etwas skeptisch, doch als das Buch dann richtig losging und ich vollkommen in das Leben der Protagonistin und der Gesellschaft in der sie lebt, eintauchen konnte, war ich gefesselt. Dieses Buch ist roh und ehrlich.
  • Zum Bewerterprofil von Paula Kotsch

    Paula Kotsch

    Thalia Mayersche Essen-Rüttenscheid

    Buchhändler*in

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    5/5

    06.02.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Kein Wort zu viel und kein Wort zu wenig

    Eine nachdenkliche Geschichte über eine Frau dessen "Frau-sein" ihr ganzes Leben determinierte und gewissermaßen zerstörte. Wichtig, verstörend und nachhallend. Feminismus ist definitiv immernoch ein sehr wichtiges Thema und sollte weiterhin eine Bühne in der Literatur haben. Gerade in Südorea, einem Land das durch K-Pop etc. sehr romantisiert wird ist eine solche Lektüre ein wichtiges Stück Literatur in unserer heutigen zeit.
  • Zum Bewerterprofil von Sakinah Jafari

    Sakinah Jafari

    Thalia Zentrale

    Buchhändler*in

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    5/5

    27.11.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sensation aus Südkorea

    Ein absolutes Highlight der diesjährigen Leseliste war „Kim Jiyoung, born 1982 " von Cho Nam-Joo. Kim Jiyoung kündigt ihren Job, damit sie sich um ihr Kind kümmern kann. Dadurch fällt sie, in die typische von der Gesellschaft geforderten, Frauenrolle. Im Vordergrund steht die Kritik an der südkoreanischen Gesellschaft, da sie die Ungleichheit der Geschlechter, Gewalt gegen Frauen etc. begünstigt und fördert. Zwar spielt die Handlung in Südkorea, aber man erkennt gewisse Parallelen zu unserer Gesellschaft.

Unsere Meinungen

Bewertungen (51)

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