Das Erbe des Krieges, der Schrecken einer Kindheit und ein Junge, der nicht vergessen kannFrank ist der Wut seiner Mutter ausgeliefert. Sie schlägt ihn, immer wieder. Er steht ihren Träumen im Weg. Erst kam der Krieg, dann das Bordell, wo sie in der Nachkriegszeit Unterschlupf fand, dann die Klosterschule. Und jetzt das Kind.Eines Tages eskaliert ein Streit, und Frank springt aus dem Fenster. Er kehrt nie wieder nach Hause zurück. Aber die Wut seiner Mutter wird er nicht mehr los.Ein Hörbuch darüber, wie schwer es ist, die Wunden der Kindheit zu heilen.
Kundinnen und Kunden meinen
3.7/5.0
Christopher Bahn
Book Circle Community
5/5
12.08.2025
Buch (Taschenbuch)
Schwierige Mutter
Ein gutes Buch mit einem schwierigen Thema: Der Erzähler wird als Kind von seiner Mutter oft geschlagen, die ersten Seiten des Romans handeln nur davon. Interessant fand ich die Beschreibung der Mutter, die ihre Wut über verpasste Chancen und fehlende Freiheit an ihrem Kind auslässt. Auch der Protagonist hat mit seiner Wut zu kämpfen, schon lange, nachdem er vor seiner Mutter geflohen ist. Ein eindrückliches Werk mit Tiefgang. Sehr empfehlenswert.
Bewertung
5/5
27.06.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Spannung nur Teilweise da
Frank ist der Wut seiner Mutter ausgeliefert. Sie schlägt ihn, immer wieder. Er steht ihren Träumen im Weg. Erst kam der Krieg, dann das Bordell, wo sie in der Nachkriegszeit Unterschlupf fand, dann die Klosterschule. Und jetzt das Kind.
Eines Tages eskaliert ein Streit, und Frank springt aus dem Fenster. Er kehrt nie wieder nach Hause zurück. Aber die Wut seiner Mutter wird er nicht mehr los.
Am Anfang fand ich den Schreibstil sehe chaotisch, das hat sich Gott sei Dank schnell wieder gelegt. Dann fand ich es spannend, wie das eine zum anderen führt und wie etwas schnell weitergegeben werden kann. Allerdings fand ich es an manchen Stellen ziemlich langweilig so dass die Spannung nicht durchgehend gehalten wurde.
Am Ende gab es 3/5 Sterne
Bewertung
5/5
05.04.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
"Es ist leichter zu verzeihen wenn man der Stärkere ist"
Der Autor überzeugt mit Episoden und Momenten in denen die Erziehung als erste Beziehung der Heranwachsenen den Weg der Schuld und Wut erschafft.
Schuld als ein Resultat und ständige Begleitung solcher Familienproblemen.
Auch der Trost den man sich selbst erschafft wird hier gut transferiert.
Ein nachvollziehbarer Protagonist, der einiges versucht um zu leben.
Gewalt ist leider nichts was sich von allein auflöst....
Newspaper
aus Wachtendonk
5/5
24.02.2021
eBook (ePUB 3)
„Worte bedeuten nichts. Taten zählen.“
Inhalt:
„Das Erbe des Krieges, der Schrecken einer Kindheit und ein Junge, der nicht vergessen kann
Frank ist der Wut seiner Mutter ausgeliefert. Sie schlägt ihn, immer wieder. Er steht ihren Träumen im Weg. Erst kam der Krieg, dann das Bordell, wo sie in der Nachkriegszeit Unterschlupf fand, dann die Klosterschule. Und jetzt das Kind.
Eines Tages eskaliert ein Streit, und Frank springt aus dem Fenster. Er kehrt nie wieder nach Hause zurück. Aber die Wut seiner Mutter wird er nicht mehr los.
Ein Roman darüber, wie schwer es ist, die Wunden der Kindheit zu heilen.“
Schreibstil/Art:
Eine einfühlsame Geschichte und ein außergewöhnlicher Erzählstil.
In Franks Leben und das seiner Mutter Maria, spielen viele Menschen eine bedeutsame sowie ausschlaggebende Rolle. Wir erfahren mehr zu deren Beweggründen sowohl aus der Vergangenheit als auch der Gegenwart. Was hat dazu geführt, dass sie so sind wie sind, woher kommt die Wut und was sie kann alles anrichten? Die Folgen und die Tragweite solch einer Tragödie sind unglaublich.
Die Beschreibungen der Wutausbrüche haben es echt in sich und sind nichts für zartbesaitete. Die Wortwahl ist in solchen Momenten brutal, man kann Franks Angstzustände nur erahnen. („Komm raus, Drecksau, verkriech dich nicht, du Stück Scheiße.“)
Fazit:
„Wut ist mächtig. Wut sucht sich ihren Weg, wie Wasser.“
Ein Roman der aufrüttelt und zum Nachdenken anregt. Es werden unfassbar viele wichtige Themen angesprochen. Die Brutalität ist relativ schnell das Hauptthema.
Zum Ende hin wird das Ganze etwas wirr da Illusionen mit der Realität Einswerden. Eine etwas ausführlichere Beschreibung wäre sinnvoll gewesen. Dennoch ließ sich der Roman, trotz der schwierigen Thematik, verhältnismäßig einfach und schnell lesen.
Herbstrose
aus 87772
5/5
17.02.2021
eBook (ePUB 3)
Psychogramm einer zerstörten Kindheit
„Komm raus, Drecksau, verkriech dich nicht, du Stück Scheiße“, das waren die Worte der Mutter zu ihrem zwölfjährigen Jungen, der sich aus Angst vor ihr unter dem Bett verkrochen hatte. An diese Worte in seiner Kindheit erinnert sich Frank, während er die Wohnung seiner Mutter ausräumt. Maria lebt jetzt im Pflegeheim, ist dement und versteht nicht mehr, was um sie herum geschieht. Sie war eine kluge starke Frau, konnte aber nie zeigen was in ihr steckte, was sie gegen alles was ihr im Wege stand wütend machte. Und diese Wut richtete sich sehr oft gegen den Schwächsten, ihren kleinen Sohn. Ihn konnte sie prügeln, ‚bis ihr die Arme müde wurden‘. In ihrem Tun spiegelt sich auch ihre eigene Kindheit und Jugend wieder: von der Mutter früh verlassen, von einer Tante im Bordell aufgezogen, den Krieg erlebt, in einer Klosterschule Zucht und Ordnung kennen gelernt und aus Verzweiflung früh geheiratet. Auch Frank hat mit der Wut und den Folgen der Schläge sein Leben lang zu kämpfen. Als er siebzehn Jahre alt ist eskaliert ein Streit, er springt aus dem Fenster und kehrt nie wieder zurück – und als Erwachsener wird er nie richtig beziehungsfähig sein …
Der Autor Harald Martenstein ist ein deutscher Journalist und Schriftsteller, der 1953 in Mainz geboren wurde. Nach dem Abitur studierte er Geschichte und Romanistik an der Universität in Freiburg. Danach war er Redakteur bei einigen namhaften Tageszeitungen, bevor er 2002 begann, Kolumnen und Essays für verschiedene Magazine zu schreiben. Seither erscheint in jeder Sonntagsausgabe des Tagesspiegels eine Kolumne von ihm. Seinen ersten Roman „Heimweg“ schrieb Martenstein 2007, der, wie auch „Wut“, in der Nachkriegszeit spielt. Für seine Arbeiten wurde er mit dem Egon-Erwin-Kisch, dem Henri-Nannen und dem Theodor-Wolff-Preis ausgezeichnet. Der Autor lebt in Gerswalde (Uckermark) und in Berlin. Er ist in zweiter Ehe mit der Kulturmanagerin Petra Martenstein verheiratet. Gemeinsam haben sie einen Sohn, außerdem hat er noch einen erwachsenen Sohn aus erster Ehe.
In seinem Vorwort bemerkt der Autor ausdrücklich, dass es sich bei „Wut“ um einen Roman und nicht um eine Biografie handelt. Dieser Eindruck könnte entstehen, da die Geschichte in Ich-Form geschrieben ist. Der Name des Erzählers ist Frank, der Junge der Anfang der 1950er Jahre von seiner psychisch labilen Mutter sowohl körperlich, als auch seelisch gepeinigt wird. Dabei drängen sich die Fragen auf, wie die Mutter zu einem solchen Menschen werden konnte und wie sich diese Misshandlungen auf das spätere Leben des Jungen auswirken. Dabei fällt auf, dass Frank als Erwachsener vieles in anderem Licht sieht und er sich zeitweise sogar liebevoll an die Mutter erinnert.
Der Erzählstil ist mitreißend und, trotz schonungsloser Schilderung von Schmerz und seelischem Leid, packend und in gewisser Weise sogar unterhaltend. Das Buch berührt, wühlt auf und stimmt dennoch versöhnlich, denn die psychische Verfassung der beiden Protagonisten wird hier einleuchtend geschildert. Man kann Marias Wut verstehen, aber nicht, dass sie diese an ihrem hilflosen Kind auslässt und man hat Mitleid mit Frank, auf den sich diese Wut allmählich überträgt und der als Erwachsener noch mit seiner Vergangenheit kämpfen muss. Dies zeigt sich besonders gegen Ende, als er offenbar wirr im Kopf ist und sich bei ihm Realität und Illusion vermischen. Auch als Leser ist man verwirrt und kann nicht mehr zwischen Wahrheit und Phantasie unterscheiden. Hier hätte es wohl einer besseren Erklärung bedurft!
Fazit: Meine Empfehlung, lesen!
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4/5
03.02.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Vorsicht, keine leichte Kost....
Vorsicht, keine leichte Kost. Maria schlägt ihren Sohn Frank. Brutal, jeden Tag. Bis dieser eines Tages abhaut und nie zurückblickt. Bis Maria an Demenz erkrankt. Wie wurde Maria so, und was macht eine solche Misshandlung mit einem Kind? Ein Buch über Schmerz und Vergebung.
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